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Farbmanagement für Nicht-Profis

ukolland
Beiträge gesamt: 4

23. Feb 2005, 13:46
Beitrag # 1 von 6
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Frage an alle ICM-Wissenden:

ich bin ein farbsensitiver Homeuser, der einen einigermaßen "farbechten Workflow" (dE<10?) nutzen möchte.

Aus Kosten-Nutzengründen fällt die Anschaffung von Profigeräten und -software weg.

Betriebssystem: Windows (ICM 2.0)
Eingabegeräte: Scanner, Digitalkamera
Ausgabegeräte: Monitor, Tintenstrahldrucker (HP 970Cxi, dessen RGB-Treiber lt. HP keine icc-Farbprofile verarbeitet)
Software: Picture Publisher 8.0 (kann icc-Profile verwenden), Designer 7.0, Zoom Browser 5.0, MSWord, (die letzteren greifen nicht auf icc-Profile zu).

Nun soll man in dieser typischen Homeuserumgebung Bilder erstellen, ansehen, ausdrucken und bearbeiten, aber auch Einbinden in zu erstellende Dokumente der verfügbaren Software (Workflow?).

Zur Kalibrierung des Monitors besorgte ich mir ein One-eye display.

Zur Erstellung (und evtl. subjektiven Anpassung) von icc-Profilen im lowcost Bereich für Scanner/ Digitalkamera und Drucker gäbe es EZColor, Profile Prism, Wiziwyg, One-Eye-Photo oder ähnliches.

Ist es möglich, so ein einigermaßen stimmiges und preiswertes Farbmanagement in Windows aufzubauen, in dem alle Geräte entsprechend den Anwendungen eingebunden sind?

Wie bringe ich vor allem den Drucker dazu, auf selbst erstellte icc-Profile in allen Anwendungen zuzugreifen? (Nur über Postscript? iQueue wäre zu teuer).

Sind (durch o.g. Kalibriersysteme) selbst erstellte icc-Profile genormt, dass alle zugreifenden Programme und Geräte damit arbeiten?

Vielen Dank für Eure Anregungen, Kommentare und Vorschläge.
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Farbmanagement für Nicht-Profis

ukolland
Beiträge gesamt: 4

24. Feb 2005, 10:19
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #147722
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Durch weitere Recherchen bin ich schlauer:

Windows kann icc-Farbprofile nur bereitstellen, aber nicht verarbeiten.
Um durch eigens erstellte, dem jeweiligen Gerät zugeordnete icc-Profile echte Farben zu erhalten, muss ein Programm oder ein Treiber das Bild in den vom Profil vorgegebenen neuen Farbraum umrechnen.

Um nun von einem nicht icc-verwendenden Programm aus zu Drucken, benötigt man ein spezielles Proof-RIP Programm (z.B. PowerRIP 2000 oder MGE-IccPrint), das die zum Drucker gesendeten Daten (u.U. in einem speziellen Format) meist über den Weg des Postscript-Formats mit Einbeziehung des icc-Druckerprofils umrechnet und wieder druckerspezifisch an den Drucker weitergibt. Diese Programme sind derzeit auch preislich eher dem Profimarkt vorbehalten.

Eine für den Homeuser praktikable Lösung ist es, ein Konvertierungsprogramm (z.B. Qimage oder ICC Batch Converter)
einzusetzen, das JPEG- oder TIFF-Bilder in neue Bilder unter Einbeziehung des icc-Druckerprofils konvertiert. Diese "profilierten" Bilder kann man dann Drucken oder vorher in andere Anwendungen aufnehmen, wobei nun die Bilder durch das spezifische Profil verändert sind.

Bitte weitere Anregungen und Tips, wie ein Nicht-Profi ein einigermaßen farbechtes Colormanagement einrichten kann! Danke!


als Antwort auf: [#147388]

Farbmanagement für Nicht-Profis

jekyll
Beiträge gesamt: 2039

24. Feb 2005, 11:17
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #147736
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Hallo ukolland,
<< Wie bringe ich vor allem den Drucker dazu, auf selbst erstellte icc-Profile in allen Anwendungen zuzugreifen? >>
die Druckerfarbverwaltung ist: Systemsteuerung->Drucker(rechte maus klick auf der Drucker)->Eigenschaften->Farbverwaltung: hier kann man für den Drucker die Profile hinterlegen oder ersetzen
Gruß Sándor
Nachtrag: in Systemsteuerung-> Scanner und Kameras->Farbverwaltung kann man für Scanner und für Kameras die Profile hinterlegen.


als Antwort auf: [#147388]
(Dieser Beitrag wurde von jekyll am 24. Feb 2005, 11:21 geändert)

Farbmanagement für Nicht-Profis

ukolland
Beiträge gesamt: 4

24. Feb 2005, 13:30
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #147785
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Update:
PrintFab von ZEDOnet ist eine preisgünstige Druckertreibersoftware, die unter Einbindung von .icc-Profilen viele Tintenstrahldrucker ansprechen kann. Damit soll man aus allen Anwendungen (auch nicht icc-fähige) farbgetreu Drucken können.

Derzeit nur auf MAC verfügbar, eine Umsetzung auf Windows sei geplant.

