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Hat jemand Erfahrung mit der IDEAlliance Software?

FriedaS
Beiträge gesamt: 35

16. Nov 2010, 16:03
Beitrag # 1 von 11
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Hallo @all,
ich beschäftige mich seid einiger Zeit mit der Software von IDEAlliance. Nachdem ich endlich ein Guidline dazu gefunden habe, bin ich schon ein ganzes Stück weiter. Für mich geht es gerade um die Prozesskalibrierung! Wenn man dies nach der G7 Methode macht, ist der Weg wie folgt: Eine Testform mit P2P Targets und IT Target (und einiges mehr) wird mit linearen Platten angedruckt. Die Soll Volltonwerte werden eingestellt, sowie versucht die Graubalance zu erreichen. Danach ziehe ich ca 3 OK-Bogen, auf denen ich die P2P Targets ausmesse. Diese Werte spiele ich in die IDEAlliance Software ein, welche mir dann eine Durchschnittskalibrationskurve errechnet. Diese Kurve würde ich dann im CtP Rip hinterlegen. Danach Platten mit dieser Kurve ausgeben usw...
Meine Frage hierbei ist jetzt, ob ich die Bogen nass oder trocken ausmesse??? Bei PSO ist es mir klar. Da mess ich mit dem Densi und dem Polfilter auf nassen Bogen. Bei dieser Methode jedoch wird das Target mit dem Spektralfotometer ausgemessen. In meinem Fall mit dem EyeOne. Trockene Werte kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, da dann der Prozess ewig dauern würde und die Maschine mal eben auszustellen geht natürlich auch nicht. Aber nasse Werte mit dem EyeOne ausmessen??? Ich weiß auch nicht. Ich hoffe, mir kann jemand was dazu sagen! Vielen Dank und Grüße
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Hat jemand Erfahrung mit der IDEAlliance Software?

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

16. Nov 2010, 20:16
Beitrag # 2 von 11
Beitrag ID: #457154
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Hallo,

Antwort auf: Bei PSO ist es mir klar. Da mess ich mit dem Densi und dem Polfilter auf nassen Bogen


hoffentlich nicht. Alle Zielwerte des PSO gelten für den trockenen Bogen. Da die Tonwerte mit Polfilter gemessen werden, ist der Unterschied nass/trocken sehr gering.
Die Volltonfärbung wird aber ohne Polfilter gemessen. Da musst du zwingend den trockenen Bogen messen. Beides ist bei G7 identisch.
Die Grundidee hinter G7 ist, dass eine perfekte densitometrische Tonwertspreizung trotzdem im Grau einen Farbstich verursachen kann. Was soweit korrekt ist, sobald man nicht perfekte ISO-Bedingungen hat. Also sagt G7: Sorge dafür, dass ein Buntgrau neutral aussieht. Um das bewerten zu können, braucht es ein spektrales Messgerät. Sobald man ein farbmetrisch neutrales Grau (neutral heisst in dem Fall a*=b*=0, was auch eine irrige Annahme ist) gefunden hat, wird für dieses Grau die Dichte bestimmt und für die Tonwertkalibrierung als Ziel festgelegt. Alles für den trockenen Bogen. Die Zielwerte für den nassen Bogen nimmst du dann per Polfiltermessung und gehst davon aus, dass es passt.
Das was mir an der Methode nicht gefällt ist allerdings 1., dass G7 a priori festlegt, dass ein CMYK 50/40/40/0 neutralgrau sein muss. Und das in jedem Druckprozess auf jedem Papier. Resultat sind völlig verbogene Tonwertkurven bei Druckprozessen, die einfach physikalisch bei 50/40/40/0 nicht neutralgrau sind. 2. dass es AFAIK 3 Wege (in der Software) zu diesem Ziel gibt. Welcher ist korrekt????
Da gefällt mir der Ansatz von Heidelberg wesentlich besser. Die sorgen dafür, dass man eine absichtliche leichte Tonwertspreizung (innerhalb der PSO-Toleranzen) erzeugt, um (abhängig vom Druckprozess und nicht abhängig von einer willkürlichen CMYK-Kombination!) ein neutrales buntgrau zu erhalten.


als Antwort auf: [#457124]

Hat jemand Erfahrung mit der IDEAlliance Software?

