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Pantone proofen

olvradam
Beiträge gesamt: 249

21. Jun 2005, 17:57
Beitrag # 1 von 11
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Hi!

Ich habe einen Briefbogen mit Pantone-Farben angelegt - anhand des Farbfächers »Pantone Tints uncoated« auch Abstufungen (etwa 10% Pantone Uncoated 355U). Obwohl ich alles wunderschön anlegen kann, möchte ich doch einen möglichst farbverbindlichen Proof erstellen lassen, um ihn mir vom Kunden abzeichnen zu lassen. Funktioniert das exakt? Und wenn ja, mit welchem Verfahren? Reichen Software-Lösungen à la BEST aus, oder sind andere Verfahren in Betracht zu ziehen?

Liebe Grüße

Oliver
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Pantone proofen

Christoph Steffens
Beiträge gesamt: 4865

21. Jun 2005, 19:02
Beitrag # 2 von 11
Beitrag ID: #173611
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Hallo,
eines muss klar sein: Kein Proofer der Welt kann Sonderfarben aufs Papier bringen. Alle sind gezwungen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Farben (also in der Regel 4) die Sonderfarben, sei es nun HKS oder Pantone, zu simulieren.

Das geht unterschiedlich gut. Teilweise können die SF simuliert werden, aber zu einem Großteil eben nicht. Man denke nur an Gold oder leuchtende Farben. Weil man ja Farben drucken wollte, die 4c nichtabdecken kann, hat man ja (u.a.) SF erfunden...

Wie gut das jetzt Dein Proofer kann, kann dir nur die Erfahrung oder ein Blick ins Handbuch sagen. Es gibt Drucker, die eine Matrix hinterlegt haben, wie bestimmte Pantone Farben in CMYK konvertiert werden müssen. Dann gilt aber immer noch eben genannte Einschränkung (Farbraum zu klein).

Welches RIP nun für deine SF das richtige ist, kommt u.a. auf die SF an.

Grüßle
Christoph Steffens

http://www.eventbrite.de/o/idug-stuttgart-8157231696


als Antwort auf: [#173604]
(Dieser Beitrag wurde von Christoph steffens am 21. Jun 2005, 19:03 geändert)

Pantone proofen

olvradam
Beiträge gesamt: 249

21. Jun 2005, 19:15
Beitrag # 3 von 11
Beitrag ID: #173615
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Hi,

die Problematik ist mir im Prinzip klar. Es geht hier konkret um einen Grünton (Pantone 355U) sowie einen Grauton (Pantone 431U), die an sich von der Farbanmutung her mit 4c-Prozessfarben näherungsweise wiedergegeben werden könnten. Wichtig sind mir vor allem die Abstufungen und das ungestrichene Papier: Ist alles harmonisch?

Tintenstrahldrucker, die ja zum Proofen immer häufiger eingesetzt werden, haben doch einen größeren Farbraum als die CMYK-ISO-Offsetskala. Wie sieht denn da die Näherung aus?


Liebe Grüße, Oliver


Liebe Grüße, Oliver


als Antwort auf: [#173611]

Pantone proofen

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19062

22. Jun 2005, 12:25
Beitrag # 4 von 11
Beitrag ID: #173786
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Hallo Oliver,

im Prinzip ist das mit den beiden kein Problem.
P355U liegt mit Lab 53/-47/20 gut im ISOcoated mit 84/13/80/0
P431U liegt mit Lab 44/-1/-6 auch im ISOcoated (aber wohl auch jedem anderen CMYK Farbraum ;-) mit 54/44/37/27.

Man muss aber drauf achten das die RIs abgestimmt sind, denn gerade bei diesen bunten Farben sind da die Ergebnisse sehr unterschiedlich.
Sonderfarben die Innerhalb des Prooferfarbraums aber ausserhalb der ISOAnpassung leigen sind auch immer mit einiger Testerei verbunden.
Und was noch dazu kommt: Bei den Pantone Farben einer Fächerseite handelt es sich ja in der Regel um den selben Farbton in unterschiedlichen Abtönungen. Wenn da der dunkelste, satteste im Proofer Farbraum liegt, hießt das noch lange nicht, das die hellen das auch tun.

Anbei mal 2 Visualisierungen der HKS-K Farben im Vegleich zum ISOcoated Farbraum:
http://www.richard-ebv.de/...KS-KvsISOcoated1.png
http://www.richard-ebv.de/...HKS-KvsISOcoated.png


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
http://www.hilfdirselbst.ch/info/


als Antwort auf: [#173615]

Pantone proofen

Obermayr
Beiträge gesamt: 542

22. Jun 2005, 13:31
Beitrag # 5 von 11
Beitrag ID: #173806
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Hallo Herr Reichard!

