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Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4467

13. Sep 2006, 14:07
Beitrag # 1 von 6
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Hallo,

mal eine Frage an das Forum, was heutzutage bei der Ausgabe von Kundendaten erwartet wird.

Ich habe in InDesign CS2 bei ISOcoated-Dokumentenfarbraum per Export zwei PDF/X-3s erstellt. Bei beiden mit "keine Farbkonvertierung", was dann automatisch bedeuted "Alle Profile einschließen".

Dokument 1 wird als ISOcoated zu X3 exportiert und Dokument 2 als ISOuncoated. In Dokument 2 wird dann auf den gelben Rahmen das Profil des Dokumentenfarbraums angewendet.

Das Ergebnis sieht man dann in den beiden Anhängen, die ich mal in Photoshop zusammengebaut habe. Einmal per Acrobat 7-Ausgabevorschau und einmal per Pitstop 7 (hier ist das Farbprofil zu erkennen).

Nun die Gretchenfrage: Wie soll die uncoated-Datei ausgegeben werden? Nach heutigen Gesichtspunkten und nach Medienstandard. Wie die Farbwerte der Ausgabevorschau oder geht man davon aus, das Profil zu ignorieren/korrigieren und belässt es bei den hinterlegten CMYK-Werten?

Gruß

Anhang:
Acro7.png (33.2 KB)   Pitstop7.png (45.8 KB)
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Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

Polylux
Beiträge gesamt: 1768

13. Sep 2006, 15:17
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #250577
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Hallo rohrfrei,

warum ist denn in Deinem Bild vom PitStop7 im Dokument "unbenannt-2" auch ISO coated ausgewählt? Hätte da jetzt nicht eigentlich auch ISO uncoated stehen müssen? Da stimmt doch was bei den Dateien nicht (oder ick hab was falsch verstanden).

Wir ignorieren übrigens CMYK-Profile und verwenden die CMYK-Werte. Wir publizieren aber, dass ISO coated/ISO uncoated verwendet werden soll.
Bei RGB-Daten verwenden wir aber die RGB-Profile, wenn eingebettet.

und das alles in PrintReady 1.5 (demnächst auch in 2.0).

Viele Grüße

Thomas Nagel


als Antwort auf: [#250551]

Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4467

13. Sep 2006, 15:34
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #250584
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Hallo,

Zitat warum ist denn in Deinem Bild vom PitStop7 im Dokument "unbenannt-2" auch ISO coated ausgewählt? Hätte da jetzt nicht eigentlich auch ISO uncoated stehen müssen? Da stimmt doch was bei den Dateien nicht (oder ick hab was falsch verstanden).

Das ist ja genau der Gag an diesen Dateien. Es handelt sich um ein CMYK-Profil. Ich habe ja in ID mit dem Dokument-Farbraum ISOcoated gearbeitet. Und dann habe ich nur beim Export den uncoated als Output-Intent gewählt. Jetzt weicht Dokumentfarbraum und Ausgabefarbraum voneinander ab. Und jetzt kommt das Entscheidende: Da ich "keine Konvertierung" gewählt habe, wird das Dokument-Profil an das Objekt drangetagged. Um zu symbolisieren "Hallo, ich bin ein gelbes Rechteck, welches vom Ausgabefarbraum uncoated abweicht, weil ich im Dokumentfarbraum coated erstellt wurde. Mein Ersteller hat die Farbräume durcheinandergewürfelt !".

Wenn man - wie ich meine richtigerweise - auf "in Zielprofil (Werte erhalten)" geht, ist ja alles sauber, dann macht ID die Arbeit für einen. Alles klar?

Ich bin der Meinung, daß - wenn man solche Daten bekommt - man fast davon ausgehen kann, daß es nicht so gewollt ist, sondern es sich um ein Versehen handelt. Aber es kann natürlich auch bewußt so drin sein - jeder arbeitet ja anders. Daher die Frage nach der Erwartungshaltung und nach dem "richtigen" Vorgehen. Wenn es dieses Forum nicht beanworten kann mit seinen Aktiven, wer soll dann eine Branchenempfehlung aussprechen?

Gruß


als Antwort auf: [#250577]

Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

Linzenkirchner
Beiträge gesamt: 864

13. Sep 2006, 16:27
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #250610
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Hallo rohrfrei,

jetzt verstehe ich ... das gängigere Problem dürfte sein, dass IsoCoated-Daten in der Datei sind und im Output-intent SWOP ... In dem Fall ist es klar, dass es einfach ein Versehen ist, aber im Fall IsoCoated und IsoUncoated ist es definitv nicht klar. Kann sehr wohl sein, dass der Kunde die Datei wirklich für IsoCoated erstellt hat, aber durch die Wahl des Output-Intents darauf hinweist, dass es konvertiert werden muss. Das wäre ein korrektes Vorgehen.

