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Einzelplatz- oder Firmenlizenz

oliwarius
Beiträge gesamt: 19

6. Apr 2005, 16:40
Beitrag # 1 von 12
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hallöle!

hatte ja weiter unten schonmal nen thread zum thema lizenzpflichtige und lizenzfreie fonts gepostet und mich mal mit der firma softmaker von http://www.infinitype.com/features.htm in verbindung gesetzt.

da ich als angehender freiberufler (noch nicht ganz) für einen kunden aufträge produzieren soll, möchte sich dieser die fonts selbst kaufen, damit er immer drüber verfügen kann, falls mal ein anderer medien-operator zum einsatz kommt. soweit so gut.
habe mich erkundigt und im normalfall ist sowohl eine firmenlizenz cd-rom mit fonts für den kunden fällig, als auch eine einzellizenz-cd für mich als freischaffender. und zwar deshalb, weil ich nicht bei ihm in der firma produziere, sondern bei mir in den eigenen 4 wänden.

wie sieht denn das ganze im folgenden fall aus: der kunde kauft die firmenlizenz (beinhaltet 25 rechner in der firma, obwohl er sie mit grosser wahrscheinlichkeit sowiesonur an seinem eigenen chefrechner einsieht) und je nach auftragslage und produktion händigt er mir bei bedarf die cd aus, die ich selbstverständlich NUR für seine aufträge verwende und mir weder eine kopie davon ziehe noch sonstwas damit anstelle. dies muss ich natürlich mit dem kunden vertraglich festhalten.

würde diese vorgehensweise funktionieren oder kann mir trotzdem jemand an den karren fahren, wg. lizenzrechten usw.
wenn es so klar geht spare ich mir somit das geld für eine zweite font-cd und hole mir diverse fonts nur nach absprache des auftrages beim kunden ab. das würde doch funktionieren, oder? hab momentan nämlich nicht so die rücklagen, dass ich einfach mal kurz 430 teuro für ne schriften cd ausgeben könnte...

wer kann mir da tipps geben bzw. wer war schonmal in einer ähnlichen situation? oder ist es doch besser, das geld privat in eine 2te schriften cd zu stecken.

grüssle

oli
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Einzelplatz- oder Firmenlizenz

Fontolino
Beiträge gesamt: 371

6. Apr 2005, 23:51
Beitrag # 2 von 12
Beitrag ID: #157750
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Guter Rat - gar nicht kaufen. Alles billige Plagiate. Du kannst die 400 EUR genausogut aus dem Fenster schmeissen. Oder glaubst Du wirklich, dass man Dir dafür 6000 Qualitätsschriften liefert?

Gruss
Fontolino
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fontolino(at)protype.ch
Profis gehen für Fonts zu ProTYPE Solutions
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"Good typography is something everyone sees, but no one notices."
John Warnock (Adobe)


als Antwort auf: [#157673]

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wopi
Beiträge gesamt: 131

7. Apr 2005, 11:03
Beitrag # 3 von 12
Beitrag ID: #157827
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Hallo.
Da kann ich mich Fontolino nur anschließen.
Habe mir mal die Mühe gemacht und das PDF
von infinity runtergeladen. Ist ja schlimmer
als ich dachte. Die Eurozeichen sind aus
Versal C und = generiert – grausam.
Die Garamond Standard (URW) ist elektronisch
kursiv gestellt – grausam.
Bei genauerem hinsehen stellt man an den
aus der Form geratenen Zeichen fest, daß
auch verschiedene Groteskschriften elektronisch
kursiviert wurden – grausam.
Damit kann man keine gute Typografie machen.
Wer die Kohle wegen der paar netten Grukenschriften
raushauen will, O.K. aber sonst wie schon
erwähnt Schrott.

Liebe Grüße vom Main sendet Peter


als Antwort auf: [#157673]

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tipsel
Beiträge gesamt: 2

7. Apr 2005, 14:23
Beitrag # 4 von 12
Beitrag ID: #157906
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Nun, man kann sicher über die Qualität der softmaker-fonts streiten. Dass man an verschiedenen Punkten Abstrichen gegenüber hochwertigeren Produkten machen muss, ist einzusehen. Damit ist jedoch in keiner Weise belegt, dass die Schriftensammlung ihren Preis nicht wert wäre. Etwa als Headline- und Effektschriftergänzung zu einem kleinen Grundstock hochwertiger Brotschriften.

Wenn nun zwei Schriftenanbieter hier fett ins Fass trümmern und von "Schrott" und "Geld aus dem Fenster werfen" schwadronieren, dann sagt das mehr über sie selbst aus als über die verdammten Schriften.

