[GastForen PrePress allgemein PDF in der Druckvorstufe Negative Bilder

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Ecki_SG
Beiträge gesamt: 66

5. Nov 2004, 09:09
Beitrag # 1 von 13
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Hallo alle zusammen,

ich habe ein Problem, wo mir zwar der Fehler im Ablauf bekannt ist, ich aber eine Erklärung brauche, wodurch das Resultat entsteht.
Also:

Ich habe gelieferte PDF Daten, kommen aus Quark 6.0 via DeviceN ausgegeben auf einem 6.0er Mac Distiller.
Inhalt Seiten sind S/W, die enthaltenen Bilder werden entsprechend als Schmuckfarbe Black angezeigt. Soweit so gut.
Die gelieferten Dateien sind Einzelseiten. Da unsere Ausschiesser auf Printers Pairs basieren, montieren wir ES PDFs vorher zu Printers Pairs um. Als universellste Lösung hat sich da ein simpler Preps Ausschiesser erwiesen den wir auf den Apogee Normalizer lenken (das Ganze ist ein Apogee Serie III Workflow).

Das funktioniert soweit so gut, ist auch ansonsten nicht unbedingt ein Problem, da wir das Resultat durch unsere Korrektoren prüfen lassen.
Nun kamen mal wieder zwei Fehler zusammen. Derjenige, der diese Printers Pairs gebaut hat, hat vergessen die InRip Separation im JobTicket abzuschalten. Und dann ging das Resultat logischerweise auch nicht ins Korrektorat, Murphy läßt grüssen.

Der Fehler ist nun der, das drei der insgesamt 14 Bilder negativ sind.
Schalte ich die InRip Sep aus, wie es sich gehört, sind sie richtig.

Ich habe die Ursprungsdatei also mal spaßehalber in ein Agfa PDF Rip geworfen: Alle Bilder ok.

Ich muß nur leider herausfinden, warum es nur diese drei Bilder betrifft und nicht alle.

Tja, das Problem ist, daß mich die Ideen die ich selber hatte (Transferkurven, Farbraumkonvertierung und evtl. angewandte falsche Überdruckeneinstellung) irgendwie nicht recht weiter an eine Lösung bringen.

Jemand so ein Phänomen schonmal gehabt und Tips wo ich noch suchen könnte?

Gruß
Stephan Eckner
Offset Kaiser

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pkleinheider
Beiträge gesamt:

5. Nov 2004, 09:13
Beitrag # 2 von 13
Beitrag ID: #121530
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Hallo

Hatt gestern ein ähnliches Problem: separiertes PS am Drucker OK, im PDF waren einige Bilder negativ.

Grund: Den Bildern war eine Transferkurve hinterlegt, die wir beim PDF erzeugen entfernt hatten

Lösung beim PDF-Erstellen: Transferkurve anwenden! Nie auf "beibehalten" stellen.

Eventuell sind es in Ihrem Fall auch Transferkurven. Prüfen Sie doch mal das PDF auf solche.

Gru:sse

Peter Kleinheider


als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
Beiträge gesamt: 66

5. Nov 2004, 09:20
Beitrag # 3 von 13
Beitrag ID: #121534
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Hab grad die Original Dateien bekommen, werd also mal die Bilder durchschauen...die Idee hatte ich auch schon, erinnere mich aber gerade daran, daß mein Prüfprofil Transferkurven killt. Ich werd das mal anhand der Original dateien prüfen.

Gruß Ecki


als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
Beiträge gesamt: 66

5. Nov 2004, 09:34
Beitrag # 4 von 13
Beitrag ID: #121541
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Also im gelieferten PDF finde ich keine Transferkurven...bin noch dabei die Originalbilder zuchekcen, sieht aber auch nicht danach aus.

Gruß Ecki


als Antwort auf: [#121527]

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Robert Zacherl
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5. Nov 2004, 09:40
Beitrag # 5 von 13
Beitrag ID: #121544
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Hallo Ecki,

mit welchem Werkzeug haben Sie das geprüft?
Wenn es darum geht festzustellen ob und wo Transferfunktionen, Rastereinstellungen usw. im PDF enthalten sind, dann führt meiner Meinung nach an Quite Revealing nichts vorbei (klappt auch in der 30 Tage Demoversion).

