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CSS

Philyra
Beiträge gesamt: 509

6. Feb 2007, 16:31
Beitrag # 1 von 5
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Liebe Typographen,
ich möchte hier mal eine grundsätzliche Frage ansprechen und stelle sie absichtlich hierhin, weil ich keine Programmierer-Antwort will.

Mitte der neunziger habe ich mal ein Buch gelesen, in dem über die Zukunft der Gestaltung im Internet spekuliert wurde. Damals glichen Interseiten optisch spießigen Schrankwänden. Links viereckige Buttoms, rechts Text. Tatsächlich kam dann Flash und bei HTML der Drang, den Betrachter ums Verrecken nicht ahnen zu lassen, daß alles aus unsichtbaren Tabellen besteht.

Inzwischen gibt es CSS, und die Internetseiten sehen wieder aus wie vor fünfzehn Jahren, nur mit gepunkteten Linien und dreispaltigem Layout voller Rubriken, die niemand interessieren. Vor allem sehen die meisten Seiten völlig gleich aus, und haben zu allem Überfluß auch noch das gleiche Farbschema. Wie viele hellblaue Überschriften und gepunktete Linien kann ein Mensch ertragen?

Ich frage mich, warum die Entwicklung dahin gehen mußte. CSS hat noch im Vergleich zum Printdesign nichts zu bieten und fordert auch noch viel Aufwand, wenn man etwas "Besonderes" machen will. Fünfzehn Jahre, nur damit der browser weiß, wie er ohne Tabelle drei Spalten aufzieht? Warum ist die Entwicklung nicht zu etwas wie PDF gegangen, wo man mit Illustrator in völliger Freiheit gestalten kann und in zwei Minuten ein Layout mit runden Linien oder Effekten hat? Vor allem ist CSS doch mit dauernden unerwarteten Problemen verbunden, wenn man es mit den Formaten in Indesign vergleicht. Dort klicke ich, und dann ist das Format da. Bei Golive sieht es auf den ersten blick einfach aus, aber bis alles verläßlich so aussieht, dokort man ewig rum. Ständig unerwartete Ergebnisse, die man dann erforschen muß.

Ich frage mich also, warum HTML mit den besseren Übertragungsraten nicht gestorben ist. Im Prinzip hat es in den letzten fünfzehn Jahren keine Verbesserung gegeben. Immer noch gibt es nur fünf Schriften, die keiner will. Und immer noch ist das Internet auf Programmierer angewiesen. Die ganze Grafik des Internets beruht auf den geschmacklichen Kriterien dieser Leute. Aus Acrobat hätte doch ein toller Browser werden können.

Herzliche Grüße
Daniel
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CSS

vanlent
Beiträge gesamt: 153

6. Feb 2007, 17:20
Beitrag # 2 von 5
Beitrag ID: #274703
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Hallo Daniel,

grundsätzlich gebe ich Dir recht, das die meisten Weblayouts stereotyp sind. Das ist jedoch nicht weiter verwunderlich, so gehts doch oft darum Zeit zu sparen.
Grundsätzlich finde ich die Möglichkeiten, die man durch CSS hat phänomenal, schau Dir mal http://www.csszengarden.com an, da wirst Du eindrucksvoll widerlegt!
Die Trennung zwischen Design und Layout, macht es erst möglich große Portale ansprechend zu layouten, die global gesteuert/verändert werden können.
Für mich wäre es vielmehr so, dass im Printsektor diese Form der Stilvorlagenverwaltung ebenso sehr großen Nutzen bringen würde, zb. könnte ich mir vorstellen, Ordnerweise Stile zu vergeben/zu editieren!
Obendrein wird dieser Contentmanagement-Gedanke auch bald im Printbereich Einzug halten. Wir (als Mediengestalter) werden dann Vorlagen erstellen, die der Kunde selber mit Inhalten füllen kann, und dabei werden CSS-Konstrukte, die Hauptrolle spielen!

Gruß
Frank


als Antwort auf: [#274694]

CSS

loethelm
Beiträge gesamt: 6029

6. Feb 2007, 22:18
Beitrag # 3 von 5
Beitrag ID: #274740
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Hallo,

schau dir mal die Demos der CSS-Templates hier
an.

Es ist wie Frank sagt, CSS gibt einem die Möglichkeit eine große Menge an Informationen ansprechend zu gestalten.

Setz doch mal das gesamte HDS-Forum in Illustrator um ;-)


als Antwort auf: [#274703]

CSS

typeapositive
Beiträge gesamt: 43

7. Feb 2007, 11:07
Beitrag # 4 von 5
Beitrag ID: #274836
Bewertung:
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tschau daniel
das grundlegende problem liegt wohl einfach darin, dass der programierer auch der gestalter ist. nur dass dieser meist die nötige gestaltierische ausbildung nicht hat. als gestalter dagegen kann ich mich erst mal um das visuelle kümmern, und dann mit den programmierer allfällige schwierigkeiten beim umsetzen ausloten. vielleicht bin ich jetzt frech, wenn ich behaupte, dass auch heutige polygrafen meistens mit einer website gestaltung überfordert sind. da googelt man halt schnell in amerika, kanada oder england ein paar schicke seiten und münzt sie mit den zu rgb umgewandelten haus-pantone-tönen als website um (ich kenne diverse beispiele und firmen, wo dass so läuft).
in meinen augen bringt es nichts, der technik oder den verpassten chancen nach zu trauern. viel mehr sind da die gestalter wieder gefragt. ob dabei übrigens linien mit runden ecken wirklich den gewünschten tapetenwechsel bringen, bezweifle ich stark ;-)


als Antwort auf: [#274694]

CSS

christiandigital
Beiträge gesamt: 489

8. Feb 2007, 11:16
Beitrag # 5 von 5
Beitrag ID: #275161
Bewertung:
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Warum sehen die meisten CSS basierten Seiten so fade aus?
Weil die meisten CSS basierten Seiten von Programmierern oder geneigten Anwendern erstellt werden und keine wirkliche grafische Betreuung erfahren.

Klar ist es ein Kostengrund, aber gute Gestaltung kostet Geld und es gibt sicher auch sehr gute Beispiele von CSS basierten Webseiten, die gut gemacht sind.

Auch bereits sehr nette Templates gibt es bereits, ich verweise mal auf die Joomla.de Website.

Ich befasse mich gerade für eine projektbezogenen Arbeit mit Contentmangement Systemen auf CSS Basis.
Richtig ist das auf vielen dieser Seiten unnötige Sachen sind, aber wohl eher weil der Websiteersteller die Inhalte nicht gehandelt bekommt. :-)


als Antwort auf: [#274836]
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