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Arbeitszeugnis - Sehr direkte Formulierungen

peter12
Beiträge gesamt: 2

8. Sep 2006, 14:50
Beitrag # 1 von 5
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Hallo!

Ich habe in meinem Arbeitszeugnis von einem Praktikum einige direkte negative Aussagen, also nicht codiert, wie sie meistens in Arbeitszeugnissen vorkommen. Sie geht folgendermassen: "Gewünscht hätten wir uns manchmal etwas mehr Genauigkeit und Kontrolle bei der Aufgabenerfüllung sowie etwas mehr Eigeninitiative."

Das ist doch schon sehr direkt und ist schon eine extrem schlechte Beurteilung oder? Zu bemerken ist dass der Aussteller keine Erfahrung im Zeugnisausstellen hat. Ich wurde bei Vorstellungsgesprächen schon öfter darauf angesprochen, was ja glaube ich auch nicht normal ist. Sollte ich eine neue Formulierung beantragen?

Freue mich auf jede Hilfe

Gruss Peter
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Arbeitszeugnis - Sehr direkte Formulierungen

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

8. Sep 2006, 16:33
Beitrag # 2 von 5
Beitrag ID: #249850
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Antwort auf [ peter12 ] "Gewünscht hätten wir uns manchmal etwas mehr Genauigkeit und Kontrolle bei der Aufgabenerfüllung sowie etwas mehr Eigeninitiative."


ciao peter

vom gesetz her (CH) sieht es so aus dass ein arbeitszeugnis
"positiv formuliert" sein muss. die frage ist jetzt:

willst du klartext wie oben oder ein codiert schlechtes zeugnis?

dazu fällt mir eigentlich nur ein kleiner kniff ein:
- zeugnis neu, "positiv" formulieren lassen und dann
- verlangen dass der vermerk "zeugnis nicht codiert" o.ä. draufkommt

wird dein ex-chef aber kaum akzeptieren...

gruss
stefan


als Antwort auf: [#249827]

Arbeitszeugnis - Sehr direkte Formulierungen

peter12
Beiträge gesamt: 2

8. Sep 2006, 17:39
Beitrag # 3 von 5
Beitrag ID: #249865
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Hallo Stefan

Danke erstmal für die Antwort. Weshalb meinst du, dass er eine solche Änderung kaum akzeptieren würde?

Gruss


als Antwort auf: [#249850]

Arbeitszeugnis - Sehr direkte Formulierungen

Marco Morgenthaler
Beiträge gesamt: 2474

8. Sep 2006, 18:05
Beitrag # 4 von 5
Beitrag ID: #249872
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Hallo Peter

Der Zürcher Anwaltsverband schreibt:
Zitat Der Arbeitnehmer (nicht der Arbeitgeber) darf wählen, ob er ein Arbeitszeugnis oder eine Arbeitsbestätigung möchte. Bei kurzer Anstellung (Temporärstelle, kurzfristige Aushilfe etc.) wird in der Regel eine Arbeitsbestätigung ausgestellt. (…)

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein Zeugnis wahrheitsgetreu auszustellen. So besteht z.B. kein Anspruch darauf, dass man «zufolge Umstrukturierung» entlassen wurde, wenn der Grund mangelnde Leistung war. Ein Arbeitszeugnis muss jedoch gegenüber dem Arbeitnehmer wohlwollend formuliert sein, d.h. es darf keine unnötigen für ihn nachteiligen Formulierungen enthalten.


Links und Tipps zu deinem Problem findest du auf http://www.now.ch/default.htm > Linksammlung > Suche: Arbeitszeugnis.

Bei einem kurzen Praktikum käme für dich evtl. eine Arbeitsbestätigung in Frage, wenn dein früherer Chef kein positives Zeugnis ausstellen will.

Gruss Marco


als Antwort auf: [#249865]

Arbeitszeugnis - Sehr direkte Formulierungen

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

10. Sep 2006, 12:20
Beitrag # 5 von 5
Beitrag ID: #249997
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Antwort auf [ Marco Morgenthaler ] Bei einem kurzen Praktikum käme für dich evtl. eine Arbeitsbestätigung in Frage, wenn dein früherer Chef kein positives Zeugnis ausstellen will.


hallo marco
inhaltlich ist dein beitrag absolut korrekt _aber_ du vergisst die
assoziation einer arbeitsbestätigung. wie du schon schreibst: wenn
dein früherer chef kein pos. zeugnis ausstellen will gibts halt eine
arbeitsbestätigung. ich habe mit vielen arbeitgebern über diese be-
stätigungen gesprochen und mir deshalb auch von _allen_ praktikums
stellen ein _zeugnis_ ausstellen lassen. anscheinend wird die arbeits-
bestätigung als sehr abwertend empfunden... ich kann hier aber nur
von den leuten berichten mit denen ich geredet habe...

grusss
stefan


als Antwort auf: [#249872]
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