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Colorproof XF - Linearisierung & Co.

t.bachmann
Beiträge gesamt: 9

14. Nov 2007, 18:16
Beitrag # 1 von 4
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Hallo,

zunächst einmal wollte ich mich an dieser Stelle als neuer User melden, der die bisherigen Beiträge mit Interesse verfolgt hat, und dem die zahlreichen Beiträge z.T. eine echte Hilfe waren.
Doch nun zu meinem eigentlichen "Anliegen":

Nachdem ich erst seit kurzem Colorproof XF 3.1 (Mac-Version) mit einem Epson 3800 im Einsatz habe, hatte ich bislang große Probleme mit der Linearisierung in Hinblick auf die Einhaltung der Fogra-Normen.

Auch wenn ich die Anregungen aus den bisherigen Beiträgen verfolgt bzw. in meine Einstellungen mit übernommen habe, stellt sich mir immer noch folgendes Problem:

1. Nach erfolgter Grundlinearisierung (Halftone, CMYK, Druckmedium: Paper Proof Semimatt, EFI 4245, Gesamttintenauftrag 222, Referenzprofil Isocoated v2 mit der entsprechenden Anpassung der einzelnen Kanäle C:70 M:85: Y:80 K: 92, Tonwertzuwachs 40%) sowie der Profilerstellung im Colormanager erhalte ich bei der Auswertung im Fogra-Medienkeil einen Delta E Mittelwert von 1,2 und einen Maximalwert von 3,6, der Delta H Wert liegt maximal bei 1,7.
Soweit so gut, doch besser kriege ich diese Werte nicht. Liegt dies an der Grundlinearisierung oder benötige ich nun ein Lab-Korrekturprofil?

2. Bei gleicher Grundeinstellung, jedoch im CMYKcmkk-Modus (Gesamttintenauftrag 207, Light-Tinte Schwarz 0%, Anpassung der einzelner Kanäle C:61 M:80 Y:90 K 86, Einsatzpunkt Normtinte C:41 M:37 K: 21, alles übrige identisch) erhalte ich ein Delta E Max. von 5,1 und einen Delta H im Schwarz von über 4.
Wo könnte hier der Fehler liegen? Sind es eventuell an den Light-Tinten? Die Graubalance sieht in jedem Fall deutlich besser aus als im CMYK-Modus, so dass ich diesen "Weg" eigentlich am liebsten gehen würde

3. Nach Auskunft eines Händlers ist der Einsatz des Contone-Treibers noch problematischer, allerdings wirbt er damit, dass durch einen "Eingriff in den Treiber" (?) ein Ergebnis im Delta-E Mittel von 0,6 und im Delta-E Max von 1,6 erreicht werden kann. Hat hier jemand Erfahrung o.ä.?

Fragen über Fragen, und ich hoffe es erscheint nicht zu "nervenrauben", wenn ich ein doch eher üppig behandeltes Thema nochmals eröffne, aber nach zahlreichen Testläufen nebst Bergen von Papier (von der Tinte ganz zu schweigen) bin ich mittlerweilen ziemlich ratlos und entnervt, zumal auch die offizielle Supportstelle mir bislang nicht weiterhelfen konnte. Hier kommt man sich eher als CMS-Idiot vor...

Vielen Dank
t.bachmann
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Colorproof XF - Linearisierung & Co.

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

14. Nov 2007, 21:42
Beitrag # 2 von 4
Beitrag ID: #322462
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Hallo und welcome auf hds,

Antwort auf: Soweit so gut, doch besser kriege ich diese Werte nicht. Liegt dies an der Grundlinearisierung oder benötige ich nun ein Lab-Korrekturprofil?


Es kommt darauf an, wo das Maximum liegt. Wenn es im Vollton ist, ist die GrundLin schuld.
Den Mittelwert kriegt man immer über eine 3cc verbessert.

Antwort auf: Wo könnte hier der Fehler liegen? Sind es eventuell an den Light-Tinten?


