[GastForen PrePress allgemein CMS (Color-Management) ISO12647-2 Proofziele

  • Suche
  • Hilfe
  • Lesezeichen
  • Benutzerliste
Themen
Beiträge
Moderatoren
Letzter Beitrag

ISO12647-2 Proofziele

proofy
Beiträge gesamt: 18

4. Feb 2014, 11:06
Beitrag # 1 von 12
Bewertung:
(4185 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Hallo zusammen,
wenn ich das richtig verstanden habe ist in der neuen ISO das Proofziel/Charakterisierungsdaten nun ein Fingerprint.
Die geht aus Annex B hervor. Gilt das für PC5 und PC1 oder wie versteht ihr das?

Dann kann man endlich mit diesem Irrglauben aufräumen, dass ISOcoatedv2/Fogra39L nicht das zu erreichende Ziel ist sondern die realen Druckbedingungen. Somit wird die Druckmaschine als Produktionsmittelm wieder in den Mittelpunkt gestellt und der Proof muß ihr folgen.

Bitte um Feedback
X

ISO12647-2 Proofziele

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19365

4. Feb 2014, 12:36
Beitrag # 2 von 12
Beitrag ID: #523094
Bewertung:
(4135 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Antwort auf [ proofy ] Dann kann man endlich mit diesem Irrglauben aufräumen, dass ISOcoatedv2/Fogra39L nicht das zu erreichende Ziel ist sondern die realen Druckbedingungen.

Entweder ist da ein 'nicht' zu viel drin, oder ich verstehe das ganze überhaupt nicht. Aber selbst wenn ich es mal zu deinen Gunsten Auslege verstehe ich nicht, auf was du eigentlich hinaus willst.


als Antwort auf: [#523090]

ISO12647-2 Proofziele

Bernd Rebscher
Beiträge gesamt: 85

5. Feb 2014, 12:50
Beitrag # 3 von 12
Beitrag ID: #523140
Bewertung:
(4029 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Verstehe die Frage auch nicht wirklich. Ein isostandard gibt exakte Parameter vor, die einzuhalten sind, sowohl für Proof als auch Offsetdruck - schliesslich soll sich ja beides bestmöglich ähneln. Der Proof steht aber natürlich immer am Anfang der Kette und wird ja auch als verbindliche Farbvorlage gewertet (Kontrakproof), deshalb folgt letztendlich die Druckmaschine immer dem Proof.
Ein Fingerprint einer spezifischen Druckmaschine als Ziel ist immer ein Hausstandard.

mfg,
Bernd


als Antwort auf: [#523090]

ISO12647-2 Proofziele

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2308

5. Feb 2014, 13:24
Beitrag # 4 von 12
Beitrag ID: #523143
Bewertung:
(4014 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Antwort auf [ proofy ] wenn ich das richtig verstanden habe ist in der neuen ISO das Proofziel/Charakterisierungsdaten nun ein Fingerprint.
Die geht aus Annex B hervor. Gilt das für PC5 und PC1 oder wie versteht ihr das?


Kannst Du mal die Quelle nennen, auf die Du Dich beziehst (Annex B von was?), vielleicht wird mir dann ja auch klarer, was mit Fingerprint gemeint ist.

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#523090]

ISO12647-2 Proofziele

proofy
Beiträge gesamt: 18

6. Feb 2014, 08:59
Beitrag # 5 von 12
Beitrag ID: #523185
Bewertung:
(3952 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Also dann probiere ich das mal alla ´"Sendung mit der Maus".

