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Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

Yann Borg
Beiträge gesamt: 337

13. Feb 2008, 11:17
Beitrag # 1 von 7
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Hallo,

ich soll für ein PANTONE 300 C passende CMYK (ISO Coated v2) Werte herausfinden und quasi damit die Weichen für eine CMYK Umrechnung in einem Farbguide stellen.

PANTONE 300 C entspricht laut der Photoshop CS3 PANTONE solid coated Umrechnungstabelle L=38, a=-13, b=-61.

Mit dem Photoshop Farbwähler lassen sich je CMYK Anwendungsprofil passende CMYK-Werte herauslesen: in meinem Fall Adobe ACE, RI Perzeptiv, ISO Coated v2 (basICColor) komme ich auf einen CMYK-Wert von: C=100%, M=48%, Y=1%, K=0%.

1% Gelb nicht unbedingt optimal im Druck...

Daher die Frage was ihr in so eine Situation empfehlen könntet.

Anderes Tool benutzen? Andere Profile? RI? Oder an den Werten manuell mit bestem Gewissen biegen damit es in etwa ran kommt aber kein Prozent mehr im Gelb steht? Try & Error? Proof? Andruck? Was anderes?

Die PANTONE color bridge EC CMYK Werte für PANTONE 300 EC entsprechen C=99%, M=51%, Y=0%, K=0%. Hier auch (vermutlich?) aus Druckersicht 99% und nicht 100% Cyan zu fahren etwas unrealistisch.

Danke und Gruss,

Yann Borg
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Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

basICColorArchitect
Beiträge gesamt: 64

13. Feb 2008, 12:35
Beitrag # 2 von 7
Beitrag ID: #336655
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Hallo Herr Borg,

mit unserem "basICCoolTool spoTTuner" können Sie die Umrechnung von Spotfarben noch "tunen", d.h. Sie geben den Lab-Wert als Ausgangsbasis ein, in diesem Fall L=38, a=-13, b=-61, wählen das Separationsprofil (ISOcoated_v2_bas.ICC) und den absolut farbmetrischen Rendering Intent und nun haben Sie die Möglichkeit über die CIECAM02-Methode und einem Schieberegler das GCR zu bestimmen und so die Separation zu steueren. Das Tolle dabei ist, dass Ihnen das Tool immer sofort rückmeldet, ob die Farbe plötzlich Out-of-Gamut ist und Sie sehen zudem grafisch den gewünschten und den erreichten Farbort. In Ihrem Fall habe ich als optimalsten Wert C=100% / M=42% / Y=0% /K=0% erreicht und diese Farbe kann nicht optimal im Vierfarbsatz erreicht werden. Wir haben folgende Abweichungen von dem Lab-Sollwert: dL = 4,8 / da = -3,1 / db = 12,5!

Viele Grüsse,
Hanspeter Harpf


als Antwort auf: [#336629]
(Dieser Beitrag wurde von basICColorArchitect am 13. Feb 2008, 12:36 geändert)

Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

basICColorArchitect
Beiträge gesamt: 64

13. Feb 2008, 15:59
Beitrag # 3 von 7
Beitrag ID: #336725
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Hallo!

Herr Borg hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man nirgends direkte Infos zum spoTTuner auf unserer WebSite erhält (wir sind gerade dabei diese komplett zu überarbeiten, deshalb bitte um Entschuldigung hierfür).
Eine kurze Info über den spoTTuner erhält man über die Produktübersicht ( http://www.basiccolor.de/...odukte_Q3-2_2007.pdf ). Das Programm kann zudem nach erfolgreichem LogIn ( http://license.basiccolor.de/...Id=1&language=DE ) im DownloadBereich heruntergeladen und 14-Tage kostenlos ausprobiert werden.

Viele Grüsse,
Hanspeter Harpf


als Antwort auf: [#336655]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 13. Feb 2008, 21:21 geändert)

Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

Yann Borg
Beiträge gesamt: 337

13. Feb 2008, 16:00
Beitrag # 4 von 7
Beitrag ID: #336726
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Hallo Herr Harpf,

vielen Dank für Ihre Antwort, gut zu wissen, dass es auf den Markt einen Tool gibt der auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Eine Frage zu den Rendering Intent: Sie haben den absoluten RI gewählt. Warum?

Wenn ich den absoluten RI in Photoshop CS3 wähle komme ich auf C=100%, M=46%, Y=0%, K=0%. Wie kommt der Unterschied im Vergleich zu "basICCoolTool spoTTuner" zustande?

