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Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

oli1712
Beiträge gesamt: 51

25. Aug 2005, 17:06
Beitrag # 1 von 15
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Hallo,

ich hab eine Frage bezüglich dem Farbmanagement der Adobe Creative Suite, wenn für den Offsetdruck produziert wird. Die Einstellungen an sich sind mir klar, allerdings habe ich bereits mit 2 Druckereien gesprochen, die auf Grund negativer Erfahrungen mit aktiviertem Farbmanagement in Illustrator CS und InDesign CS dieses nur bei Photoshop CS einschalten (Farben in Grafik- und Layoutprogramm würden dadurch "verfälscht" werden und ggfs. sogar zu unterschiedlichen Ergebnissen führen). Sie würden auch keine andere Druckerei kennen, die bisher positive Erfahrungen mit aktiviertem Farbmanagement in InDesign und Illustrator gemacht hätte und empfehlen es zu deaktivieren.

Ist das tatsächlich so? Und kann es sein, dass das Farbmanagement in der Creative Suite 2 mit Adobe Bridge evtl. zuverlässiger (einheitlicher) ist?

Würde mich freuen, wenn ich die ein oder andere hilfreiche Antwort bekommen würde.

Danke euch.
Gruß
Oliver
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Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

25. Aug 2005, 21:01
Beitrag # 2 von 15
Beitrag ID: #184340
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Hallo,

Antwort auf: mit aktiviertem Farbmanagement in Illustrator CS

Kann ich nachvollziehen, würde ich auch ausschalten
Antwort auf: und InDesign CS

Völligster Unsinn

Antwort auf: dieses nur bei Photoshop CS einschalten(Farben in Grafik- und Layoutprogramm würden dadurch "verfälscht" werden und ggfs. sogar zu unterschiedlichen Ergebnissen führen)

Wenn man nicht weiß, wie CMM funktioniert, glaube ich das aufs Wort ;-)

Antwort auf: Sie würden auch keine andere Druckerei kennen, die bisher positive Erfahrungen mit aktiviertem Farbmanagement in InDesign und Illustrator gemacht hätte

Soll ich denen welche nennen?

Antwort auf: Ist das tatsächlich so?


NEIN


Empfehlung: Die Howto's lesen, nur mit Druckereien arbeiten, die wissen, dass es nach Postscript Level 1 und Photoshop 4 weiterging und bei konkreten Problemen nachfragen.

Dieser generelle CMM funktioniert nicht Ton mancher Druckereien und Dienstleister ist IMHO Angst, etwas zu lernen, was man nicht kennt. Frei nach: Wat der Bur nit kennt, dat frit er net.


als Antwort auf: [#184297]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Dirk Simanek
Beiträge gesamt: 78

26. Aug 2005, 16:31
Beitrag # 3 von 15
Beitrag ID: #184474
Bewertung: |||||
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Hallo Oliver,

wenn Sie die Farbsettings von Photoshop als .csf Datei sichern und diese dann in allen anderen Applikationen laden wären Sie erst einmal auf der sicheren Seite.

Beispiel:

Ist der Arbeitsfarbraum in PS ein ISOcoated und sie sichern ihre Bilddaten mit dem Profil, laden das Bild in InDesign bei aktivierten CM ein. Wenn Ihr InDesign CS 1 den gleichen Arbeitsfarbraum nutzt wie PS, dann wird es keine CMYK zu CMYK Konvertierung bei der Ausgabe geben.
Auswirkungen CMYK zu CMYK: reines Schwarz wird zum CMYK Mischschwarz, das Überdrucken von Schwarz geht verloren, Reine Farben werden unrein und Tonwerte ändern sich und
Volltonflächen werden meist gerastert.
Das bedeutet also, das wenn InDesign CS die Profile erkennt diese Vorrang haben und als Quellprofil bei der Ausgabe dienen wenn der Arbeitsfarbraum ein anderer ist.
Eine Ausnahme tritt dann auf, wenn Transparenz im Layout zum Einsatz kommt
und diese bereits bei der Ausgabe verflacht wird (also bei der
PostScript-Ausgabe oder beim PDF 1.3 Export). In diesem Fall wird erst die
gesamte Seite in den gewählten Transparenzreduzierungs-Farbraum gewandelt
(welcher je nach Wahl entweder der RGB- oder der CMYK-Arbeitsfarbraum ist)
und dann, falls gewünscht, noch einmal in den laut Druck- oder
Export-Einstellungen gewählten Ausgabefarbraum.