Zeigt die Nachteile auf und überlasst den Leuten ihre Entscheidung.

lg tipsel


als Antwort auf: [#157673]

Einzelplatz- oder Firmenlizenz

donkey shot
Beiträge gesamt: 1416

7. Apr 2005, 14:26
Beitrag # 5 von 12
Beitrag ID: #157907
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Also ich muß sagen, daß mal von der Qualität, die ich nicht überprüft habe abgesehen, zumindest bei den ersten drei Buchstaben des Indexes kein Font dabei war, den ich im Alltag je einsetzen würde.

grüsse,

Christof

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http://www.hilfdirselbst.ch/info/
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als Antwort auf: [#157673]

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wopi
Beiträge gesamt: 131

7. Apr 2005, 14:58
Beitrag # 6 von 12
Beitrag ID: #157920
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Hallo Tipsel
Häh? Fontolino vertickt Fonts, stimmt. Aber
wer ist denn hier der zweite Schriftenhersteller?
Wer übrigens meinen Beitrag sorgfältig
liest, wird feststellen, daß ich nicht »Geld
aus dem Fenster werfen« geschrieben habe,
sondern von »Kohle raushauen« gesprochen habe.
Darunter verstehe ich »locker ausgeben«.
Also nochmal: Wer meint für die Headline-
und Zierschriften soviel Geld ausgeben zu wollen,
der soll glücklich werden, Bücher wollte ich
mit den sog. Textschriften nicht machen.
Wie vehältst Du dich eigentlich, wenn ein
Kunde zu Dir kommt und sagt, daß er eigentlich
keine Kohle hat und es deshalb nicht so wichtig
ist wie es aussieht, Hauptsache es ist billig?

Nebenbeibemerkt würde ich zur Zeit sowieso
nur noch OpenType kaufen.

Liebe Grüße vom Main sendet Peter


als Antwort auf: [#157673]

Einzelplatz- oder Firmenlizenz

Fontolino
Beiträge gesamt: 371

7. Apr 2005, 15:02
Beitrag # 7 von 12
Beitrag ID: #157922
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Es geht hier ganz einfach um Facts. Das schleckt keine Kuh weg. Mal ganz abgesehen von der Qualität, sind das alles Plagiate, die ich nicht mal für irgendwelche Designelemente nehmen würde.

Was machst Du, wenn Deinem Kunden Deine Arbeit gefällt und er die Schrift lizensieren muss. Sag ihm mal, Dass Du eine billige Nachahmung genommen hast, statt das teurere Original, nur weil Du kein Geld für Qualitätsschriften investiert hast. Von der lizenzrechtlichen Seite mal ganz zu schweigen. Hmm...

Was machst Du, wenn es technische Probleme beim Belichten gibt? Keiner kann und wird Dir helfen, weil keiner mit Plagiaten arbeiten will. Vor allem hat keiner Zeit zu warten. Und Du machst die ganze Arbeit nochmals. OK, es ist Deine Zeit!

Ich habe in meiner Ausbildung mal gelernt: "Do it one time and do it
the first time right!"

Gruss
Fontolino
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als Antwort auf: [#157673]

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wopi
Beiträge gesamt: 131

7. Apr 2005, 16:06
Beitrag # 8 von 12
Beitrag ID: #157949
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Hallo Fontolino.

Moralisch bist Du natürlich im Recht, aber wie soll
jemand reagieren, der so ein Angebot sieht und weder
die Qualität beurteilen kann, noch über das Wissen
verfügt, daß das alles in einer Urheberrechtlichen
Grauzone geschieht, ja sogar ganz offen gezeigt wird?
Sogar der Hinweis auf das Original und die Foundry
lassen doch für die meisten nichts übles befürchten.
Wäre es nicht legal, würde doch URW oder gar ITC
klagen. Warum tun sie es nicht?
Weil schon viele diesen erfolglosen Kampf aufgegeben
haben.
Manchmal hats aber auch geklappt, weil die Leute allzu
dreist waren und mit Bezeichnungen wie »Berlin Collection«
(Berthold) und »Frankfurt Collection« (Linotype)
agiert haben.
Internationale Verstrickungen haben sogar dazu geführt,
daß ein deutscher Hersteller seinen Namen verloren hat
und seine (Original)-Schriften jetzt unter anderem Namen
verkaufen muß. Das wirkt dann verständlicherweise
unseriös auf potentielle Kunden.
Allso ein sehr komplexes Thema. Wenn ich mich allerdings
in die Lage eines Starters versetze, kann ich zumindest
verstehen, daß er ein solches Angebot verlockend findet.

