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Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

antonio_mo
Beiträge gesamt: 1589

22. Mär 2010, 09:29
Beitrag # 1 von 10
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Hallo,

ich lese gerade im Buch »PDF in der Druckvorstufe« von Herr Schneeberger
(Seite 675), dass die Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig sei.
Mit der Begründung, dass »Haarlinien in der Ausgabe von Systemen und RIPs
standardmäßig auf die dünnste, noch druckbare Linie verstärkt werden«.

Gruß
Antonio
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Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19334

22. Mär 2010, 09:55
Beitrag # 2 von 10
Beitrag ID: #437296
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Da wäre ich skeptisch. Wenn eine TZ-Anzeige per 2400dpi belichtet wird, dürfte die 0,03pt Linie Nicht mehr auftauchen. Selbst die 0,06pt Starke Linie bei 1200dpi Belichterauflösung dürfte sportlich sein.


als Antwort auf: [#437292]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

Polylux
Beiträge gesamt: 1774

22. Mär 2010, 10:19
Beitrag # 3 von 10
Beitrag ID: #437298
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hallo antonio

Antwort auf [ antonio_mo ] Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig ... standardmäßig auf die dünnste, noch druckbare Linie verstärkt


Genau da ist doch der Widerspruch. Wer die Druckdaten gut macht, der will nicht, dass irgendjemand (oder irgendwas) noch was an seinen Daten ändern muss.

Also muss er dies vorher überprüfen, um sicher zu sein, dass nichts verändert wird. Es gibt bestimmt einige Beispiele wo sich dies negativ auswirken kann

Es geht nicht nur darum, dass die Linien nicht mehr sichtbar sind, sondern auch, dass sie durch das Verbreitern nicht eine ungewollte Form annehmen.

Viele Grüße aus Berlin


als Antwort auf: [#437292]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

pkleinheider
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22. Mär 2010, 11:36
Beitrag # 4 von 10
Beitrag ID: #437313
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Hallo,

in den letzten Jahre habe ich kaum noch Probleme mit Haarlinien gesehen (sowohl in meiner aktiven Zeit als Druckvorstufenleiter noch jetzt als Konsulent/Anbieter). Das liegt Großteils darin begründet, dass in den gängigen Layoutapplikationen Haarlinien erst gar nicht erstellt werden können. Selbst aus XPress ist eine Haarlinie 0.125 pt (= 0.04mm). Diese Linien werden ohne Probleme belichtet und gedruckt.

Dünnere Linien kommt meist durch verkleinern einer Grafik zustande. In vielen Fällen führt bei solch verkleinerten Grafiken ein Verstärken der Haarlinien zu einer "Fehlkorrektur".

Es gibt auch unzählige Fälle von gefüllten Flächen mit einer Haarlinie um die Fläche in gleicher Färbung. Also auch nicht wirklich ein Problem (BTW: callas pdfToolbox und Acrobat Preflight prüfen die effektive Linienstärke, gefüllte Flächen werden mit berücksichtigt.

Was ich eher als Problematisch erachte sind dünne Linien die in mehreren Farben definiert sind oder die einen Rasterton definiert haben. Ersteres führ bei Passerschwankungen zu Problemen,Zweiteres lässt Linien eventuell "ausgefranst" erscheinen.

Was sagen andere Praktiker? Ist eine schwarze Haarlinie heute wirklich noch ein Problem (ausgenommen sind 0pt Linien, die immer als 1 Gerätepixel belichtet werden)? Verwenden Sie Workflows, die automatisch verstärken?


als Antwort auf: [#437298]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

Polylux
Beiträge gesamt: 1774

22. Mär 2010, 12:18
Beitrag # 5 von 10
Beitrag ID: #437318
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Hallo Herr Kleinheider,

Haarlinien können ja nicht nur schwarz oder farbig auf weiß sein, sondern auch gerne mal weiß auf schwarz (oder auf einem mehrfarbigen schwarz), dann noch auf ungestrichenen Papier gedruckt und Schwupps, ist die Linie weg.

Mein InDesign kann auf Anweisung auch dünnere Linien erstellen und als PDF ausgeben.

Wir als Druckerei kontrollieren und korrigieren auf Linien dünner als 0,2 pt.
Natürlich gibts da auch häufig einen Fehlalarm.