Ist das CM ausgeschaltet werden enthaltene Profile keine Anwendung finden.

Adobe hat den InDesign Anwender in der CS2
Version standardmässig die Farbeinstellung so gewählt, dass in platzierten
CMYK-Daten enthaltene Profile ignoriert und durch das gewählte
CMYK-Arbeitsfarbraum Profil ersetzt wird. Und zwar unabhängig von der
verwendeten -Datei. Dies stellt sicher, dass nicht - wie in der
Vergangenheit bei so vielen im Umgang mit Farbmanagement eher unerfahrenen
Anwendern passiert - eine ungewollte CMYK-nach-CMYK-Farbraumtransformation
stattfindet. (Probleme s.o.)

Auch Adobe Illustrator CS2 besitzt diese, allerdings anders übersetzte,
Option.


als Antwort auf: [#184297]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4469

26. Aug 2005, 17:17
Beitrag # 4 von 15
Beitrag ID: #184484
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Hallo Herr Simanek,

also das ist ja mal eine bestechende Antwort, die für Aufklärung sorgt. Damit dürften die meisten Anwender etwas anfangen können, Gratulation.

@Moderatoren:
ist es möglich, diesen Thread irgendwo prominent zu verewigen? Ganz zu Beginn der Beiträge z.B. ?

Ich halte den für so emminent wichtig, daß er auch in's InDesign- und Illustrator-Board gehört oder zumindest ein Link dorthin.

Gruß


als Antwort auf: [#184474]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

oli1712
Beiträge gesamt: 51

26. Aug 2005, 18:20
Beitrag # 5 von 15
Beitrag ID: #184492
Bewertung:
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Hallo Herr Simanek,

danke für Ihre ausführliche Antwort, jetzt habe ich allerdings doch noch eine Verständnisfrage. Wenn ich in allen Programmen, die gleichen Farbmanagement-Einstellungen vornehme, und ich ein Bild mit dem Profil ISO-Coated in InDesign mit der Farbeinstellung ISO-Coated platziere, kommt es dann trotzdem bei der Verflachung von Transparenzen zur CMYK zur CMYK Konvertierung? Oder wirklich nur dann, wenn die Profile nicht übereinstimmen?

Und was ist das Transparenzreduzierungsprofil? Das, das in den Farbmanagement-Einstellungen standardmäßig eingestellt wird? Und das Export- bzw. Ausgabeprofil ist das, das man beim PDF-Export bei Erweitert einstellt?

Kann es denn auch sein, dass wenn das PDF bereits erstellt wurde (und man selbst keine CMYK zu CMYK-Konvertierung durchgeführt hat), dass die Druckerei versehentlich eine CMYK zu CMYK-Konvertierung durchführt?

Viele Grüße
Oliver Buchmüller

P.S.: Die Option "ICC Profile einschließen" bei Erweitert -> Farbe wird beim PDF/X-3-Direktexport aber nicht aktiviert, oder?


als Antwort auf: [#184474]
(Dieser Beitrag wurde von oli1712 am 26. Aug 2005, 18:29 geändert)

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19127

27. Aug 2005, 01:38
Beitrag # 6 von 15
Beitrag ID: #184517
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Hallo,

ich versuche mal ein paar Lücken zu schliessen und bei einigen Punkten nachzuhaken.

@ Oliver
> Und kann es sein, dass das Farbmanagement in der Creative Suite 2 mit Adobe Bridge evtl.
> zuverlässiger (einheitlicher) ist?

Ja, insofern das man eben nicht ein Farbsetting, in allen Anwendungen der Suite aktivieren muss, sondern das dies durch Bridge nun automatisch synchronisiert wird. Man wählt also in Photoshop ein Setting oder stellt selber eins zusammen und lässt es von Bridge verteilen.

>... die auf Grund negativer Erfahrungen mit aktiviertem Farbmanagement in Illustrator CS und
> InDesign CS dieses nur bei Photoshop CS einschalten (Farben in Grafik- und Layoutprogramm
> würden dadurch "verfälscht" werden und ggfs. sogar zu unterschiedlichen Ergebnissen führen).

