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cruecker
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14. Feb 2008, 09:31
Beitrag #1 von 13
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


In unsere Firma gibt es Überlegungen aus Kostengründen auf Prozess arme bzw. Prozess lose Thermal platten zu gehen.
Nun versuche ich möglichst viel von Usern der Platten zu erfahren welche vor und nachteile diese haben?
Wie belichten auf einem Screen PlateRite 16000 Platten im VLF Format 1035x1310.
Wir setzen zur zeit die Fuji LH-PCE ein in 0,4 stärke.
Da 0,4 kein Standardmaß ist prüfen wir gerade ob die Druckmaschine KBA R130 auch 0,3 Platten stärke abkann?

Was könnt Ihr über solche Platten berichten??? ich bin für jede Nachricht dankbar. Gruß Chris
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rohrfrei S
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14. Feb 2008, 09:42
Beitrag #2 von 13
Beitrag ID: #336849
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Hallo,

Zitat aus Kostengründen

<->
Zitat 16000 Platten

schon mal durchgerechnet?

Gruß
als Antwort auf: [#336844] Top
 
cruecker
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14. Feb 2008, 09:51
Beitrag #3 von 13
Beitrag ID: #336851
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Ich habe nen kleinen Tippfehler vorhin eingebaut, sorry . Es ist ein PlateRite 16000 und wir haben die magische Plattengrenze von 2500 m² nie überschritten
als Antwort auf: [#336849] Top
 
rohrfrei S
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14. Feb 2008, 10:24
Beitrag #4 von 13
Beitrag ID: #336853
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


ja, dann könnte es passen - aber wieso so wenig bei der großen Maschine?
evtl. nochmal die Drupa abwarten, da soll einiges neues (überarbeitetes) kommen, von den Herstellern

Gruß
als Antwort auf: [#336851] Top
 
cruecker
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14. Feb 2008, 10:33
Beitrag #5 von 13
Beitrag ID: #336857
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Ich arbeite für ne Behörde und wir Drucken hauptsächlich Seekarten und Seehandbücher. Das sind kleine Auflagen und weniger Produkte, daher die 2500 m² über die wir nicht kommen.
Blöd ist auch das die KBA 0.4 Platten braucht.Sowas ist keine Lagerware und muss 3 Monate vorher bestellt werden. Daher die Überlegung auf 0.3 zu gehen und laut ner Fachzeitschrift kann die KBA das.
als Antwort auf: [#336853] Top
 
Thomas Richard  M  p
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14. Feb 2008, 15:41
Beitrag #6 von 13
Beitrag ID: #336943
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Ist die Plattenstärke kein durchlaufender Posten?
Klar man muss mehr Geld in die Hand nehmen, bekommt aber doch auch ein viertel mehr fürs Altmetall.


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
http://www.hilfdirselbst.ch/info/
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meister eder S
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14. Feb 2008, 16:53
Beitrag #7 von 13
Beitrag ID: #336962
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Wir haben Heidelberg, KBA und Roland im Einsatz aber 0,4er Platten sind mir unbekannt, warum sollte die KBA nicht 0,3er Platten vertragen?

Bei der Menge könnte sich Prozesslos schon rentieren, doch es gibt einige Dinge zu beachten.
Meines Wissens ist im Moment die Fuji eine der wenigen Platten wie wirklich Prozesslos ist.

Das Frei laufen der Platten in der Maschine ist nicht ganz unkritisch, ganz abgesehen von den Kosten. Auch das Messen auf der noch nicht freigelaufenen Platte gestaltet sich nicht ganz so sicher, soll aber Messgeräte geben die das Können.

Wir betreiben Thermoplattenbelichter von Fuji, aber bei unserer Menge lohnt kein Wechsel. wir produzieren ca.200-300 Platten am Tag!

Am besten mal mit den jeweilgen Herstellern plaudern und ausgiebig testen auch in der Maschine, lass Dir doch mal Platten produzieren.


