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Existenzgründer

susimuc
Beiträge gesamt: 137

19. Apr 2008, 23:12
Beitrag # 1 von 14
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Bin seit mehreren Jahre Grafiker d.h. gestaltungserfahren als Angestellter.
Nun hab ich einen kleinen Auftrag als selbstständige: eine Visitenkarte ..ganz was besonderes soll es werden.
Ich habe den 3. Vorschlag nach Korrektur gezeigt und jedesmal kommen neue kreativvorschläge vom Kunden. Jetzt fällt Ihnen plötzlich ein , daß Sie noch ein Bild drauf möchte usw... wie geht ihr mit solchen Kunden um und wie verrechnet Ihr es? Ich muß ja jedesmal von vorne anfangen.
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Be.eM
Beiträge gesamt: 3339

20. Apr 2008, 13:59
Beitrag # 2 von 14
Beitrag ID: #347029
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Antwort auf [ susimuc ] wie geht ihr mit solchen Kunden um und wie verrechnet Ihr es? Ich muß ja jedesmal von vorne anfangen.



Hallo Susimuc,

ich bin zwar nicht im "Briefkopf - Visitenkarten-Business", aber im Prinzip müssten meine ganz einfachen Kriterien auch hier anwendbar sein:

1. Pauschalangebot bis zur ersten vorgelegten Korrekturversion (oder Vorlage einer Auswahl aus z.B. 3 unterschiedlichen Designs, was immer sinnvoll scheint).

2. Alle Änderungswünsche, die nicht als FEHLERkorrektur anzurechnen sind, knallhart nach Zeit/Aufwand abrechnen.

3. Dem Kunden das aber VORHER sagen ;-)
Das sollte üblicherweise dazu führen, dass er ZUERST nachdenkt und DANN bestellt. Es muss ihm definitiv klar sein, dass eine persönlich gestaltete Visitenkarte nicht das gleiche ist wie eine "gib deinen Namen in eine von 20.000 kostenlosen Visitenkartenvorlagen ein und klicke auf Drucken"-Visitenkarte. Abrechnung von Änderungen über Aufwand hat definitiv eine bremsende (oder reichmachende ;-)) Wirkung.

Bernd


als Antwort auf: [#347018]

Existenzgründer

susimuc
Beiträge gesamt: 137

20. Apr 2008, 22:52
Beitrag # 3 von 14
Beitrag ID: #347069
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Nun habe ich aber schon anders angefangen...
Der Kunde kennt sich eigentlich im Bereich aus und dennoch wollte er anfangs etwas ganz anderes was ich dann so gesetzt habe... natürlich mehrere Vorschläge. Und dann hat er plötzlich eine andere Karte gesehen die ihm gut gefällt... und so weiter.
Ich habe vor dem Auftrag meinen Stundenlohn genannt und sonst nichts. Ich habe einfach diesbezüglich wenig Erfahrung...
Ich habe keine einzige Fehlerkorrektur machen müssen .. es waren seine Vorgaben die sich geändert haben ...
Und jedes mal habe ich mindestens eine Stunde daran gesessen und jetzt sind wir immer noch am Anfang. Und er macht einen Vorschlag den ich nicht so toll finde!! den er aber scheint so erst mal sehen möchte...

Ich soll jetzt den 4. Vorschlag machen...!!! Ich bin bestimmt schon bei 4-5 Stunden. Das wird ja dann sehr teuer für eine Visitenkarte...


als Antwort auf: [#347029]

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Lady Stardust
Beiträge gesamt: 803

20. Apr 2008, 23:48
Beitrag # 4 von 14
Beitrag ID: #347076
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Hallo susimuc,

Antwort auf: Nun habe ich aber schon anders angefangen...

Na ja, für's nächste Mal weißt du's dann besser. Ist zwar blöd, aber da musst du jetzt erstmal durch, allerdings

Antwort auf: Ich habe vor dem Auftrag meinen Stundenlohn genannt und sonst nichts.

Damit ist für den Kunden doch eigentlich alles klar. Du kannst ihm ja deine Bedenken mal kurz schildern, ihn darauf aufmerksam machen, wie viel Zeit du inzwischen schon in das Projekt investiert hast, und mal nachfühlen, ob er tatsächlich bereit ist, die bislang entstandenen Kosten zu zahlen. Wenn das für ihn jedoch kein Problem ist, setze für den Kunden so viele Vorschläge um, wie er will. Evtl. kannst du ja versuchen, ihn dazu zu bewegen, schon mal eine Zwischenrechnung für die bislang von dir gebrachte Leistung zu bezahlen.