Das könnte das übliche Missverständnis sein, das man das CM komplett auf Photoshop verlagert, dort einheitlich profiliert oder zu mindestens in ein einheitliches Profil wandelt, und deswegen im weiteren Layout und der PDF Erzeugung zwar nicht mehr Medienneutral ist, aber eben auch ohne weitere Transformationen auskommen kann, bzw. muss, wenn man dort das Colormanagement deaktiviert.

@ Dirk:
> Ist das CM ausgeschaltet werden enthaltene Profile keine Anwendung finden.

Inwiefern ausgeschaltet? Bei der Ausgabe oder schon beim Bildimport?

> Version standardmässig die Farbeinstellung so gewählt, dass in platzierten
> CMYK-Daten enthaltene Profile ignoriert und durch das gewählte
> CMYK-Arbeitsfarbraum Profil ersetzt wird.

Was ja unterm Strich genauso bescheuert ist. Damit werden eigentlich korrekt auszugebende Bilder quasi per se entstellt.

> Und zwar unabhängig von der verwendeten -Datei.

Bedeutet was? Dateiformat, Farbmodell,...

@ rohrfrei
Wenn sich der thread entwickelt, wird er eh erst mal oben stehen bleiben, dann kann ich immer noch pinnen wenn er in Vergessenheit zu geraten droht.

Ich habe, um Dirks Aussagen zu verifizieren und selber mal ein wenig mit den Settings von ID CS2 zu spielen mal eine Musterseite mit wildem Durcheinander aus Cameraprofil, s- und ECI-RGB ISOcoated und ISOnewspaper, Graustufen und pseudo-Graustufen, und das alles jeweils noch als EPS und JPEG bzw. mit und ohne enthaltene Profile gebaut.

Hier die per Export erzeugten PDF/x-3 einmal mit
Exportieren: PDF/X-3:2002 -> Ausgabe -> Farbe -> Farbkonvertierung: Keine
und Output Intent: SWOPv2: (Achtung, 4MB wegen der ganzen enthaltenen Profile ;-) )
http://www.richard-ebv.de/...pi_OI%3DSWOP.pdf.zip

und dann noch das ganze mit in ID beim Exportieren transformierten Bildern, also
Exportieren: PDF/X-3:2002 -> Ausgabe -> Farbe -> Farbkonvertierung: In Zielprofil konvertieren
und wieder Output Intent: SWOPv2: (Diesmal nur 1,4MB, da ja nur noch das Output Intent Profil enthalten ist)
http://www.richard-ebv.de/...sf-OI%3DSWOP.pdf.zip

(Kann mal jemand diese Datei bei sich durch das Acrobat7 Preflight schicken (std. PDF/X-3:2002) und dann unter Ergebnisse -> Übersicht -> Bilder zählen, ob da 12 oder 13 in der Liste stehen. Und mir dann evtl. (wenn dort auch nur 12 stehen) erklären was mit dem 13. Bild ist (3. Reihe links: "ISOcoated relFM+TK.eps" fehlt bei mir)... Ist das wieder so eine Aberglauben Absicherung, wie die Hochhäuser ohne 13. Stockwerk? ;-) )

Bei der Verwendung von Transparenzen habe ich noch feststellen können, das Graustufen Bilder mit Profil als JPEG und EPS bei der Transparenzverflachung !nicht! gewandelt werden.
Im folgenden Beispiel ist also das linke untere SW Bild im Bereich des darauffallenden Schattens ein CMYK Bild, im unteren, nicht von Transparenz beeinflussten Bereich nach wie vor ein Graustufen Bild.
http://www.richard-ebv.de/...-SWOP_transp.pdf.zip

Ob das im Druck so gut kommt, wage ich zu bezweifeln.

@ Oliver:
> ...und ich ein Bild mit dem Profil ISO-Coated in InDesign mit der Farbeinstellung ISO-Coated
> platziere, kommt es dann trotzdem bei der Verflachung von Transparenzen zur CMYK zur CMYK
> Konvertierung?

Nein, grundsätzlich wird bei Quell = Zielprofil dieses erkannt und die Transformation findet nicht statt.

> Und was ist das Transparenzreduzierungsprofil?