Das ist ja interessant:

Anbei mal 2 Visualisierungen der HKS-K Farben im Vegleich zum ISOcoated Farbraum:
http://www.richard-ebv.de/...KS-KvsISOcoated1.png
http://www.richard-ebv.de/...HKS-KvsISOcoated.png

Was ich noch gerne wissen würde:
- Haben Sie die Farbwerte für HKS selbst nachgemessen, oder gibt es hier irgendwo eine Art vorgabe des Herstellers, wie die Farben wiedergegeben werden sollten?
- Wie sieht es aus mit HKS 13 und 14? Wie sind die spezifiert und liegen die noch innerhalb von ISOCoated? (Wir haben zur Zeit darüber eine kleine Diskussion mit einem Kunden).

MfG

Georg Obermayr

------
NEU: Das Buch zu agilem Publishing:
http://www.agile-publishing.de/go-book

Twitter: http://www.twitter.com/georgobermayr


als Antwort auf: [#173786]

Pantone proofen

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19062

22. Jun 2005, 14:36
Beitrag # 6 von 11
Beitrag ID: #173814
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Hallo Herr Obermayer ( ;-) Das 'e' hat ich noch gut),

Antwort auf: Hallo Herr Reichard!

Was ich noch gerne wissen würde:
- Haben Sie die Farbwerte für HKS selbst nachgemessen, oder gibt es hier irgendwo eine Art vorgabe des Herstellers, wie die Farben wiedergegeben werden sollten?

Das sind Werte von mehreren selbst vermessenen HKS Fächern, wobei ich mich letztendlich für die Werte entschieden habe, wo
a) der Fächer am frischesten war und aussah und
b) die Werte am nächsten zu denen in der Photoshop Liste lagen.

Damit sind wir auch schon bei der nächsten Frage:
Es gibt eine in den Farbpaletten Von Photoshop für HKS K,N,E und Z

Antwort auf: - Wie sieht es aus mit HKS 13 und 14? Wie sind die spezifiert und liegen die noch innerhalb von ISOCoated? (Wir haben zur Zeit darüber eine kleine Diskussion mit einem Kunden).


Während HKS 14K mit einem DeltaE von 2,2 bei 96/98 noch gut dasteht und auch 100M100Y mit Ddelta E von knapp 3 gut ist, ist die Sache bei HKS 13 etwas anders.

Der von PS vorgeschlagene Näherungswert für ISOcoated (abs Farbmetr. RI) ist 93M100Y und das liegt mit einem DeltaE von 13,6 doch schon jwd.

Die meinigen Messwerte zu den beiden HKS Farben betragen übrigens:
HKS13: 53/74,3/55,2
HKS14: 49/69,9/50
Zeigen also wie nahe sie an den Adobe'schen Referenzwerten liegen. (DeltaE von 3,2 und 2,2)

Das Profil habe ich hier mal abgelegt, wobei es eher Spielzeug ohne wirklichen praktischen nutzen darstellt:
http://www.richard-ebv.de/...es/HDS/HKS-K.icc.zip


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
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als Antwort auf: [#173806]

Pantone proofen

Obermayr
Beiträge gesamt: 542

22. Jun 2005, 15:31
Beitrag # 7 von 11
Beitrag ID: #173843
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Hallo Herr Richard (jetzt stimmts!)

Vielen Dank. Das hilft mir doch schon ein ganzes Stück weiter!

Wir haben momentan die etwas seltsame Diskussion, wieso bestimmtes Sonderfarben nicht in Euroskala umgesetzt werden können. Mit Ihrem Material kann ich meine Aussagen messtechnisch etwas unterfüttern!

Grüße

Georg Obermayr

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als Antwort auf: [#173814]

Pantone proofen

christiandigital
Beiträge gesamt: 489

22. Jun 2005, 18:10
Beitrag # 8 von 11
Beitrag ID: #173880
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Alle Vorteile des Kontrakproofs nach ISO schätzend, stelle ich einfach mal die Frage in den Raum, warum es dann den Andruck gibt ;-)

Sonderfarben können nur in sehr begrenztem Maß geprooft werden, so daß ein ungefährer Farbeindruck entsteht.

Die ganzen Farblisten von PSH und Co sind letzlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, doch eine Orientierungshilfe.

Ich habe für Schulungszwecke 5 HKS K-Fächer und dort den Ton HKS 42 (100c/80m!) den verblüften Teilnehmern präsentiert, "Welcher der 5 Fächer ist den nun verbindlich" war das ergebnis und HKS 42 ist im CMYK-Modus nur unbefriedigend widerzugeben.

Try and dann try zu vermitteln, das eben nicht alles im Mehrfarbdruck geht.
______________________________

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Kurz

www.koenigreich.com

Alles wird gut.
______________________________


als Antwort auf: [#173843]

Pantone proofen

Thomas Richard
  
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23. Jun 2005, 02:33
Beitrag # 9 von 11
Beitrag ID: #173940
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Hallo Christian,

Antwort auf: Alle Vorteile des Kontraktproofs nach ISO schätzend, stelle ich einfach mal die Frage in den Raum, warum es dann den Andruck gibt ;-).


