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Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

veteran
Beiträge gesamt: 76

14. Apr 2005, 20:32
Beitrag # 1 von 18
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Hallo liebes Forum,
ich beschäftige mich gerade erst neu mit dem Thema CMS in der Uni. Habe aber praktisch noch keinen Durchblick (typisch Theorethiker ;-)

Zu meinen Fragen:
Welche Farbtemperatur, Kontrast und Gamma sollte man bei einem Monitor grundsätzlich einstellen, um CM zu betreiben. Es kann doch nicht sein, dass das jeder anders hält? Wenn ich meinen Schirm auf 5000K eingestellt habe und sende meine Bilder nach Hamburg und mein Kollege betrachtet sie mit 6500K, dann können wir beide ja kalibrierte Monitore haben, sehen aber doch trotzdem arg unterschiedliche Farben, oder?

Hab noch ganz viele Fragen, aber lieber Step by step.

Vielen Dank im Voraus,
Michael
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Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

worshipper
Beiträge gesamt: 214

14. Apr 2005, 21:54
Beitrag # 2 von 18
Beitrag ID: #159793
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hallo,

ich kann dir das empfehlen:

http://www.cleverprinting.de/



als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

Juergen
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15. Apr 2005, 06:43
Beitrag # 3 von 18
Beitrag ID: #159828
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oder:
http://www.derprofiler.de

die lern-dvd lüftet diese ganzen geheimnisse ;-)


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

meister eder
Beiträge gesamt: 1113

15. Apr 2005, 09:42
Beitrag # 4 von 18
Beitrag ID: #159846
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Diese Frage stelle ich mir auch öfters und bekomme aus der FAchwelt verschiedene Aussagen! Theoretisch sollte man auf 5000k den Monitor kalibrieren in einem CM Buch von habe ich etwas von zwischen 5000 und 6000 ein. Ein Gretag MAcbeth Supporter sagt mir am Telefon auf meine FRage was denn richtig sei: Wenn Ihnen 5000 zu Gelblich erscheint nehmen Sie doch 6500k geht auch??????? Soviel zum Thema! Wenn Du etwas anderes herausfindest, poste es dochmal, würde mich auch interessieren!
----------------
Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort!


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

uwitberg
Beiträge gesamt: 259

15. Apr 2005, 10:06
Beitrag # 5 von 18
Beitrag ID: #159851
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Der Unterschied zwischen 5000 und 6500 Kelvin sollte sich hauptsächlich in der Wirkung der Papierweißsimulation und allgemein etwas "kühlerer" Darstellung auswirken, aber die die Farben werden nicht völlig anders aussehen.
Am besten einen Referenzdruck in den Normlichbetrachter und die dazugehörenden Daten mit korrektem Softproof auf den Monitor (hier bietet sich natürlich die Altona-Suite an).
Dann auf verschiedene Temperaturen kalibrieren, bis der Softproof am ehesten mit dem Druck übereinstimmt.
Die Norm schreibt 5000 K vor, aber dieser Wert muss in der Praxis an die individuelle Situation von Hardware und auch Umgebungshelligkeit angepasst werden.
Die Gammaeinstellung, ob 2.2 oder 1.8, ist für die allgemeine Darstellung nicht das Allerallerwichtigste, da Photoshop unterschiedliche Gammas von Arbeitsfarbraum und Monitorprofil ausgleicht.
Nur: Je besser das zu erzielende Gamma zum tatsächlichen Wert des Monitors passt, desto weniger muss im Profil gegenkorrigiert werden = weniger Abstufungsverluste. Bei modernen "Repro"-TFTs wie Eizo CG21 ist das Gamma ohnehin direkt über die Hardware einstellbar, die Problematik besteht aber bei allen CRTs (2.2 besser).
Vie Erfolg beim Tüfteln!


als Antwort auf: [#159785]
(Dieser Beitrag wurde von uwitberg am 15. Apr 2005, 10:17 geändert)

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

Pabel
Beiträge gesamt: 87

15. Apr 2005, 10:16
Beitrag # 6 von 18
Beitrag ID: #159855
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Hallo

für diese Thema gibt es meiner Meinung nach nur Vorgaben aber keine fixen Parameter. Hr. Richard hat das mal super beschrieben, das menschliche Auge kann sich nicht so schnell vom Bildschirm mit 5000K zu einem Leuchtkasten mit Proof umstellen. Daher empfinden wir den Bildschirm immer zu gelb.

