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JeT
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15. Nov 2017, 19:18
Beitrag #1 von 5
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Datenanlieferung für den Verpackungsdruck


– Ich hatte den Post erst im Verpackungsforum angedacht, bin mir nicht sicher, wo es besser aufhoben ist. Ich denke aber hier lesen mehr Leute mit entsprechender Erfahrung :) –


Hallo zusammen,

ich arbeite in der Vorstufe einer Bogenoffsetdruckerei in Kombination einer Werbeagentur, deswegen fehlen mir leider Erfahrungswerte für den Verpackungsdruck (teilweise im Flexodruck). Und ich hoffe hier auf Verpacker-Profis zu treffen :)

Wie sollte man die Daten aufbereiten und anliefern?

Im Idealfall logischerweise so wie die Druckerei es haben möchte, leider liegt das außerhalb unserer Hand, wo produziert wird, teilweise werden die gleichen Daten bei verschiedenen Druckereien europaweit produziert.

Wir bekommen offene Illustrator-Daten inkl. angelegten Stanz-/Nutkonturen, ggf. Folienprägung usw. von einer zweiten Agentur, die wir dann für den Druckprozess optimieren hinsichtlich technischen Details (Überdrucken, Sonderfarben etc) und auch Farbmanagement.

Ist es praktikabel PDFs mit der Illustrator-Bearbeitungsfunktion zu liefern? Oder ist PDF/X4 inkl. Acrobat-Ebenen ein akzeptierter Standard im Verpackungsbereich? Oder doch lieber offene Illustrator-Daten?

Seitens des Produzenten (gemischt, teilweise auch in Tschechien) müssen dann noch so Geschichten wie EAN-Code, MHD und FSC-Logo eingesetzt werden, die momentan einfach als Farbflächen-Platzhalter im 4c-Farbsatz eingesetzt sind.

Sollte man das als Sonderfarbe einsetzen, damit der zusätzliche Farbauszug die Aufmerksamkeit erweckt und dann nichts schiefläuft?


Ein weiteres Problem ist die korrekte Farbwiedergabe, es ist völlig klar, dass ich einen Proof nach Fogra 39 (oder 51) auf semimatten Papier nicht mit Flexodruck in Sonderfarben auf Aluminium vergleichen kann, aber irgendwie muss ich die Daten ja aufbereiten und mit dem Kunden abstimmen, ist ISO coated v2 ein anerkannter Austauschfarbraum? Gibt es vielleicht schon Entwicklungen hin zu eciCMYK?


Vielen Dank für eure Hilfe
Jens
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Patsch
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16. Nov 2017, 07:58
Beitrag #2 von 5
Beitrag ID: #560712
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Datenanlieferung für den Verpackungsdruck


Hallo Jens,

ich kann nur von uns sprechen. Wir produzieren Verpackungen und Displays im Offset.
Daten als PDF/X-4 Fogra 39 (51) inkl Ebenen sind perfekt. Illustrator könnten wir aber auch verarbeiten.
Stanze, Rille, Folienprägung, Platzhalter für EAN und FSC, lackfreie Stellen für MHD ö.ä., kurzum alles was nicht drucken soll als Sonderfarben und idealerweise auf eigenen Ebenen anlegen und so benennen. In Farben mit denen du visuell gut arbeiten kannst. Dann sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.
Klebestellen Farb- und Lackfrei halten. Wenn man keine Muster hat, ist das bei einem Faltboden etwas schwierig wenn man das das erste mal macht. Aber falls wir Daten erhalten bei denen das nicht berücksichtigt wurde, dann passen wir solche Dinge selbst an.
Häufig ist es für viele schwieriger die Bedruckung der einzelnen Seitenelement anzulegen. Ringsum 3 mm Beschnitt ist klar. Deckel- und, je nach Konstruktion, Bodenbedruckung in Staublaschen überführen.
Geschickt ist es Bilder nicht in Nettogröße einzusetzen sondern durch den Bilderrahmen begrenzen zu lassen, dann könnten wir z.B. Beschnitte bei Bedarf durch anpassen des Rahmens korrigieren.
Für weitere detailliertere Informationen findest du hier die "Technischen Richtlinien" des Fachverband für Faltschachteln.

http://www.ffi.de/publikationen/technische-richtlinie-fuer-den-datenaustausch/

Hoffe das hilft Dir als Einstieg.

Gruß Patrick
als Antwort auf: [#560704] Top
 
JeT
Beiträge: 29
16. Nov 2017, 19:49
Beitrag #3 von 5
Beitrag ID: #560744
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Datenanlieferung für den Verpackungsdruck


Hi Patrick

danke dir für den Link, der hilft mir weiter.

Ist so ein Identfeld denn üblich/notwendig?

Die Daten, die wir zur Aufbereitung bekommen haben stets außerhalb der Stanzkonturen (= korrekt definierte PDF-End-/Anschnittsrahmen gibt es erstmal nicht) ein Texthinweis ala "MHD/EAN-Codes muss von der Druckerei eingesetzt werden, blabla" und eine Angabe der verwendeten Farben (seh ich doch im PDF?).