Grüße,
Lady S.


als Antwort auf: [#347069]

Existenzgründer

susimuc
Beiträge gesamt: 137

21. Apr 2008, 16:34
Beitrag # 5 von 14
Beitrag ID: #347233
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Es ist einer der aufträge die so im semiprofessionnellen bereich liegen...
Bekannter von meinem Vater den ich zufälligerweise kennengelernt habe. Da wollte ich nicht gleich mit sämtlichen ... ankommen.
Nun habe ich morgen ein gespräch mit einem neuen kunden Inhaber einer kleinen gaststätte der seine Speisekarte etwas geändert haben will.
Was verlangt ihr in so einem Fall? Wie unterscheidet Ihr mit Entwurfsarbeit, DTP usw...
Wie macht Ihr das am Anfang? Erstes Gespräch kostenlos ....


als Antwort auf: [#347076]

Existenzgründer

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

21. Apr 2008, 21:52
Beitrag # 6 von 14
Beitrag ID: #347291
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Erstes Gespräch kostenlos, dort machst Du ihm den Unterschied zwischen
einem Mensa-Menuplan und einer schön gestalteten Speisekarte klar.

Dann machst Du dich am besten schlau über seine bestehenden Daten,
meist gibts dann 'n Word-File oder so. Danach machst Du ihm einen Preis
und weist ihn darauf hin, dass das ein Pauschalpreis ist und dass Korrek-
turen nach Aufwand verrechnet werden. Das sagst Du dann auch dem Kun-
den bevor Du mit solchen Korrekturen anfängst.

Auch Bekannte sind "nur" Kunden – wie ich selbst festgestellt habe. Denn
nichts kann man nicht essen :-)

Gruss Stefan


als Antwort auf: [#347233]

Re: Re: Existenzgründer

Thobie
Beiträge gesamt: 4040

21. Apr 2008, 22:52
Beitrag # 7 von 14
Beitrag ID: #347304
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Hallo, Susi,

wenn Du verunsichert oder ängstlich sein solltest, als Anfängerin in
der Selbständigkeit, ist das verständlich.

Ich empfehle Dir, folgendermassen vorzugehen: Du machst dem Kunden ein
Angebot für die Gestaltung einer VK. Darin sind enthalten drei
unterschiedliche Entwürfe. Dann hat der Kunde ein Recht auf eine
eigene Entscheidung und auf Korrekturen an dem entsprechenden Entwurf.

Kommt er jedoch nach ein paar Tagen noch mal mit einigen neuen Ideen
und will noch mehr Entwürfe, dann muss er dies bezahlen.

Also, es liegt an Dir, ihm das zu vermitteln: Preis für VK mit
Konzeption, Entwurf (3 Mal), Gestaltung, Ausfertigung, PDF für
Druckerei für Betrag x €€. Inbegriffen Korrekturen des Kunden und
Änderungen.

Alles andere sind neue Ideen, die der Kunde bringt, und sie sollten
nach Stundenhonorar abgerechnet werden. Dann kann der Kunde auch mit
150 Vorschlägen kommen …
;-) Es wird ja berechnet.

Das solltest Du dem Kunden kommunizieren.

Grüße

Thobie


--
Autor | Designer | Verleger
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als Antwort auf: [#347069]

Re: Re: Existenzgründer

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

21. Apr 2008, 23:26
Beitrag # 8 von 14
Beitrag ID: #347307
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Thobie

Es wäre wirklich für alle einfacher, wenn Du Beiträge ganz normal über die
HDS Seite schreiben würdest. Wie die Zeichenprobleme und die Re:-Sachen
entstehen ist mir mittlerweilen recht egal, es scheint sich aber nicht be-
heben zu lassen.
Eine Alternative zu Mail-Antworten ist also die einzige Lösung – die Beste für
mich und die anderen Mit-Leser.