Aber das wichtigste ist doch..
das ich einen zertifizierten Proof habe, der in den Standards liegt. Ob ich dann den Proof mit 5500K oder irgendwo dazwischen bis 6500K mit dem Bildschirm anschaue, ist mir eigentlich egal, Hauptsache ich kann damit arbeiten.

mfg

Pabel


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19126

15. Apr 2005, 13:25
Beitrag # 7 von 18
Beitrag ID: #159917
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Hallo miteinander,

das wichtigste zur Farbtemperatur ist eigentlich schon gesagt:

Hauptsache es passt, was da dann für ein Wert dransteht ist ziemlich schnuppe.

Mein Normlicht am Arbeitsplatz hat bei 5000K nach etwas über 1000 Stunden Röhrenalter eine Farbtemperatur von 5200K und für 6500K nach knapp 400h eine Farbtemperatur von 6150K.

Der Monitor passt dann für GMG oder Grapp 230g/qm semimatt (m.E. das selbe Substrat) mal bei 5500K mal bei 5700K, je nach Modell. Die Monitore die eine Einstellung der Farbtemperatur in K erlauben. liegen diese Einstellungen aber bis zu 400K neben dem was ich per EyeOne pro messe.
Und letzte Woche hab ich noch eine plausiblen Grund erfahren. Die 3 Phosphorfarben der Monitore (CRT) als auch die Leuchtröhren der TFTs haben sehr schmale Bänder. Liegt deren peak in der Mitte einer Lücke des messenden Spektralphotometers (36 Messungen von 380nm - 730nm in 10 nm Schritten beim EyeOne), so ist die damit erfasste Emission für diese Wellenlänge erheblich neben dem tatsächlichen Wert. Je steiler und schmalbandiger der Peak, um so gravierender. Versucht man nun aus 3 Peaks eine Farbe fürs weiss zu errechnen und schaut bei einem der drei Bändern nicht drauf sondern daneben, kommt man ziemlich woanders raus, als es für unser Auge wirkt. In dem Fall liefern z.B. Colorimeter die gut auf die Röhre und ihre Phosphore abgestimmt sind, wesentlich verlässlichere Werte. Denn lieber 3 Werte richtig massen, als 36 mit 30 unnötigen und 6 relevanten die aber knapp neben den eigentlichen Wellenlänge erfasst werden.

Spektralverlauf 255 R=G=B für Eizo CG220:
http://www.richard-ebv.de/...lauf_5600K_CG220.png


@Juergen:

> oder:
> http://www.derprofiler.de
>
> die lern-dvd lüftet diese ganzen geheimnisse ;-)

Weist du, glaubst du oder hoffst du?
Anders gefragt: Kennst du sie?


MfG

Thomas

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Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, das auch weiterhin zu können: http://www.hilfdirselbst.ch/info/
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als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

veteran
Beiträge gesamt: 76

15. Apr 2005, 13:52
Beitrag # 8 von 18
Beitrag ID: #159931
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Hallo,
die Profiler DVD würde mich sehr interessieren, allerdings scheint sie für Mac zu sein und ich habe leider nur einen PC und eben auch dort CM zu betreiben.

Bei allem bleibt aber die Frage nach der Farbtemperatur nicht gänzlich beantwortet. Ich kann meinen Monitor nicht nach einem Proof einpassen.
ich schildere Euch mal mein konkretes Problem, damit ihr es besser versteht:

In einem Fotoatelier werden Bilder ausschließlich mit Digitalkameras aufgenommen und anschließend in Photoshop farblich bearbeitet und zwar nicht unbedingt immer so, dass es visuell gut aussieht, sondern oft absichtlich verfremdet oder mit Farbstichen versehen um bestimmte Atmosphären zu schaffen. Wenn der Fotograf diese creative Arbeit nun seinem Kunden in einer anderen Ecke des Landes zeigen möchte, schickt er ihm das Bild per Mail zu der Kunde mustert das Bild nun an seinem Bildschirm. Wie kann gewährleistet werden, dass der Kunde zur Freigabe exakt das Bild sieht, dass der Fotograph vor sich hat??
Selbst wenn beide die selbe Farbtemp eingestellt haben, kann 5000K auf Monitor A ungleich 5000K auf Monitor B sein (wie schon von meinem Vorredner gesagt wurde).