Gruß
----------------
Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort!
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Wolfgang Plietsch
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14. Feb 2008, 19:59
Beitrag #8 von 13
Beitrag ID: #336998
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Hallo,
wir haben letzes Jahr im März von der LH-PCE auf die Brillia PRO-T von Fuji gewechselt. Anfangs lief die Platte fast reibungslos. Probleme gibt es bei manchen HKS-Farben bzw. Pantonefarben. Auch gibt es scheinbar bei der Herstellung der Platten ein wenig Probleme. Wir hatten Chargen bekommen, die lt. Techniker nicht bei uns im Hause sein durften. Fuji hält sich momentan still. Ich würde also von der Fuji-Platte abraten. Wir fahren mittlerweile zweigleisig. Wir drucken mit der Saphira bzw. Azura von AGFA. Das sind die gleichen Platten. Die PRO-T haben wir nur wegen der Geschwindigkeit noch im Haus. Es gab hier schon die Empfehlung, auf die Drupa zu warten. Ich habe heute erfahren, dass Kodak zur Drupa eine Platte auf den Markt bringen wird, die die Geschwindigkeit der Fuji-Platte erreichen soll. Wir sind schon gespannt.
Gruß
Wolfgang
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cruecker
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15. Feb 2008, 07:44
Beitrag #9 von 13
Beitrag ID: #337055
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Die KBA wurde so ausgeliefert das Sie 0.4 Platten braucht. Laut nem Beitrag aus der Zeitschrift "Druckmarkt" kann Sie aber auch 0.3 Platten vertragen.
Ich persönlich kannte bis dahin keine Maschine die 0.4 Platten braucht.
Nach der DruPa werden wir mal ne Testproduktion in Angriff nehmen.
Welches Plattenmeßgerät kommt mit der Platte zurecht?
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cruecker
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15. Feb 2008, 07:50
Beitrag #10 von 13
Beitrag ID: #337056
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Hallo Wolfgang,
das hört sich nicht gut an. Aber die Probleme mit Plattenchargen gibt es auch bei der LH-PCE sowie anderen Herstellern. Da habe ich schin einiges durch, von Lastra, Kodak, Agfa, Fuji. Die geben sich alle nix.
Die Agfa braucht doch aber mehr Energie und die Auswaschlösung und ist langsamer im Belichter??????

Ich habe gestern mit ner Druckerei gesprochen und die sind zufrieden mit Fuji.

Was für uns noch erschwerend hinzu kommt wir brauchen die Platten im VLF Format und wer kann bzw. hat das????

Gruß Chris
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meister eder S
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15. Feb 2008, 10:27
Beitrag #11 von 13
Beitrag ID: #337087
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Hallo, gerade eben hatte ich unseren Fuji Techniker zwecks Wartung im Hause und wir haben ein wenig über Prozesslos gesprochen. Der Techniker ist halt nicht im Verkauf und die Aussagen finde ich immer rel. neutral. Also er sagt das die Prozesslosen Platten ganz gut laufen. Es wird aber immer Rückstände in der Druckmaschine geben da sie mit dem Wischwasser freiläuft, dies ist auch vom Drucker abhängig, wenn er es auch will gehts! Diese Aussage kenne ich noch vom Anfang der CTP Zeit, wenn der Drucker nicht wusste das es eine CTP Platte ist, war alles gut...nur so nebenbei! Aber er sagt auch das die Platten besser laufen wenn sie vorher durch eine Auswaschstation laufen, sprich die Platten können dann auch besser beurteilt werden und in der Maschine wird das Freilaufen nicht benötigt da sie schon frei ist. Die Agfa Platte sei aber auch sehr gut aber nicht ganz Prozesslos da sie noch mal durch einen Actuator laufen muss. Zur Drupa soll eine 2. Generation der Platten erscheinen auch von Fuji. Zur Menge liegt der Break Even bei 2000 qm im Jahr. Im großen und ganzen ist die Qualität und Stabilität aber lt. ihm nicht mit Thermalplatten vergleichbar. Für kleine Druckereien mit einem geringen Durchsatz sei sie mit Sicherheit sinnvoll. Vielleicht kann ja die Aussage etwas zur Lösung beitragen.
Gibts die Prozesslosen denn überhaupt im 3b Format, mir sind nur 50x70 Anlagen bekannt? Kenne keine 3b Anlage.
----------------
Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort!
als Antwort auf: [#337056] Top
 
