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Fogra 52 auf ungestrichenen, gelblichen Papier ohne OBA

mww
Beiträge gesamt: 4

19. Sep 2018, 11:08
Beitrag # 1 von 5
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Hallo zusammen,

Nach dem Update der ISO 12647-2 haben wir als Produktionsagentur einen erhöhten Kommunikationsaufwand bzgl. Auflagenpapier, Proofanpassung und ICC-Profil.
Es muss im Vorfeld immer abgefragt werden ob nach "alten" oder "neuen" Standards produziert wird -so weit, so gut.

Viele Druckereien haben auf die "neuen" Verfahren umgestellt und fordern ausschließlich Daten mit Profil Fogra 51 oder 52.
Beim Druck auf ungestrichenen, eher gelblichen Auflagenpapier ohne OBA ist es unmöglich einen korrekten Proof-Druck-Match hin zu bekommen.

Die Fogra lässt die Betriebe meiner Meinung nach hier etwas im Regen stehen. Sie empfiehlt zwar die Umstellung, bietet jedoch keine Alternativen an.
Eine eigene Anpassung für den Papiertyp 4 gibt es nicht und kaum eine Druckerei kann es sich leisten "zweigleisig" zu fahren.

Was sind eure Erfahrungen und Workarounds damit?
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Fogra 52 auf ungestrichenen, gelblichen Papier ohne OBA

Meister Propper
Beiträge gesamt: 1297

24. Sep 2018, 07:51
Beitrag # 2 von 5
Beitrag ID: #566470
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Guten Morgen,

als Druckdienstleister kann ich Deine Aussage "Viele Druckereien haben auf die "neuen" Verfahren umgestellt und fordern ausschließlich Daten mit Profil Fogra 51 oder 52." nicht bestätigen.

Für uns ist es absolut kein Problem Transformationsstrecken im Farbserver einzustellen, um den Kunden behilflich zu sein.

Euch einen schönen Start in die Woche ;-)


als Antwort auf: [#566367]

Fogra 52 auf ungestrichenen, gelblichen Papier ohne OBA

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5998

24. Sep 2018, 12:27
Beitrag # 3 von 5
Beitrag ID: #566474
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Hallo,

was heisst denn "gelbliches" Papier?
Wenn es wirklich dem alten PT4 entsprechen sollte, nimm halt FOGRA47 für's Proofing.
Für noch gelberes Papier gab es noch nie Charakterisierungsdaten.

Zitat Die Fogra lässt die Betriebe meiner Meinung nach hier etwas im Regen stehen.


Dir ist schon klar, dass das Erstellen von Charakterisierungsdaten und Profilen ehrenamtlich und nebenbei erfolgt? Wenn du für deine bezahlte Arbeit Charakterisierungsdaten für spezielle Papiere brauchst, bezahl halt die nötigen Andrucke. Soll ich raten: Du bist noch nichtmal Mitglied bei der Fogra, oder?

Zitat Eine eigene Anpassung für den Papiertyp 4 gibt es nicht und kaum eine Druckerei kann es sich leisten "zweigleisig" zu fahren.


Es gibt FOGAR47. Und wenn eine Druckerei auf völlig verschiedenen Papieren druckt, muss sie halt entweder mehrere Prozesskalibrierungen machen oder wie von Meister Propper richtig angemerkt die Daten konvertieren.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#566367]

Fogra 52 auf ungestrichenen, gelblichen Papier ohne OBA

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5998

24. Sep 2018, 13:14
Beitrag # 4 von 5
Beitrag ID: #566475
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Antwort auf: Für noch gelberes Papier gab es noch nie Charakterisierungsdaten.


Korrektur. Es gibt FOGRA30. Wie gut das aber die heutigen Verhältnisse hinsichtlich vorhandener Druckfarben wiederspiegelt, weiss ich nicht.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#566474]
(Dieser Beitrag wurde von loethelm am 24. Sep 2018, 13:14 geändert)

Fogra 52 auf ungestrichenen, gelblichen Papier ohne OBA

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2126

24. Sep 2018, 14:25
Beitrag # 5 von 5
Beitrag ID: #566477
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Antwort auf: Viele Druckereien haben auf die "neuen" Verfahren umgestellt und fordern ausschließlich Daten mit Profil Fogra 51 oder 52.