Da sich ja ein Standard von Zeit zu Zeit ändern muß wird fleißig geändert. Nun wird in einem internationalen Gremium von ca. 25 Ländern diskutiert was denn nun am ISO12647-2 noch zeitgemäß ist oder nicht. In der alten ISO wird sehr oft von Plattenkopie oder Andruck (nass auf trocken) gesprochen. Hier Änderungen vorzunehmen sehe ich ja ein.
Die Farbwerte bleiben, bis auf unscheinbare Änderungen, gleich. Die Tonwertzunahmen für BCMY werden auf ein Ziel definiert. Die Papierklassen werden in PC1 /(glänzend und matt) und PC5 (ungestrichen - gelb weiß egal) zusammengefasst. Die Messung sollte M1 kann aber auch M0 erfolgen (wie das mit M2 und M3 ausssieht, darüber schweigt man sich aus). Das Normlicht wurde 2009 neu definiert und regt nun fleißig die optischen Aufheller an.
Nun wird in dem alten Standard in keinster Weise erwähnt, dass die FOGRA 39 Charakterisierungsdaten zum Proofen der PT1/2 genommen werden müssen. Das haben die Agenturen den Druckereien aufgezwungen, hier ist der PSO nicht ganz unschuldig (persönliche Meinung). Also haben alle versucht die Druckmaschine mit all seinen Parametern auf den Proof zu trimmen. Das dies meistens in die Hose geht konnte ich in mehreren Versuchen live sehen. Wollte man dies erreichen mußte eine spezielle Farbserie eingesetzt werden die auf einem guten einbahningen Papier verdruckt werden mußte.
Für die Produktion wurde dies dann wieder geändert!
Warum? Farbe und Papier wären zu teuer.
Nun werden neue Charakteriesierungsdaten erzeugt die wieder für viel Verwirrung bei den Druckereien sorgen werden. Wie kann man davon ausgehen das ich einen Datensatz habe der für alle Papierklassen der PC1 passt? Ganz zu schweigen von dem angestrebten Toleranzbereich von +/- 4 im b-Wert.
Die Druckzutaten, wie Papier, Farbe, Wasser, Alkohol, Gummituc etc. werden immer Farbunterschiede erzeugen. Die Charakterisierungsdaten können nur ein mieses Mittel aufzeigen und taugen meiner Meinung nach als Basis für Umrechungen und nicht als Ziel. Wenn das so wäre müßten Druckmaschine, Papier, Farbe, Klima, Gummituch, etc. angegeben werden um das Proof dann auch zu treffen.

Der neue Standard und die Verwirrung wird nicht bessser werden, was das Problem Proof und Druck betrifft. Also werde ich zur PSO Zertifizierung wieder ein Proof erstellen das ich via UGRA Keil ausmesse und qualifiziere. Das Proof lasse ich dann in der Vorstufe liegen. Dann Drucken wir fleißig die normativen Primärfarben an, egal wie es Sekundär aussieht, ist ja nur informativ. Keiner interessiert sich dafür ob der Proof und der Druck zusammenpassen. Um das zu realisieren muß ich anpassen - Profilanpassung/Umrechnung.
Die Druckmaschine ist der Master (ca.1-2 Mio Euro Geräte) und nicht der Proof (ca. 5 Euro Geräte).

Steht in der ISO 12647-2 das ich die Charaktrisierungsdaten als Gottgegeben ansehen muß? > NEIN.

Sagt der Standard das ich mein Proof an die aktuellen Druckbedingungen anpassen muß? Das ist was ich hier mal klären möchte!

Vielen Dank
Proofy


als Antwort auf: [#523140]

ISO12647-2 Proofziele

Bernd Rebscher
Beiträge gesamt: 85

6. Feb 2014, 09:19
Beitrag # 6 von 12
Beitrag ID: #523188
Bewertung:
(3943 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Mit dieser Deknweise kann man sich jedwede Standardisierung schenken, jeder Druckt wieder wie er will und der zertifizierte Proof der Agentur, den der Kunde freigibt (und so soll dann auch der Druck aussehen), wird in die Tonne gekloppt, ein neuer mit Hausstandard der Druckerei (angepasst auf die eigene Druckmaschine) wird erstellt und nochmal dem Kunden zur Freigabe vorgestellt, der gefällt dem Kunden aber nicht, er will es unbedingt so, wie er es zuerst gesehen hat und dann drehen wir uns im Kreis.
Iso Standards funktionieren nur, wenn man sie auch lebt und nicht nur der Fogra was vorschwindelt. Dafür muss man eben erstmal Tests mache, die richtige Farbserie rausfinden, Einstellungen an der Druckmaschine optimieren, Testcharts andrucken, auswerten und daraus Tonwertkurven für die jeweilige Druckmaschine erstellen, die im RIP hinterlegt werden.
Nur so lässt sich halbwegs bewerkstelligen, das gleiche Motive bei verschiedenen Druckereien auch gleich aussehen. Perfekt ist es sicher nicht, aber mir fällt keine besserer Weg ein.


