[GastForen PrePress allgemein CMS (Color-Management) Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

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Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

maria_hh
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11. Nov 2006, 17:57
Beitrag # 1 von 11
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Moin zusammen,
ich arbeite jetzt schon länger in einer Agentur/Druckvorstufenbetrieb mit folgenden Workflow unter MAC OSX, CS2-Suite: Wir bekommen Bilddaten aus verschiedenen Quellen, zum teil in cmyk zum teil in rgb. In der Reinzeichnung wandeln wir in Photoshop die Bilder alle in Cmyk oder belassen sie eben in cmyk, laden sie in indesign, schreiben ein pdf ohne die output intents mitzugeben und ab an den drucker, wobei die drucker immer wechseln.
Die in Photoshop angegebenen Einstellungen lauten:
-RGB: sRGB IEC61966-2.1
-CMYK: Europe ISO Coated FOGRA27
-Graustufen: Dot Gain 15%
-Volltonfarbe: Dot Gain 15%
-RGB,cmyk,Graustufen: "Eingebettete Profile beibehalten", sonst kein Haken bei den restlichen Optionen.

Bis jetzt wurde immer ein Proof gemacht und der Drucker musste da ran kommen.

Ist es aufgrund des immer mehr wachsenden Qualitätsanspruch ratsam, ein Farbmanagement einzuschalten und wenn ja welche Einstellungen wären am sinnvollsten auch wenn man nicht weiß welchen drucker man nimmt bzw. wie die arbeiten? welches profil sollte ich beim pdfschreiben dann mitgeben?

Da ich in diesem bereich sehr unerfahren bin, freue ich mich über jeden tipp!

Grüße
Maria
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Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

koder
Beiträge gesamt: 1743

12. Nov 2006, 09:33
Beitrag # 2 von 11
Beitrag ID: #261417
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Hi,

kennst du den cleverprinting-Ratgeber?
http://www.cleverprinting.de/...hp?&a=1163320382

Das ist für Einsteiger in die Thematik schonmal sehr informativ.


als Antwort auf: [#261398]

Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

12. Nov 2006, 12:48
Beitrag # 3 von 11
Beitrag ID: #261426
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Hallo Maria,

Antwort auf [ maria_hh ] zum teil in cmyk


Welches CMYK?
Antwort auf: zum teil in rgb.

Welches RGB?

Antwort auf: In der Reinzeichnung


:-D Wie wandelt ihr denn Digitaldaten analog um? ;-)

Antwort auf: wandeln wir in Photoshop die Bilder alle in Cmyk


Ist das immer das gleiche CMYK?
Antwort auf: oder belassen sie eben in cmyk,


Also in dem angelieferten?


Antwort auf: schreiben ein pdf ohne die output intents mitzugeben


Woher soll der Drucker dann wissen, wie die CMYKs vorliegen?

Antwort auf: wobei die drucker immer wechseln.


Nur die Drucker oder auch die Druckbedingungen? Also Verfahren, Papierklasse etc.

Antwort auf: Die in Photoshop angegebenen Einstellungen lauten:
-RGB: sRGB IEC61966-2.1
-CMYK: Europe ISO Coated FOGRA27
-Graustufen: Dot Gain 15%
-Volltonfarbe: Dot Gain 15%
-RGB,cmyk,Graustufen: "Eingebettete Profile beibehalten", sonst kein Haken bei den restlichen Optionen.


Benutzt ihr diese Profile auch bei der Ausgabe bzw. als Arbeitsfarbräume? Also konvertiert ihr in diese Profile?

Bis jetzt wurde immer ein Proof gemacht und der Drucker musste da ran kommen.

Antwort auf: Ist es aufgrund des immer mehr wachsenden Qualitätsanspruch ratsam, ein Farbmanagement einzuschalten


Das hat nichts mit "wachsendem" Qualitätsanspruch zu tun. Früher hatten Leute, die sich an Photoshop setzen durften, Ahnung von Dingen wie Tonwertzuwachs, Separation etc.
Bloß weil sowas heute in Profilen steckt, heißt das nicht, dass man dieses Wissen nicht mehr benötigt.
Antwort auf: und wenn ja welche Einstellungen wären am sinnvollsten auch wenn man nicht weiß welchen drucker man nimmt bzw. wie die arbeiten?


Dafür gibts den Medienstandard Druck und den ProzessStandardOffset bzw. IFRA QuIZ und ProzessStandardRotogravure.
Antwort auf: welches profil sollte ich beim pdfschreiben dann mitgeben?


Natürlich das, welches dem Ausgabeverfahren entspricht bzw. zumindest welches den Quelldaten entspricht.

