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Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 11871

19. Jul 2018, 12:06
Beitrag # 1 von 13
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Liebe Kollegen,

vor der Erstellung von Druckdaten (Werksatz) vergleiche ich gerne die aktuelle Version eines Dokuments mit einer früheren Version, um Umbruchverschiebungen im Text zu erkennen, zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Dazu platziere ich entweder die Seiten einer InDesign- oder einer PDF-Datei auf eine eigene (nichtdruckende) Ebene im Hintergrund (ganz unten).

Im Falle einer PDF-Datei ersetze ich dort vorher gerne den schwarzen Text durch eine signalgebende Volltonfarbe. Damit fallen Unterschiede schneller ins Auge (siehe Bildschirmfoto).


Nun hat mich ein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass das optisch noch weit besser zu lösen sei. Im Adobe InDesign Forum habe er vor langer Zeit einen Tipp von Branislav Milic gelesen, wonach mit einer speziellen Kombination von Objekteffekten (Füllmodus) deckungsgleiche Inhalte optisch quasi "verschwinden", am Ende also nur noch Stellen mit Abweichungen ins Auge fallen.
An das genaue Rezept erinnere er sich aber nicht mehr.

Von dieser mir einleuchtenden Idee fasziniert habe ich das inzwischen mit vielen möglichen Kombinationen ohne Erfolg durchgespielt.

Kennt (und verrät) einer der Mitleser diesen Trick?
Es geht in erster Linie um die Visualisierung von Verschiebungen im Text.
Deckungsgleicher Text von übereinandergelagerten Objekten (platzierte INDD- oder PDF-Seiten) soll unsichtbar werden.

Es kann sich dabei einerseits um eine Kombination aktueller Objekte in einem InDesign-Dokument mit den externen Objekten einer INDD oder PDF auf einer speziellen Ebene handeln (also ein früherer Zustand in eine "lebende" INDD platziert) oder andererseits um eine Kombination zweier Versionen platzierter INDD- oder PDF-Seiten auf unterschiedlichen Ebenen in einem "leeren" InDesign-Dokument.

Viele Grüße
Martin

(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 19. Jul 2018, 12:07 geändert)
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Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Jabadabadu
Beiträge gesamt: 218

19. Jul 2018, 12:28
Beitrag # 2 von 13
Beitrag ID: #564962
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Hallo Martin,
kann es das hier sein:

https://indesignsecrets.com/branislavs-great-ghost-technique.php
Viele Grüße

Jörn aka Jabadabadu

———————————————————————————————
Dr. Jörn Kobes @ www.computus-druck.com
Win 8/Win 10 — Creative Suite 2, 4, 5.5, 6, CC 2015.4, CC 2017
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als Antwort auf: [#564961]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Jabadabadu
Beiträge gesamt: 218

19. Jul 2018, 12:29
Beitrag # 3 von 13
Beitrag ID: #564963
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Nein, mein Fehler, das ist es nicht.
Viele Grüße

Jörn aka Jabadabadu

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Dr. Jörn Kobes @ www.computus-druck.com
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als Antwort auf: [#564962]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4377

19. Jul 2018, 12:33
Beitrag # 4 von 13
Beitrag ID: #564964
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Hallo,

ich kenne das in Photoshop wenn man zwei gleiche Seiten übereinanderlegt und dann die oberste Ebene per "Differenz"-Effekt verrechnen lässt. Das müsste dann in InDesign ebenso möglich sein.

Wenn es darum geht, mehrseitige Dokumente miteinander zu vergleichen würde ich evtl. auch mal in Acrobat die entsprechende Funktion "Dokumente vergleichen" probieren. Die findet auch sehr feine Unterschiede.

Noch besser macht es die Callas PDF-Toolbox, die das auch sehr gut visualisieren kann.

Gruß


als Antwort auf: [#564961]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 11871

19. Jul 2018, 13:03
Beitrag # 5 von 13
Beitrag ID: #564966
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Hallo Jörn,

danke für Deinen Hinweis.
Sieht auch interessant aus.
Ist aber, wie Du selbst erkannt hast, nicht ganz das, was ich erwarte.

