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Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

shakebox
Beiträge gesamt: 79

13. Mär 2007, 15:31
Beitrag # 1 von 8
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Hallo allerseits!

Hab mal ne grundsaetzliche Verstaendnisfrage zu der Technik bei Hardware-kalibrier/profilierbaren Displays. Im konkreten Fall geht es um die neuen Eizo CE240W, fuer die wir uns jetzt hier entschieden haben als neue Monitore fuer die Film-Postproduction.

Ich hab den jetzt mal an den Mac gehaengt, ein Eye One Display 2 an den Rechner gehaengt, die ColorNavigator-Software von Eizo installiert und den Monitor damit durchkalibriert und -profiliert. Das hat auch alles schnell und gut geklappt.

Wenn ich das Grundprinzip jetzt richtig verstanden habe wird im Profiles-Ordner nur ein "Dummy"-Profil abgelegt, das dafuer sorgt dass die Grafikkarte nix an dem Signal verdreht sondern das Signal 1:1 an den Monitor uebergeben wird. Erst dort wird dann ueber die vorher erzeugte LUT das eigentliche Colormanagement gemacht, und zwar eben nicht nur in 8bit sondern mehr.

Wenn das soweit richtig ist von der Theorie her hab ich mehrere Fragen dazu:
1. wie kommt die LUT jeweils ins Display? Wird die beim Starten des Rechners irgendwann, irgendwie da reingeladen oder passiert das ganze nur ein einziges Mal, naemlich im Moment des Kalibrierens. Sprich da ist irgendwie ein Flash-RAM oder aehnliches drin das diese LUT dauerhaft speichert, bis man eben neu kalibriert!?

2. wenn ich mir das erzeugte ICC-Profil per Colorsync-Dienstprogramm anschaue sieht das rechts von der Anzeige des "Farbwuerfels" usw. erst mal exakt so aus wie ein Profil das rein auf der Grafikkarte eingerechnet wird. Eigentlich hatte ich erwartet da etwas zu sehen was mir den 1:1-Transfer visualisiert oder sowas. Wie wird denn der "Farbwuerfel" erzeugt? Aus den tatsaechlichen Messwerten im Profil oder steckt der nochmal als extra Werte im Profil, voellig unabhaengig von der eigentlichen LUT?
Denn wenn ich die Groesse der Profile vergleiche dann ist das Hardware-Kalibrier-Profil wesentlich kleiner als ein normales Software-Profil. Was zeigt mir der "Wuerfel" im CS-Dienstprogramm also genau an? Ist das letztendlich nur ne Visualisierung dessen was die eigentliche LUT im Display dann mit dem Signal macht?

3. Wie gehe ich mit der Hardware-Kalibrierung/Profilierung um wenn ich mit mehreren Accounts an einem Rechner arbeite? Kann ich einfach das erzeugte Profil in den /Library/Colorsync/Profiles-Ordner verschieben und bei allen Usern einfach auswaehlen? Klappt das dann sauber?

4. Was passiert genau wenn ich ausversehen in den Systemeinstellungen ein anderes Profil auswaehle, sprich z.B. ein Softwareprofil? Wird dann trotzdem im Monitor zusaetzlich noch die LUT draufgerechnet, sprich zweimal farbkorrigiert, oder wird die LUT im Display nur angewendet wenn in den Systemeinstellungen das richtige Profil ausgewaehlt ist?

Das alles einfach mal um die Thematik besser verstehen zu koennen, da wir fuer unsere Zwecke dann ueber diese Kalibrierung nochmal eine zusaetzliche drueberstuelpen muessen die das Ganze dann noch ans Filmmaterial und die Leinwand anpasst. Diese passiert dann aber nicht mehr als ICC-Profil, da Shake als Software nix mit ICC und Colorsync anfangen kann.

Danke und Gruss, Shakebox
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Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19129

13. Mär 2007, 16:44
Beitrag # 2 von 8
Beitrag ID: #281358
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Hallo,

diverse Herren von Colorsolutions haben zu dem Thema in den letzten Wochen einiges sehr interessantes vom Stapel gelassen. Evtl. erbarmt sich ja einer, dann muss ich das nicht aus nem halben Dutzend Foren zusammentragen ;-)


als Antwort auf: [#281335]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

shakebox
Beiträge gesamt: 79

15. Mär 2007, 13:21
Beitrag # 3 von 8
Beitrag ID: #281851
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und gleich noch ne Zusatzfrage die da letztendlich mit drin steckt in obiger Fragestellung:

wenn die eigentliche ICC-Datei, die vom ColorNavigator bei der Kalibrierung erzeugt wird und die ich auswaehle in den Systemeinstellungen -> Monitor -> Farben ja nur eine Dummydatei ist muesste es doch bei ner Nachkalibrierung/profilierung voellig egal sein ob ich dann das neue oder das alte ICC-Profil nehme. Denn die eigentliche LUT steckt ja nur im Monitor, die ICC-Datei macht ja nur ein 1:1-Durchschleifen, also duerften sich die ICC-Dateien ja nicht unterscheiden, egal wie oft ich kalibriere/profiliere. Richtig?


als Antwort auf: [#281358]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19129

15. Mär 2007, 14:29
Beitrag # 4 von 8
Beitrag ID: #281881
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Antwort auf [ shakebox ] wenn die eigentliche ICC-Datei, die vom ColorNavigator bei der Kalibrierung erzeugt wird und die ich auswaehle in den Systemeinstellungen -> Monitor -> Farben ja nur eine Dummydatei ist

Dummy ist nicht ganz richtig. Sie ist auf jeden Fall ein valide Beschreibung des farblichen Verhaltens des zugehörigen Displays mit den aktuell gewählten Parametern am und im Schirm. Auch wenn sie keine TRCs oder nur lineare enthält.


