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Druck nach MedienStandard Druck-Werten auf abweichenden Papier

Druxit597
Beiträge gesamt: 34

3. Feb 2015, 09:31
Beitrag # 1 von 3
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Guten Morgen Leute,

ich bin ja noch nicht wirklich lange dabei, weder im Forum noch im PSO/Farbmanagement Gebiet, und wollte nochmal etwas fragen: Ist es möglich wenn wir einen Kundenauftrag erhalten und der Kunde sagt "Bitte druckt nach PSO!", der Kunde aber gleichzeitig ein Papier vorschreibt, welches einen viel zu bläulichen oder gelblichen Farbort verglichen mit den Papiertonwerten aus dem Medien Standard Druck hat, dieses zu erreichen?

Es dreht sich für mich jetzt nur um die Primärfarborte. Da ja immer auf 100% Feldern gemessen wird, kann ich mir gar nicht so richtig vorstellen, dass das Papier das so stark beeinflusst.

Vielen Dank schonmal im Voraus und freundliche Grüße!
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Druck nach MedienStandard Druck-Werten auf abweichenden Papier

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2261

3. Feb 2015, 12:16
Beitrag # 2 von 3
Beitrag ID: #536617
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hallo,

natürlich sind Probleme bezüglich des Einfluss vom Papierweiss aufs farbliche Ergebnis schon davon abhängig, wieweit sich die "Weiss"-Orte voneinander unterscheiden.

Ohne groß praktisch auszutesten, gewinnst Du eine Ahnung von möglichen Verschiebungen und Unerreichbarkeiten bereits, wenn Du einmal 100%Cyan von ISOcoatedv2 ins Heaven42-Profil konvertierst und dabei die jeweiligen Lab-Werte vergleichst...

Und praktisch ist es dann tatsächlich so, daß auch die Volltonfarborte nicht mehr innerhalb der zulässigen PSO-Toleranzen liegen - selbst wenn dieselbe Farbe zum Einsatz kommt - als wenn ein Papier verwendet wird, dessen Weisspunkt jenseits DeltaE 3 zum "Standard" ISOcoatedv2/FOGRA39 Lab 95/0/-2 liegt.

Auch Nicht-Volltonflächen, also Tonwertstufen bestehen letztendlich im Druck ja aus vielen kleinen (aufgerasterten) "Punkten", die für sich genommen jeweils eine (wegen ihrer Größe, bzw Kleinheit nicht mehr messbare) Volltonfläche darstellen, weitere Verschiebungen beim Mischen von Tonwertstufen/bzw kleinen Volltonflächen liegen somit auf der Hand...

Was dem Kunden, der Druck nach PSO fordert, wahrscheinlich nicht immer ganz klar ist: Nach PSO zu drucken heisst nicht zwangsläufig, daß diese Coated-Papiere, deren Weisspunkt nun zu weit entfernt von Lab 95/0/-2 liegen auch dasselbe Ergebnis liefern sollen, wie Papiere die <DeltaE 3 dazu weiss sind, obwohl das gar nicht möglich ist.

Vielmehr ist mit "abweichendem" Papier im Prinzip eine eigene Druckbedingung definiert, die zudem noch oft erst einmal erkannt/erhoben werden muss (eventuell sogar mit eigener Profilerstellung) mit veränderten Parametern bezüglich Sollwerten und einhergehenden Toleranzen als sie im Medienstandard für Coated/Papiertyp 1+2 standardmässig angegeben sind, weil diese Werte sich nun einmal von den Charakterisierungsdaten FOGRA39 ableiten und darin ist der Weisspunkt nun einmal Lab 95/0/-2. Das alles erfordert aber einen Aufwand, der durch "normale" Beauftragung nicht abgedeckt ist und somit höchst selten betrieben wird.

Die Transferleistung, daß ein Proof nach FOGRA39 trotz scheinbar identischer Druckbedingung (gestrichenes Papier Bogenoffset) damit hinfällig werden kann, wird nicht immer vollzogen und ist leider nicht im kollektiven Bewusstsein der Branche verankert, oft ist eine gegenteilige Erwartung der Fall, siehe dazu auch diesen Thread: http://www.hilfdirselbst.ch/..._P536436.html#536436.

Man kann da zum Beispiel für die Volltonfarborte mittels einer Exceltabelle entsprechende Werte ermitteln, ich finde aber gerade den link zu diesem WW-WB-Rechner der FOGRA nicht mehr, sorry. Das Problem der zu Messergebnissen unterschiedlichen Wahrnehmung auf Grund OBAs (optische Aufheller) wird aktuell mit der neuen Charakterisierung FOGRA 51 versucht zu verbessern, aber das ist ein Thema für sich, zumal noch work-in-prograss.


Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#536610]

Druck nach MedienStandard Druck-Werten auf abweichenden Papier

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2261

3. Feb 2015, 14:50
Beitrag # 3 von 3
Beitrag ID: #536630
Bewertung:
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Nachtrag:

auf die eigentliche Frage geantwortet, hätte vielleicht genügt, daran zu erinnern, daß es sich bei Offsetdruck in aller Regel um lasierende Farben handelt, womit die Bedeutung des Untergrundes auf den hinterfragten Effekt naheliegend erscheint.

Ulrich


als Antwort auf: [#536617]

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