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Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

23. Jan 2009, 10:09
Beitrag # 1 von 13
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Hallo zusammen

Ich bin auch wieder einmal im Forum. Diesmal geht es um das Thema Logofonts, also einen eigenen oder erweiterten Schriftsatz, der anstelle oder zusätzlich Logos enthält (http://www.redaktion.biz/www/40_43.html).

Wer hat Erfahrungen mit solchen Schriftsätzen bzw. Schriftdateien? Wo seht ihr die Vorteile und Nachteile sowohl im Grafik- wie auch Office-Bereich?

Ich bin um jeden Hinweis, Link, usw. froh. Merci im Voraus.

Gruss
X

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

xpressio
Beiträge gesamt: 1584

23. Jan 2009, 11:20
Beitrag # 2 von 13
Beitrag ID: #382294
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Hallo,

grundsätzlich ist gegen einen Logofont nichts einzuwenden, da das Logo damit schon in der im Fließtext benötigten Größe eingepasst ist und auf Tastendruck zur Verfügung steht. Weiters ist die Bildschirmdarstellung in älteren Programmversionen wesentlich besser als diejenige von EPS-Grafiken. Wird Text von Office- in Layoutprogramme importiert oder umgekehrt, ist das Logo immer in richtiger Größe und Platzierung dabei, was bei verankerten Grafiken durchaus nicht immer der Fall ist. Auch das Fehlen der Logodatei beim Export wie auch mindere Qualität wird dadurch ausgeschlossen.

Probleme gibt es unter Umständen bei mehrfarbigen Logos, das muss man vorher austesten.

Der Musterfont auf der angegebenen Site enthält jedenfalls nur Standardlogos in eher fragwürdiger Qualität (das dürften zumeist unbearbeitete Scans sein). Weiters ist ein TTF-Font, der nur für den PC geeignet ist, nicht mehr zeitgemäß. Es sollte also ein systemunabhängiger OpenType-Font sein.

Wenn schon Logo-Font also, dann von einem professionellen Hersteller wie Linotype oder Adobe.


als Antwort auf: [#382272]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

23. Jan 2009, 11:29
Beitrag # 3 von 13
Beitrag ID: #382298
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Besten Dank Expressio für deinen ausführlichen Beitrag.

Hast du auch Erfahrungen mit normalen Bürodokumenten (Word, Page, etc.)? Falls ich so ein Dokument an eine Person ohne den entsprechenden Logofont sende, wird dort dann einfach eine Ersatzschrift und dadurch nur "chrüsimüsi" angezeigt.

Gruss


als Antwort auf: [#382294]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

xpressio
Beiträge gesamt: 1584

23. Jan 2009, 11:52
Beitrag # 4 von 13
Beitrag ID: #382305
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Antwort auf: wird dort dann einfach eine Ersatzschrift und dadurch nur "chrüsimüsi" angezeigt

Das ist klar. Da für einen solchen Font aber die Rechte bei Dir liegen würden, kannst Du frei darüber verfügen und den Font fleißig an alle möglichen Leute verteilen.

Im Übrigen wird ja auch ein Logo nicht gedruckt, wenn es als Datei angelegt ist und diese Datei beim Kunden nicht vorhanden ist. Die Problematik ist also die gleiche.


als Antwort auf: [#382298]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

23. Jan 2009, 12:05
Beitrag # 5 von 13
Beitrag ID: #382308
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Weisst du wie das andere Firmen lösen? Sagen die z. B. wir versenden nach aussen nur noch PDFs anstelle von offenen Formaten wie DOC usw.? Denn 100-prozentig kann man die Schrift ja nicht verteilen.

Dies mit dem Bild stimmt nur bedingt. Im Word, Excel usw. hat man die Möglichkeit ein Bild (ähnlich wie beim Illustrator auch) entweder verlinkt oder fest in der Datei zu platzieren. Bei einer festen Platzierung wird die Datei zwar grösser (je nach Logo und Logo-Format nur minim), dafür kann man diese überall Korrekt anzeigen bzw. drucken.


als Antwort auf: [#382305]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

xpressio
Beiträge gesamt: 1584

23. Jan 2009, 12:30
Beitrag # 6 von 13
Beitrag ID: #382312
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Antwort auf: Im Word, Excel usw. hat man die Möglichkeit ein Bild (ähnlich wie beim Illustrator auch) entweder verlinkt oder fest in der Datei zu platzieren.

Das ist richtig, kann man aber auch mal vergessen ;–)

Die meisten großen Firmen haben eine eigene Schrift. Auf der muss zwar nicht unbedingt das Logo drauf sein, dieses wird aber ebenfalls von allen Dienstleistern benötigt.

Daher wird ihnen sowohl Schrift als auch Logo kostenlos zur Verfügung gestellt. In der Regel als Download auf der Homepage des Kunden, in Einzelfällen auch auf CD.

PDFs lösen dieses Problem natürlich nahtlos. Welchen Weg ihr hier beschreiten wollt, müsst ihr aufgrund der vorgegebenen Strukturen selbst entscheiden.


als Antwort auf: [#382308]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

23. Jan 2009, 14:30
Beitrag # 7 von 13
Beitrag ID: #382337
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OK, besten Dank. Die technischen Grenzen scheinen mir demnach mehr oder weniger Bekannt.

