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Farbtemperatur versus Farbwerte

Thobie
Beiträge gesamt: 4040

28. Jun 2013, 02:17
Beitrag # 1 von 6
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Moin, Kollegen,

ich bin mittlerweile auf Rat eines Kollegen, professioneller Fotograf – Ihr kennt ihn als GPO ;–) –, bei meinem Foodblog dazu übergegangen, meine Fotos im RAW-Format zu machen und sie dann vor oder in Photoshop zu bearbeiten.

Dazu bietet sich zunächst einmal die Farbtemperatur an, die, entsprechend gewählt, sehr gute Dienste liefert.

Könnt Ihr mir die Frage beantworten, was der Unterschied zwischen der Änderung der Farbtemperatur (!) im RAW-Format und einer Änderung von Farbwerten (!) im JPG- oder TIF-Format ist?

Liebe Grüße


Thobie
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Farbtemperatur versus Farbwerte

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19350

28. Jun 2013, 16:59
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #514393
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Hmmm, wie erklärt man das ...

Im Raw ist das Weiss noch nicht festgelegt, wenn die Aufnahme nicht überbelichtet ist und aufgrund der bis zu 16bit Farbtiefe je Kanal liegt das Weiß irgendwo im Verfügbaren Wertebereich. Mann kann es aufhellen und eben, wenn man einzeln an den Kanälen biegt, auch farblich noch beeinflussen.

Ist im RAW-Konverter aber erstmal die hellste Stelle zu weiß erklärt, sprich auf 8bit 256/256/256 gebogen, so sind Korrekturen nur noch gen dunkler möglich.

Und was viele übersehen und was auch bei der Bedienung eines Farbtemperaturreglers immer mit im Auge behalten werden muss: Die Farbtemperatur sagt immer nur was über den Bunttonwinkel aus. Ebenso wichtig ist die Intensität der Färbung des Graus respektive Weiß.


als Antwort auf: [#514358]

Farbtemperatur versus Farbwerte

Thobie
Beiträge gesamt: 4040

29. Jun 2013, 03:32
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #514397
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Moin, Thomas,

danke für die Erklärung. Verstehe ich das richtig, dass man mit dem Weißabgleich den Weißpunkt festlegt, da, wie Du geschrieben hast, die Farbe des Weiß – eben weiß, strahlend, „überbelichtet“ oder mit farblicher Tönung wie rose oder ähnlichem – noch nicht festliegt? Und man nach dem Festlegen bei den Farbwerten das Weiß nicht mehr ändern, sondern die Farbwerte nur noch nach Dunkel ändern kann?

Was ich nicht verstanden habe, ist, dass „die Farbtemperatur […] immer nur was über den Bunttonwinkel aus(sagt). Ebenso wichtig ist die Intensität der Färbung des Graus respektive Weiß.“ Was ist ein Bunttonwinkel?

Liebe Grüße


Thobie


als Antwort auf: [#514393]

Farbtemperatur versus Farbwerte

gpo
Beiträge gesamt: 5520

29. Jun 2013, 22:41
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #514404
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Oh man....nun werde ich schon als Verursacher genannt :))

Thobie....du must "anders anfangen" !

der Tip mit dem RAW/NEF kam von mir weil du bisher nur im JPG gearbeitet hast...
das heißt nix anderes, als das du schon "beschränkte Werte" bekommst...
falls du nun im PS versuchst das "gerade zu biegen"...kann schlimmeres rauskommen :))

das(dein) Hauptproblem ist, das du bisherige Tips schlicht ignorierst...z.B Blitz zu nehmen

du hattest auch zusätzliches Licht genommen und nett gemixt...
heißt nix anders das nun "viele WBs" im Bild hast...
es ist nur von der Regel her>>> nur ein Weißabgleich möglich !!!

hast du "viele WBs" nennt man das Farbkipper, die mit deinen Kenntnissen
praktisch gar nicht zu bewältigen sind :((

Regel 1....
nimm "gleiche Lampen" vom Typ her und mixe NICHT irgendwas anderes hinein!

