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Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4492

19. Sep 2007, 18:44
Beitrag # 1 von 8
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Hallo,

seit einiger Zeit ist ja der Einsatz der Wackelkamera ziemlich hip in Hollywood. Letztes Beispiel ist Das Bourne Ultimatum. Mir geht es jetzt nicht um das für und wider, wobei ich es ziemlich nervig fand - man wird halt nicht jünger ;-)

Aber was mir da wieder mal extrem aufgefallen ist, wie unscharf doch eigentlich ein Kinofilm ist. Das beobachte ich schon seit einigen Jahren, kann es mir aber nicht wirklich erklären. Bei schnellen Schwenks und Bewegungen habe ich manchmal das Gefühl komplett im unscharfen Raum zu verschwinden. Viel erkennen, kann man da eigentlich manchmal nicht. Der erste Film, wo mir das aufgefallen ist, war irgendwann in den frühen 90ern "Tödliche Geschwindigkeit" im großen Cinemaxx in Essen. Und letzte Woche war es wieder so - wieder im Cinemaxx, ein Saal mit ca. 500 Plätzen und ich mitten in der Mitte sowohl seitlich als auch in der Höhe, also guter Betrachtungsabstand würde ich mal sagen (es betrifft nicht nur das Cinemaxx).

Im Vorfeld habe ich mir im TV das Making-of vom Bourne-Ultimatum angesehen. Da war jede Szene total scharf, Bewegungen konnte man gut erkennen, alles super. Obwohl nur per PAL über Satellit empfangen, kein HD oder so. Wie kann das sein, daß olles PAL schärfer ist, als Kino? Der Film muß doch eigentlich so eine gigantische Auflösung und Schärfe haben. Wenn ich eine DVD vergleiche, dann habe ich das gleiche Gefühl, daß es irgendwie besser ist. Klingt komisch, ist aber so. Den Unterschied von 24 zu 25 Bildern ignoriere ich jetzt mal.

Im Netz habe ich keine Infos dazu gefunden. Höchstens, daß eine Filmkamera einen begrenzten Schärfebereich hat, durch die Optik, die durch das Objektiv eine relativ große Fläche Zelluloid belichten muß (über Digitalkameras wie bei Starwars habe ich nichts gefunden). Daher wird im Kinofilm sowieso viel mit Schärfe/Unschärfe gearbeitet, um die wichtigen Dinge auf der riesigen Leinwand hervorzuheben. Aber das betrifft ja eher die Tiefenschärfe nicht die Bewegungsunschärfe. Irgendwelche Ideen oder Erklärungen - außer müde Augen?

Gruß
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Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

19. Sep 2007, 19:03
Beitrag # 2 von 8
Beitrag ID: #313267
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Hallo rohrfrei

Bei Kinos gibt es mittlerweilen mehrere Arten einen Film abzuspielen.
Da gäbe es einmal das "klassische" Verfahren mit Firmrollen. Eher
in ist aber momentan eine digitale Variante. Diese müsste eigentlich
nur noch auf den Abstand zur Leinwand eingestellt werden und schon
hast du ein scharfes Bild.

Eine weitere sehr logische Erklärung: Schau Dir mal die Grösse eines
Filmbandes an. Ein paar cm breit. Und dann guckst du Leinwand...
Das ist wie interpolieren ohne Algorh... Algori.. ry.. berechnen halt.
Dann fehlt noch das Scharfzeichnen aus Photoshop und schon hast
Du die Erklärung für die unscharfe Bildersuppe. :-)

Gruss
Stefan


als Antwort auf: [#313265]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

gpo
Beiträge gesamt: 5520

19. Sep 2007, 19:30
Beitrag # 3 von 8
Beitrag ID: #313275
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Moin,

also Stefan....erst überlegen dann schreiben:))

Film...kann schon rattenscharf sein
setzt aber ein perfekte Leinwand voraus und Justage!!!

was aber an Schärfe moniert wurde...
ist auf die "Mixt" -Aufnahmetechnik zurückzuführen...

heißt ein Teil mit mit 70 oder 35mm wie üblich gedreht
und die pure Action dazu in DV Formaten...

