Antwort auf: Wobei ich selten das zu sehen bekomme, was der Kunde bei sich sieht. Ich will aber Farbdiskussionen vermeiden, die auf eine unzulängliche oder sogar völlig falsche Darstellung beim Kunden zurückzuführen sind. Dabei bewege ich mich mit dieser Verfahrensweise offenbar in ruhigem Fahrwasser. Mag sein, dass das bei anderen Workflows anders sein kann.
In der Tat ist diese Methode nicht von der Hand zu weisen, da du in dem Fall alles richtig gemacht hast: Farben auf den 'üblichen/klasssischen' Farbraum gesetzt und das dazu passende s-RGB Profil mitgeliefert – so kann und sollte es perfekt klappen.
Bei mir ist es allerdings andersrum, ich komme irgendwo hin um mich um die Farben zu kümmern, und sehe gar schauderliches. Un das ist in den letzten Jahren zunehmend das folgende Szenario: Wide-Gammut Bildschirme mit Adobe-RGB Gamut oder gar noch größer, mit keinerlei Colormanagement in den Viewern (weder Browser noch PDF noch den anderen Programmen mit denen täglich gearbeitet wird). Da kann man über die vermurkste Graubalance bei un- oder fehlprofiliertem CMYK Material, fast glücklich sein.
Wenn diese Konstellation s-RGB Daten vorgesetzt bekommen, die nicht mittels Colormanagement auf diesen Gamut gedrosselt werden, ist alles quitschebunt mit brandigen Gesichtern. Bei CMYK Material greift demgegenüber oft eine interne Transformation die zu mindestens in Sachen Übersättigung deutlich glimpflicher mit den Farben umgeht.