Antwort auf [ shakebox ] ...muesste es doch bei ner Nachkalibrierung/profilierung voellig egal sein ob ich dann das neue oder das alte ICC-Profil nehme. Denn die eigentliche LUT steckt ja nur im Monitor, die ICC-Datei macht ja nur ein 1:1-Durchschleifen, also duerften sich die ICC-Dateien ja nicht unterscheiden, egal wie oft ich kalibriere/profiliere. Richtig?

Dabei setzt du aber jetzt voraus, das das ERgebnis das durch die Nachkalibration entstanden ist, dem der ersten Kalibration entspricht. Ob dem so ist, müsste erst ein Blick in die neue Farbbeschreibungen Profils erweisen. Wenn dem so ist, ja. Wenn nicht, ist ja auch die Matrix bzw. sind die LUTs des Profils andere als zuvor, sprich das CM für den Bildschirm, um z.B. ein profiliertes Bild verbindlich anzuzeigen, kommt zu anderen Ergebnissen.


als Antwort auf: [#281851]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

shakebox
Beiträge gesamt: 79

16. Mär 2007, 11:03
Beitrag # 5 von 8
Beitrag ID: #282098
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ok, soweit verstanden. Hatte mich glaub dumm ausgedrueckt. Denn relevant sind die Infos die in dieser "Dummy"-ICC-Datei drinstehen ja nur wenn das Programm das ich verwende jeweils auch ICC-Colormanagement unterstuetzt. Sprich Photoshop z.B. und aehnliche. Die werden die Info ueber die Gesamtcharakteristik aus ICC-Profil und LUT im Monitor auswerten und verwenden.

Ich dagegen arbeite ja mit Shake, das kein Colormanagement kann. Sprich es gibt die Daten einfach 1:1 an die Grafikkarte bzw. ans System. Ich biege den Monitor mittels Kalibrierung also nur so gut wie moeglich an die Zielwerte hin, nutze aber nicht die genauen Infos in der ICC-Datei.

Dann muesste es doch egal sein wenn ich nachtraeglich nach ner Neukalibrierung wieder auf die alte ICC-Datei umstelle, da die Neukalibration in dem Fall ja nur im Display steckt. Beim Ausprobieren ist es so wie ich das vermute, nur wollte ich eben sozusagen ne Bestaetigung haben ob ich da die Technik dahinter richtig verstehe.


als Antwort auf: [#281881]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

DNS
Beiträge gesamt: 227

16. Mär 2007, 11:56
Beitrag # 6 von 8
Beitrag ID: #282125
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Antwort auf [ Thomas Richard ] diverse Herren von Colorsolutions haben zu dem Thema in den letzten Wochen einiges sehr interessantes vom Stapel gelassen.

Was haben denn nun die Herren von Colorsolutions gesagt? Wenn sich schon niemand erbarmt, diese hochinteressanten Fragen zu beantworten, gibt's dann vielleicht wenigstens einen link zu den Herren von Colorsolutions? Dann könnte ich mir getreu dem Titel dieses Forums selber helfen ;-)

Gruß,
Dennis.


als Antwort auf: [#281358]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

16. Mär 2007, 17:24
Beitrag # 7 von 8
Beitrag ID: #282215
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Hallo Dennis,

das hat nichts mit Erbarmen oder nicht zu tun.
Alleine jemandem den Unterschied zwischen Hardware-Kalibration, software-gestützer Hardware-Kalibration und reiner Software-Kalibration und das gleiche als Profilierung und dann Mischungen daraus zu erklären ist schon ein 4 Stundenvortrag und schwerlich schriftlich allgemeinverständlich zu machen.
Ich denke was Thomas im Kern meint ist, dass es Software gibt, die TRCs in die MonitorLUT schreiben, die von Drittanbieter-Software nicht überschreibbar ist, was sich nur durch "Auf Werkseinstellungen zurücksetzen" lösen lässt.
Weiterhin sind einige Monitore, darunter auch der genannte Eizo nicht wirklich per "LUT-Ersetzung" kalibrierbar, da man (respektive die Software) nur aus Voreinstellungen wählen kann, auf welcher Monitor-LUT die Kalibration und -Profilierung aufsetzen soll.
Das im Detail zu erklären ist aber wirklich eine Sache von Leuten, die diese Sachen tagtäglich programmieren. Also Colorsolutions z.B.
Ein Link ist schwierig, ich denke Thomas bezieht sich auf Beiträge aus der ECI-Liste.


als Antwort auf: [#282125]

Frage zur Funktionsweise von Hardware-kalibrierbaren Displays

DNS
Beiträge gesamt: 227

19. Mär 2007, 10:44
Beitrag # 8 von 8
Beitrag ID: #282493
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Hallo Loethelm,

Danke schon mal für diese Antwort.

Gruß,
Dennis.


als Antwort auf: [#282215]
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