dann zusammengebastelt und übernatürlich beschleunigt

und schwupps ist unser Auge betrogen...nähmlich im "weglassen"!
diese "weglassen" von Bildern, dazu noch Kompremierungen und sonstiges
Computergewurschtel

führt dann logisch zu Bereichen die ein geneigter Betrachter...dann doch erkennt,
auf jeden Fall beim zweiten Gang in den selben Film!
Mfg gpo


als Antwort auf: [#313267]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4492

19. Sep 2007, 19:30
Beitrag # 4 von 8
Beitrag ID: #313276
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Hallo,

Zitat Eher in ist aber momentan eine digitale Variante.

dürfte wohl die absolute Ausnahme sein, ich glaube in Berlin gibt es so etwas. Aber das ist definitiv kein Standard heutzutage.

Zitat Schau Dir mal die Grösse eines Filmbandes an. Ein paar cm breit.

klassische 70 mm würde ich sagen

Zitat Ein paar cm breit. Und dann guckst du Leinwand

ne, das ist zu einfach
nach der Theorie dürfte man im IMAX ja nur noch Gausschen Weichzeichner sehen...
da ist aber in i.d.R. alles supi - auch per Projektor
das kann es nicht sein

Gruß


als Antwort auf: [#313267]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

19. Sep 2007, 19:47
Beitrag # 5 von 8
Beitrag ID: #313280
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Antwort auf [ rohrfrei ] ...die absolute Ausnahme sein

imho wird in den USA in grosskinos entweder eine art streaming
betrieben oder aber die schicken DVD's. filmrollen hat mein dort
ansässiger kumpel keine mehr gesehen, wir hatten die diskussion
als er mal auf einen sprung hier war. aber das ist wohl hier noch
nicht soweit...

schärfe sollte man ja nur einmal einstellen müssen am projektor.
ich musste aber auch schon hiesige kinobetreiber bitten, wenig-
stens die ersten 10 minuten im projektorraum zu verbringen um
den film zu justieren. da wurde zum teil alles mögliche geboten :-(

bei den eintrittspreisen nicht gerade die "feine englische art".

werden IMAX filme nicht mit weiss-ich-nicht-wie-geil auflösenden
kameras gedreht, gerade _wegen_ deren leinwände?
http://de.wikipedia.org/...Formatvergleiche.jpg

gruss
stefan


als Antwort auf: [#313276]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19331

21. Sep 2007, 22:41
Beitrag # 6 von 8
Beitrag ID: #313651
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Ich hab früher regelmässig die Vorführer in den Hintern getreten mal gefälligst nachzustellen.

Nötig wär das immer noch, aber man wird ja auch ruhiger im Alter ;-)


als Antwort auf: [#313280]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

Siegfried Zynzek
Beiträge gesamt: 33

24. Okt 2007, 12:10
Beitrag # 7 von 8
Beitrag ID: #318541
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Hallo,
ich tippe auch auf einen Fehler des Filmvorführers.
Gerade in größeren Kinos gibt es nur noch einen "Filmwechselassistenten", der verschiedene Vorführräume betreut.

Auf Schärfe wird nicht geachtet, ich hatte auch schon mal eine Vorstellung erlebt, wo der Ton die ersten zehn Minuten nicht eingeschaltet war.

Sollte kein Abspielfehler vorliegen, kann der Effekt durchaus gewollt sein.

Durch gezielte Unschärfe (z.B. im Hintergrund) wird das Auge ja auf die wichtigen Bereiche gelenkt.

Und bei einer Offenblende von1:1.2 bzw.1:1,41 ist die Schärfeebene nicht sehr groß.

Viel schlimmer finde ich bei modernen Filmen das Auftreten von Artefakten, insbesondere bei bewegten Szenen.

Nun denn, die Zeit der klassischen Filmrolle dürfte bald vorbei sein.

Viele Grüße aus der Leinestadt Hannover
Siegfried Zynzek


als Antwort auf: [#313651]

Das Bourne Ultimatum: Unschärfe im Kino

Wolf Eigner
Beiträge gesamt: 407

25. Nov 2007, 09:04
Beitrag # 8 von 8
Beitrag ID: #324132
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Was soll man auch von einem Film (beziehungsweise seiner Fortsetzung) erwarten, bei dem schon zum zweiten Mal im Titel ein Bindestrich fehlt?  ;oP


als Antwort auf: [#318541]
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