mfg,
Bernd


als Antwort auf: [#523185]

ISO12647-2 Proofziele

proofy
Beiträge gesamt: 18

6. Feb 2014, 09:28
Beitrag # 7 von 12
Beitrag ID: #523189
Bewertung:
(3938 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Ja richtig,
aber es geht nicht darum irgendeinem Zertifizierer etwas vorzuschwindeln. Ich schwindel ja nichts vor ich weise lediglich nach, dass ich nach Standards und Vorgaben arbeiten kann. Diese können ja auch angepasste Vorgaben sein, BMW etc. Ich rede hier von der Praxis und was im Standard eventuell noch fehlt. Wo finde ich den die Vorgaben für einen relativen Druckkontrast der bei über 50 Prozent liegen sollte. Heute bekommst du Farben die als ISO Farben verkauft werden und einen relativen Druckkontrast von gerade mal 30 prozent im Magenta aufweiden (nur ein Beispiell) und das bei einer physikalischen Dichte von 1.75. Oder ein Schwarz das ich nass mit 2.20 fahren muß das ich hinterher einen LAB wert von 16.0.0 im trockenen Zustand erreichen kann. Mir geht es darum ob ich in dem neuen Standard ISO 12647-2 mit meiner Druckmaschine geschätze Druckbedingungen simulieren soll. Dannn kann ich ja gleich die Auflage mit dem Proofer Drucke. Im angedahcten Standard ISO12647-8 geht da meiner Meinung nach schon in die richtige Richtung. Da wird auf Medium charakterisiert und eingeordnet.


als Antwort auf: [#523188]

ISO12647-2 Proofziele

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2308

6. Feb 2014, 13:14
Beitrag # 8 von 12
Beitrag ID: #523224
Bewertung:
(3868 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
hallo Proofy,

also erst war es mir zu wenig (Quellenangabe, Verständlichkeit des Anliegens...) und nun ist´s mir (inhaltlich beinahe) etwas zu viel (Provokation a´la "... wie die Maus dem toten Hasen die Bilder erklärt" http://de.wikipedia.org/..._Bilder_erkl%C3%A4rt)

;-)

Kann es sein, daß Du entweder im Vortragen Deiner Dich (mich teilweise auch) beschäftigenden Überlegungen oder in diesen selbst einfach vergisst, zu unterscheiden zwischen Norm (ISO) und Standard (PSO)?


Zitat Sagt der Standard das ich mein Proof an die aktuellen Druckbedingungen anpassen muß? Das ist was ich hier mal klären möchte!


Wenn nun im Zuge der Revision der ISO12647-2 (u. a. zeitgemäße Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation handelsüblicher Papiere) der PSO sich ändern wird (neue Festlegung von Druckbedingungen - PC 1-8 an Stelle von PT 1-5, neue Charakterisierungsdaten, gleiche Tonwertzunahmen C=M=Y=K, M1-Messbedingung, etc), dann ja. Aber nur, wenn Du standardisiert arbeiten möchtest - womit gemeint ist, daß Du "vom Produktionsort unabhängig" produzieren willst, also in Buxtehude proofst und Bad Salzuflen druckst - und Materialien (Papier) verwendest, bei denen der derzeitige "Standard" (z.B. FOGRA39) versagt. (Nichts hindert Dich daran nach alter "Manier" weiter zu produzieren, wenn damit Vorhersagbarkeit und Austauschbarkeit gewährleistet sind...)

Edit: Wir sollten jetzt mal abwarten, bis die Traktate (neue Norm, PSO, Medienstandard) vorliegen, aber was ändert sich denn wirklich im Detail? Es werden zeitgemässere "Papierklassen" bestimmt und neue Charakterisierungsdaten + Profile kommen. So wie ich heute PSO konform mit einem "Munken"- oder Heaven42-Profil oder gar FOGRA27-Profil arbeiten kann, werde ich in Zukunft dann auch noch mit FOGRA39 arbeiten können. Die Neuerungen streben eine Verbesserung der derzeitigen Situation dadurch an, daß das Orchester um ein paar Instrumente erweitert wird, um die (Farb-) Klänge präziser spielen zu können. Edit Ende

Der Sinn der Standardisierung liegt ja nicht darin begründet, Druckereien + Produktioner auch heute noch an Diskrepanzen zwischen simulierten Vorhersagen und tatsächlichen Druckergebnissen verzweifeln zu lassen, sondern vielmehr zeigt der PSO auf, wie einheitliche Ergebnisse erreicht werden können. (z.B durch Verwendung von Profilen und Papieren, die zu einander "passen"...)