Angenommen ein CMYK Bild liegt transparent über einem RGB Bild und wirft auch noch einen Schatten der als Lab 50/0/0 definiert ist auf dieses Bild. Um das überhaupt rechnen zu können, werden alle Bestandteile in einen Farbraum konvertiert (ID: Menü -> Bearbeiten -> Transparenzfarbraum). Um dann evtl. noch komplett in einen 3. Ausgabefarbraum konvertiert zu werden. (Arbeitsfarbraum <> Ausgabefarbraum)


> Kann es denn auch sein, dass wenn das PDF bereits erstellt wurde (und man selbst keine CMYK
> zu CMYK-Konvertierung durchgeführt hat), dass die Druckerei versehentlich eine CMYK zu
> CMYK-Konvertierung durchführt?

Jain. Je nachdem was du ablieferst müssen sie das auch. Angenommen du lieferst etwasin Form meiner obigen "X-3 72dpi OI SWOP.pdf" ab. Da sind ja fast alle Farbräume drin, die vorkommen können. Wenn jetzt die CMYK Bilder darin nicht dem Ausgabefarbraum entsprechen, werden die beim Ausgeben des PDFs auch nochmal konvertiert. Man kann so was aber auch schonend machen, so das z.B. der Schwarzaufbau erhalten bleibt. Oder 100K in grafischen Elementen und Schrift auch 100K bleibt.

Aber auch die fertig nach SWOP transformierte "X-3 72dpi transf ->OI SWOP.pdf" wird u.U. noch mal nach CMYK transformiert. Nämlich in dem Fall, das gar nicht gemäss SWOPv2 gedruckt wird.

> Die Option "ICC Profile einschließen" bei Erweitert -> Farbe wird beim PDF/X-3-Direktexport
> aber nicht aktiviert, oder?

Diese etwas widersinnige Option ist bei CS2 nicht mehr vorhanden.
Wenn man darüber 'Farbe: RGB' oder 'CMYK' wählt, muss es nicht mit rein, denn es sollte dem entsprechen was darunter auch als OI angewählt ist.
Ist 'Unverändert lassen' angewählt, müssen sie natürlich mit rein, sonst kommt das raus, was oben als Voreinstellung von ID CS2 auch passiert, die Bilder verlieren einfach ihre Referenz. Ausnahme ist hier wieder, die quasi CM-lose Vorgehensweise, wenn die Bilder eh schon alle im OI Profil vorliegen, kann man sich das getrost sparen.

So, feierabend ;-)


als Antwort auf: [#184492]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4469

27. Aug 2005, 10:33
Beitrag # 7 von 15
Beitrag ID: #184526
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Hallo Thomas,

da hast du ja ne Menge Arbeit reingesteckt.

>Kann mal jemand diese Datei bei sich durch das Acrobat7 Preflight schicken

der Preflight von Acrobat 7 meldet keine Probleme, denn es ist ja schon eine x3-Datei. Folglich wird gar kein Bild angemeckert.

In meinem eigenen Profil, wo ich aber auch auf ICC-Bilder prüfe, werden 13 Bilder gemeldet. An dem besagten kann ich nichts erkennen, was anders zu den anderen wäre. Es enthält die gleichen Bildattribute, wie Farbraum, Profil, etc.


Frage:
In der Datei "X-3 72dpi OI SWOP.pdf" verstehe ich etwas nicht. Das 2. Bild in der 4. Reihe, also das Newspaper ohne Profil hat im PDF das ISOcoated. Wieso? Der OI ist doch SWOP.

Gruß


als Antwort auf: [#184517]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Dosenöffner
Beiträge gesamt: 101

27. Aug 2005, 12:13
Beitrag # 8 von 15
Beitrag ID: #184533
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Hi guys,

entschuldigung das ich mich hier einmische, aber ist durch die PDFs nicht schon die Frage beantwortet? Wenn ich mir die PDFs so ansehe rein visuell und auch mit der onlien-pipette ausmesse, dann sind doch riesige Farbverschiebungen zu erkennen. Das kann so ja wohl nicht richtig sein. Das kann doch nur bedeuten, dass man tatsächlich das CMS ausschalten sollte in ID und man die Bilder in Photoshop fertig macht, oder?