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
Beiträge gesamt: 66

5. Nov 2004, 10:30
Beitrag # 6 von 13
Beitrag ID: #121571
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Hallo Robert,

ich hab gerade mit Quite Revealing reingeschaut.
Es sind nirgends Transferkurven eingesetzt.
Die Überdruckeinstellungen zwischen einem Bild was falsch war, bzw. einem Bild was korrekt war, unterscheiden sich nicht.
Das Dokument enthält zwar Rasterinformationen, aber eben auch für alle Bilder die gleichen.

Was wäre denn in Theorie noch alles verantwortlich zu machen für soclh ein Verhalten?

Gruß Ecki

PS: Robert, ich bin der Ecki der früher bei Bense war...nur damit Du weißt wo Du mich hinstecken mußt.


als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
Beiträge gesamt: 66

5. Nov 2004, 10:38
Beitrag # 7 von 13
Beitrag ID: #121579
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Also ich hab gefunden was die drei Bilder von allen anderen unterscheidet:

Wenn ich mir die Farbräume aller Bilder anschaue, steht bei diesen:
Indiziert
---DeviceN

Bei allen anderen steht:
DeviceN
---CMYK

Kann mir jemand erklären, was dann da passiert?

Gruß Ecki


als Antwort auf: [#121527]
(Dieser Beitrag wurde von Ecki_SG am 5. Nov 2004, 10:39 geändert)

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Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

5. Nov 2004, 10:51
Beitrag # 8 von 13
Beitrag ID: #121585
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Hallo Ecki,

> PS: Robert, ich bin der Ecki der früher bei Bense war...nur damit Du weißt wo Du mich hinstecken mußt.

Ich habe es mir gedacht, war mir aber nicht sicher ;-)

Du schreibst, das sie in-RIP Separation im Jobticket ausgeschaltet sein muss. Warum? Betreibt Ihr Euren AGFA RIP standardmässig im in-RIP Separatiionsmodus? Selbst wenn, dann dürfte die Aktivierung per Jobticket doch eigentlich nichts Negatives bewirken.
Tritt die Invertierung den auch bei der PDF-Einzelseite auf, wenn zum Beispiel aus Acrobat 6 Professional per aktiviertem in-RIP Separationsmodus ausgegeben wird?

Zu Deiner Frage bezüglich "normalem" DeviceN und indiziertem DeviceN:
Ein indizierter DeviceN Farbraum ist ein Farbraum der vom Acrobat Distiller (oder AGFA Normalizer) dann generiert wird, wenn ein bild im DeviceN-Farbraum eingefärbt ist aber nicht mehr als 256 verschiedene Farb- oder Tonwerte aufweist. Um dann Speicherplatz zu sparen, wird die Indizierung eingesetzt, die diese maximal 256 verschiedenen Farbwerte in einer Tabelle hinterlegt und jedem Bildpunkt einen Tabelleneintrag zuweist.
Der Grundfarbraum eines Indizierten Farbraums kann jeder gültige PostScript-Farbraum sein außer Indexed und Pattern.

In Kurzform heißt das, dass Du sowohl Bilder mit mehr als 256 Farben und einige mit weniger oder maximal 256 Farben in dDeinem PDF hast.

Es gibt immer mal wieder Berichte von Anwender, dass indizierte PostScript- und PDF-Farbräume zu Belichtungsfehlern führen. Von einem AGFA-RIP habe ich soetwas aber bislang noch nicht gehört. Wenn überhaupt, dann denke ich eher, dass das Problem schon vorher entsteht, also z.B. beim Durchlaufen des Apogee-Workflows.
Deshalb meine Frage, ob das Problem auf basis der Einzelseite(n) nachvollziehbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#121527]

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pkleinheider
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5. Nov 2004, 10:51
Beitrag # 9 von 13
Beitrag ID: #121586
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Hallo Ecki

indizierte Farben deuten meist darauf hin, dass bei der PDF-Erstellung in einem Bild weniger als 256 Farbunterschiede vorhanden sind und diese mittels 8 bit und einer Indextabelle beschrieben werden. Das spart Speicherplatz (gegenüber 32 Bit für CYMK). Das ist eine Option inden Distillereinstellungen, für die es um UI keinen mir bekannten Knopf gibt und die standardmäßig aktiviert ist.

