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Mikrotypografie im Englischen (USA)

Sonnenkind
Beiträge gesamt: 28

1. Jul 2020, 13:03
Beitrag # 1 von 20
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Für einen Freund habe ich mich breitschlagen lassen, ein englisches Buch zu setzen - amerikanisches Englisch.
Gleich beim ersten Abschnitt stocke ich. Wird bei "1st " das st tatsächlich hochgestellt, ebenso bei "14th" das th ?

Vielleicht kennt sich jemand mit amerikanischem Buchsatz aus und kann mir einen Rat geben, das Beispiel ist als Bild angehängt.
Http://www.neomarica.de/Forum/Micro1.JPG

Gruß
Sonnenkind

(Dieser Beitrag wurde von Sonnenkind am 1. Jul 2020, 13:04 geändert)
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Mikrotypografie im Englischen (USA)

Michael Pabst
Beiträge gesamt: 2738

1. Jul 2020, 13:37
Beitrag # 2 von 20
Beitrag ID: #575953
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Hallo Sonnenkind,

meines Wissens wird das nach alter Schule hochgestellt. Das nicht (mehr) zu tun, wären Zugeständnisse an die Unzulänglichkeiten des heutigen digitalen Schriftverkehrs.

Viele Grüße
Michael


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Sonnenkind
Beiträge gesamt: 28

1. Jul 2020, 13:39
Beitrag # 3 von 20
Beitrag ID: #575954
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Danke!


als Antwort auf: [#575953]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Eric Soder
Beiträge gesamt: 44

1. Jul 2020, 13:42
Beitrag # 4 von 20
Beitrag ID: #575955
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Hallo Sonnenkind,

ja, dieses Hochstellen ist üblich. Ausserdem werden “Quotes” mit Anführungszeichen in der Form 66 oben (Anführung) und 99 oben (Abführung) verwendet und als Gedankenstrich ein Geviertstrich ohne Wortabstände like—this, gegenüber dem Halbgeviertstrich – mit Wortabstand – im Deutschen.

Gruss
Eric Soder

polygrafix.chfreiefarbe.decom2publish.ch


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Sonnenkind
Beiträge gesamt: 28

1. Jul 2020, 14:01
Beitrag # 5 von 20
Beitrag ID: #575956
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Vielen Dank für die Hilfe. Da ist noch etwas:
Als ich (in der Schule) Englisch gelernt habe, hieß es, in Überschriften werden (fast) alle Wörter groß geschrieben. Der Titel des Buches ist
Zitat The lunisolar calendar of the Germanic peoples

. Das müsste nach meiner Ansicht aber
so heißen:
Zitat The Lunisolar Calendar of the Germanic Peoples


Oder hat sich diese Regel geändert?

Gruß
Sonnenkind


als Antwort auf: [#575955]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 5166

1. Jul 2020, 14:01
Beitrag # 6 von 20
Beitrag ID: #575957
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Hallo Sonnenkind,

es gibt noch mehr Fußangeln. Beispielsweise die Position der abschließenden Interpunktion bei Zitaten. Die Amerikaner schreiben einen abschließenden Punkt, der nicht zum Zitat gehört innerhalb der Abführung am Ende des Zitats und Satzes. Die Briten außerhalb.
*****
Mit herzlichem Gruß,
Uwe Laubender


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Sonnenkind
Beiträge gesamt: 28

1. Jul 2020, 14:10
Beitrag # 7 von 20
Beitrag ID: #575958
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:-(


als Antwort auf: [#575957]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

MSchmitz
Beiträge gesamt: 545

1. Jul 2020, 14:18
Beitrag # 8 von 20
Beitrag ID: #575959
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wenn du magst, kannst du die hochstellung per GREP-stil oder GREP-suche erstellen.
der GREP kann z.b. so aussehen:
(?<=\d)(st|nd|rd|th)

Markus Schmitz
Büro für typographische Dienstleistungen
www.typodienst.de

Win 10 Professional (64bit) - ID CS4, CS 5.0, CS5.5, CS 6.0, CC2018, CC2019, CC2020


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

JohanneS.
Beiträge gesamt: 1053

1. Jul 2020, 14:51
Beitrag # 9 von 20
Beitrag ID: #575960
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Hi Sunchild,

No, don’t do this! Superscripts for ordinals are a mistake, introduced by Microsoft. 1st is right.

Johannes


als Antwort auf: [#575959]
(Dieser Beitrag wurde von JohanneS. am 1. Jul 2020, 14:52 geändert)

Mikrotypografie im Englischen (USA)

uswd
Beiträge gesamt: 269

1. Jul 2020, 16:30
Beitrag # 10 von 20
Beitrag ID: #575961
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Sehr empfehlenswert ist hierzu auch das CMOS (Chicago Manual of Style). Gibt's auch online (gegen Gebühr).


als Antwort auf: [#575960]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Vergem
Beiträge gesamt: 20

1. Jul 2020, 22:13
Beitrag # 11 von 20
Beitrag ID: #575962
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Sehr zu empfehlen sind auch die S. 320 bis 325 in: Forssman, Friedrich; Jong, Ralf de: Detailtypografie: Nachschlagewerk für Fragen zu Schrift und Satz. 4. Aufl. Mainz : Schmidt, 2008, auf denen ›mikrotypographische‹ Fragen erläutert werden.
Windows 10 x64, InDesign 17, Affinity Publisher 1.10


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Sonnenkind
Beiträge gesamt: 28

2. Jul 2020, 07:16
Beitrag # 12 von 20
Beitrag ID: #575963
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Hi Johannes,

Antwort auf: Hi Sunchild,

No, don’t do this! Superscripts for ordinals are a mistake, introduced by Microsoft. 1st is right.