Vielen Dank für die Antwort.
Dosenöffner


als Antwort auf: [#184526]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19127

27. Aug 2005, 18:09
Beitrag # 9 von 15
Beitrag ID: #184560
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Hallo rohrfrei,

> Folglich wird gar kein Bild angemeckert.

Es geht ja nicht ums anmeckern. Es geht darum das in der Bilderliste, die ja auch von einer korrekten Datei erstellt wird, ein Bild einfach fehlt. Lässt man den "PDF/X-1a:2001 konform" Preflight laufen, bekommt man natürlich ein paar rote Xe, da ja der PDF/X Eintrag z.B. nicht stimmt. Aber ebenso unter 'Übersicht -> Bilder" nur 12 statt 13 Einträge:
http://www.richard-ebv.de/.../HDS/nur12Bilder.png

> In der Datei "X-3 72dpi OI SWOP.pdf" verstehe ich etwas nicht. Das 2. Bild in der 4. Reihe,
> also das Newspaper ohne Profil hat im PDF das ISOcoated. Wieso? Der OI ist doch SWOP.

Weil ISOcoated mein Dokumentfarbraum ist. Ein Bild ohne Profil wird per se mit dem Dokumentfarbraum getagt. Der OI ist ja nur zur Info, was draus werden soll. Deswegen darf man ein Bild ohne Profil (Es kann ja gewollt sein, dass man z.B. für diese Testseite nicht für eine fremdPDF Erstellung 13 (oder 12 ;-) ) mal über 3 MB für ein ISOcoated Profil an jedem Bild durch die Republik schickt). Wie immer, wenn auch das CM in ID deaktiviert ist, ist es ja korrekt, die Bilder in PS in den OI zu wandeln und dann ohne Profil zu speichern, im Layout zu verbauen (bei gleichem Dokumentfarbraum) und dann mit wiederum identischem OI zu verPDF/Xen.
Aus dem selben Grund hat auch 1.Reihe, 2.Bild nun ein ECI RGB, obwohl das Bild ja kein Profil enthält und eigentlich Canon 1Ds... haben müsste.


als Antwort auf: [#184526]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19127

27. Aug 2005, 18:34
Beitrag # 10 von 15
Beitrag ID: #184562
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Hallo Dosenöffner,

immer hereinspaziert ;-)

Ich freue mich über jeden Beitrag, da ich ja auch am testeln bin, und weit davon entfernt bin, gegen Dummereien und Denkfehler gefeit zu sein.

> Das kann so ja wohl nicht richtig sein.

Soll es ja auch nicht. Dies ist eine Testseite mit allen Fehlern und Ungehörigkeiten die mir gerade so einfielen. CM funktioniert eben nur richtig, wenn es von vorn bis hinten auch richtig gemacht und eingehalten wird. Deswegen ja auch die allgemeine Vorgehensweise: CM in PS: ja! Denn da kann ich recht sicher sein, was verbindliches angezeigt zu bekommen und nebenbei auch sehr genau nachvollziehen, was sich wobei tut, und danach Layout und PDF Erzeugung ohne jegliche Transformationen (also ohne CM) abzuhandeln, um erneute, evtl. ungewollte Wandlungen zu vermeiden.

Wie auch rohrfrei schon gerade geschildert, bekommt das Bild in der 1.Reihe rechts, wg. fehlendem Profil ein falsches verpasst.
In Reihe 3 die Wandlung in ISOcoated per relFM mit Tiefenkompensierung war für das Bild auch eher suboptimal (Also auch ein Fehler der bereits in PS eingeschleppt wurde, somit auch durch CM loses Layouten nicht verhindert worden wäre)
3. Reihe rechts: wieder ohne Profil, aber glücklicherweise ist das Dokumentprofil zufällig das selbe, somit fällt es in _diesem_ Dokument nicht auf. in einer 2. ID Datei, die gleich für SWOP angelegt wird, wird's schiefgehen.
4. Reihe: Die sind mit Flächendeckung von 240% und 26%TWZ für Zeitungsdruck auch bereits in PS mehr oder minder für hochwertigen Druck ruiniert worden, kommt noch hinzu das die rechte Variante noch wg. wiederum fehlendem Profil das in Reihe 3 noch korrekte, jetzt aber völlig daneben liegende ISOcoated verpasst bekommt.
5. und 6. Reihe: Hier gebe ich dir recht. Da ID die SW Bilder aussen vor lässt, geht da einiges in die Hose. Ich empfehle für gemischte Seiten mit Farbe und SW, die Graustufenbilder in den K-Kanal eines CMYK Bildes einzubauen. Da sind die Chancen größer, das es auch noch als SW hinten herauskommt.