Also ganz so viele können das wirklich noch nicht sein, da selbst die FOGRA indirekt einräumend bestätigt, daß eine flächendeckende Umstellung eher langsam voranschreitet...

Antwort auf: Beim Druck auf ungestrichenen, eher gelblichen Auflagenpapier ohne OBA ist es unmöglich einen korrekten Proof-Druck-Match hin zu bekommen.

Das war schon zu Zeiten von Papiertyp 5 ("yellowish"/"alt") meist eher ungefährer Natur (sich von Uncoated Papiertyp 4/weisslich zumeist in der Richtung korrekt unterscheidend, aber selten "verbindlich"), warum sollte das jetzt mit PSOUNcoatedv3, das ja explizit optische Aufheller, die zu mehr "Weiße" führen sollen, berücksichtigt, besser sein?

Theoretisch (und manchmal - je nach Papier - auch praktisch) könntet ihr für Papiere ohne optische Aufheller mit dem ("veralteten") Profil ISOUncoated(yellowish) zumindest die Papiere ohne optische Aufheller einigermaßen genau vorhersagen (soft +hardproof), deren Weißpunkt DELTA E möglichst kleiner 3 von dem diesen Profil zu Grunde liegenden LAB 96/-1/4 liegt.
"Das" gelbliche Naturpapier, bzw ein Profil, welches alle Papiere innerhalb dieser Klassifizierung abdeckt, gab es erstens noch nie, zweitens immer seltener (auch deshalb heute das v3-Papier)...

Antwort auf: Eine eigene Anpassung für den Papiertyp 4 gibt es nicht...


doch, aber Typ 4 (alt) interessiert Dich doch gerade nicht hier, sondern der "alte" Typ 5.

Antwort auf: ...und kaum eine Druckerei kann es sich leisten "zweigleisig" zu fahren.


Außerdem behaupte ich mal, daß jede Druckerei, die bereits die beiden v3er Varianten handeln kann, immer noch in der Lage sein wird, mit den vorigen umzugehen, bei vollautomatisierten Online-Prozessen ist es aber einfacher zu handeln eng zu standardisieren...

Alle Standardprofile egal ob v2er (M0) oder v3er (M1) Varianten berücksichtigen immer nur ein "Durchschnittsweißpunkt" bestimmter handelüblicher Papiere, wenn Du also ein Yellowish hast, dessen Weißpunkt zu weit vom dafür geschaffenen Profil entfernt liegt, kommt Ihr und alle anderen um die Schaffung einer eigenen Druckbedingung nicht umhin (bzw müsst den Weg über die Andruck-"Krücke" für anschließende Bildbearbeitung gehen).

Aber welches Fabrikat ist, bzw welchen Weißpunkt hat denn Dein Papier konkret? Munken hat z.B. eigene Profile bereitgestellt...


Antwort auf: Was sind eure Erfahrungen und Workarounds damit?


Es gibt im Zweifel immer die Möglichkeit eines echten Andrucks auf Auflagenpapier, wenn kein brauchbares Profil zu finden und eine Erstellung desselben zu kostspielig ist für eine einzelne Produktion, bleibt das zmindest für etwas umfabgreichere Produktionen eine bezahlbare Alternative. Wir machen schllichtweg kleine verbindlichen Vorhersagen via Proof für "Yellowish", sondern kommuniezieren die dahinterliegende Problematik.
Ich denke Du/Ihr macht einen Fehler, wenn ihr auf Grund befriedigender bis guter Erfahrungen für Typen 1,2 +4 (alt) nun einfach vorraussetzt, daß dasselbe auch für Typ 5 (alt, gelblich) funktionieren muß.

Das es mittlerweile mit den v3er Varianten auch Profile/Verfahren mit einer Messmethode gibt, die optische Aufheller explizit berücksichtigen, hat mit Eurem Problem - so wie ich Deinen Thread verstehe - gar nichts zu tun.

Kurz: "Yellowish" war schon immer schwierig (aber nicht unlösbar, halt im Detail meist aufwendiger und daher kostspieliger...).

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#566367]
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