Vielen Dank,
Michael


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

Pabel
Beiträge gesamt: 87

15. Apr 2005, 13:59
Beitrag # 9 von 18
Beitrag ID: #159932
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Meines Erachtens müssen bei diesem Fall beide Monitore gleich kalibriert sein und der Photograf muss sein Photoshop Profil in die Bilder einbinden, damit der Kunde dieses Bild auch im exakt selben Farbraum anschaut. Ergo ist nicht nur die gleiche Farbtemperatur wichtig, sondern auch der gleiche Farbraum.

Und nur die Farbtemperatur im Menü des Monitors auf 5000K stellen ist zu wenig.

mfg
Pabel


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

K.Schiffler
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16. Apr 2005, 02:49
Beitrag # 10 von 18
Beitrag ID: #160052
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Hallo,

Die Monitoreinstellung von Gamma und Farbtemperatur kann nicht in jedem Betrieb gleich sein, das hat mehrere Gründe.

1. Fast alle Monitore aus der Consumer-Klasse erlauben zwar eine Farbtemperatur von 5000K, aber das führt zu unbefriedigenden Ergebnissen, da mit dieser Einstellung alles viel zu gelbstichig und ungesättigt wirkt. Solche Monitore sind auf eine Temp von 7500-10000K ausgerichtet und wirken dort auch am angenehmsten, auch wenn im Prinzip alle Farben durch einen starken Blauanteil zu "kalt" sind.

Um einen Kompromiss zwischen "angenehm aussehend" und Tageslicht-Temperatur zu finden, nutzen die meisten 6500K.

2. Windows-Systeme und Grafikkartentreiber sind seit je her auf ein Gamma von 2.2 ausgerichtet. Beim Mac sind es Gamma 1.8.
Gamma 2.2: Mehr Details in den Vierteltönen, weniger Zeichnung in den Tiefen
Gamma 1.8: Weniger Tonwertunterschiede in den Vierteltönen, dafür mehr Abstufungen in den Schatten wahrnehmbar.

3. Beim Gamma gibt's keine Vorgabe der Natur, wie "Tageslicht" bei der Farbtemperatur, das menschliche Auge kann sowohl in Lichtern, als auch in den Mitteltönen und Tiefen mehr Tonwerte unterscheiden, als ein Monitor darstellen kann.
In der Vorstufe ist ein Gamma von 1.8 gängig, da der Mac hier mehr Verbreitung hat, als der Windows-PC. Das ist weder richtig, noch falsch,sondern bedeutet, daß die grafische Darstellung der Systemoberfläche darauf ausgelegt ist. Ein Windows-PC lässt lässt sich aber schwerer auf ein Gamma von 1.8 bringen, als der Mac auf 2.2, bzw. sieht ein Gamma von 2.2 auf dem Mac ansprechender aus, als ein Gamma von 1.8 auf dem PC.
Daher verwendet man in gemischten Umgebungen meistens ein Gamma von 2.2.

3. Ich habe mal eine äußerst interessante Arbeit darüber gelesen, daß das menschliche Gehirn remittierte Farben anders wahrnimmt, als die Lichtfarben eines Bildschirms.
Also "das Hirn kalibriert das Auge" z.B bei einem Blatt Papier schneller auf reines, neutrales weiss, als es das bei einem abstrahlenden Monitor-Weiss tut. Deswegen erscheint ein simuliertes Papierweiss auf dem Monitor viel farbiger und dunkler, als das Papier bei normaler Betrachtung auf das Auge wirkt, obwohl der Weisspunkt messbar gleich ist.
Naja, jedenfalls habe ich das ganze so verstanden. Erschien mir einleuchtend, denn es ist doch wirklich so: wenn man die Farbtemp am Monitor hochdreht, hat man das Gefühl, der Moni wird immer neutraler, obwohl er eigentlich schon viel zu blau ist.
Ich krieg nur die Erklärung dafür nicht mehr so zusammen, werd mal den Link suchen ....


Und noch etwas: zwei verschiedene Monitore gleich zu kalibrieren und eine gleiche Farbtemperatur zu wählen, führt trotzdem zu (tw gravierend) unterschiedlichen Ergebnissen.
Viel mehr bringt es natürlich, vorallem den gleichen Monitor, das gleiche Betriebsystem einzusetzten. und auch die Grafikkarte spielt dabei keine unwesentliche Rolle.
Die Vorstellung von einem Betrieb, in dem alle Monitore das selbe zeigen, ist ein Idealbild, daß es so kaum irgendwo gibt.
Besagtes Eizo-Display wäre allerdings ohne weiteres in der Lage dazu, da sich diese Displays erstaunlich genau kalibrieren lassen.

