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Drucken mit PS-Level 2

EssWeh
Beiträge gesamt: 532

24. Apr 2003, 10:30
Beitrag # 1 von 2
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Hallo InDesigners,

ich habe folgende Frage: Im Druckmenü von ID kann ich unter "Grafiken" auswählen, ob ich per PS-Level 2 oder 3 drucken will. Kann ich dann, wenn ich keine Transparenzen in meiner Datei nutze (keine Schlagschatten oder weiche Kanten), auch ohne weiteres auf einem Level-2-Gerät ausgeben? Mein Dienstleister belichtet auf einer Linotronic 330/PS-Level 2. Sind da Schwierigkeiten bei der Ausgabe zu erwarten? Oder muss ich mir (sehr ungern!!!) jemanden suchen, der ausschließlich mit neuesten Generationen von Belichtern arbeitet ...???

Bin mal gespannt ...

Gruß Stefan

Ach ja: Win 2000/ID 2.02

X

Drucken mit PS-Level 2

Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

24. Apr 2003, 10:44
Beitrag # 2 von 2
Beitrag ID: #32800
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Hallo Herr Zett,

selbst wenn Ihr Dienstleister ein PostScript 3 RIP sein Eigen nennen würde, wäre er auf PostScript-Ebene nicht in der Lage direkt echte Transparenzen verarbeiten zu können. Auch bei diesen RIPs muss bei der PostScript-Ausgabe erst ein Flattening, also eine Transparenz-Reduzierung in das opake Grafikmodell von PostScript durchgeführt werden.
Sofern der Dienstleister ein original Linotype-RIP angeschlossen hat (wahrscheinlich ein RIP 50), handelt es sich um einen original Adobe PostScript Level 2 Interpreter, vermutlich mit einer Versionsnummer 2013.xxx. Somit liegen Sie relativ auf der sicheren Seite.
Der Dienstleister muss unbedingt vorsepariert aus Adobe InDesign ausgeben, weil die in-RIP Separation in diesen alten Level 2 Interpretern noch nicht 100%ig implementiert ist.

Wo Sie auf alle Fälle Kompromisse eingehen müssen ist im Bereich der Verlaufsqualitäten (es können keine Smooth Shades ausgegeben werden, da diese nur von PostScript 3 Interpretern unterstützt werden).
Und aufgrund der Tatsache, dass nur vorsepariert ausgegeben werden kann, laufen Sie Gefahr, dass die Farbseparation fehlerhaft ausfällt, sofern Sie Farbräume/Konstrukte im Dokument verarbeiten, die nicht softwaremässig separierbar sind. Dies ist aber kein Adobe InDesign Problem sondern grundsätzlich in der Technologie begründet.

Dies in der Summe betrachtet würde mich an Ihrer Stelle nachdenklich machen und veranlassen doch mal nachzudenken, ob ein Dienstleister der technologisch auf der Höhe der Zeit ist, nicht doch vorzuziehen wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#32796]

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