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Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

17. Feb 2012, 08:51
Beitrag # 1 von 14
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wenn ich meinen tintenstrahler, sagen wir mit EFI, zum proofen einrichte..

dann wähle ich schon beim lin erstellen ein referenzprofil. z.b isocoated V2 und passe meine tintenbegrenzungen daran an.

danach optimiere ich ihn ja sogar noch auf diesen standard.

limitiere ich damit nicht den gesamten farbraum des profils?
und beschränke mich damit um einige spotcolors, die außerhalb lägen?

oder hab ich da nen denkfehler..

danke
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Linearisierung und Spotcolors

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 18794

17. Feb 2012, 09:46
Beitrag # 2 von 14
Beitrag ID: #490173
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Ich hab nur ne Antwort die konkret an deiner Frage vorbeizielt ;-)

Bei GMG werden die Sonderfarben basierend auf einer Fullgamut Datei berechnet. Also jenes Farbvolumen das gerade noch sinnvoll mit der gewählten Papier-Farbkombination druckbar ist. Die Sonderfarben können sich also innerhalb des Farbraums den der Drucker ohne Druckprobleme (Trockenprobleme, Schmieren, Zulaufen feiner Details, Bildung von Strukturen durch nicht wegschlagende Farben,…) abdeckt, austoben.

Würde mich eigentlich wundern, wenn EFI das nicht zwischenzeitlich auch so handhaben würde.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#490157]

Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

17. Feb 2012, 10:11
Beitrag # 3 von 14
Beitrag ID: #490181
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na auf alle fälle wars konkret ... ;-)

wie macht GMG das denn? bzw.

du meinst, wenn ich eine "sinnvolle" lin mache, croma basiert, dann kann er die "intern" nutzen für die sonderfarben?


als Antwort auf: [#490173]

Linearisierung und Spotcolors

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 18794

17. Feb 2012, 10:47
Beitrag # 4 von 14
Beitrag ID: #490186
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Antwort auf [ MonsterBabyBLN ] wie macht GMG das denn? bzw.

ERster Schritt einer neuen Papieranpassung ist die Ausgabe eines Testcharts mit mehrfarbig aufgebautem Schwarz und feinen weissen Linien in diesen Flächen, die mit absteigender Flächendeckung versehen sind. Dieses bunte Schwarz als Worstcase eines möglichen Farbauftrags wird betrachtet und auf Trocknungsprobleme (es kann passieren, das nach einer halben stunde noch ne ein dicker Farbtropfen auf den Flächen sitzt, weil das Papier einfach nichts mehr aufnehmen kann - der Schwamm ist voll. Die Flcähendeckungssumme die noch ordentlich trocknet und auch keine zulaufenden Linien zeigt wird für die Tinten-Papierkombination zum absoluten Maximum erkoren.

Davon ausgehend werden große Testcharts gedruckt, die bei mir jeweils knapp unter und knapp oberhalb des sinnvoll machbaren liegen. Deren Auswertungen stellen die Gamutdateien für Spätere Berechnungen dar, also die Bezugsgrößen für alles was im nachhinein in diesen Druckerfarbraum hineingerechnet werden muss.

Welche man wofür verwendet ist quasi das große Geheimnis guter Farbanpassungen und Sonderfarbbibliotheken für diese Materialkombination.
So kann man für die Sonderfarben, die ja kaum in der Erzielung eines maximalen Schwarzes ihren Sinn haben, auch den eigentlich zu hohe Farbauftrag hinzuziehen, muss dann aber trotzdem wegen Hooking auf der Hut sein. Für eine Prooferanpassung ist auf jeden Fall der sinnvoll komplett nutzbare Gamut zu wählen, weil es einen ansonsten im weiteren Verlauf der iterativen Optimierung eiskalt erwischt, da der Gamut eben zu den Volltönen hin ein nichtlineares Verhalten aufweist und sich die Iterationsberechnungen nen Wolf rechnen, aber nicht besser werden.

Antwort auf [ MonsterBabyBLN ] du meinst, wenn ich eine "sinnvolle" lin mache, croma basiert, dann kann er die "intern" nutzen für die sonderfarben?

Das kann ich dir nicht sagen, dazu sind meine Berührungen mit EFI zu lange her, bzw. sind sie zu oberflächlich gewesen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#490181]

Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

17. Feb 2012, 11:25
Beitrag # 5 von 14
Beitrag ID: #490194
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ich denke, ich mache mir da unnötige gedanken.

denn wie du gerade sagst ist der gamut in den volltönen beim inkjet ja eh nur kaum größer als isocoated.. oder?..

und den erreiche ich ja mit ner guten lin. und was er in orange und grün und blau dann mehr hat, da wird die sonderfarbbib schon drauf zugreifen können


als Antwort auf: [#490186]

Linearisierung und Spotcolors

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 18794

17. Feb 2012, 14:52
Beitrag # 6 von 14
Beitrag ID: #490217
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Nein. Auf einem aktuellen 10farbigen Epson x900 ist der Gamut schon erheblich größer.
Ich hatte das seinerzeit mal durchgetestet und herausgefunden das nur 3 HKS K Farben komplett ausserhalb des Proofergamuts liegen nebst etwa einem Dutzend, die sich zwar ausserhalb aber noch innerhalb der DeltaE<5 Toleranz befinden.