Antwort auf: Da ich in diesem bereich sehr unerfahren bin, freue ich mich über jeden tipp!


Da kann ich dir empfehlen, Schulungen zu machen.
z.B. bei der Fogra
Seminare k634 und k705

Bei Impressed


als Antwort auf: [#261398]

Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

maria_hh
Beiträge gesamt:

13. Nov 2006, 09:39
Beitrag # 4 von 11
Beitrag ID: #261504
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Hallo loethelm,
vielen Dank für deine Kommentare. Da ich leider nicht die Mittel bekomme, um eine Schulung zu machen, taste ich mich selber an das Problem ran. Ich wollte hier lediglich wissen, ob unser workflow total daneben ist und das ist er aufgrund deiner Kommentare ja anscheinend.
Reicht es denn, wenn ich mir von der fogra die standards für isocoated, uncoated etc. herunterlade und alle bilder, egal wo sie herkommen, in dieses Profil konvertiere und das Profil dann in den Output intents mitgebe?


als Antwort auf: [#261426]

Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

13. Nov 2006, 11:22
Beitrag # 5 von 11
Beitrag ID: #261539
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Hallo maria,

deine Farbeinstellungen sind nicht total daneben.
Ob euer Workflow total daneben ist, kann ich nicht beurteilen. Dafür müsste ich mir eure Arbeitsweise ansehen.
Es kommt immer auf das Bild an, wie man es behandeln sollte.
Nur Standardprofile (die gibts übrigens nicht bei der Fogra, sondern der ECI) runterladen reciht nicht. Man muss sie auch richtig anwenden.

Antwort auf: Da ich leider nicht die Mittel bekomme, um eine Schulung zu machen, taste ich mich selber an das Problem ran.


Sind Fehlproduktionen und dadurch verlorene Kunden billiger?


als Antwort auf: [#261504]

Bitte um Beratung: CMS ein oder aus?

strauch
Beiträge gesamt: 170

13. Nov 2006, 11:34
Beitrag # 6 von 11
Beitrag ID: #261547
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Antwort auf [ loethelm ] Sind Fehlproduktionen und dadurch verlorene Kunden billiger?


Ich habe vorallem die Erfahrung gemacht, das ein halbes Farbmanagment oder mit halber Erfahrung nur zu noch schlimmeren Ergebnisse führt, als wenn man es so bleiben lässt wie man es kennt.

Ich würde auf jedenfall zu einer Schulung raten, vielleicht habt ihr auch eine Druckerrei die CMS anbietet und dort Schulungen machen kann?


als Antwort auf: [#261539]

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Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19136

13. Nov 2006, 12:40
Beitrag # 7 von 11
Beitrag ID: #261574
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Antwort auf [ maria_hh ] Da ich leider nicht die Mittel bekomme, um eine Schulung zu machen, taste ich mich selber an das Problem ran.

Dann solltest du aber schleunigst dafür sorgen, dass du dir den Rücken freihältst.


Antwort auf [ maria_hh ] Ich wollte hier lediglich wissen, ob unser workflow total daneben ist und das ist er aufgrund deiner Kommentare ja anscheinend.

Ja, das ist er. U.A. fehlt die entscheidende Angabe, ob ihr die Bilder die ihr da alle wandelt oder auch nciht, mit oder ohne Profil speichert und ob ihr dieses beim Platzieren ins Layout bzw. später bei der PDF EErzeugung berücksichtigt oder eben nciht.


Antwort auf [ maria_hh ] Reicht es denn, wenn ich mir von der fogra die standards für isocoated, uncoated etc. herunterlade und alle bilder, egal wo sie herkommen, in dieses Profil konvertiere und das Profil dann in den Output intents mitgebe?

Nein, das reicht nicht. Es funktioniert nämlich nur dann, wenn alles richtig konfiguriert und aufeinander abgestimmt ist. Ein falsches Setting in den Programmvoreinstellungen oder ein falsches Häkchen bei der PDF Erzeugung kann das ganze ad absurdum führen.

Und wenn du nur tumb irgendwelche Settings abschreibst, ohne zu verstehen, was du dabei anstösst oder eben auch belässt, ist es keinen Deut besser, als das was du z.Z. schon tust. Schlimmer noch. Mit der aktuellen Vorgehensweise weist du, das es halbwegs passt und kannst versuchen dich herauszureden mit: "ich hab doch gar nichts gemacht.". Diesen Gewohnheitsbonus, bist du in dem Moment auch los.

