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Darstellung von GCR auf GMG Proof

Markus76
Beiträge gesamt: 340

11. Okt 2006, 17:01
Beitrag # 1 von 7
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Hallo zusammen

Mal folgende allgemeine Frage:
Kann man Daten die GCR separiert worden sind überhaupt vernünftig proofen?
Also wenn ich ein ganz normales Isocoated 27L Bild aufs GMG lege und eines das GCR separiert wurde, sehen die Proofs ident aus. Der Druck wird das aber doch sicherlich nicht tun, vorallem bei leichten Tönen, sehe ich das richtig?
Wenn ja warum und was kann man tun um das Proof entsprechend richtig zu erzeugen?

Danke und Gruss
Markus
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Darstellung von GCR auf GMG Proof

petsto
Beiträge gesamt: 11

12. Okt 2006, 15:45
Beitrag # 2 von 7
Beitrag ID: #256163
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Hallo Markus

Ich glaube hier liegt ein verständniss Problem vor.
Die GMG Software simuliert!! ja nur mittels entsprechender Parameter bzw. mx4 Dateien das vom Kunden vorgegebene Druckverfahren.
Das heisst, auch wenn Du ein ISOcoated Bild (also hoher Farbauftrag etc.) in eine GMG Queue mit einer ISOnewspaper Anpassung druckst, wird Dein Ergebnis aufgrund der entsprechenden Anpassung aussehen wie ISOnewspaper.
GMG ist es relativ egal wie Deine Quelldaten aussehen, da die Anpassung über das Aussehen entscheidet.
Im (Fort)Druck werden/sollten die Daten entsprechend den Quelldaten aussehen.

Gruss petsto


als Antwort auf: [#255896]

Darstellung von GCR auf GMG Proof

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19310

12. Okt 2006, 21:33
Beitrag # 3 von 7
Beitrag ID: #256269
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Hallo Markus,

vielleicht noch als Denkanstoss zu dem bereits von Petsto gesagten:

Die meisten technischen Töne (z.B. ein 50C 30K) sind ja auch in keiner Weise mit der Separation eines CMYK Profils aus RGB Daten zu treffen. Sie können aber trotzdem verbindlich geprooft werden.

Die Separation eines CMYK Profils ist ja nur eine der Möglichkeiten, einen Bestimmten Farbort per Mischung aus C, M, Y und K zu erzielen. Mitunter gibt es zig Alternativen, die zwar in CMYK anders aufgebaut sind, aber alle zum selben farblichen Eindruck führen.

Wo Proofer allerdings mit ihren Ergebnissen in der Vorhersagbarkeit scheitern sind nicht zulässige Wertekombinationen. Ein 4x100% Schwarz in einem ISOnewspaper Bild wird per GMG auf einem EPSON zu einem schönen satten Schwarz führen (wenn nicht auch das verwendete Proofpapier die Annahme verweigert ;-) ), aber
a) ist das zu dunkel, als das es im Zeitungsdruck hätte so erzielt werden können,
und
b) die Sauerei die eine solche Fläche in einer Zeitungsrotation verursacht, wird der Proofer auch nicht hinbekommen ;-)

Bedeutet unterm Strich: Ein Proofer kann den Ordnungsgemässen Druckbereich simulieren. Ausserordentliche Bedingungen wird er aber nicht Fortdruckgerecht darstellen.


als Antwort auf: [#255896]

Darstellung von GCR auf GMG Proof

Markus76
Beiträge gesamt: 340

13. Okt 2006, 08:48
Beitrag # 4 von 7
Beitrag ID: #256299
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Hallo zusammen.

Vielen Dank. Im Klartext heisst das
"GMG ist es relativ egal wie Deine Quelldaten aussehen, da die Anpassung über das Aussehen entscheidet. "
Es kommt grün rein und hinten grün wieder raus. aus was das grün besteht ist egal weil GMG es halt wieder irgendwie so grün macht.
Richtig?
Also, ist es doch demnach auch richtig das anhand von einem Proof nicht erkennbar ist ob es GCR-Daten sind. Und wenn ich Pech hab und der Drucker mehr gelb geben müsste wg. blabla kann er ggfs. nicht weil nix da ist.
Korrekt?

Gruss
Markus


als Antwort auf: [#256269]

Darstellung von GCR auf GMG Proof

uwitberg
Beiträge gesamt: 259

13. Okt 2006, 09:02
Beitrag # 5 von 7
Beitrag ID: #256305
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Antwort auf [ Markus76 ] aus was das grün besteht ist egal weil GMG es halt wieder irgendwie so grün macht.

GMG "macht das nicht irgendwie grün". ColorProof erzeugt den Farbeindruck, den die Mischung der gegebenen CMYK-Werte im zu simulierenden Farbraum der MX4-Farbanpassung ergibt.
Wie Thomas Richard schon schrieb: Ein Farbton ist mit zig verschiedenen 4C-Rezepturen erreichbar. Im Proofergebnis ist dann auch richtigerweise kein Unterschied zwischen GCR- und UCR-Daten zu erkennen.

Antwort auf [ Markus76 ] Also, ist es doch demnach auch richtig das anhand von einem Proof nicht erkennbar ist ob es GCR-Daten sind. Und wenn ich Pech hab und der Drucker mehr gelb geben müsste wg. blabla kann er ggfs. nicht weil nix da ist.
Korrekt?

Das wäre dann so korrekt, ja. GCR-Separation in Falle von ISO coated 27L sollte aber auch nur überlegt für spezielle Motivarten angewendet werden, die von Grautönen dominiert sind (silbernes Auto auf Asphaltstraße bei wolkigem Himmel, oder Armaturenbretter ...).
Dann freut sich der Drucker in der Regel aber über einen GCR-Aufbau, da das Grau merklich einfacher auch grau zu halten ist ;-)


als Antwort auf: [#256299]

Darstellung von GCR auf GMG Proof

Markus76
Beiträge gesamt: 340

13. Okt 2006, 09:35
Beitrag # 6 von 7
Beitrag ID: #256320
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DANKE!
So meinte ich's :-)


als Antwort auf: [#256305]

Darstellung von GCR auf GMG Proof

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19310

13. Okt 2006, 11:55
Beitrag # 7 von 7
Beitrag ID: #256358
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Hallo Markus,

Antwort auf [ Markus76 ] Also, ist es doch demnach auch richtig das anhand von einem Proof nicht erkennbar ist ob es GCR-Daten sind.


Doch die klassischen Probleme eines starken GCR wie Abrisse und stark ändernde Farbauftragsmengen in Übergängen von Sekundär- zu tertiärfarben (immer wieder grauslich sind die Schattenpartien in Gesichtern), werden auch im Proof sichtbar sein.

Wie gesagt, alles was innerhalb des erlaubten Rahmens ist, wird nahezu perfekt reproduziert (die sich stark ändernden Rosettenstrukturen, die bei obigen Effekten noch hinzukommen, kann allerdings nur ein Rasterproof darstellen), nur bei unregelmässigkeiten, sprich nicht REgelkonformen Daten, kann man vom Proofer kaum verlangen die selben Fehlersymptome zu produzieren wie der Fortdruck.


als Antwort auf: [#256299]
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