Stand der Dinge ist z.B. immer noch für gestrichenes Papier eine Charakterisierungsdatei (FOGRA39) mit einem Papierweiss-Farbort, der heute zu zunehmend weniger Papiersorten passt (also idealerweise DeltaE<3 ist und so ein Erreichen einer simulierten Vorhersage überhaupt erst ermöglicht) und somit die globale Reproduzierbarkeit langsam auf wackeligen Füssen steht, weil von diesem Papierweiss-Farbort zu stark abweichende Färbungen (überwiegend durch Verwendung von OBAs/optischer Aufheller) eben genau diese durch Verwendung einer Standard-Charakterisierung angestrebte "globale" Reproduzierbarkeit und Vorhersagbarkeit torpediert.

Niemand und keine "Vorschrift" der Welt hindert einen PSO-zertifizierten Betrieb daran, seinen Proof dem tatsächlichen Druckergebnis anzupassen, auch dann wenn er via entsprechender Manipulationen eine Abweichung zu normativen Soll-Werten verursacht oder mittels eigener Maschinenprofile seine eigene Druckbedingung definiert, zum Zweck einer genaueren/verlässlicheren Vorhersagbarkeit, wenn die zum Einsatz gebrachten Materialien dies erforderlich machen. Nur eben "blind" austauschbar werden die Produktionschritte dann nicht mehr sein, eben nicht mehr standardisiert nach PSO...

Zitat Nun werden neue Charakteriesierungsdaten erzeugt die wieder für viel Verwirrung bei den Druckereien sorgen werden.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dieser Thread ist ein erster Vorbote und die "Übergangszeit", die Ablöse der alten ISONorm durch die revisionierte wird eine klare Verständigung zwischen den Produktionsteilnehmern erfordern: Man kann das dann "blind" über den OutputIntent in einem PDF abhandeln oder verbal kommunizieren...


Zitat Heute bekommst du Farben die als ISO Farben verkauft werden und einen relativen Druckkontrast von gerade mal 30 prozent im Magenta aufweisen (nur ein Beispiell)

Das finde ich interessant, weil ich selbst dem Druckkontrast nur einmal in einer Ausbildungsituation Aufmerksamkeit schenkte, in der täglichen Praxis beobachte ich aber lediglich die Parameter Tonwertzunahme und Farbort. Verstehe ich das richtig, Du "kämpfst" mit der "Güte" einer Farbe, die aber den Soll-Primärfarbort erreicht?

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#523185]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 6. Feb 2014, 13:33 geändert)

ISO12647-2 Proofziele

proofy
Beiträge gesamt: 18

7. Feb 2014, 08:10
Beitrag # 9 von 12
Beitrag ID: #523289
Bewertung:
(3762 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Hi,
der Artikel im WIKI ist echt gut. Kannte ich noch nicht ;)

Die Unterscheidung zwischen Norm und Standard ist hier nicht klar abgetrennt. Es sollte ISO heißen.
"Sagt die ISO, dass ich mein Proof an die aktuellen Druckbedingungen anpassen muß? Das, soweit meine Info, steht im Annex B der neuen ISO Definition - Amd 2014?!"

Dein Edit findet ich Super, empfinde ich auch so.

Das mit den ISO-Werten und dem Proof ist ja auch so eine Sache. Liegt ein Proof an der Maschine sind die ISO-Werte erst einmal egal denn es muß der Proof erreicht werden.