Ziemlich sicher, ja. Kennst du das EFI-PDF zur Kali mit K3 -Tinten?

Antwort auf: Die Graubalance sieht in jedem Fall deutlich besser aus als im CMYK-Modus, so dass ich diesen "Weg" eigentlich am liebsten gehen würde


Aber die beurteilst du hoffentlich nicht am Quality-Control-Chart? Das ist nämlich quatsch.

Antwort auf: Tonwertzuwachs 40%


Neneeeee, das meint TWZ bei 40% und da sollte für FOGRA39 13% stehen.

Antwort auf: 3. Nach Auskunft eines Händlers ist der Einsatz des Contone-Treibers noch problematischer, allerdings wirbt er damit, dass durch einen "Eingriff in den Treiber" (?) ein Ergebnis im Delta-E Mittel von 0,6 und im Delta-E Max von 1,6 erreicht werden kann. Hat hier jemand Erfahrung o.ä.?


Dann frag doch den Händler mal, ob er dir das macht und erklärt.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#322435]

Colorproof XF - Linearisierung & Co.

t.bachmann
Beiträge gesamt: 9

15. Nov 2007, 22:43
Beitrag # 3 von 4
Beitrag ID: #322676
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hallo loethelm,

vielen Dank für die schnelle Antwort - nach meinen Erfahrungen mit dem EFI-Forum hätte ich eine so prompte Stellungnahme - wie gesagt - nicht erwartet.

Zunächst vorneweg: bei den 40% meinte ich die TVI gegenüber den amerikanischen 50%, der Tonwertzuwachs der einzelnen Tinten liegt bis auf K (16%) bei 13 % - da hatte ich mich wohl unklar ausgedrückt (zumindest gibt EFI bzw. Colorproof diese Bezeichnung an).

Was die Grundlinearisierung mit CMYKcmkk anbelangt, so kenne ich die EFI-PDF, aber bis auf die Begrenzung der Light-Schwarz (ist ja wohl die LightLightSchwarz, da K und LK als eine Tinte zusammen genommen werden?) auf 0% kann ich die weiteren empfohlenen Einstellungen nicht vornehmen - dürfte das an der Wahl des Druckmedientyps "Proofing Paper Semimatt" liegen? - Aber bevor ich hier zwei eigene Themen aufmache, könnten wir diese Frage ja verschieben...
Mich würde allerdings doch interessieren, ob es einen qualitativen Unterschied (Anwendung: Proof) zwischen dem Einsatz von CMYK gegenüber CMYKcmkk gibt

Nun zu Deinem Hinweis auf das Maximum im Vollton:
Ich habe mich heute nochmals hingesetzt und eine neue Grundlinearisierung erstellt mit folgenden Vorgaben:
Printer-Halftone, CMYK, Papier 4245, Gesamttintenauftrag 237 - Kanaltintenbegrenzung diesmal C:60 M:85 Y:90 K:93, Referenzprofil isocoated v2 - TVI 40%, C:13% M:13% Y:13% K:16% -
und erhalte nach Erstellung des Papierprofils über ECI2002 Random einen DeltaE Max von C:3,08 und Y:2,83 alle anderen Werte liegen um die 1,1-1,3.
Nun meine Fragen:
lässt sich der Maximalwert für C und Y noch weiter verbessern - und wenn ja wie? Mir ist in diesem Fall der Zusammenhang bzw. die Beeinflussung der Gesamttintenbegrenzung und der Kanaltintenbegrenzung noch nicht klar - meine Erfahrungen (rein empirisch, jedoch keineswegs CMS-fundiert, haben gezeigt, dass ich im Cyan über eine Reduzierung den Wert verbessern kann, im Gelb hingegen über eine Erhöhung).
Naja, mir fehlen hier - wie gesagt - die genauen Kenntnisse, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp hinsichtlich Fachliteratur o.Ä. geben. Zum einen interessiert mich das Ganze nun immer mehr, zum anderen möchte man doch (wenn auch vielleicht nicht bis ins letzte Detail) wissen, was man da macht bzw. einstellen kann.