# nun ist bekannt das du zumindest "einheitliche" Tageslichtleuchten nimmst...
die sollten dann auch einen "einheitlichen WB" machen können...tun sie aber immer noch nicht

denn diese kleinen Tageslichtleuchten haben KEIN sauberes Spektrum...
das Auge sieht zwar weiß und neutralgrau....aber
deine Kamera kann auch die Lücken im Spektrum erkennen und schlimmer noch...falsch darstellen :((

# daher kam der Rat...es mit RAW zu versuchen
im Raw(ACR) kann man per Pipette(oben links) den "richtigen WB" festlegen...

nur habe ich wieder mal den Verdacht, das du einfach in den weißen Tellerrand klickst....???
bedenke das Porzellan andere Reflektionen erzeugen kann, wie weiße Pappe(Grafikerpappen)
oder eben was du auf dem Teller hast...???

# du must dir einfach angewöhnen vorab einen Dummy zu bauen....
das können sehr wohl ungekochte Lebensmittel sein....
wie "rote Tomaten" für ROT...oder "weißes Mehl" für WEISS....
da dir wahrscheinlich nix zu "neutralgrau " einfällt, solltest du ein "unfarbiges neutralgrau" besorgen
(gibt es bei eBay unter "Graukarte, Graukeil" usw...für wenig Geld)

diese Graukarte(oder einen kleinen teil davon) legst du mittig ins Motiv....
und zwar so, das es leicht zum Hauptlicht geneigt ist und>>> machst nun ein paar Testschüsse...
um die richtige Belichtung zu bekommen !

das Histrogramm hilft dir dabei, ob du halbwegs mittig liegst....
ist das der Fall, kannst du deine kamera anweisen einen>>> eigenen WB anzulegen und zu speichern !

solange das Licht sich nicht grundsätzlich ändernt...kannst du diese Grundlage immer benutzen !

# im ACR nehme nun diese Graukarte als Pipettenziel....
nun sollte ALLES die richtige Frabe haben :))
Korrekturen gehen ohne weiteres...man kann es nach "wärmer ziehen" oder "kälter"

Regel 2...
ich hatte dir erklärt wie der Farbraum zustande kommt>>> unter deinem Bild im ACR
ist das Farbprofil angezeigt>>> klicke drauf und du kannst es ändern !(solange du im RAW bist!)

die Frage ist eher ob es bei deinem Kenntnissen sinnvoll ist im höhern Adobe RGB zu bleiben
ebenso eine hohe Bittiefe...oder
du gleichmal bei sRGB und 8bit bleibst um deine Versuche zu verfeinern....???

Fazit....
# als Farbtemperatur(=WB) kannst du immer nur EINEN Wert festlegen...nicht viele
# mit guten Augen kann man das visuell angehen...setzt auch kalibrierten Monitor voraus
# JEDER von uns hat andere Stimmungen...was "reines weiß oder grau" ist
# die darauf folgenden "Farbwerte" hängen am WB.....

aber.....
# wenn deine Tageslichtleuchten nun rumspinnen...(was ich vermute!)
kann dir immer noch passieren das>>>
der "weiße Teller">>>> in Bereichen rosa wird, weil das Spektrum "gewürfelt" ankommt :))

NEIN..ich will dir nicht das Kochen...das Knipsen oder das Wochenende versauen ;))
nur ich wiederhole mich.
Mfg gpo


als Antwort auf: [#514397]

Farbtemperatur versus Farbwerte

farbauge
Beiträge gesamt: 844

2. Jul 2013, 10:59
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #514483
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Moin,

ja, das sind genau die Punkte, die man nur versteht, wenn man schon in
vordigitalen Zeiten fotografieren gelernt hat. Weil man da nicht sagen
konnte "Photoshop wird's schon richten".

Nachdem gpo die praktische Seite abgehandelt hat, noch etwas zu Thobies
ursprünglicher Frage nach dem Unterschied zwischen Farbtemperatur und
Farbkorrektur in PS.