Die Sache mit dem PSO, der ja eigentlich nur eine Arbeitsanleitung für die ISO ist (wenn auch erweitert), sehe ich so. Beispiel:
Vier Betriebe in Deutschland. Einer in Hambug einer in München, einer in Rostock und einer auf Schalke.
Die Betriebe sind alle zertifiziert (nach ISO 12647-2 oder nach PSO - etc) und arbeiten also in den gleichen Zielvorgaben, den Werten aus der ISO in TVI und Farbort (primär. Nun werden Proofs nach FOGRA 39 von einer Agentur erstellt und die Betriebe sollen den Proof erreichen. Die Betriebe setzen aber alle verschieden Papiere ein (alle in der Standarddefintion PT1) und alle setzten verschieden Farben ein (ISO konform). Nun Drucken die Betriebe alle auf der gleichen Maschine Heidelberger, KBA, Komori, Manroland (such dir eine raus). Nutzen aber unterschiedliche Gummitücher. Zwei Betriebe sind klimatisiert und zwei nicht. Die Betriebe setzen unterschiedliche Workflows und somit auch unterschiedliche Raster ein (wir gehen mal von einem 200 lpi runder Punkt mit Winkeltausch aus). CtP Platten sind natürlich auch unterschiedlich (AGFA, KODAK, FUTJI - dazu noch Chemfree und Classic). Nun will mir doch keiner in diesem Forum erzählen das die Drucke alle gleich aussehen wenn die Drucke nebeneinander liegen. Der Einfluss der eingesetzten Druckhilfsmittel erzeugt doch in jedem Fall ein unterschiedliche Trappingverhalten, Graubalance etc. Wie gesagt die TVI und die LABs sind absolut identisch und liegen im Standard.

Das liegt jetzt nicht nur an der Farbe, aber das FOGAR39 und das neue FOGRAxx werden die relität niemals abbilden können.
Ich hatte gehofft das wir eine Verbesserung mit der neuen ISO vorweisen können. Anstatt dessen kochen wir die alte Suppe auf und wollen das als MEGAGUT und BESSER verkaufen.

Wo finde ich bitte die Vorgaben für eine gute ISO fähige Farbe? Die Farbhersteller beobachten zwei Parameter und können sie als ISO Farbe verkaufen. Wo liegt denn der optimale Druckkontrast einer Farbe?
Gehen wir mal davon aus das ich eine Farbe, angepriesen als ISO konform, nutze und diese in mein Druckwerk schmeiße. Nun was machen denn alle heute. Färbungsreihe und gut ist.
Wir drucken eine Testform mit gleichmäßigen Flächendeckungen (25% für jeder Farbe) an. "Ja die Maschine steht, das Feuchtwerk ist justiert balbla." Nun haben wir in jeder Zone Messfelder (die auch groß genug sind) die ein mal 80%, 90%, 95%, 96% > 99% aufweisen. Wir messen in die Felder von 80 % mittels SpectroDens/EyeOne/FD7 ein und nutzen die Formel für den relativen Druckkontrast um einen prozentwert zu bekommen. Das machen wir für alle Felder.
Nun kann ich auf dem Bogen jede 3 Zonen um die Dichte von 0.05 anheben (Färbungsreihe). Der Druckkontrast wird ansteigen und irgendwann habe ich zu viel Farbe auf dem Bogen. Das Papier verträgt es nicht mehr. Der Druckkontrast fällt wieder ab. Die Prozentwerte oberhalb von 90% benötige ich um den Kontrast genauer beurteilen zu können.
Nun kommt es nicht selten vor das meine eingesetzte Farbe (BCMY) zwar einen Farbort lt. ISO locker erreicht, der Kontrast aber bei 15-20% liegt. Schaue ich mit meine Färbungsreihe (also die Kontraste) genauer an merke ich das ich eigentlich 0.1 oder 0.15 Dichte mehr fahren sollte um einen guten relativen Druckkontast zu bekommen.
Bei Sonderfraben muß ich das eh machen, gut wenn man auf eine eigene Farbküche zurückgreifen kann ;).
Vergleiche ich also meinen besten Druckkontrast auf dem trockenen Bogen mit der ISO liegen ich meisten daneben!
Außer ich gebe mehr Geld für die Farbe aus! Die am Markt aktzeptierte Preis für ein Kilo Farbe liegt ca. bei 5 Euro.