Johannes


now I'm really confused. One says so and another one so.

Und für die Buchempfehlungen bedanke ich mich, aber nur für ein Buch als Freunschaftsdienst - das ist dann doch zu viel Aufwand.

Ich habe jetzt "Butterick’s Practical Typography" im Netz gefunden und da werde ich mich dran halten.

Danke nochmal für alle Empfehlungen und Tipps.

Sonnenkind


als Antwort auf: [#575960]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

kreativeminderheit
Beiträge gesamt: 90

2. Jul 2020, 08:17
Beitrag # 13 von 20
Beitrag ID: #575964
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Hallo Sonnenkind,

ich habe gute Erfahrungen damit gemacht es ("solche Dinge")
zu googlen und mir die BILDER anzuschauen.

Nach dem Motto: "Wie machen es denn die Amerikaner selber?"...

So bin ich mich mal für einen Kunden fündig geworden, ob in Amerika auf Visitenkarten eher ein "M" für "Mobile" genommen wird oder "C" für Cell. Das Ergebnis war fifty-fifty.

So war es auch interessant zu sehen, was man bei der Eingabe "4th" oder "1st" bei google (bei Bildern) zu sehen bekommt. Hauptsächlich ein hochgestelltes "th" bzw. "st"...
Natürlich auch Ausnahmen.

Aber auch hier entscheiden die Kollegen Gestalter auch schon mal anders, je nach "Drumherum" und Typo.

Das lässt sich vielleicht nicht ganz auf Fließtext / Buchtext umsetzen, aber es ist eine Tendenz.

Ich würde jetzt z.B. auch mal in die Bücherei gehen in mir amerikanische Bücher anschauen.
Auch damit hatte ich schon oft helfen können.

Da ich nun aber im Urlaub bin habe ich mich mal gerade durch ein paar amerikanische Bücher geklickt "Blick ins Buch"...

Ich habe mir einfach die aktullen Bücher herausgesucht.
Biografie von Michelle Obama, Melanie Trump und ein Buch von Barack Obama über seine Kindheit :-)...

Dabei bin ich auf folgende Angaben gestoßen:


Born on April 25, 1970...

On May 4, 1980...

And then, on September 11, 2001...


Das führt mich zu der Annahme, dass auch hier im Amerikanischen Abkürzungen vermieden werden und lieber ausgeschrieben wird, was ich für ein Buch auch für sehr gut halte.

Abkürzungen vermeiden, so gut es geht.
So handhabe ich das mindestens bei Fließtext auch, zu Gunsten der besseren Lesbarkeit.

Bei den oben aufgeführten Schreibweisen fällt mir auch gerade ein, dass ich bei Broschüren für Amerika (für eine Kundin) auch schon mal diese Frage aufkam und uns dann von Muttersprachlern
und dem Lektorat diese Schreibweise empfohlen wurde.

Ob das nun für Dich hilfreich ist, weiß ich nicht.

Ich danke Dir aber für die Frage ins Forum und dass ich mich somit auch noch mal intensiv damit beschäftigt habe.

Herzlichen Gruß

Charlotte


als Antwort auf: [#575952]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

JohanneS.
Beiträge gesamt: 1053

2. Jul 2020, 09:40
Beitrag # 14 von 20
Beitrag ID: #575966
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Moin Sonnenkind und Charlotte et al.,

ja, das ist selbstverständlich eine gute Idee, zu schauen, wie es die Muttersprachler machen.
Oder doch nicht, denn schauen wir Alles-Wisser (also Du und Du und Du und ich) in ein deutsches Buch, bekommen wir einen Schreck, so viele Fehler! Allein die Verlage aus Frankfurt am Mein können schon ihre Heimatstadt nicht richtig schreiben: Frankfurt/Main. Deppenapostrophe allerorten. Ligaturen – ein Trauerspiel.
In den USA ist das nicht besser. Ich erinnere mich an ein gut gestaltetes Buch aus einem anspruchsvollen Verlag, in dem unterschiedliche Gedankenstriche verwendet sind. Ein wenig hatte ich den Verdacht, dass liegt am Umfeld, ob in Zitaten oder Wiedergaben einerseits und «normaler» Text, also vom Autor selber, andererseits.

Forssman/de Jong – der Vollständigkeit halber – teilen meine Auffassung: nicht hochstellen.
Robert Bringhurst, The Elements of Typographic Style. Fourth Edition (version 4.1) von 2015 ist als US-Amerikaner und klassischer Gestalter für die Hochstellung. ((Das auch als Hinweis auf Groß-/Kleinschreibung in Titeln.))

Mach’s so oder so, aber immer so.

Grüße
Johannes


als Antwort auf: [#575964]

Mikrotypografie im Englischen (USA)

Quarz
  
Beiträge gesamt: 3476

2. Jul 2020, 11:45
Beitrag # 15 von 20
Beitrag ID: #575968
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Hallo Johannes,

Deine Antwort gefällt mir sehr :-)

Gruß Quarz
------------------------------
| Win10/64 Prof. | CS6 ver 8.1 |



als Antwort auf: [#575966]
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