Gruss Stefan


als Antwort auf: [#347304]
(Dieser Beitrag wurde von Freeday am 21. Apr 2008, 23:28 geändert)

Re: Re: Existenzgründer

Reitschuster
Beiträge gesamt: 371

21. Apr 2008, 23:28
Beitrag # 9 von 14
Beitrag ID: #347308
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@Thobie,
hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun:
Deine RE: RE: nerven und deine entstellten Postings solltest du auch in den Griff bekommen.
Entschuldige, aber das musste ich mal loswerden!
VG
UPS, da da leidet einer mit.


als Antwort auf: [#347304]
(Dieser Beitrag wurde von Reitschuster am 21. Apr 2008, 23:29 geändert)

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susimuc
Beiträge gesamt: 137

30. Apr 2008, 16:54
Beitrag # 10 von 14
Beitrag ID: #348710
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ich habe bei den Visitenkarten schon die 5. Textkorrektur und jetzt will er wohl noch sowas wie eine Illu drauf oder logo. Ich hatte am Anfang gedacht es sei eine ganz einfache karte nur text und nichts zu gestalten.
Habe den preis pro stunde daher mit 30 euro für existenzgründer sehr niedrig angesetzt. Habe ihm auf euren Tipp hin auf die angefallenen Stunden (4-5)hingewiesen und jetzt hat er wieder einen kreativ vorschlag. Eigentlich finde ich den Stundensatz nicht ok für gestaltung und er braucht einfach ewig... er korrigiert ständig seinen Text! Nerv!! Ich mag schon nicht mehr...
Vielleicht habt Ihr ja wieder einen Tipp?
susimuc


als Antwort auf: [#347308]

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kurtnau
Beiträge gesamt: 2170

1. Mai 2008, 14:17
Beitrag # 11 von 14
Beitrag ID: #348790
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hallo susimuc,

ich würde meinen kunden darauf ansprechen. gleichzeitig würde ich eine zwischenrechnung stellen und klarstellen, das bei seinen ansprüchen, es eine teure visitenkarte wird.

dann wird eine reaktion kommen. im notfall, unter verlust deiner bis jetzt geleisteten arbeit den auftrag zurückgeben. denn lieber ein ende mit verlust, als verlust ohne ende ;-)

gruß kurt


als Antwort auf: [#348710]

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.piet
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2. Mai 2008, 23:33
Beitrag # 12 von 14
Beitrag ID: #348945
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Tja susimuc, so wie ich es sehe, steht der Visitenkartenjob im Zusammenhang mit einem grundlegendem "Findungsprozess" Deines Existenzgründers für den für ihn stimmigen, überzeugenden und visuell ansprechenden Auftritt.

Die zu entwerfende Visitenkarte ist sozusagen die Materialisierung der Metaebene dieses Findungsprozesses. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Du bist sozusagen die Übersetzerin, Medium oder Moderatorin. Das kann als Kreative zu Deinem Job gehören.

Falls es Dir gelingt ihm Deine Rolle in diesem Prozess zu verdeutlichen, dann kann es mitunter unwesentlich werden, ob sogar 10 oder 20 Stunden angefallen sind. Es wird angemessen bezahlt werden.


als Antwort auf: [#348710]

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susimuc
Beiträge gesamt: 137

4. Mai 2008, 20:31
Beitrag # 13 von 14
Beitrag ID: #349049
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ich glaube du hast den Nagel auf den Kopf getroffen...
er wußte halt noch nicht wirklich was drauf stehen soll bzw. ich kenne es bei mir selber, daß ich meine Visitenkarte immer wieder verändere und mir dann selber ausdrucke...
Ich visualisiere das was er nicht kann... und mache gestalterische Vorschläge in welche richtung es gehen könnte.
Mir kommt es so vor , daß wie gerade die ganze ci entwickeln.
Nur ich frage mich wie ich das mit dem Stundensatz entwickel kann ...siehe oben...
natürlich könnte ich viele Vorschläge machen... versuche das aber etwas einzuschränken ... und vorauszudenken... und manchmal gibt es nur ein paar Sätze...


als Antwort auf: [#348945]

Existenzgründer es geht weiter...

.piet
Beiträge gesamt: 74

4. Mai 2008, 21:14
Beitrag # 14 von 14
Beitrag ID: #349050
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Mit dem Stundensatz ist das so, dass der einmal vereinbarten Betrag kaum mehr zu ändern ist.

Aber - wenn Du erreichst Deinen tatsächlichen Zeitaufwand gegenüber dem Kunden plausibel zu machen und dann auch bezahlt zu bekommen, das wäre der Erfolg an sich.

Konzentriere Dich darauf.


als Antwort auf: [#349049]
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