> Das kann doch nur bedeuten, dass man tatsächlich das CMS ausschalten sollte in ID und man
> die Bilder in Photoshop fertig macht, oder?

In der Regel ja. So machen es ja auch eigentlich alle. Es geht aber auch anders. Aber eben nicht ganz reibungslos, und mit ein, zwei Einstellungen an einem PDF Setting ist es auch nicht getan.


als Antwort auf: [#184533]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4469

29. Aug 2005, 07:12
Beitrag # 11 von 15
Beitrag ID: #184662
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Hallo nochmal,

jetzt weiß ich, was du meinst. Die Detailübersicht im Preflight-Ergebnis. Da zeigt Acrobat 7 auch nur 12 Bilder an beim x3-Profil.

Ich glaube, ich muß mir das ganze nochmal komplett durchlesen. Jetzt wird es doch langsam kompliziert. Das was Dosenöffner schreibt, ist ja nicht von der Hand zu weisen (auch wenn das PDF sehr extrem ist).

Gruß


als Antwort auf: [#184562]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 5232

29. Aug 2005, 11:23
Beitrag # 12 von 15
Beitrag ID: #184711
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Hallo, Thomas!

Auch bei mir wird im Acrobat 7-Preflight in der Übersicht für "X-3 72dpi transf ->OI SWOP.pdf" nur 12 Abbildungen gelistet. Ich verwende Acrobat 7.0.3 Professional auf OS X 1.3.9.

Für meinen Preflight sitzt die Auflösungsschwelle so hoch, daß alle Abbildungen angemeckert werden müssen. Und siehe da: es werden 13 (!) Bilder als fehlerhaft erkannt!

Mit herzlichem Gruß,

Uwe Laubender
w.m.graphiX


als Antwort auf: [#184517]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

olaflist
Beiträge gesamt: 1400

30. Aug 2005, 22:34
Beitrag # 13 von 15
Beitrag ID: #185098
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Zitat Auch bei mir wird im Acrobat 7-Preflight in der Übersicht für "X-3 72dpi transf ->OI SWOP.pdf" nur 12 Abbildungen gelistet. Ich verwende Acrobat 7.0.3 Professional auf OS X 1.3.9.

Für meinen Preflight sitzt die Auflösungsschwelle so hoch, daß alle Abbildungen angemeckert werden müssen. Und siehe da: es werden 13 (!) Bilder als fehlerhaft erkannt!


In dem PDF wird eines der Bilder zweimal verwendet. Dder Preflight-Check als solcher (z.B. Pruefen auf alle Bilder) fuehrt jedes Vorkommen auf, waehrend die Uebersicht nur die Datenobjekte als solche jeweils genau einmal auflistet.

Mal ein bisschen auf die Spitze getrieben:
Wenn ich ein und dasselbe Bild zehn Mal auf einer Seite platziere, wird von einem guten PDF-Erzeugungsprogramm das Bild nur einmal eingebettet und zehn Mal aufgerufen. Preflight zeigt dann zehn Treffer, wenn ich auf Bilder pruefe, aber nur ein einziges Bild in der Uebersicht, weil das Bilddatenobjekt nur einmal auf der Seite enthalten ist (ich nehme mal als Anregung mit, die Anzahl der Referenzierungen anzuzeigen...).

Olaf Druemmer


als Antwort auf: [#184711]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19127

1. Sep 2005, 13:45
Beitrag # 14 von 15
Beitrag ID: #185371
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Hallo Olaf,

> In dem PDF wird eines der Bilder zweimal verwendet.