Gruß,

Kai


als Antwort auf: [#159785]
(Dieser Beitrag wurde von K.Schiffler am 16. Apr 2005, 02:58 geändert)

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

veteran
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16. Apr 2005, 11:56
Beitrag # 11 von 18
Beitrag ID: #160061
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Hallo, habe nach längerem Recherchieren jetzt eine Festlegung der ECI (European Color Initiative) gelesen. Zu finden im Leitfaden zur digitalen Fotografie auf der Seite der ECI: eci.org

Hier steht ganz eindeutig zur Kalibrierung eines Bildschirmes folgendes:

"Die idealen Einstellungen für die Monitorkalibrierung lauten:
1.) Kontrolle von Helligkeit und Kontrast über ein Testbild oder mit Hilfe eines Messgerätes.
2.) Für den Helligkeitsverlauf wenn möglich L-Star (L*) wählen, sonst Gamma 2,2
3.) Als Weißpunkt 5000K und nur in den genannten Ausnahmefällen (bei älteren CRT Monitoren; [Anm. von mir]) 6500K"

Daran kann man sich gut orientieren und es sollte eine einheitliche EInstellung überall möglich sein. Darüber hinaus muss natürlich für den dann kalibrierten Bildschirm noch ein ICC Profil erstellt werden.

MfG
Michael


als Antwort auf: [#159785]
(Dieser Beitrag wurde von veteran am 16. Apr 2005, 11:57 geändert)

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

koder
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16. Apr 2005, 12:46
Beitrag # 12 von 18
Beitrag ID: #160065
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Selber denken hilft manchmal auch.

Was ich damit sagen will:
Man muss sich nicht immer alles von der ECI vorpredigen lassen. Diese Richtlinie ist ok und allgemein bekannt. Aber es ist eben eine Richtlinie und keine Vorgabe, die weltweit für alle gültig ist und alles andere ist falsch.

Wie in allen Bereichen des CM ist es auch beim Monitor so, daß man sich erstmal anschaut, was man für den eigenen Bereich braucht und mit welchen Einstellungen man am besten klar kommt. Und, ja, auch welche Farbtemperatur dir auf dem Monitor am besten gefällt und zusagt. Du musst da ja jeden Tag drauf gucken.
Was nützt es einem denn, wenn alles gemäß Vorgabe 5000K/Gamma2.2 kalibriert wurde und man hinterher das Gefühl hat, nicht nur das Monitorgehäuse ist Nikotingefärbt, sondern auch die Anzeige.

Außerdem: Warum soll ein Fotograf, der mit 6500K-Beleuchtung arbeitet, sich an diesen Leitfaden halten? Für ihn würde das keinerklei Sinn machen.

Du guckst auf's Papier und dein Gehirn denkt: Weiss.
Dann guckst du auf den Monitor und denkst: Gelb.

Das kann in keinem Fall richtig sein. Das wichtigste Messgerät beim CM bist du selber. Stichwort Ergonomie.
Viele Leute haben, wie ich, empfinden eine Farbtemp von 6500K auf dem Monitor als bessere Entsprechung zur Realität.

Ich persönlich finde, daß man eine gedruckte Vorlage sowieso nie neben einen CRT-Monitor halten kann, um dabei eine halbwegs vernünftige Aussage über die Farbgenauigkeit zu machen. Dafür strahlen diese Monitore einfach zu stark. Das Auge betrügt dich da total.
Mit den teuren Profi-monitoren geht das selbstverständlich schon, diese sind aber TFTs, die strahlen das Licht viel "sanfter" ab

Und jetzt was ganz kontroverses:
CM ist nicht selten auch eine _Geschmacksfrage_ *in Deckung geh*


als Antwort auf: [#159785]
(Dieser Beitrag wurde von koder am 16. Apr 2005, 12:53 geändert)

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

veteran
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16. Apr 2005, 12:53
Beitrag # 13 von 18
Beitrag ID: #160068
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Hallo koder,
die Richtlinie besagt ja auch, dass 6500K gerade für CRT Bildschirme die bessere Wahl ist. Aber im Prinzip wird dadurch ja auch nur der Weißpunkt beeinflusst. Bei der späteren Profilierung wird dies ja mitgemessen und berücksichtigt. So dass mit installiertem Monitorprofil wieder dagegen gesteuert wird. Oder hab ich da jetzt was ganz falsch verstanden?