Viele Grüße
Martin


als Antwort auf: [#564962]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 11871

19. Jul 2018, 13:13
Beitrag # 6 von 13
Beitrag ID: #564967
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Hallo Rohrfrei,

Antwort auf: die oberste Ebene per "Differenz"-Effekt verrechnen lässt. Das müsste dann in InDesign ebenso möglich sein.


Daran habe ich auch schon rumprobiert.
Aber es wollte mir nicht gelingen.

Antwort auf: Wenn es darum geht, mehrseitige Dokumente miteinander zu vergleichen würde ich evtl. auch mal in Acrobat die entsprechende Funktion "Dokumente vergleichen" probieren. Die findet auch sehr feine Unterschiede.

Noch besser macht es die Callas PDF-Toolbox, die das auch sehr gut visualisieren kann.


Das sind gute Tipps für mich selbst.
Werde das in Acrobat und der Callas PDF-Toolbox mal ausprobieren.

Aber diese spezielle Aufgabe (Visualisierung von Unterschieden durch Unsichtbarmachen von Übereinstimmung) ist Teil eines zu automatisierenden Workflows (Hochkonvertieren von zahlreichen alten InDesign-Dokumenten in eine aktuelle InDesign-Version), die innerhalb von InDesign mit Mitteln von InDesign gelöst werden soll.

Das Problem Deines Ansatz in diesem Workflow wäre, dass von den alten InDesign-Dateien möglicherweise keine entsprechenden PDF-Dateien vorliegen, die mit den aus der aktuellen InDesign-Version exportierten PDF-Dateien verglichen werden können.

Ich werde diesen Vorschlag trotzdem mal ins Spiel bringen.
Damit könnte man sich u.U. viel ermüdendes "Glotzen" ersparen.

Viele Grüße
Martin


als Antwort auf: [#564964]
(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 19. Jul 2018, 13:20 geändert)

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4377

19. Jul 2018, 15:48
Beitrag # 7 von 13
Beitrag ID: #564974
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Hallo,

Zitat Daran habe ich auch schon rumprobiert.
Aber es wollte mir nicht gelingen.

Also in Photoshop kann man so wirklich die winzigsten Veränderungen auf einen Blick erkennen. Ich gehe daher davon aus, dass das die von dir gewünschte Lösung ist.

Wenn es in Photoshop funktioniert, müsste es (theoretisch) auch in InDesign funktionieren, da die Verrechnungsmethode identisch ist. Der Unterschied ist, dass in Photoshop die "Differenz" quasi als Ebeneneffekt auf die oberste "Seite" KOMPLETT angewendet wird, d.h. es werden automatisch alle Seitenbestandteile (was in Photoshop logischerweise ja nur Pixel sind) berücksichtigt. Ebenso ist in Photoshop die oberste Ebene NICHT transparent, wenn man sie vorher auf die Hintergrundebene reduziert hat.

In InDesign sind vermutlich viele einzelne Objekte auf der Seite enthalten und so wie in Photoshop kann man einer Ebene ja keinen Ebeneneffekt zuweisen. Evtl. ist das schon das Problem? Hilft es, wenn man hier noch eine "weiße" Ebene einfügt? Entweder als Zwischenebene oder als Hintergrundobjekt.

Gruß


als Antwort auf: [#564967]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 11871

19. Jul 2018, 16:46
Beitrag # 8 von 13
Beitrag ID: #564975
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Hallo Rohrfrei,

inzwischen habe ich beobachtet, dass bei Überlappung von farbigem Text über den Differenzfüllmodus schwarzer Text entsteht. Die Differenz scheint demnach etwas zu bewirken. Wenn bei der Überlappung von schwarzem Text freilich wieder schwarzer Text herauskommt, dann ist optisch nicht viel gewonnen.