Mit Impressed habt ihr in Hamburg doch wirklich jemand äusserst kompetentes vor der Nase. Du solltest wirklich im Rahmen des oben erwähnten 'sich den Rücken Freihaltens' auf eine Schulung dringen.


als Antwort auf: [#261504]

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Marco Morgenthaler
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13. Nov 2006, 12:58
Beitrag # 8 von 11
Beitrag ID: #261585
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Hallo Maria

Hast du den Ratgeber von Cleverprinting angeschaut? Kriegst du kostenlos als PDF oder sehr günstig als gedruckte Broschüre.

Das Farbmanagement in Indesign kann ausgeschaltet bleiben, wenn
a) alle Bilder zuvor im richtigen Farbraum vorliegen (z. B. ISO coated);
b) es dir egal ist, wie dein Indesign-Dokument auf deinem Bildschirm aussieht (Farbverbindlichkeit).

Wenn dann beim Proofen das endgültige Druckverfahren berücksichtigt wird und die PDFs mit den richtigen Einstellungen (u. a. mit Output Intent, denn die Bilder wurden ja in Photoshop im Hinblick auf diesen Output Intent bearbeitet) und Proofs an die Druckerei gehen, sollte das Resultat eigentlich euren Erwartungen entsprechen.

Wenn eure Bilder aber in verschiedenen Farbräumen vorliegen (RGB, CMYK, CMYK mit verschiedenen Profilen) oder das Druckverfahren geändert wird (das gleiche Sujet wird einmal in einem Hochglanzmagazin, das andere Mal in einer Zeitung gedruckt), ist ein Farbmanagement in Indesign sicher sinnvoll.

Gruss Marco


als Antwort auf: [#261547]

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maria_hh
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13. Nov 2006, 13:30
Beitrag # 9 von 11
Beitrag ID: #261598
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Vielen Dank für die Tipps!

Ich werde mir die Cleverprinting-Broschüre erstmal anschauen und der Tipp mit dem Drucker mal fragen werd ich auch machen.
Wir hatten ja bis jetzt nie Probleme mit Farben, ich frag mich nur immer wie große Probleme der Drucker wirklich hatte um den Proof zu treffen...da bekommt man ja auch selten Feedback.


als Antwort auf: [#261585]

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Thomas Richard
  
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13. Nov 2006, 13:31
Beitrag # 10 von 11
Beitrag ID: #261599
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Antwort auf [ Marco Morgenthaler ] Wenn dann beim Proofen das endgültige Druckverfahren berücksichtigt wird und die PDFs mit den richtigen Einstellungen (u. a. mit Output Intent, denn die Bilder wurden ja in Photoshop im Hinblick auf diesen Output Intent bearbeitet) und Proofs an die Druckerei gehen, sollte das Resultat eigentlich euren Erwartungen entsprechen.


Schön wärs... Maria schreibt ja, dass angelieferte CMYK Daten unverändert in die Layouts geraten. Somit wäre ein Proof dieser Daten selbst mit korrektem Output Intent nur ne grobe Schätzung. Was wenn diese Bilder die zulässigen und somit sauber verdruckbaren Farbauftragssummen überschreiten... Dem Proofer ist das ziemlich schnuppe, aber der Drucker, der wird schimpfen.


als Antwort auf: [#261585]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 13. Nov 2006, 13:35 geändert)

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koder
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13. Nov 2006, 15:17
Beitrag # 11 von 11
Beitrag ID: #261638
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Antwort auf [ strauch ] Ich habe vorallem die Erfahrung gemacht, das ein halbes Farbmanagment oder mit halber Erfahrung nur zu noch schlimmeren Ergebnisse führt, als wenn man es so bleiben lässt wie man es kennt.


Leider 100% ACK. Mit dem Herunterladen von Profilen und dem rigorosen "Alles-wird-in-den-Arbeitsfarbraum-konvertiert"-Verhalten ist einem nicht geholfen.

IMHO sind die erstmal wichtigsten Grundfragen, die man sinngemäß verinnerlicht haben muss:

- Wofür stehen eigentlich RGB- und CMYK-Werte?
- Wie sind Profile aufgebaut, was ist ein PCS, wofür wird er benötigt, wie funktioniert der Lab-Farbraum?
- Was ist der Unterschied zwischen Profil zuweisen und in Profil konvertieren und was passiert dabei?
- Wie beeinflußt der Rendering Intent das Ergebnis bei der Konvertierung und welcher RI eignet sich für welche Art von Vorlage?

Wenn einem das erstmal selbstverständlich erscheint, dann kann man sich die meisten Fragen im Grunde selbst beantworten.

Und nochmal der Hinweis auf die cleverprinting-broschüre.


als Antwort auf: [#261547]
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