FriedaS
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17. Nov 2010, 19:02
Beitrag # 3 von 11
Beitrag ID: #457288
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Ja das die ISO Werte alle für trockene Werte stehen, war mir schon klar. Aber was ich noch nicht so ganz verstehe, ist die Vorgehensweise während des Prozesses. Laut Gracol muss der erste Andruck eingerichtet werden und dann muss versucht werden, die Soll-Vorgaben der Lab Werte zu erreichen. Aber wie soll das gehen? Die Werte nass zu messen, macht spektralmäßig gesehen ja keinen Sinn. Denn nach der Trocknung habe ich dann wieder andere Werte. Auch die TWZ kann sich verändern. Und die Soll-Vorgaben SIND ja trockene Werte. Wahrscheinlich hat es bei mir einfach noch nicht Klick gemacht... aber wenn ich den Andruck mache, und einen trockenen Bogen mit dem Spektralfotometer ausmessen will, muss ich doch mind. einen Tag warten. Also unterbreche ich den Vorgang und mache am nächsten Tag weiter oder wie? Denn ich dachte immer, dass das alles eigentlcih innerhalb einer Schicht passieren sollte (gleicher Drucker-crew, etc.)
Dass die Gracol Methode nicht ganz ausgereift ist, ist mir nix neues und lese ich auch immer wieder. Aber ich muss leider mit den Gegebenheiten arbeiten.
Ich hoffe, ihr versteht meine Frage und könnt mir weiterhelfen...
Danke schon im Voraus! Grüße


als Antwort auf: [#457154]

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loethelm
  
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17. Nov 2010, 20:30
Beitrag # 4 von 11
Beitrag ID: #457293
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Hallo,

du musst eine Färbungsreihe machen. Da ist kein Unterschied zur Einrichtung nach PSO.


als Antwort auf: [#457288]

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FriedaS
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12. Jan 2011, 21:10
Beitrag # 5 von 11
Beitrag ID: #461548
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Hallo Loethelm,
ich hätte da noch eine Frage zu deinem Einwand...
Dass wir eine Färbungsreihe machen müssen, soweit sind wir schon. Aber da ich das zum ersten Mal mache und ich keine ausreichenden Informationen über die Vorgehensweise finden kann, wende ich mich an euch...
Ich drucke eine Testform mit linearen Platten an. Hier meine erste Frage: Ich verwende eine Testform von IDEAlliance mit Bildern, die zwar CMYK sind aber kein Profil enthalten. Das heißt, dass man ohne Profil andruckt, richtig? Also die InDesign Datei ohne Farbmanagement ablegt.
Dann versuche ich ja die Lab-Sollwerte zu erreichen. Von dem OK Bogen würd ich dann die Werte für die Kompensationskurve entnehmen. Danach neue Platten mit neuer Kurve erstellen und erneut andrucken. Dann wahrscheinlich einen weiteren Durchlauf für Korrekturen. Wann binde ich das Standardprofil in die RIP Software ein? Nach der Ermittlung der TWZ? Das heißt ich würde das Profil bei dem Verifikationsdurchlauf einsetzen?! Und die Testform bleibt jedes mal die selbe oder?
Vielen Dank und Grüße


als Antwort auf: [#457293]

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loethelm
  
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13. Jan 2011, 20:02
Beitrag # 6 von 11
Beitrag ID: #461652
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Hallo,

wozu willst du ein Separationsprofil im RIP hinterlegen? Erwartest du RGB-Daten?


als Antwort auf: [#461548]

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FriedaS
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13. Jan 2011, 20:12
Beitrag # 7 von 11
Beitrag ID: #461654
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Hallo,
nein ich erwarte keine RGB Daten. Aber ich dachte immer, dass man im CtP-RIP auch das Profil hinterlegen muss... Also werden demnach in dem RIP nur die Kompensationskurve (TWZ) hinterlegt?
Und die Testform für die Färbungsreihe dann ohne Profil?
Grüße


als Antwort auf: [#461652]

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loethelm
  
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13. Jan 2011, 20:16
Beitrag # 8 von 11
Beitrag ID: #461655
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Warum dachtest du das? Was soll es tun und warum?


als Antwort auf: [#461654]

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FriedaS
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13. Jan 2011, 20:28
Beitrag # 9 von 11
Beitrag ID: #461656
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Naja ich dachte, dass jedes Gerät in dem Workflow "die gleiche Sprache sprechen" muss. Also immer ein Eingangs- und Ausgangsprofil. Bei dem Proofer habe ich das ja auch so. Das eigene Profil und das, was er simulieren soll... Wenn ich da so auf dem falschen Pfad bin, kannst du mich dann aufklären? Denn morgen früh gehts mit der Färbungsreihe los...
Danke und Grüße


als Antwort auf: [#461655]

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loethelm
  
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13. Jan 2011, 20:34
Beitrag # 10 von 11
Beitrag ID: #461657
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Und was soll der Proofer simulieren?
Er soll simulieren, wie beliebige CMYK-Daten in einem anderen Druckprozess aussehen. Diesen anderen Druckprozess richtest du aber gerade ein. Und da kannst du beliebige CMYK-Daten drucken.
Macht's Klick?


als Antwort auf: [#461656]

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FriedaS
Beiträge gesamt: 35

13. Jan 2011, 20:46
Beitrag # 11 von 11
Beitrag ID: #461658
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Ja stimmt, ist ja auch eigentlich logisch...oh man...
Bin ja quasi schon am Ende der Kette.
Also vielen Dank!


als Antwort auf: [#461657]
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