Liebe Grüße vom Main sendet Peter


als Antwort auf: [#157673]

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tipsel
Beiträge gesamt: 2

7. Apr 2005, 16:09
Beitrag # 9 von 12
Beitrag ID: #157950
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Betreff:
"Aber wer ist denn hier der zweite Schriftenhersteller?"
Sorry, Wopi, wenn Du in keiner Beziehung zu http://www.typesklaus.de stehst, dann muss ich zurückziehen. Nachdem du hier mehrfach auffällig diese Adresse gepriesen hast, meinte ich, es gäb eine Connection.

ja und die aufgeregten Antworten bekräftigen mich nur in meiner Ansicht: nennt sachlich die Nachteile, die ihr findet, jeder mag frei entscheiden. Aber je emotionaler ihr euch (ich will ja gar nicht sagen als Konkurrenten von Softline, aber zumindest doch als Pflüger auf dem gleichen Feld) ins Zeug legt, umso unglaubwürdiger wird es halt. Auf dem Wochenmarkt hat es einen gewissen Unterhaltungswert, wenn der eine Gemüsehändler schreit, beim Stand gegenüber hätten die Hunde ins Kraut gepisst. Und hier halt auch.


als Antwort auf: [#157673]

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Fontolino
Beiträge gesamt: 371

7. Apr 2005, 16:33
Beitrag # 10 von 12
Beitrag ID: #157959
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Hallo Peter

Du hast völlig recht. Es ist natürlich schwierig, sich im Schriften-Dschungel zurecht zu finden. Dafür sind ja Foren wie dieses.

Die Hersteller sind permanent im Kampf gegen die Piraterie, aber das sind immer langwierige Verfahren mit komplexer Beweislage.

Im allgemeinen kann man heute davon ausgehen, dass einem nichts geschenkt wird. Jeder will DEIN Geld! Es kommt immer darauf an, was man Dir dafür gibt. Und in diesem Fall war es ja sehr offensichtlich. Da müssten einem jeden, der in dieser Branche arbeitet, die "Roten Lampen" leuchten.

Von dem Fall mit dem deutschen Hersteller habe ich auch gehört.

Gruss
Fontolino
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Christoph Grüder
Beiträge gesamt: 1929

7. Apr 2005, 16:42
Beitrag # 11 von 12
Beitrag ID: #157966
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Hi,

also ich verkaufe jedenfalls keine Schriften. Wer eine technisch spezielle-, gestalterisch eigenständige oder einfach nur persönliche Schrift angefertigt haben möchte, darf sich gern an Pixador wenden.

Aus dieser Sicht habe ich eine neutrale Position. Ich teile jedoch die Meinungen von Fontolino und Peter. Das Angebot ist groß, die Qualität zu erkennen, ist schwierig, das ist auch bei anderen Dingen so. Daher haben wir ja u.a. dieses Forum, um über solche Dinge zu sprechen und ich freue mich, dass diese Themen diskutiert werden.

An Software gibt es viele Programme, die sich an Funktionsumfang und Effizienz gegenseitig überbieten. Welche Programme letztendlich eine gute Qualität mit einer stabilen Produktion ermöglichen, stellt sich erst im wirklichen Leben heraus. So verhält sich das auch mit Schriften. Daher weise ich darauf hin, dass besonders günstige Fonts auch ihre Tücken haben. Wer am falschen Ende spart, wird hinterher Geld in die Fehlerkorrektur nachschieben müssen. Das Geld ist dann nicht nur ausgegeben worden sondern ist auch wirklich "im Ofen gelandet", um eine weitere Metapher hinzuzufügen.

Pauschal möchte ich das über günstige Fonts nicht sagen, aber die Argumente von Peter über die typografische Qualität sprechen gegen die Anschaffung dieser Schriften.

herzliche Grüße,
Christoph Grüder

Pixador – Interaktive Gestaltung
http://www.pixador.de
http://www.christophgrueder.de

Noch mehr HDS gibts für Premium-Member: http://www.hilfdirselbst.ch/info/


als Antwort auf: [#157673]

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Frank Fallgatter
Beiträge gesamt: 883

13. Apr 2005, 19:36
Beitrag # 12 von 12
Beitrag ID: #159452
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Tja, und schon wäre man bei Laraby-Fonts und Corel-Fonts. Natürlich ist die Sache peinlich. Dennoch strotzt ganz Berlin vor Letzterem. Eine bodenlose Inflation, allerdings billig. Und die meisten Leute lesen Bild. Folglich ist es klar, daß man für Auftraggeber wie eine kleine Berliner Bäckerei nicht etwa einen teuren Font kauft. Perlen vor Blinde!
Ob man Porchez-Fonts direkt bei ihm kauft oder teurer beim Fontshop ist auch eine Einstellungsfrage. Auch bei guten Fonts gibt es einen leider zu kleinen finanziellen Spielraum. Allerdings sitzen Typografen auch schon mal Jahre an einer Familie. Mietfonts, die per Freischaltung nur eine gewisse Zeit genutzt werden können gibts vielleicht irgendwann. Sinnvoll wäre dies wenn man bedenkt, dass man manchen Font nur ein einziges Mal braucht und dann nie wieder. Tote Software also.

Gruß
Frank


als Antwort auf: [#157673]
(Dieser Beitrag wurde von F.F. am 13. Apr 2005, 19:39 geändert)
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