Zu Deinem Vorschlag mit der "weissen Ebene".
Habe zwischen die beiden überlagernden Objekte einen graphischen Rahmen mit "Papier"-Füllung eingefügt. Das Objekt auf der obersten Ebene und der graphische Rahmen haben den Füllmodus "Differenz" zugewiesen bekommen. Das Ergebnis: Bildschirmfoto

Im Bildschirmfoto ist der weiße Rahmen, der nur teilweise das darunterliegende Objekt überdeckt ausgewählt. So kann man schnell erkennen, worin der Unterschied zwischen Beteiligung und Nichtbeteiligung des Rahmens liegt.

Ein zweites Beispiel: Bildschirmfoto
Im unteren Bereich wieder mit dem dazwischengeschobenen graphischen Rahmen mit Farbe Papier.

Auf der untersten Ebene liegt ein einfacher Textrahmen mit Text.
Dieser wurde als PDF exportiert und ganz oben eingefügt.
Dazwischen der graphische Rahmen mit Papier.
Im Text unten wurde das "G" des Gummibärchens in ein "K" verfälscht.

Die Konturen rühren wohl daher, dass InDesign- und PDF-Darstellung eine geringfügige Abweichung aufweisen (unterschiedliches Rendering?).
Aber das kommt dem gewünschten Effekt schon ziemlich nahe.

Werde da noch etwas weiter herumexperimentieren.
Die Kombi "Differenz" und die "weisse Ebene" dazwischen sind wegweisend.
(Bin jetzt aber erst mal auf einer anderen Buastelle zugange.)

Danke für den Tipp.


Und so sieht es übrigens aus, wenn die beiden zu vergleichenden Objekte nicht mehr überlappen sondern gegeneinander verschoben sind: Bildschirmfoto.

Viele Grüße
Martin


als Antwort auf: [#564974]
(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 19. Jul 2018, 16:47 geändert)

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 4148

19. Jul 2018, 21:32
Beitrag # 9 von 13
Beitrag ID: #564984
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Antwort auf: … Wenn es darum geht, mehrseitige Dokumente miteinander zu vergleichen würde ich evtl. auch mal in Acrobat die entsprechende Funktion "Dokumente vergleichen" probieren. Die findet auch sehr feine Unterschiede.…


Hallo rohrfrei,
ich hatte mal die Funtion "Dokumente vergleichen" kurz nach Einführung ausgiebig getestet. Man sollte sich nicht hundertprozentig drauf verlassen, dass die alles findet. Gibt auch falsche Fundstellen. Und Dinge, die übersehen werden.

Hier mal ein paar Beispiele von damals, die Acrobat-Entwickler wollten Feedback von den InDesign-Usern ( tja, und sie bekamen den ):

Compare Files - Acrobat
Varinder.Saini Dec 12, 2016
https://forums.adobe.com/message/9196073#9196073

Ob sich das mittlerweile gebessert hat, kann ich nicht sagen. Hab' die Funktion seitdem nicht mehr angerührt.
*****
Mit herzlichem Gruß,
Uwe Laubender


als Antwort auf: [#564964]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 4148

19. Jul 2018, 21:39
Beitrag # 10 von 13
Beitrag ID: #564985
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Hallo Martin,
was mir die ganze Zeit im Hinterkopf in Erinnerung war, hab' ich nun gefunden.
Kasyan Servetsky schrieb mal ein Skript, das nach optischen Gesichtspunkten zwei InDesign-Dokumente vergleicht, die die selbe Seitenanzahl, die selbe Seitengröße und -ausrichtung haben:

Compare two documents
Script for InDesign CS3 and CS4
http://www.kasyan.ho.com.ua/...e_two_documents.html

Nachgereicht, die Grundlagen:

Document Differencing
Mike Rankin August 20, 2009
https://indesignsecrets.com/...ent-differencing.php
*****
Mit herzlichem Gruß,
Uwe Laubender


als Antwort auf: [#564975]
(Dieser Beitrag wurde von Uwe Laubender am 19. Jul 2018, 21:47 geändert)

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 17814

19. Jul 2018, 21:57
Beitrag # 11 von 13
Beitrag ID: #564986
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Antwort auf: Werde da noch etwas weiter herumexperimentieren.
Die Kombi "Differenz" und die "weisse Ebene" dazwischen sind wegweisend.