Damit auch zu Deinem Verweis auf den von mir zitierten Händler. Vielleicht ist dies merkwürdig angekommen, aber 1. lässt sich dieser das mehr als gut bezahlen (fast die Hälfte der Software für eine EPL +Profil) und 2. bin ich damit keinen Schritt schlauer - die Erklärung werde ich mit Sicherheit nicht bekommen, da der Weg zu den Ergebnissen ja sein Kapital ist (auch indirekt seine Aussage, kann ich auch verstehen).
Was ich in diesem Zusammenhang gerne gewusst hätte ist, ob es 1. eben auch hier zwischen dem Halftone- und Contone-Treiber einen wesentlichen qualitativen Unterschied (Anwedung:Proof) gibt und 2. wo denn bei einem "guten" Prood die Werte für DeltaE bzw. Max liegen müssten?

Viele Grüße

t.bachmann


als Antwort auf: [#322462]

Colorproof XF - Linearisierung & Co.

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

18. Nov 2007, 11:43
Beitrag # 4 von 4
Beitrag ID: #322908
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Hallo,


Antwort auf: lässt sich der Maximalwert für C und Y noch weiter verbessern - und wenn ja wie? Mir ist in diesem Fall der Zusammenhang bzw. die Beeinflussung der Gesamttintenbegrenzung und der Kanaltintenbegrenzung noch nicht klar - meine Erfahrungen (rein empirisch, jedoch keineswegs CMS-fundiert, haben gezeigt, dass ich im Cyan über eine Reduzierung den Wert verbessern kann, im Gelb hingegen über eine Erhöhung).
Naja, mir fehlen hier - wie gesagt - die genauen Kenntnisse, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp hinsichtlich Fachliteratur o.Ä. geben. Zum einen interessiert mich das Ganze nun immer mehr, zum anderen möchte man doch (wenn auch vielleicht nicht bis ins letzte Detail) wissen, was man da macht bzw. einstellen kann.


Die Gesamttintenbegrenzung ist ein Kompromiss zwischen Trocknung und Gamut. Nach Druck des Charts warte auf jeden Fall 30 Minuten bis zur Messung, damit jegliches Fading abgeschlossen ist.
Die Kanaltintenbegrenzung sorgt dafür, dass die Farborte der Volltöne kontrolliert sind. Dazu lädst du dir unter "Erweitert" dein Referenzprofil und passt den Farbort der Inkjet-Volltöne so weit an die der Referenz an wie möglich. Dabei allerdings nie den "blauen Bereich" verlassen, da sonst der Gamut wieder eingeschränkt werden würde.

Wie weit der Epson 3800 da kommt, kann ich dir nicht sagen. Mit einem 4800 auf dem 4245 kommt man im Max über das gesamte ECI2002 auf unter 2.5 bei einem Mittelwert unter 1. Dazu sind 2-4 Profiloptimierungen nötig.

Literatur dazu findest du bei EFI in der Knowledgebase und in etlichen Beiträgen hier im Forum. Vor allem koder und ich haben uns dazu genügend ausgelassen.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#322676]
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Wir sind jeweils an 2 Tagen in Frankfurt, Hamburg und München vor Ort. Der erste (halbe) Tag richtet sich in erster Linie an Betriebsleiter und Produktionsverantwortliche in Druckereien - ist also weniger technisch orientiert - sondern gibt einen Überblick zu den heutigen Möglichkeiten einer automatisierten Produktion.

Der zweite Tag (Switch Anwender-Treffen) richtet sich an bestehende Switch-Anwender und Administratoren.

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Organisator: Enfocus/Impressed

Kontaktinformation: Silvia Noack, E-Mailsnoack AT impressed DOT de

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