Ich habe keine Ahnung, wie das haftungs-rechtlich zu handhaben ist. Aber ich würde mal davon ausgehen, dass es gewollt ist, und ggfls. beim Kunden nachfragen. Nach Medienstandard ist bei einem PDF/X-3 auf jeden Fall bei der Ausgabe in den Output-Intent zu konvertieren; wenn man die Profile einfach verwirft ohne den Kunden zu fragen, was er eigentlich will, begeht man meiner Einschätzung nach einen Fehler.

Allerdings müsste man es in so einem extremen Fall auch anhand der übrigen Auftragsunterlagen erkennen: will der Kunde auf ungestrichenes oder auf gestrichenes Papier? Das muss ja irgendwo im Auftrag stehen.

Viele Grüße
Peter
-----
Peter Linzenkirchner
http://www.lisardo.de


als Antwort auf: [#250584]

Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4467

13. Sep 2006, 17:04
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #250623
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Hallo,

Zitat wenn man die Profile einfach verwirft ohne den Kunden zu fragen, was er eigentlich will, begeht man meiner Einschätzung nach einen Fehler.

Allerdings müsste man es in so einem extremen Fall auch anhand der übrigen Auftragsunterlagen erkennen: will der Kunde auf ungestrichenes oder auf gestrichenes Papier? Das muss ja irgendwo im Auftrag stehen.


Die administrative Schiene ist klar. Das hatten wir ja auch schon öfters hier im Forum und ich so wird es ja auch vom Verband propagiert. Wenn was unklar ist, anrufen. Dann muß man das mit dem Kunden besprechen und klären. Das ist die kommunikative Seite der sog. "Sorgfaltspflicht". Ich wollte gerne mehr auf die technische Schiene.

Da finde ich die Differenzierung zwischen uncoated und Swop schon hilfreich. Dem kann ich folgen. Wenn Swop oder CGATS oder Fogra 1 u.ä. als OI drin stehen, dann wußte der Ersteller (im deutschsprachigen Raum) nicht was er tut. Da braucht man dann noch nicht mal anzurufen in den meisten Fällen. Also kommt es doch tatsächlich auch auf den Einzelfall an.

Wie habt Ihr denn Eure Workflows bzw. Proofer-RIPs konfiguriert? Habt Ihr da zwei Warteschlangen/Hotfolder/Prozesspläne oder wählt Ihr schon im Vorfeld aus je nach Datengüte?

Wobei sich dann direkt die nächste Frage nach der Datenprüfung anschließt. Wenn es ein Produkt mit mehrern Seiten ist, muß man intelligent prüfen - oder man bügelt einfach alles glatt und schmeißt die CMYK-Profile weg wie o.g.

Gruß

Gruß


als Antwort auf: [#250610]

Kundenbrille: Was wird heutzutage erwartet? Verarbeitung von coated / uncoated

Linzenkirchner
Beiträge gesamt: 864

13. Sep 2006, 19:37
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #250671
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Antwort auf: Wobei sich dann direkt die nächste Frage nach der Datenprüfung anschließt. Wenn es ein Produkt mit mehrern Seiten ist, muß man intelligent prüfen - oder man bügelt einfach alles glatt und schmeißt die CMYK-Profile weg wie o.g.


Letzteres halte ich für eine Kamikazetechnik :-) Ich würde sagen, der Preflight muss einfach melden, wenn sich ICC-Profile in der Datei befinden. Weiter sollte er melden, wenn zum Beispiel der maximale Farbauftrag und das verwendete Output-Profil nicht den Prüfvorgaben entspricht. Nicht umsonst erstellt die Ghentgroup ja für coated, uncoated und weitere Bereiche verschiedene Prüfprofile (9 verschiedene für den ApogeeX-Workflow):

http://www.gwg.org/siteen/content/search/searchpage.php?msi=56

Danach muss schlicht ein Mensch entscheiden, ob die Profile berücksichtigt werden müssen (sprich ob konvertiert werden muss) oder nicht. Farbkonvertierungen sind nicht besonders aufwändig, sofern das Ausgangsmaterial eine Mindestqualität hat. Auch CMYK zu CMYK-Konvertierungen sind seit der genialen Erfindung der Device-Link-Profile weiter kein Problem (ausser natürlich dass die nötige Software doch einiges kostet).

Natürlich kennt man auch seine Kunden. Oft ist einfach von Anfang an klar, ok, bei dem kann es nur ein Fehler sein ... Da liegt dann das Problem eher darin, dass es betriebsintern richtig kommuniziert wird.
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Peter Linzenkirchner
http://www.lisardo.de


als Antwort auf: [#250623]
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