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Mit welcher Farbtemperatur arbeitet ihr am Monitor bzw. im Workflow ?

WoWe
Beiträge gesamt: 11

28. Jan 2005, 11:54
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Hallo,

z.B. für einen Workflow Digicam --> Photoshop(AdobeRGB oder ECIRGB) --> RIP --> Drucker, ist es da besser durchgehend mit 6500 Kelvin am Monitor, Digicam und RIP-Profil zu arbeiten oder mit 5000 Kelvin, oder ... ?

Manche Digicams haben auch standardmäßig 5200 Kelvin und AdobeRGB eingestellt.

Vielen Dank für eure Tips

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Mit welcher Farbtemperatur arbeitet ihr am Monitor bzw. im Workflow ?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19057

28. Jan 2005, 14:51
Beitrag # 2 von 2
Beitrag ID: #140221
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Hallo WoWe,

heikles Thema, das...

Warum? Weil es irgendwie noch nicht so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Dazu kommt noch, das die Druckindustrie da m.E: in eine Sackgasse rennt mit ihrer D50 Beleuchtung.
Mir ist schon klar das dieses UV-freie Normlicht die Arbeit und das Abmustern im Druck erleichtert, bzw. erst möglich macht, aber für durchgehendes Colormanagment, ist es m.E. nicht zu gebrauchen.

Wir bekommen hier regelmässig die Aufnahmen von Mode-, Schmuck- und Sportartikelherstellern um die Ohren gehauen, wenn wir deren Produkte unter D50 abmustern. Viele der dort üblichen Pigmente, bzw. die bei Juwelieren übliche Beleuchtung passt einfach nicht zu D50. dementsprechend kommen dann, mit optischen Aufhellern eingefärbte Materialien völlig anders als geplant. Oft sogar an einem Produkt, wenn dieses aus mehrere verschiedenen Materialien hergestellt wird (Turnschuhe: Sohle Gummi, Obermaterial Leder oder Nubuk, Futter und Schnürsenkel dann noch mal 2 unterschiedliche Materialien) entsprechend wird dann auch mit völlig unterschiedlichen Pigmenten gefärbt. Unter 6500K Beleuchtung sieht dann alles schön Ton in Ton aus, aber unter 5000K schillert das eine in die eine Richtung und ein anderes Material in eine andere, oder eben alles in einer ganz anderen Farbe.

Die 2. Sache ist die, das ich noch keinen Monitor gesehen habe, der auf 5000K eingestellt auch wirklich einem daneben gehaltenen Bogen Proof oder Auflagenpapier entsprochen hat, das ist immer viel zu gilb. In der Regel fährt man mit Farbtemperaturen zwischen 5600 und 5800K recht gut, um ein neben dem Arbeitsplatz mit D50 beleuchtetes Papierweiß empfindungsgemäß am Monitor zu haben.

es gilt zwar die Regel, das das Auge sich ja mit seinem Weißpunkt anpasst und das funktioniert auch, wenn man mal eine halbe Stunde mit einem D50 Monitor Arbeitet, merkt man gar nicht mehr wie gelb das weiß ist. Aber für oben beschrieben Konstellation, bei der man Korrekturen nach Proof oder Andruck vornehmen will, bekommt man die Motten, weil sich das Auge eben bei jedem Blick auf das weißere Papier, wieder dort seine Eichung holt, und man dann beim Blick zurück aufs Display wieder die gelbe Dröhnung vor Augen hat.

Ich stelle in der Regel bei der Linearisierung vor der Profilierung die Displays auf eine Farbtemperatur die gut zu unserem Proofpapier passt, und komme dabei immer auf Werte zwischen 5600 und 5650K (und das ohne Messgerät an verschiedenen Arbeitsplätzen und Monitoren; als vergleichendes Messgerät taugt das Auge eine Menge ;-) ).

Und wir arbeiten dann folgendermassen:
Bildbearbeitung der frischen, rohen Aufnahmen mit Abgleich auf die Fotomuster unter D6500 (wg. optischen Aufhellern, und Papier ist hier eigentlich noch irrelevant). Dann wird geprooft und wenn der Proof Metameriefrei ist, sieht das geproofte Ergebnis unter D50 und D65 jeweils wie das gleich beleuchtete Fotomuster aus (nur leider funktioniert das nicht mit den aktuellen EPSON Ultrachrome Druckern, die Iris(e)e benehmen sich da wesentlich ziviler).

Aber wie auch immer, Fotomuster unter D65 und Proof unter D50 und Monitor mit optisch auf das Proofpapier angepasstem Weiß werden jetzt nochmals korrigiert, und funktionieren dann in der Regel für Fortdrucke sowohl unter D50 als auch unter D65.

Ich hab mal eine Simulation gebaut (simuliert ist dabei der optische Eindruck des Fotomusters unter D50).
Links die Aufnahme, wie sie die Kamera sieht, die in der Regel mit den optischen Aufhellern die größten Probleme hat.
In der Mitte ist die, wie gesagt simulierte, Anmutung des Musters unter D50 (wie sie der Kunde in der Regel überhaupt nicht mag), und rechts letztendlich die korrigierte Fassung, die das darstellt, was unter D65 oder Tageslicht beim Muster zu sehen ist. Und diese dorthin gedrehten Farben funktionieren dann auch für den Druck unter D50 Beleuchtung, weil die Problemfarben ja nun durch metameriefreie (oder zu mindestens unempfindliche) Druckfarben aufgebaut wird:

http://www.richard-ebv.de/...Aufheller-Gruppe.jpg


MfG

Thomas


als Antwort auf: [#140151]

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