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass Color Managemant eine "Geschmackssache" ist und auch nicht der persönliche Geschmack hierfür ein geeignetes Kriterium ist. Denn eigentlich betreiben wir doch das CM nur aus dem Grund, um zu standardisieren.

Gruß,
Michael


als Antwort auf: [#159785]

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

koder
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16. Apr 2005, 13:06
Beitrag # 14 von 18
Beitrag ID: #160070
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Ich gebe dir in allen Punkten uneingeschränkt recht.

Standartisieren ist immer gut.

Was man dann für sich persönlich aus einem Standard macht, ist eine andere Sache. Die Druckereien z.B kennen die ganzen Standards, wissen Bescheid über ECI, FOGRA-Vorgaben, den Medienstandard 2004 und die ISO-Norm.
Trotzdem haben die Druckereien in der Regel einen eigenen Hausstandard, einfach um nicht nur den Standard zu befriedigen, sondern um mit eigenen Mitteln das allerbeste aus dem Standard zu machen.
Das wichtigste Kriterium ist doch Qualität, du wählst ja oft auch den Rendering Intent bei Farbraumtransformationen von Fotos danach aus, welches Erbgebniss dir am besten gefällt und die "schönste" Farbwiedergabe bringt (egal wie du gerade "schön" definierst). Es sei denn es gibt gewisse CI-Farben auf den Fotos, die genau umgesetzt werden müssen.

Es ist wie in allen Dingen im Leben, wenn man die Spielregeln kennt, darf man sich über sie hinwegsetzten.


als Antwort auf: [#159785]
(Dieser Beitrag wurde von koder am 16. Apr 2005, 13:08 geändert)

Allg. Fragen zu CMS und besonders Farbtemperatur

Thomas Richard
  
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16. Apr 2005, 13:54
Beitrag # 15 von 18
Beitrag ID: #160076
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Hallo Michael,

wenn du schon soweit recherchierst, und das hier gesagte dabei aussen vor lässt, solltest du auch noch weiter machen und hier mal weiterlesen:
http://www.lstar-rgb.com/

In den dazugehörigen Infos steht auch das der Effekt nicht so groß ist, wenn die Arbeitsfarbräume bzw. die RGB Bilder nicht auch mit einem linearen Gamma vorliegen. Das widerspricht aber den Angaben in dem ECI Leitfaden weiter hinten...
Kommt noch hinzu, das du nicht glauben darfst auf einem Röhrenmonitor etwas genauer hinzubekommen, wenn du L* benutzt. Denn wenn die Geräteeigenen Gammakurve nicht L* entspricht, und das tut sie wohl nie, sonst könnte man sich das ganze ja sparen, gehen dir wieder Tonwertstufen verloren.
Sinn macht L* erst mit TFTs und auch dann nur, wenn sie intern mit 10 bit oder mehr arbeiten, ansonsten verschiebst du nur Probleme.

Jetzt bist du wieder dran.

Und ich sage es nochmal, obwohl es eigentlich jeder der hier zu der Diskussion beigetragen hat, auch schon gesagt hat: Es muss gleich aussehen.

Deswegen: wenn die Monitore es nicht hergeben, dir Normlichtlampen eh nicht so genau sind, die Messgeräte die bezahlbar sind, nicht genau genug arbeiten um Monitorweißpunkte genau zu bestimmen, kannst du dich nur auf dein Auge verlassen.

Was dann da im Einstellfenster des Monitors oder des Monitorprofilierungsprogramm für eine Farbtemperatur steht, ist völlig schnuppe.

Und noch eins, du hast dir da den irrelevantesten Punkt herausgesucht um dich drin zu verbeissen, denn eben der Weisspunkt ist etwas, das unser Auge und Gehirn in der Lage ist zu adaptieren, von daher also fast belanglos.

Du solltest dich mehr um die Farbdarstellung zwischen deinem und dem Monitor des Kunden kümmern, um dein oben geschildertes Szenario in den Griff zu bekommen. Und da wirst du feststellen, das das eigentlich nicht geht, ohne das du dir seinen Monitor auch vorknöpfst und ihm dann verbietest, noch irgendetwas daran zu verstellen.


MfG

Thomas

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