Anders ausgedrückt: Bis auf HKS7, 33 und 43 geht alles in erlaubten Toleranzen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#490194]

Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

17. Feb 2012, 15:19
Beitrag # 7 von 14
Beitrag ID: #490223
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dann würde es ja doch eher sinn machen, die lin nicht auf isocoated zu begrenzen, sondern nach dem größten croma..

hmm..

was hat denn der epson bei z.b. max Y dann zu bieten?


als Antwort auf: [#490217]

Linearisierung und Spotcolors

loethelm
  
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17. Feb 2012, 16:36
Beitrag # 8 von 14
Beitrag ID: #490234
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Bei EFI entspricht die Tintenbegrenzung dem FullGamut. Wenn man in der Grundlin die Tintenbegrenzung setzt, ist alles was bunter ist, Out-of-Gamut, egal ob Sonderfarbe oder nicht.
Das ist aber bei GMG auch so.
Der Unterschied ist, dass man bei EFI die Tintenbegrenzung an den später gewünschten Simulationsgamut anpassen sollte, damit eine ordentliche Genauigkeit rauskommt. Damit verschenkt man dann aber Gamut.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#490223]

Linearisierung und Spotcolors

Thomas Richard
  
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17. Feb 2012, 16:36
Beitrag # 9 von 14
Beitrag ID: #490235
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Endpunkte der druckerinternen Linearisierungscharts für die 10 Tinten (nur auf Epson Proofingpaper Commercial, das ginge mit Premium Papieren noch ein Stückchen bunter):

Y: 89.9 0.9 112.9
O: 60.5 67.3 91.6
M: 44.8 78.8 13.7
LM: 60.0 73.5 -18.6
C: 34.3 -6.7 -68.4
LC: 53.1 -41.1 -58.3
G: 73.7 -76.9 24.9
LLK: 58.2 -0.9 9.5
LK: 28.4 -0.4 6.4
K: 19.3 -0.3 8.7

Wobei die Lighttinten ausser dort wohl nie in dem Bereich zum Einsatz kommen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#490223]

Linearisierung und Spotcolors

loethelm
  
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17. Feb 2012, 16:41
Beitrag # 10 von 14
Beitrag ID: #490237
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Antwort auf: Y: 89.9 0.9 112.9


So dunkel? Wie hell ist´s denn bei b* 95?
Die Frage zielt darauf ab, dass FOGRA39 Gelb auch so hell aber wesentlich unbunter ist. Wenn ich das simulieren will, muss ich also entsättigen. Wenn ich dazu Tinte beimischen muss, wird´s zu dunkel.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#490235]

Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
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17. Feb 2012, 17:07
Beitrag # 11 von 14
Beitrag ID: #490244
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"wird´s zu dunkel. "..
das stell ich auch gerade fest ;-)

wenn ich das profil fertig habe umschließt es isoCoated komplett, das seh ich im veryfier.

wenn ich dann aber mit FM aktiv den it87 4 chart ausdrucke zur optimierung, dann ist das gelb plötzlich etwas zu dunkel und matschig und ich bekomme nur 92% coverage..

in der lin ist mein Y jetzt bei 89, -5, 100... referenz 88, -5, 93

vorher war es bei 89, -6, 100 . da ergebnis im endeffekt nicht viel anders...

welchen einfluss hat es auf mein profil, wenn ich den tonwertzuwachs, den efi mit 13 bei 50% vorschlägt ändere?
gleicht er das nicht dann sowieso beim profil erstellen aus?


als Antwort auf: [#490237]
(Dieser Beitrag wurde von MonsterBabyBLN am 17. Feb 2012, 17:17 geändert)

Linearisierung und Spotcolors

loethelm
  
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17. Feb 2012, 17:24
Beitrag # 12 von 14
Beitrag ID: #490246
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Antwort auf: wenn ich das profil fertig habe umschließt es isoCoated komplett, das seh ich im veryfier.


in allen L*-Ebenen?

Welches Papier benutzt du denn?

Antwort auf: welchen einfluss hat es auf mein profil, wenn ich den tonwertzuwachs, den efi mit 13 bei 50% vorschlägt ändere?


Die Gradation hat zunächst mal nur einen Einfluss, wenn du nachher ohne Simulation druckst. Je besser sie jedoch zu deiner späteren Referenz passt, desto weniger muss die CMM "biegen".


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#490244]

Linearisierung und Spotcolors

Thomas Richard
  
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17. Feb 2012, 17:39
Beitrag # 13 von 14
Beitrag ID: #490247
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Antwort auf [ loethelm ]
Antwort auf: Y: 89.9 0.9 112.9


So dunkel? Wie hell ist´s denn bei b* 95?


89.9 0.9 112.9
90.5 -0.5 111.5
90.7 -1.3 111.1
91.0 -2.3 110.9
91.2 -3.3 110.3
91.5 -4.3 109.2
91.9 -5.3 107.2
91.9 -6.0 105.7
92.2 -6.7 103.7
92.5 -7.3 100.3
92.8 -7.6 96.9
93,1 -8,2 92,6
93,2 -8,3 89,6
93,3 -8,4 87,9

Ich denke das passt schon... muss ja, ich proofe ja mit dem Teil ;-)


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#490237]

Linearisierung und Spotcolors

MonsterBabyBLN
Beiträge gesamt: 190

17. Feb 2012, 17:39
Beitrag # 14 von 14
Beitrag ID: #490248
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Ja auf allen l ebenen, wenn ich mit dem slicer hoch runter fahre.

Ein fogra cert papier von mitsubishi, semi gloss..

Das gelb scheint das schwerste, abhängig von der entscheidung ,wie man die lin am besten in bezug auf die spotcolors erstellt.

Wo der sinnvollste punkt ist, es zu begrenzen. Die verschiedenen tests haben keine wirklich unterschiedlichen ergebnisse gebracht. Nur minimal


als Antwort auf: [#490246]
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