Es gibt noch Andrucker? Wo?

Antwort auf: Sonderfarben können nur in sehr begrenztem Maß geprooft werden, so daß ein ungefährer Farbeindruck entsteht.


Wenn man sich mal den ungedrosselten Farbraum anschaut, den ein Irisproofer zustande bringt, fragt man sich schon, wofür es so viele Sonderfarben gibt. Aus dem HKS Fächer haben da vielleicht noch 3 oder 4 ihre Probleme, bei Adobe nicht viel mehr, außer eben den Nachtleuchtfarben und den Metalleffekt Farben.
Die ganzen Farblisten von PSH und Co sind letzlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, doch eine Orientierungshilfe..

Kommt immer drauf an. Bei HKS passt es eigentlich ganz gut zu selbst vermessenen Fächern, und die dort abgedruckten Farben lassen sich im Druck ja auch erzielen. Bei Pantone sieht das schon wieder ganz anders aus. Da habe ich mehr als doppelt so hohe Differenzen zu vermessenen Fächern, und die dort vermessenen Farben lassen sich dann wiederum nicht 1:1 im Druck erzielen.

Antwort auf: Ich habe für Schulungszwecke 5 HKS K-Fächer und dort den Ton HKS 42 (100c/80m!) den verblüften Teilnehmern präsentiert, "Welcher der 5 Fächer ist den nun verbindlich" war das ergebnis und HKS 42 ist im CMYK-Modus nur unbefriedigend widerzugeben.


Da weiss ich ja jetzt nicht, was schlimmer ist. Die Farbtabellen in PS oder solche überholten Richtwerte, die wenn überhaupt noch zur alten Euroskala passen.

Antwort auf: Try and dann try zu vermitteln, das eben nicht alles im Mehrfarbdruck geht.


Das ist klar, aber ob es geht oder nicht, und wenn nicht, zu welchem Preis wieviel mehr geht, lässt sich anhand der Werkzeuge die einem das CM an die Hand gibt schon recht gut abschätzen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#173880]

Pantone proofen

christiandigital
Beiträge gesamt: 489

23. Jun 2005, 11:50
Beitrag # 10 von 11
Beitrag ID: #173991
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1. Ja sicher, ich arbeite seit jahren mit einem in stuttgart zusammen, auch andrucke auf der auflagenmaschine mache ich regelmässig.

2. richtig, eine reihe von sonderfarben können nicht geprooft werden, was für mich eben ein sehr begrenztes maß an proofbaren farben darstellt.

3. das stimme ich voll zu.


4. Richtwerte bei sonderfarben sind und bleiben richtwerte, sobald der drucker an den zonenschrauben dreht, weil es der kunde will, war die arbeit vorher umsonst, vor allem bei dem versuch sonderfarben zu simulieren, die im vierteltonbereich passieren.

5. Da hast du recht, nur ist es mehr als ärgerlich, sich den mund fusslig zu reden und die kostenschere erlaubt nur proof statt andruck und dann muss der drucker die maschine stoppen, weil der gedachte überdruckenede silberspot sch... aussieht. schon erlebt... da waren die kosten für maschinenstillstand und neuem plattensatz wesentlich über denen eines andrucks ;-)
______________________________

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Kurz

www.koenigreich.com

Alles wird gut.
______________________________


als Antwort auf: [#173940]

Pantone proofen

Thomas Richard
  
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23. Jun 2005, 17:57
Beitrag # 11 von 11
Beitrag ID: #174079
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Hallo Christian,

Antwort auf: 4. Richtwerte bei sonderfarben sind und bleiben richtwerte, sobald der drucker an den zonenschrauben dreht, weil es der kunde will, war die arbeit vorher umsonst, vor allem bei dem versuch sonderfarben zu simulieren, die im vierteltonbereich passieren.


Sonderfarben die im Pastell und Aquarell Bereich liegen sind wieder eine ganz andere Geschichte.

Selbst aufgerasterte hochpigmentierte Sonderfarben kommen durch den Lichtfang der Rasterung nicht an die Brillanz wie verschnittene Sonderfarben, wie sie auf den oberen Feldern der Pantonefächer zu finden sind.

zu 5.

Gerade bei Effektfarben geht nichts über einen Andruck. Aber selbst nicht in CMYK erzielbare Farben kann man gut proofen, aber eben nicht mal eben durch Eingabe eines Lab Wertes.
Die Sonderfarbanpassungen auf unseren Proofern für Hausfarben einiger Kunden brauchten auch immer eine Reihe von Durchgängen bis sie saßen.

Antwort auf: Reproduktioner sind umständliche Menschen und darauf sind wir stolz!


Mein alter Chef meinte in dem Zusammenhang immer:
"In der Branche werden Millimeter zu Kilometern."


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#173991]
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