Ich hätte es – wenn überhaupt – außerhalb der Illustrator-Zeichenfläche positioniert oder auf der Seite und nachträglich per Pitstop die Rahmen korrekt auf die Stanzkonturen definiert. Oder ist das zuviel Arbeit, weil die Daten sowieso für die Weiterverarbeitung angepackt werden?

Nachtrag:
Oder macht man lieber zwei Dokumente, eins zur Ansicht mit Hinweisen und ein Druck-PDF korrekt definiert?

Und wie wichtig/sinnvoll sind die Angabe von Abmessungen? Das habe ich auch hier auf einer Ebene im Dokument.


Danke!
Jens
als Antwort auf: [#560712]
(Dieser Beitrag wurde von JeT am 16. Nov 2017, 20:07 geändert)
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Patsch
Beiträge: 77
17. Nov 2017, 08:31
Beitrag #4 von 5
Beitrag ID: #560761
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Datenanlieferung für den Verpackungsdruck


Hallo Jens,

Antwort auf: Ist so ein Identfeld denn üblich/notwendig?

Ein Identfeld erleichtert uns die Arbeit und haben die meisten professionellen Verpackungs-Agenturen in ihren Dokumenten. Allerdings nie das vom FFI. Da macht jede Agentur so ihr eigenes Ding mit allen hilfreichen Angaben. Wir wiederum haben zum Einholen der Kundenfreigaben auch ein eigenes Identfeld (Jobcard) mit Auftrags.-Nr, internen und externen Art.-Nr. usw. Siehe hier:

https://www.dropbox.com/s/yzg3j7wy7bm07jw/Jobcard.pdf?dl=0

Antwort auf: Ich hätte es – wenn überhaupt – außerhalb der Illustrator-Zeichenfläche positioniert oder auf der Seite und nachträglich per Pitstop die Rahmen korrekt auf die Stanzkonturen definiert. Oder ist das zuviel Arbeit, weil die Daten sowieso für die Weiterverarbeitung angepackt werden?

Mal zur Vorgehensweise bei uns. Grundsätzliche dienen unsere Stanzen für den Kunden nur zur Anlage des Layouts für Grafiker usw. Wenn wir dann die Druck-PDF erhalten, wird erneut die Stanze durch die tatsächliche Standkontur des Einzelnutzen aus dem eingesetzten Stanzwerkzeug ersetzt und anhand dieser der Endformatrahmen definiert. Hat zum einen den Hintergrund, dass sich durchaus Abweichungen der offenen Maßen xy zwischen Bemusterung und Fertigung ergeben können, da für die Produktion ein Klebrand durchaus schmäler oder breiter sein kann.
Zum anderen benötigt der automatisierte Ausschuss die exakten xy Maße, da diese Koordinaten aus der Datei (cf2) des Standwerkzeuges ausgelesen und mit dem Produktionsnutzen verknüpft werden. Bei einer Abweichung wäre dann ein fataler Versatz auf dem Druckbogen die Folge.
Es spielt daher nicht keine große Rolle ob du Endformat-, Anschnittrahmen etc. definierst, erleichtert aber die Arbeit wenn xy unverändert bleibt.

Antwort auf: Ich hätte es – wenn überhaupt – außerhalb der Illustrator-Zeichenfläche positioniert oder auf der Seite und nachträglich per Pitstop die Rahmen korrekt auf die Stanzkonturen definiert. Oder ist das zuviel Arbeit, weil die Daten sowieso für die Weiterverarbeitung angepackt werden?

Das Identfeld kannst du außerhalb von Anschnittrahmen aber innerhalb von Medienrahmen platzieren.

Antwort auf: Nachtrag:
Oder macht man lieber zwei Dokumente, eins zur Ansicht mit Hinweisen und ein Druck-PDF korrekt definiert?

Ist nicht nötig

Antwort auf: Und wie wichtig/sinnvoll sind die Angabe von Abmessungen? Das habe ich auch hier auf einer Ebene im Dokument.

Ist bei uns vom Endkunden abhängig, der einen möchte es drin haben, der andere nicht. Schadet aber nicht wenn du die Abmessungen drin lässt.
Als Sonderfarbe "Abmessung" benannt, schleust es unser Workflow z.B. für die Plattenbelichtung und Kontrollplott aus. Für ein PDF oder dem Ausdruck einer Druckfreigabe gibt es der Workflow aus.

Schönen Tag, Patrick
als Antwort auf: [#560744] Top
 
JeT
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17. Nov 2017, 12:36
Beitrag #5 von 5
Beitrag ID: #560778
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Datenanlieferung für den Verpackungsdruck


Danke Patrick!

Habe jetzt mal Daten entsprechend deiner Ausführungen verschickt – mal gucken, ob was zurück kommt :).


Grüße
Jens
als Antwort auf: [#560761] Top
 
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