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Dmax ermitteln

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

16. Mai 2011, 10:21
Beitrag # 1 von 8
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morgen.. wie kann ich denn den so viel gepriesenen "D-max" eines schwarzen patches errechnen, wenn ich ein spektrophotometer habe?.. geht das mit den lab werten?
oder brauch ich ein anderes messgerät?

danke

will mal verschiedene presets für ein papier ausprobieren...
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Dmax ermitteln

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

20. Mai 2011, 17:45
Beitrag # 2 von 8
Beitrag ID: #472012
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Hallo,

miss doch einfach L*min, das ist bei Schwarz in etwa der gleiche Effekt. Ansonsten kann man aus einem gemessenen Spektrum natürlich auch Dichte ausrechnen (lassen).


als Antwort auf: [#471496]

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MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

23. Mai 2011, 07:35
Beitrag # 3 von 8
Beitrag ID: #472068
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guten morgen. danke erstmal..

die L werte werden aber immer kleiner, je dunkler das patch wird?-- und das dunkelste liegt bei etwa 4... das kann ja nicht Dmax entsprechen...

"Ansonsten kann man aus einem gemessenen Spektrum natürlich auch Dichte ausrechnen (lassen). "

und genau DA wüßte ich gern, wie es geht ;-)

programm? formel??.. dankkeee


als Antwort auf: [#472012]

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Cwil
Beiträge gesamt: 48

24. Mai 2011, 20:28
Beitrag # 4 von 8
Beitrag ID: #472198
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Antwort auf [ MonsterBabyBLN ] "Ansonsten kann man aus einem gemessenen Spektrum natürlich auch Dichte ausrechnen (lassen). "

und genau DA wüßte ich gern, wie es geht ;-)

programm? formel??.. dankkeee



Du brauchst:

- spektrale Dichtefilterkurven nach einem bestimmtem Filter-Status, z.B. "Status E" oder "Status T" etc. (die Dichtefilterkurven für verschiedene Stati stehen in der ISO 5-3).
z.B. im Bereich von 340nm bis 780nm je 10nm
Rotfilter -> Dichte Cyan
Grünfilter -> Dichte Magenta
Blaufilter -> Dichte Gelb
Filter "ISO 5 visual" -> Dichte Schwarz für Status E

- Remissionsspektrum unbedrucktes Medium aka "Papierweiß/Papierton", am besten in derselben spektralen Auflösung wie die Dichtefilterkurven. Bei ungleicher spektraler Auflösung muss entsprechend interpoliert werden.
- Remissionsspektrum für den jeweiligen Vollton C, M, Y, K (dieselbe spektrale Auflösung wie...)
- falls Rasterflächendeckung nach Murray-Davies oder ähnliches ausgerechnet werden soll, dann auch das Remissionsspektrum des jeweiligen Rastertons (dieselbe spektrale Auflösung wie ...).

Sofern ein Remissionsspektrum im angegeben Bereich unvollständig ist (z.B. weil MeasureTool nur Spektren im Bereich von 380nm bis 730nm liefert), sind die Werte für die nicht vorhandenen Wellenlängen mit Null aufzufüllen (verhalten sich bei der Summenbildung neutral).


Ich mach's dann so:

1. Summe gefilterte Papierweißremission für jede Wellenlänge im Bereich 340nm bis 780nm:
Summe(Remissonsspektrum Papierweiß * Remissionsspektrum Filterkurve)
Ergebnis für den Rot-Filter z.B.: 85,5604898

2. Summe gefilterte Volltonremission für jede Wellenlänge im Bereich 340nm bis 780nm:
Summe(Remissonsspektrum Vollton * Remissionsspektrum Filterkurve)
Ergebnis für den Rot-Filter und Vollton Cyan z.B.: 3,7337053

3. Volltondichte nach folgender Formel berechnen, z.B. in Excel:
-LOG( Summe(Vollton) / Summe(Papierweiß) )
Mit obigen Werten, Volltondichte Cyan = 1.36

Für Rasterflächendeckung nach Murray-Davies
4. Summe gefilterte Rasterflächenremission für jede Wellenlänge im Bereich 340nm bis 780nm:
Ergebnis für den Rot-Filter im 40% Cyan-Feld z.B.: 42,9687921

5. Rasterdichte analog zu 3. berechnen:
Mit obigen Werten, Rasterdichte 40% Cyan-Feld = 0.299

6. Rasterflächendeckung Murray-Davies nach folgender Formel berechnen, z.B. in Excel:
100 * (1-10^(-1 * "Rasterdichte")) / (1-10^(-1 * "Volltondichte"))

Mit obigen Werten aus 3. und 5.:
Rasterflächendeckung M-D im 40%-Cyan-Feld = 52,05%

7. Tonwertzunahme im 40% Cyan-Feld = 52,05% - 40% = 12,05%

Viel Erfolg.


als Antwort auf: [#472068]
(Dieser Beitrag wurde von Cwil am 24. Mai 2011, 20:30 geändert)

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MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

25. Mai 2011, 09:04
Beitrag # 5 von 8
Beitrag ID: #472232
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heidenei.. hahaha ;-)

so ungefähr hab ichs mir schon immer gedacht . lol..

also erstmal vielen dank für den aufsatz.. den rechnerischen teil kann ich verstehn.

zu den messdaten:
das heißt, ich brauche tatsächlich einen filter, den ich vor das gerät klemme? oder ist das zu errechnen?

also für die praxis: ich habe ein DTP 20.. und diverse sotware dafür..


als Antwort auf: [#472198]

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Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19310

25. Mai 2011, 11:21
Beitrag # 6 von 8
Beitrag ID: #472251
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Antwort auf [ Cwil ] Du brauchst:

...

Viel Erfolg.


;-)

Vielen Dank für die ausführliche Rechenanweisung. Prinzipiell ist das ja vielerorts nachzulesen, auf die Idee es selbst zu berechnen, bin ich jedoch noch nie gekommen.

Bleibt die Frage, ob es 'günstige’ Tools gibt (Basiccolor Catch gibt sie z.B. auch aus), dass die Dichten mit einem DTP20 verfügbar macht, ohne dass man sich nen Wolf rechnet:

http://www.richard-ebv.de/...Basiccolor-catch.png


als Antwort auf: [#472198]

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Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19310

25. Mai 2011, 11:24
Beitrag # 7 von 8
Beitrag ID: #472254
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Antwort auf [ MonsterBabyBLN ] das heißt, ich brauche tatsächlich einen filter, den ich vor das gerät klemme? oder ist das zu errechnen?

Nein, das steht da nicht. Da steht, dass die normierten Filterkurven in ISO5-3 nachzulesen sind:
http://www.iso.org/...etail?csnumber=52915
und anschliessend evtl. noch an die eigene Messtechnik anzupassen sind.


als Antwort auf: [#472232]

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mgww
Beiträge gesamt: 16

31. Mai 2011, 14:27
Beitrag # 8 von 8
Beitrag ID: #472762
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Das einfachste dürfte sein, sich ein altes Messgerät zu besorgen. Sollte maximal (bei sehr gutem Zustand) einen 20er in die Kaffeekasse kosten.


als Antwort auf: [#471496]
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