cruecker
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15. Feb 2008, 10:45
Beitrag #12 von 13
Beitrag ID: #337094
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Danke dir für die Antwort!!

Das hört sich doch schon mal gut an und ich habe etwas an der Hand. Du musst es ja auch vertreten bzw. Argumentieren weshalb du da Vorteile drin siehst.
Ich hoffe die können unser Format auch anbieten??? Zumindestens in 0.4 konnten Sie das nicht.
als Antwort auf: [#337087] Top
 
Wolle74
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15. Feb 2008, 15:43
Beitrag #13 von 13
Beitrag ID: #337168
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Erfahrungen mit Prozessarmen bzw. Prozesslosen Thermalplatten


Hallo,

eine interessante Diskussion die hier geführt wird. Tatsächlich ist es wohl so, das die PRO-T von Fujifilm sowie die Thermal Direct von Kodak echte prozesslose Druckplatten sind. Sprich die Entschichtung der nicht druckenden Bereiche geschieht über Feuchtmittel und Farbe. Das Feuchtmittel bringt die Schicht zum quellen, der Tack der Farbe "hebt" diese "aus" der Platte und trägt sie während der ersten Makulaturbogen, und die braucht man selbst mit CIP3/4, aus der Maschine. Wird diese Arbeitsweise nicht akzeptiert, warum auch immer, kann es zu Ablagerungen im Feuchtwerk führen wenn man die Platte nur mit der aufgesetzten Feuchtauftragswalze entschichtet, das ist aber nicht die empfohlene Arbeitsweise der Hersteller. Selbst dies ist aber nicht problematisch da sich die Schicht wie Gelantine anfühlt und verhält, also leicht zu entfernen ist. Am Rande sei bemerkt, das auch AGFA eine solche Platte nach wie vor anbietet. Der Name ist Thermolite+. Anfangs wurde diese Platte in den Heidelberg Maschinen (DI) eingesetzt. Also auch aus der Sicht keine neue sondern eher bewärte Technologie. Der Vorteil der Fuji Platte liegt klar in der Empfindlichkeit. Diese ist auf gleichem Niveau wie heutige Nassprozess Thermalplatten. Messbar ist die Platte mit wenigen Messgeräten. Der Support der Hersteller ist mit diesen Messgeräten ausgestattet, insofern ist keine eigene Investition notwenig, zumal sich die Platten aus Sicht der Tonwertwiedergabe absolut stabil verhalten. Inwieweit sich ein Wechsel finanziell lohnt sollte man nicht pauschal festlegen. Die jeweiligen indirekten Kosten sind hier sicher zu berücksichtigen. Immerhin ist keine Chemie mehr zu kaufen und zu entsorgen, es wird keine Maschine benötigt die gepflegt werden müßte, es wird kein Strom benötigt, keine Manpower zu pflege, keine Reparaturen, keine Standfäche etc. Also einfach den Preisunterschied Platte A zu B abzgl. der Chemie zu vergleichen ist sicher zu einfach! Wer also möglichst umweltfreundlich produzieren möchte ist mit Unterstützung des Drucksaals sicher mit dieser Technologie nicht auf dem falschen Weg. Ohne Drucksaal geht´s sicher nicht aber das wurde ja bereits in einer vorherigen Antwort angesprochen.

Gruß!
als Antwort auf: [#337094] Top
 
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