Wie realitätsnah ist der neue ISO-Standard wenn es darum geht wie die Farbe definiert sein muß.
Die ISO für die Druckfarbe sollte als nächstes überarbeitet werden. Hier müssen strengere regularien her. Das ist kein Scheunentor mehr, das ist größer. Das wäre mal zumindest ein Ansatz. Ein Schelm der hier Lobbyarbeit vermutet.
Das gleiche gilt für die Paierklassen PC1 für matt und glzd gleichermaßen. Wer hat den die Papierklassen für die neue ISO definiert. Die Anwender oder unsere Papierhersteller?

Wie gesagt ich suche die Diksussion und provoziere hier bewußt.


Danke

Proofy
Ich suche gerade mal eine ExcelTabelle raus und stelle die noch mal ein - natürlich anonymisiert


als Antwort auf: [#523224]

ISO12647-2 Proofziele

proofy
Beiträge gesamt: 18

7. Feb 2014, 10:50
Beitrag # 10 von 12
Beitrag ID: #523297
Bewertung:
(3715 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Tabelle für den relativen Druckkontrast

Kann ich nicht Anhängen - Speichern ist nur für Mitglieder?


als Antwort auf: [#523289]

ISO12647-2 Proofziele

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2308

7. Feb 2014, 10:58
Beitrag # 11 von 12
Beitrag ID: #523298
Bewertung:
(3711 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
ja, Du kannst aber auch einen link setzen (dropbox z.B.)

Ulrich


als Antwort auf: [#523297]

ISO12647-2 Proofziele

loethelm
  
Beiträge gesamt: 6029

8. Feb 2014, 11:10
Beitrag # 12 von 12
Beitrag ID: #523315
Bewertung:
(3537 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
Antwort auf: wenn ich das richtig verstanden habe ist in der neuen ISO das Proofziel/Charakterisierungsdaten nun ein Fingerprint.
Die geht aus Annex B hervor. Gilt das für PC5 und PC1 oder wie versteht ihr das?


Das hast du falsch verstanden. Die ISO regelt ausschliesslich Volltonfärbung und Tonwertkurven für ausgewählte Beispielpapierkategorien. Dabei wird eindeutig gesagt, dass für andere Papierkategorien Druckbedingungen im Sinne des Standards etabliert werden können. Wie man nun zu diesen Druckbedingungen ohne Fingerprint kommen könnte, ist in Annex B als Vorschlag erklärt.
Das bedeutet, dass wenn man auf ein Papier druckt, das innerhalb der vorgeschlagenen PCs liegt, die Volltonfärbung und TWZ aus der Norm getroffen werden sollen. Druckt man auf ein Papier mit einer Papierfärbung, die ausserhalb der Toleranzen der PCs liegt, kann man mit der Formel in AnnexB passende Volltonfärbungswerte ermitteln. Die Formel geht einfach davon aus, dass bei konstanter Dichte ein linearer Zusammenhang zwischen Papierfarbe und Volltonfarbort besteht (stimmt auch).
Ich halte von der Methode aber auch nicht viel, weil sie kein bisschen den Druckkontrast berücksichtigt. Da gebe ich dir recht, dass man oft lieber eine kleine Farbabweichung im Vollton akzeptieren sollte, wenn dafür der Druckkontrast wesentlich besser wird.

In der Norm steht rein gar nichts über die Charakterisierungsdaten die für das Proofing genutzt werden sollen. Das einzige was hinsichtlich Proof drinsteht, ist, dass der Proof keine messtechnische Referenz für den OK-Bogen ist (das war in der alten Norm so), sondern eine visuelle Hilfe für den Drucker, um Feinjustagen innerhalb der messtechnischen Toleranzen vorzunehmen. In der Norm steht also nun das, was seit Einführung der Inkjet-Digitalproofs gängige Praxis war.
Was nun die Charakterisierungsdaten angeht, verweise ich auf die Infos von bvdm, ECI und Fogra.
Die Methode aus Annex B ist nämlich nicht allein geeignet, um ganze Charakterisierungsdaten umzurechnen.


als Antwort auf: [#523090]
X

Aktuell

Veranstaltungskalender

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch wie z.B. Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, PDF, Pitstop, Affinity, Marketing, SEO, Büro- und Rechtsthemen etc. haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen.

pdf-icon Hier eine kleine Anleitung hinsichtlich Bedeutung der auszufüllenden Formularfelder.