Haben dabei aber bisher kaum Probleme mit den verbreiterten Linien gehabt.


als Antwort auf: [#437313]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

pkleinheider
Beiträge gesamt:

22. Mär 2010, 13:02
Beitrag # 6 von 10
Beitrag ID: #437329
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Hallo Hr. Nagl,

mit den weißen Linien haben sie natürlich recht. Die hatte ich in meiner Auflistung übersehen (Ich arbeite mit einem Prüfprofil, dass nach aufgerastert und weiße Linien prüft).

Wenn sie mit der autom. Verstärkung auf 0,2pt bisher gut gefahren sind gibt es meinerseits auch keinen Grund es anzuzweifeln.

Jede Fa. muss für sich den "optimalen" Weg finden, in dem möglichst viele "Probleme" automatisch korrigiert werden, aber die dadurch verursachten Fehler so gering wie möglich gehalten werden (ausschließen lass sich diese leider nicht).


als Antwort auf: [#437318]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

Polylux
Beiträge gesamt: 1774

22. Mär 2010, 13:07
Beitrag # 7 von 10
Beitrag ID: #437331
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Antwort auf [ pkleinheider ] Wenn sie mit der autom. Verstärkung auf 0,2pt bisher gut gefahren sind gibt es meinerseits auch keinen Grund es anzuzweifeln.

Jede Fa. muss für sich den "optimalen" Weg finden, in dem möglichst viele "Probleme" automatisch korrigiert werden, aber die dadurch verursachten Fehler so gering wie möglich gehalten werden (ausschließen lass sich diese leider nicht).


Sehe ich genauso, und da Sie fragten, wie das andere Praktiker machen, hab ich mal den Anfang gemacht.

Vielleicht verraten uns ja auch noch andere ihre Vorgehensweise.

Bei 1a-Druckdaten, sollte es zumindest überprüft und dann von Fall zu Fall entschieden werden.


als Antwort auf: [#437329]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

swisscheese
Beiträge gesamt: 387

22. Mär 2010, 13:22
Beitrag # 8 von 10
Beitrag ID: #437333
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Prinzipiell kann ich Herrn Nagel zustimmen. Haarlinien treten fast nicht mehr auf. Die einzigen Probleme, welche wir mit der automatischen Verbreiterung feststellten war eine Broschüre mit chinesischem Text, welcher in Pfade konvertiert und z.T. mit einer 0.12pt dicken Kontur versehen wurde, um einzelne passagen fett zu stellen Crazy

Seither verbreitern wir nur noch auf 0.12pt

Gruss, swisscheese


als Antwort auf: [#437331]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

o_foerster
Beiträge gesamt: 26

22. Mär 2010, 14:13
Beitrag # 9 von 10
Beitrag ID: #437338
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Hallo,

"Haarlinien" bitte mal genau definieren. Sind damit lediglich technische Linien, die in einem Layoutprogramm mehr oder weniger bewusst angelegt werden (wofür gibt es so etwas überhaupt?) gemeint oder auch oder insbesondere "Zwischenräume" zwischen z.B. Bildern, die nicht exakt positioniert worden sind?!?

Das finde ich, aus der Praxis gesprochen, viel problematischer. Das findet dann (natürlich) auch kein Preflight-Tool. Das sieht ggf. nur das menschliche Auge (bei ausreichender Vergrösserung).


als Antwort auf: [#437333]

Überprüfung auf Haarlinien nicht mehr wichtig / nötig?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19334

22. Mär 2010, 14:58
Beitrag # 10 von 10
Beitrag ID: #437340
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Haarlinie ist doch in Postscript genau definiert.
Es ist eine Linie die immer in der minimalen Stärke, sprich 1 Pixel oder Dot Stärke ausgegeben wird.
So eine Haarlinie sieht dann beim Ausdruck auf einem 300dpi Laser rechnerisch 8x stärker aus, als auf einem 2400dpi Belichter.
Aber gerade beim Belichter, und früher dem Zwischenschritt über Film, konnte es passieren das die sauber belichtete Haarlinie im Druck gar nicht kommen konnte, weil sie die Plattenkopie nicht überlebt hatte.
Gleiches gilt heute noch für negative Linien: In jeder Einzelfarbe sauber zu sehen, aber im Zusammendruck ist sie futsch, und wenns dumm läuft, nur in einer Richtung.

Ich bekomme hier noch regelmässig Haarlinien in technischen Zeichnungen zu sehen, die als .dxf und Konsorten daherkommen.


als Antwort auf: [#437338]
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