Die Farbtemperatur ist gegeben durch eine bestimmte Energieverteilung über
das ganze Spektrum. Wenn du Fehler im Weißabgleich mit RGB oder CMYK-Korrekturen
beheben willst, musst du ganz schön mit Kombinationen jonglieren, um es einigermaßen
hinzubekommen. Ganz gut gelingt das in der Regel nicht. War auch schon füher im
analogen Farblabor schwierig, das mit den subtraktiven CC-Filtern hinzubekommen.

Wenn man sich mal die alten Konversionsfilter ansieht (sowas wie 81A, 85B etc.),
dann stellt man fest, dass die "blau" in der einen Richtung und "amber", also so
etwas wie "bernstein-orange-rot-irgendwie" sind. Das deutet darauf hin, dass so
ein Filter eine Reihe verschiedener Wellenlängen "onduliert".

Ich vermute mal - das weiß ich aber nicht - dass bei den Weißabgleich-Korrekturen
in Raw-Konvertern relativ komplexe Analysen und Korrektur-Algorithmen verbaut sind,
um diese Mischungen hinzukriegen.

Gruß

Peter


als Antwort auf: [#514404]

Farbtemperatur versus Farbwerte

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19350

2. Jul 2013, 12:27
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #514494
Bewertung:
(2660 mal gelesen)
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Antwort auf [ Thobie ] Verstehe ich das richtig, dass man mit dem Weißabgleich den Weißpunkt festlegt, da, wie Du geschrieben hast, die Farbe des Weiß – eben weiß, strahlend, „überbelichtet“ oder mit farblicher Tönung wie rose oder ähnlichem – noch nicht festliegt? Und man nach dem Festlegen bei den Farbwerten das Weiß nicht mehr ändern, sondern die Farbwerte nur noch nach Dunkel ändern kann?

Korrekt. Gedanke dahinter ist, das wir uns auch auf das momentane Hauptlicht eichen, und dieses an der hellsten stelle als absolutes, farbloses weiß betrachten und alles was von diesem in Wirklichkeit aber getönten licht bestrahlt wird in Relation auf dieses Weiß 'graurechnen'. Wenn du heute Abend bei Sonnenschein so gegen 20:00 Uhr in deiner Wohnung eine Stelle findest an der ein Fleckchen Sonnenlicht auf eine weiße Wand fällt, der Raum aber hautpsächlich anderweitig beleuchtet ist, wirst du zugeben müssen, dass dieses Stück Wand nicht weiß sondern ritzeorange ist. Wäre das Sonnenlicht in dem Fall das einzige Licht, würdest du es aber als 'weiß' (aus dem Wissen heraus, dass die Wand weiß gestrichen ist) interpretieren.

Antwort auf [ Thobie ] Was ich nicht verstanden habe, ist, dass „die Farbtemperatur […] immer nur was über den Bunttonwinkel aus(sagt). Ebenso wichtig ist die Intensität der Färbung des Graus respektive Weiß.“ Was ist ein Bunttonwinkel?

Farbkreis? Farbtemperatur? Schwarzer Strahler?

Um die Grundlagen wirst du nicht umhin kommen, wenn du es wirklich begreifen willst. Die Farbtemperatur ist ein Wert für die Farbigkeit des Lichts, im Bereich von rot über orange zu gelb und dann weiter zu blau und violett. Irgendwo zwischen gelb und blau ist es eigentlich neutral, wobei die Definition hinkt, da für uns immer das neutral ist, was wir für das Hauptlicht auserkoren haben.

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist das man aus der reinen Angabe, dass eine Lichtquelle eine Farbtemperatur von 3000K besitzt nicht sagen kann, ob es eine Spur orange ist (Halogenlampe), oder das mittlere Licht einer Ampel ist.

Beide befinden sich auf einem Farbkreis auf dem selben Strahl vom Unbuntpunkt in der Mitte aus, der eine ganz nahe beim Zentrum, der andere ziemlich nah am äusseren Rand.


als Antwort auf: [#514397]
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