Gibt es da draussen noch jemand anderes, der Erfahrungen mit Logofonts gemacht hat? Würde mich interessieren.


als Antwort auf: [#382312]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5165

23. Jan 2009, 16:08
Beitrag # 8 von 13
Beitrag ID: #382353
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Hallo,

ich habe mir einen eigenen Logofont erstellt, weil mein Logo aus zwei verschiedenen Schriften besteht, die Buchstaben manuell aneinander ausgerichtet wurden und zwei verschiedene Schriftgrößen zum Einsatz kommen. Ganz besonders der letzte Teil war für mich ausschlaggebend, weil so der vorangestellte verkleinerte Artikel immer proportional zum Fließtext formatiert ist, ebenso der Wortabstand im Logo. Das Logo ist sowieso schwarzweiß und ist ein lesbarer Text. Zur Eigennutzung sehe ich für mich nur Vorteile.


als Antwort auf: [#382337]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

23. Jan 2009, 16:17
Beitrag # 9 von 13
Beitrag ID: #382355
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Danke Jens für deinen Beitrag.

Und wie sieht es denn aus mit deinen Kunden, Partnern, usw. hast du deinen Logofont entsprechend gestreut oder versendest du nur geschlossene Formate, wo der Schriftsatz eingebettet ist?

Gruss


als Antwort auf: [#382353]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5165

23. Jan 2009, 19:03
Beitrag # 10 von 13
Beitrag ID: #382372
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Ich benötige mein Logo nur für mich, weshalb es keinen Grund gibt, die Schrift zu streuen. Wenn ich eigene Drucksachen in Auftrag gebe (z.B. Visitenkarten, Briefpapier), dann versende ich ein PDF, in dem die Schrift eingebettet ist. Bis dato hat mir das noch keine Probleme bereitet.

Ich verwende die erstellte OpenType-Schrift sowohl unter MacOS X 10.4.x, 10.5.x und unter WinXP Professional.


als Antwort auf: [#382355]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

Thobie
Beiträge gesamt: 4028

23. Jan 2009, 20:22
Beitrag # 11 von 13
Beitrag ID: #382374
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Hallo, Xpressio,

> Das ist klar. Da für einen solchen Font aber die Rechte bei Dir
> liegen würden, kannst Du frei darüber verfügen und den Font fleißig
> an alle möglichen Leute verteilen.

da wäre ich zuerst einmal vorsichtig und würde in die AGBs des
entsprechenden Dienstleisters schaun, der diese Schrift für den
Afutraggeber erstellt. Liegt das alleinige Recht beim Auftraggeber und
kann der die Schrift einfach verteilen? Oder ist es wie bei den
anderen Schriften: Schrift mit Logo zwar mit Auftrag und gegen Honorar
erstell, aber das Urheberrecht liegt beim Dienstleister, der seinem
Auftraggeber nur ein weiträumiges Nutzungsrecht einräumt? Für mich
erschließt sich weder das eine noch das andere direkt automatisch, was
nun zutrifft.

> Daher wird ihnen sowohl Schrift als auch Logo kostenlos zur
> Verfügung gestellt. In der Regel als Download auf der Homepage des
> Kunden, in Einzelfällen auch auf CD.

Da muss ich widersprechen. Ich habe für einen großen Autokonzern in
Hamburg – Niederlassung aus dem Schwäbischen ;–) – einige
Zeitschriften und Broschüren erstellt. Der Kunde hat natürlich auch
ein detailliertes CD in Form einer PDF-Broschüre, das er auf seiner
Website seinen Dienstleistern zur Verfügung stellt, und das natürlich
auch die hauseigenen Schrift enthält. Aber ich habe von diesem Kunden
keine Schriften erhalten. Denn dies ist von der Firmenleitung nicht
zugelassen. Aber um das Ganze aufzulösen: Ich habe die Schriften beim
Fontshop gekauft und der Konzern hat die € 600,– dafür bezahlt. Auf
diese Weise geht es auch
;–)

Grüße



Thobie

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als Antwort auf: [#382312]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

xpressio
Beiträge gesamt: 1584

23. Jan 2009, 23:11
Beitrag # 12 von 13
Beitrag ID: #382377
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Hallo Thobie,

Antwort auf: Liegt das alleinige Recht beim Auftraggeber und
kann der die Schrift einfach verteilen?

OK, nicht immer. Ich kenne auch Fälle, wo nur ein eingeschränktes Nutzungsrecht vorliegt und der Auftraggeber für jede zusätzliche Lizenz extra löhnen muss. Das betrifft aber meines Wissens nur Fonts mit auftraggeberspezifischen Schriften, die ansonsten unter Umständen zu teuer kommen würden. Bei Logofonts liegen die globalen Rechte für das Logo im Allgemeinen bei der Firma, die das Logo anwendet. Wird davon ein Font erstellt, sollte das nur eine einmalige Dienstleistung mit uneingeschränkter Lizenz sein.

Ansonsten zahlt es sich sicher aus, einen Fonteditor anzuschaffen und den Logofont selbst zu erstellen, sofern man einen Grafikdesigner im Haus hat, was bei einer Schrift(familie) nicht anzuraten ist.


als Antwort auf: [#382374]

Logofont: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile

domendo
Beiträge gesamt: 31

26. Jan 2009, 10:30
Beitrag # 13 von 13
Beitrag ID: #382576
Bewertung:
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Hallo Thobie

Danke für deinen Beitrag zum Thema.

Was hast du sonst für Erfahrungen mit Logofonts gemacht? Für mich das grösste "Killer-Kriterium": Der Versand von offenen Dokumenten, wo die Schriften nicht eingebettet sind (z. B. Word). Wie siehst du diese Problematik?

Gruss


als Antwort auf: [#382374]
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