Moderen WV-Systeme sollten mit solchen Elementen jedoch kein Problem haben. Denn der eigentliche Farbwert ist immer der gleiche, egal ob indexed oder nicht. Aber die Praxis zeigt, das solche Farben immer wieder mal falsch interpretiert werden.

Was dabei im Detail passiert, kann ich leider nicht erklären.

Gru:sse

Peter Kleinheider


als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
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5. Nov 2004, 10:59
Beitrag # 10 von 13
Beitrag ID: #121590
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Hallo,

was indizierte Farben sind, ist mir schon klar. ANochmal in Kurzform was ich hier mache:

Ich baue aus der gelieferten Einzelseiten-PDF Printers Pairs.
Das mache ich, indem ich die auf dem Apogee Workflow ausschiesse, aber eben das ausgegebene PS nicht an ein RIP leite, sondern wieder in den Normalizer schiebe. Funktioniert hervorragend.
Da ich ja ein composite PDF verarbeite und auch wieder composite PDF haben will, muß/sollte dafür logischerweise die InRip ausgeschaltet sein.

Das hat derjenige, der diesen Fehler verbockt hat, aber vergessen.

Soweit so klar...ich muß aber jetzt erklären, warum es nur diese drei Bilder betrifft.

Wenn ich also diesen Job ausschiesse, die InRip Sep anhabe und das resultierende Postscript in den Normalizer schiebe, warum werden diese drei Bilder dann negativ? Ich nehme mal an, daß das was mit einer Farbraumkonvertierung zu tun hat, zumindest ist das der einzige erkennbare Unterschied dieser Bilder zu den restlichen.

Gruß Ecki


als Antwort auf: [#121527]

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Robert Zacherl
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5. Nov 2004, 11:38
Beitrag # 11 von 13
Beitrag ID: #121604
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Hallo Ecki,

passiert es denn auch, wenn Du die ausgeschossene PDF-Datei nicht vom AGFA Normalizer, sondern vom Acrobat Distiller 5.0.5 oder neuer generieren läßt?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
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5. Nov 2004, 11:57
Beitrag # 12 von 13
Beitrag ID: #121611
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Mit Distiller 6.0.1 Windows ist der Effekt derselbe, das Bild ist dann negativ.

Gruß Ecki


als Antwort auf: [#121527]

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Ecki_SG
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8. Nov 2004, 15:46
Beitrag # 13 von 13
Beitrag ID: #122362
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Ich habe mir vom Kunden die Xpress Daten und das Distiller Profil geben lassen. Das Distiller Profil hat zwei Böcke drin: Zum einen steht "Bei Druckkennlinien:" auf "Beibehalten" statt auf "Anwenden" und weil wir schon dabei sind haben die auch die Rasterinfos beibehalten.
Wenn ich die Drickkennlinien anwenden lasse und aus diesem Dokument dann über den beschriebenen Weg Doppelseiten baue, kann ruhig die InRip Separation anbleiben, die Dateien sind dann trotzdem richtig.
Ich frage mich jetzt nur interessehalber, was denn dann mit diesen indizierten Bilder passiert, wenn die Druckkennlinien nur angehängt sind?
Ich gehe davon aus, daß der Distiller diese beim Neuerstellen der PDF anwendet, weil ja die InRIp Sep an ist. Aber wieso genau werden die Bilder dann negativ? Ist der so "blöd", daß der fälschlicherweise die Helligkeitswerte eines Graustufenbildes nimmt und die auf den DeviceN anwendet? 100% Grau ist ja weiß, 100% Schwarz ist schwarz...würde mir erstmal sinnig erscheinen wieso die Bilder dann negativ werden.
Aber das ist nur meinerseits zusammengereimt.

Gruß Ecki



als Antwort auf: [#121527]
(Dieser Beitrag wurde von Ecki_SG am 8. Nov 2004, 15:48 geändert)
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