Ich hab das hier gerade mal mit 2 Korrekturstufen eines Katalog-PDFs nachvollzogen. Hier ergeben sich an den stellen die nicht identisch sind, graue oder anderweitig abweichende Flächen. Alles was 1:1 ist ist rein schwarz.
Gefähr bei der Methode ist, das ein komplett fehlender schwarzer Text zur gleichen Darstellung führt.

Allerdings verwende ich auch keine Zwischenebene in Papierweiß. Bei mir ist das untere PDF normal das darüberliegende auf Differenz, 100%.


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
http://www.hilfdirselbst.ch/info/


als Antwort auf: [#564975]

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 11871

20. Jul 2018, 07:36
Beitrag # 12 von 13
Beitrag ID: #564988
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Cool, Uwe,

vermutlich handelt es sich beim Beitrag von Mike Rankin um denjenigen, der im eingangs erwähnten Beitrag gemeint war. ;-)


Beispiel
2 platzierte Seiten aus externen InDesign-Dokumenten.
Beiden Objekten die Flächefarbe "Papier" und Füllmethode "Differenz" zugewiesen.
Ansicht: Überdruckenvorschau.

Ergebnisse
Dort wo die beiden platzierten InDesign-Dokumente übereinstimmen, ist eine gleichmäßige Fläche (schwarz oder weiß) zu sehen; dort wo es Unterschiede (hier im Text) gibt, treten diese optisch in der Gegenfarbe (weiss auf schwarz oder schwarz auf weiss) hervor.

zwei überlagernde Objekte allein
zwei überlagernde Objekte mit einer weißen Fläche darüber (oberste Ebene, ebenfalls Flächenfarbe "Papier" und Füllmodus "Differenz")


Das sieht richtig gut aus und scheint genau das zu sein, wonach ich gesucht habe.

Priml!
Vielen Dank für Deine Hinweise und die Hinweise all der anderen an der Diskussion Beteiligten.
"Differenz" und "Weiss"/"Papier" sind die zielführenden Stichworte.


Antwort auf [ Thomas ] Allerdings verwende ich auch keine Zwischenebene in Papierweiß. Bei mir ist das untere PDF normal das darüberliegende auf Differenz, 100%.

Genau das bewirkt Wunder: Leg mal ein weisses Objekt Papier mit Füllmodus "Differenz" über die beiden platzierten PDF-Seiten. Damit werden nach meinem Dafürhalten die Unterschiede deutlicher sichtbar.

Im Übrigen werden damit auch fehlende Textzeilen - egal, ob im oberen oder unteren Objekt - sichtbar: Bildschirmfoto.

Viele Grüße
Martin


als Antwort auf: [#564985]
(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 20. Jul 2018, 07:45 geändert)

Optischer Vergleich zweier Versionen eines Dokuments

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 17814

20. Jul 2018, 12:06
Beitrag # 13 von 13
Beitrag ID: #564993
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Aaah, jetzt, ja!

Danke fürs aufwecken.


als Antwort auf: [#564988]
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Aktuell

Veranstaltungen

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen. pdf-icon Hier eine kleine Anleitung.

Veranstaltungen
26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

Nein

Organisator: IDUG Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailchristoph.steffens AT gmail DOT com

https://idug47.eventbrite.de

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27.09.2018

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Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

Infoveranstaltung

Das Angebot an Publishing-Software ist gross. Deshalb empfiehlt sich eine externe Beratung durch unabhängige Software-Experten aus der jeweiligen Branche. Nicht immer muss es eine teure Mietlösung sein, die nach Beendigung der Mietdauer einem nicht einmal gehört. Es gibt sehr gute und auch in der Qualität ausreichende Alternativen, ja sogar kostenlose Freeware. Lassen Sie sich an diesem Abend einmal vor Augen führen, was diese Programme können und wie viel sie kosten.

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