Veranstaltungen
18.06.2024

Online
Dienstag, 18. Juni 2024, 10.00 - 10.30 Uhr

Webinar

In diesen beiden kostenlose Webinaren erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe von Enfocus Griffin und dem Impressed Workflow Server Ihren LFP-Workflows optimieren können. 18.06.2024: So optimieren Sie Ihre Prozesse mit Enfocus Griffin 02.07.2024: So sparen Sie Zeit und Geld mit Impressed Workflow Server in der LFP-Edition Griffin: Griffin ist das leistungsstarke Kraftpaket für das automatische Nesting im Großformatdruck. Dank eines ausgeklügelten, KI-basierten Nesting-Algorithmus können Sie mit Griffin Vorlagen schnell und effizient vernutzen – und das klappt auch mit unregelmäßigen Formen perfekt. Das spart Ihnen unzählige Stunden, die Sie bisher mit dem manuellen Nesting und Ausschießen verbracht haben. Einige wichtige Funktionen ≡ Anlage von Beschnittzugaben ≡ Automatische Erzeugung der Schnittkontur ≡ Erstellung von Strichcodes, Textmarkierungen und Registrierungen IWS LFP Edition: Komplizierte, kleinteilige Aufträge; alles sehr speziell; seit Jahren bewährte Prozesse – da können wir nichts standardisieren und automatisieren! Das sagen viele Großformatdrucker – aber stimmt das wirklich, ist dem tatsächlich so? Mit dem IWS LFP Edition automatisieren Sie Ihre Produktion von der Übernahme der Daten aus dem ERP-System bis zur Erzeugung der verschachtelten Druckform und der Übergabe an den RIP. Phoenix Core ist eine hochentwickelte KI-Technologie für die Planung und das Nesting von Druckerzeugnissen. Anders als herkömmliche Ausschießlösungen arbeitet Phoenix nicht auf Basis von Vorlagen, sondern erzeugt entsprechend der Maschinen- und Produktionsanforderungen druckfertige Layouts „on-the-fly“.

kostenlos

Ja

Organisator: Impressed GmbH

https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=328

So optimieren Sie Ihren LFP-Workflow
Veranstaltungen
02.07.2024

Online
Dienstag, 02. Juli 2024, 10.00 - 10.30 Uhr

Webinar

In diesen beiden kostenlose Webinaren erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe von Enfocus Griffin und dem Impressed Workflow Server Ihren LFP-Workflows optimieren können. 18.06.2024: So optimieren Sie Ihre Prozesse mit Enfocus Griffin 02.07.2024: So sparen Sie Zeit und Geld mit Impressed Workflow Server in der LFP-Edition Griffin: Griffin ist das leistungsstarke Kraftpaket für das automatische Nesting im Großformatdruck. Dank eines ausgeklügelten, KI-basierten Nesting-Algorithmus können Sie mit Griffin Vorlagen schnell und effizient vernutzen – und das klappt auch mit unregelmäßigen Formen perfekt. Das spart Ihnen unzählige Stunden, die Sie bisher mit dem manuellen Nesting und Ausschießen verbracht haben. Einige wichtige Funktionen ≡ Anlage von Beschnittzugaben ≡ Automatische Erzeugung der Schnittkontur ≡ Erstellung von Strichcodes, Textmarkierungen und Registrierungen IWS LFP Edition: Komplizierte, kleinteilige Aufträge; alles sehr speziell; seit Jahren bewährte Prozesse – da können wir nichts standardisieren und automatisieren! Das sagen viele Großformatdrucker – aber stimmt das wirklich, ist dem tatsächlich so? Mit dem IWS LFP Edition automatisieren Sie Ihre Produktion von der Übernahme der Daten aus dem ERP-System bis zur Erzeugung der verschachtelten Druckform und der Übergabe an den RIP. Phoenix Core ist eine hochentwickelte KI-Technologie für die Planung und das Nesting von Druckerzeugnissen. Anders als herkömmliche Ausschießlösungen arbeitet Phoenix nicht auf Basis von Vorlagen, sondern erzeugt entsprechend der Maschinen- und Produktionsanforderungen druckfertige Layouts „on-the-fly“.

kostenlos

Ja

Organisator: Impressed GmbH

Kontaktinformation: E-Mailschulungen AT impressed DOT de

https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=328

So optimieren Sie Ihren LFP-Workflow