Die Einbindung von fremden .icc-Profilen z.B. aus Profilemaker ist zur Zeit noch nicht möglich, soll jedoch in einer der nächsten PrintFab-Versionen implementiert werden.

Hat jemand mit dieser Software Erfahrungen?


als Antwort auf: [#147388]

Farbmanagement für Nicht-Profis

ukolland
Beiträge gesamt: 4

17. Mär 2005, 09:02
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #153153
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weitere Grundlageninformation:

An der ZBS Ilmenau hat man die Qualität der Farbwiedergabe auf einem System ohne Farbmanagement untersucht. Bei dem (4-farb) Tintenstrahldrucker ist der Farbumfang zu klein, um alle Farben der Druckvorlage korrekt wiedergeben zu können. Insbesondere wurden Cyan- Grün-und Orangetöne falsch wiedergegeben. Der mittlere Fehler ÄE(Lab) beträgt 11,4, der minimale Fehler 2,05 und der maximale Fehler 39,3. Es sei zu erwarten, dass durch ein durchgängiges Farbmanagement diese Fehler reduziert werden können, obwohl die prinzipbedingten Einschränkungen von Druckern bestehen bleiben. Weiterhin empfielt es sich, bei lowcost Profilierungsprogrammen darauf zu achten, dass Profileditoren integriert sind, damit man manuell Feinkorrekturen durchführen kann.

Zur Weitergabe von Farbinformationen zwischen verschiedenen Ein- und Ausgabegeräte mit ihren unterschiedlichen maximal darstellbaren Farbräumen ist ein "Gamut Mapping" notwendig, das in Abhängigkeit von der beabsichtigten Wirkung verschieden gestaltet werden kann. Hierzu gibt es Wiedergabeoptionen, die sogenannten "Rendering Intents":
• Perceptual Intent: Alle Farben werden beim Gamut Mapping expandiert bzw. komprimiert, um die Verhältnisse zwischen den Farben zu erhalten, also die Beziehungen der Farben untereinander und somit die visuelle Wahrnehmung bleiben photorealistisch erhalten. Allerdings gibt es kein allgemein gültiges Verfahren, so dass unterschiedliche Umrechnungsalgorithmen verwendet werden.
• Relative Colorimetric Intent: Die Ausgabefarben sind mit den Eingabefarben identisch, wenn sie innerhalb des Ausgabefarbumfanges liegen. Wenn der Farbumfang des Ausgabegerätes kleiner als der des Eingabegerätes ist, werden die nicht darstellbaren Farben durch die nächste darstellbare Farbe ersetzt. Der Weißpunkt des Eingabegerätes wird auf den des Ausgabegeräts verschoben, damit werden alle Farben relativ zum Weißpunkt verschoben. Diese Option wird zum Proof von Ausdrucken verwendet.
• Absolute Colorimetric Intent: Ähnlich dem Relative Colorimetric Intent bleiben die Farben erhalten, nicht darstellbare Farben werden durch die nächste darstellbare Farbe ersetzt. Der Weißpunkt des Eingabegerätes bleibt erhalten. Dies ist eine farbmetrisch exakte Transformation, die dann angewandt wird, wenn die Farbumfänge von Ein-und Ausgabegerät annähernd gleich sind.
• Saturation Intent: Die Sättigung der Farben wird beibehalten, u.U. auch auf Kosten der Genauigkeit von Buntton und Helligkeit. Besonders bei Farbgrafiken mit vorwiegend gesättigten Farben soll diese Option Vorteile bringen.


als Antwort auf: [#147388]
(Dieser Beitrag wurde von ukolland am 17. Mär 2005, 09:43 geändert)

Farbmanagement für Nicht-Profis

X-File
Beiträge gesamt: 157

7. Apr 2005, 17:10
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #157972
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> Zur Kalibrierung des Monitors besorgte ich mir ein One-eye display.

Es gibt von Cancom im Kooperation mit GretagMacbeth immer wieder Tagesseminare zu ColorManagement, die 300 Euro kosten. Im Preis enthalten ist dann das EyeOne-Display, d.h. die Kursgebür ist der Kaufpreis des EyeOne.

X-File


als Antwort auf: [#147388]
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Veranstaltungskalender

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch wie z.B. Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, PDF, Pitstop, Affinity, Marketing, SEO, Büro- und Rechtsthemen etc. haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen.

pdf-icon Hier eine kleine Anleitung hinsichtlich Bedeutung der auszufüllenden Formularfelder.

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01.12.2022

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Donnerstag, 01. Dez. 2022, 10.00 - 10.45 Uhr

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Die drei ColorLogic-Programme ZePrA, CoPrA und ColorAnt sind in neuen Versionen mit vielen neuen Funktionen im Jahr 2022 veröffentlich worden oder werden in Kürze veröffentlicht (ColorAnt 9). In unserem ca. 45 minütigen kostenlosen Webinar zeigen wir Ihnen einige dieser neuen Funktionen mit dem Schwerpunkt auf Automatisierung und Produktivitätssteigerungen.

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Kontaktinformation: Silvia Noack, E-Mailsnoack AT impressed DOT de

https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=311

ColorLogic Update-Webinar ZePrA 10, CoPrA 9 und ColorAnt 9
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Kontaktinformation: Birol Isik, E-Mailinfo AT bkcc DOT ch

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