Das war natürlich auch mein erster Verdacht.
Dagegen spricht aber, das es weder in Indesign, noch im Finder nur 12 unterschiedliche Dateien sind. Ich habe sogar nachgeprüft ob nicht irgendwo durch ein Überspeichern in PS aus einer Variante A eine 2. Variante B geworden ist, da einfach der falsche Name verwendet wurde.
Aber von den Dateigrößen her habe ich da schon 13 individuelle Bilder.
Auch die Bildübersicht in ID zeigt mir 13 individuelle Bilder an:
http://www.richard-ebv.de/images/HDS/ID-Bilduebersicht.png

Wenn ich die Bildliste bei einem Fehlerfreien Report durchgehe, dann fehlt mir das ordentlich profilierte ISOcoated CMYK (gb ISOcoated relFM+TK.eps).
Das scheint irgendwo als eine Art blinder Passagier mitzufahren.
Der Kandidat der diesem Bild von der Pixelinformation und damit faktisch in Frage käme, wäre die rechts daneben stehende Version ohne Profil, aber wie und wo wird erkannt, das es das selbe Bild ist?
Was macht den Export so schlau, zu entscheiden, dass es das selbe Bild ist? Ich habe gerade mal eine Version eingebaut, die sich in einer handvoll Pixeln unterscheidet, die wird einzeln aufgeführt. Gibt es eine Art Prüfsumme bei der Neuberechnung, die dazu führt, das Doubletten erkannt werden?
Weil selbst der Dateiname und sein Datum wären ja nicht ausreichend als Unterscheidungskriterium. Wenn ich das selbe Bild 2 mal platziere, einmal 1:1 und einmal so klein das es für eine Neuberechnung in Frage kommt. Ab da sind es ja im PDF definitiv 2 verschiedene Bilder.


> (ich nehme mal als Anregung mit, die Anzahl der Referenzierungen anzuzeigen...).

Das macht m.E. Sinn, bzw. bei der Bildmarkierung mit der rot gepunkteten Outline dann auch bitte beide Kandidaten zu markieren.

MfG

Thomas Richard

PS: Ich habe gerade mehrfach in ID folgendes Phänomen beobachtet:
Exportieren als PDF der obigen Datei, Fenster 'Ausgabe'. Voreingestellt war vom letzten Export 'Konvertieren'. Gehe ich dann auf Eintrag 1 'keine Farbkonvertierung' wird darauf umgeschaltet. Klicke ich jetzt erneut, auf die Auswahlliste und wähle wie zuvor 'in Zielprofil konvertieren' so wird aber Punkt 3 ausgewählt: 'in Zielprofill konvertieren (Werte beibehalten)'. Das geht pro Aufruf des Exportdialoges aber immer nur ein mal, danach stimmen alle Umstellungen. Exportiert man erneut, macht er wieder Murks. So was gab's da doch schon mal irgendwo, oder?


als Antwort auf: [#185098]

Farbmanagement in Creative Suite aktivieren?

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 5232

1. Sep 2005, 17:02
Beitrag # 15 von 15
Beitrag ID: #185438
Bewertung:
(8701 mal gelesen)
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Hallo, Thomas!

Du schreibst: "Der Kandidat der diesem Bild von der Pixelinformation und damit faktisch in Frage käme, wäre die rechts daneben stehende Version ohne Profil"

Zusätzlich gibst Du uns die Information, daß Deine Bilder im Ursprungszustand als EPS vorliegen. Meine Annahme weiter unten geht davon aus, daß beide Bilder im gleichen Maßstab platziert und verarbeitet wurden.

Ich vermute nun mal das Folgende: Beim PDF-Schreiben wird sehr genau analysiert, was in den Headerinformationen dieser EPS-Dateien steht, also Ursprungsnamen bei der Erstellung in PhotoShop, getrennt davon der Bereich, der die CSA-Daten enthält etc.

Ich will damit sagen: unterscheiden sich beide Abbildungen nur durch die Zusatzinformation CSA (PostScript ColorSpaceArray), so erkennt die PDF Library 7 (beziehungsweise die Datenstruktur in InDesign ist bereits in dieser Anordnung) genau EIN Bild das 2x platziert wurde, einmal mit CSA, einmal ohne. Durchaus denkbar.

Ich werde mal versuchen, das nachzustellen.

Mit herzlichem Gruß,

Uwe Laubender
w.m.graphiX


als Antwort auf: [#185371]
(Dieser Beitrag wurde von Uwe Laubender am 1. Sep 2005, 17:05 geändert)
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