Vielen Dank und schönen Gruß,

Yann Borg


als Antwort auf: [#336655]

Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

basICColorArchitect
Beiträge gesamt: 64

13. Feb 2008, 20:20
Beitrag # 5 von 7
Beitrag ID: #336782
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Guten Abend Herr Borg,

ich habe den farbmetrischen RI gewählt, denn die Zielstellung ist ja, den Farbwert möglichst exakt zu reproduzieren und der perceptual RI hat bekanntlich eine Kompression. Nun stellt sich die Frage, relativ oder absolut farbmetrisch und da ist es eigentlich ganz logisch, den absolut farbmetrischen RI zu wählen, denn ich möchte ja den Papierweißpunkt vom ISOcoated_v2 berücksichtigen.

Der Unterschied zwischen Photoshop und dem basICCoolTool spoTTuner kommt daher, weil Photoshop ziemlich geradlinig konvertiert und dabei die Wichtung auf Farbtonwinkel gar nicht berücksichtigt und dies macht nun der spoTTuner. Wenn Sie sich vor Augen halten, wie sich eine Farbe von 0% über 50% bis hin zu 100% im Farbraum bewegt, dann erkennt man, dass dies keiner Geraden entspricht, sondern einer Kurvenform. (dies sieht man im spoTTuner in der Grafik) Und genau dies berücksichtigt der spoTTuner basierend auf dem CIECAM02 Modell.
Natürlich haben wir noch 1% Unterschied und dies liegt an der CMM.
Dabei habe ich im spoTTuner bei den Einstellungen folgendes eingestellt: <1. Beibehalten "alle gleich"> und bei der <Methode "dE">. Dann erhält man im spoTTuner gerundet: C=100%, M=47%, Y=0%, K=0%.

Ich hoffe dies hilft ein bisschen weiter ...
Viele Grüsse,
Hanspeter Harpf


als Antwort auf: [#336726]

Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

Yann Borg
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15. Feb 2008, 10:29
Beitrag # 6 von 7
Beitrag ID: #337089
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Hallo Herr Harpf,

nochmals Danke für ihr Input der mich zu einem besseren Verständnis verholfen hat.

Kleines Feedback zum basICColor spoTTuner: es ist ein klasse Werkzeug wenn man versteht was man mit den Schieberegler bewirkt. Einige Begriffe und Optionen sind sicherlich in erster Linie an Profis gerichtet und geben dem weniger versiertem Anwender Lust mehr zu verstehen. ;-)

Zwei Sachen vermisse ich allerdings:

- Eine optionale 3D Darstellung des Farbraums wie es viele Softwarelösungen heutzutage anbieten. Das C-L-Diagramm verstehe ich leider nicht. Das hängt vermutlich weniger am Diagramm als an meiner Wissenslücke bezüglich die Darstellung in LCh ;-)

- Ich hätte mir eine Funktion gewünscht um eine Umrechnung von Lab nach einem RGB-Farbraum durchzuführen und die Möglichkeit ebenfalls die Abweichungen in delta auszulesen. Wenn ich z.B. das sRGB-Farbraum auswähle bekomme ich eine Fehlermeldung wonach keine A2B Tabelle vorhanden ist. Woran liegt das? Falsche Bedienung oder nicht vorgesehene Funktion?

Vielen Dank und schöne Grüße,

Yann Borg


als Antwort auf: [#336782]

Lab nach CMYK: wie das beste Ergebnis erzielen?

basICColorArchitect
Beiträge gesamt: 64

15. Feb 2008, 10:54
Beitrag # 7 von 7
Beitrag ID: #337099
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Hallo Herr Borg,

wir haben versucht, in der mitgelieferten Anleitung, die Funktionsweise so ausführlich und verständlich wie möglich zu erklären, aber wenn Sie noch tiefergehende Fragen haben, mir einfach ein Mail schicken ...
Zu Ihren beiden Punkten:
- anbei ein Link, den ich schnell über Google gefunden haben, wo der LCh Farbraum gezeigt wird (http://www.colourphil.co.uk/.../lch_colourspace.JPG). Das C-L-Diagramm im spoTTuner zeigt auf der x-Achse von der Mitte ausgehend die Sättigung (Chroma) und auf der y-Achse die Helligkeit (Lightness).
- der spoTTuner unterstützt Tabellenprofile (LUT) und ein sRGB ist ein einfaches Matrixprofil! Mit dem kürzlich releasten "basICColor print 3.0.0" können Sie ein Matrixprofil (wie z.B. sRGB) auf den Profiler ziehen und es wird nun ein Tabellenprofil vom sRGB-Matrixprofil erstellt (finde ich persönlich richtig cool :-)! Nun können Sie dieses LUT-Profil im spoTTuner nutzen!

Viele Grüsse,
Hanspeter Harpf


als Antwort auf: [#337089]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 15. Feb 2008, 11:44 geändert)
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Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

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Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

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