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Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

myshkin
Beiträge gesamt: 5

13. Aug 2011, 14:54
Beitrag # 1 von 8
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Moin,

wie viele Pfadpunkte bzw. wie viele Pfade kann ein modernes Ausgabegerät (inkjet plotter Posterformat, Belichter, RIP etc.) problemlos pro Polygon/ pro Illustration/ pro PDF-Dokument verarbeiten?
Was genau kann dabei zu Problemen führen und wieso?
Wo finde ich dazu verbindliche aktuelle Aussagen und Zahlenangaben - ideal wäre *englischsprachig* - number of nodes?

Hintergrund:
Die zahlreichen Abbildungen für ein wissenschaftliches Buch, Vektor-Plots aus MATLAB, verhalten sich auf dem MacPro trotz Knotenzahl >120.000 völlig unauffällig: Editieren in AI, Platzieren in ID, PDF über Distiller, alles perfekt. Das PitStop Prüfprofil (Offset-Druck 4C) gibt jedoch max. 8000 Knoten vor. Ich würde dem Buchautor gerne oben erfragte Infos geben, damit er seine EPSe so erzeugen kann, dass sie weitgehend problemlos verwendbar sind, auch ohne dass ich tief in die "Adobe-Trickkiste" greife. Andere Details haben wir schon erfolgreich justiert.

Herzlichen Dank vorab,

myshkin


PS:
Whow - das war eine Premiere… nach Jahren stillen Mitlesens ;-)

(Dieser Beitrag wurde von myshkin am 13. Aug 2011, 14:56 geändert)
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Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 5232

13. Aug 2011, 17:27
Beitrag # 2 von 8
Beitrag ID: #478142
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Hallo, myshkin!
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Einstand auf HDS.
Ich kann Deine Frage leider nicht beantworten.

Vielleicht bist Du mit diesem Thread auch besser in der Abteilung "PDF in der Druckvorstufe" aufgehoben. Falls einer der Moderatoren hier mitliest, kann er Deine Abfrage möglicherweise dorthin verschieben…

MacBook Pro 2.4GHz | OS X 10.5.8 | Adobe CS3/CS4/CS5/CS5.5 Design Premium


als Antwort auf: [#478135]

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

myshkin
Beiträge gesamt: 5

17. Aug 2011, 08:17
Beitrag # 3 von 8
Beitrag ID: #478306
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Hallo,
Danke für die freundliche Begrüßung hier bei HDS!
Das Verschieben des Thread hat offenbar geklappt - nur bisher ohne Resonanz...
Ich habe inzwischen weiter recherchiert. U.a. Adobe support und Adobe help liefern gute, allgemeine Aussagen zu "VMerror", "limitcheck" oder "Create efficient Illustrator files" - leider nicht die von mir eigentlich gesuchten Erfahrungswerte, Zahlen oder "Hausnummern"-Angaben.
LG
myshkin


als Antwort auf: [#478142]
(Dieser Beitrag wurde von myshkin am 17. Aug 2011, 08:24 geändert)

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2298

17. Aug 2011, 11:02
Beitrag # 4 von 8
Beitrag ID: #478319
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hallo myshkin,

ich denke so, wie ich Deine Frage verstanden habe, wird sich das auch schwer bis gar nicht konkret, nicht einmal "allgemeingültig" beantworten lassen.

Ab und zu, vielleicht zweimal im Jahr erlebe ich beim Rippen (Harlekin-RIP, screen-Platesetter) von Offset-Platten im Format bis ca 70 x 100 cm (also A1 "Überformat") die besagten Meldungen VMerror und limitcheck.

Durch von Unkenntnis beseelte, geradezu willkürliche Änderungen in den standardmässig eingestellten Speicherzuweisungen des RIPs (Network-Buffer und Pagebuffer) gelang es dann nur ein einziges Mal nicht, die ausgeschossene Form zu rippen, weswegen ich Neudaten anfordern musste.

Es gibt verschiedene RIPs auf verschiedenen Rechnern mit unterschiedlichen Rechen- + Speicherkapazitäten, kaum eines ist gleich konfiguriert.

Plotter, zumindest der, mit dem ich zu tun habe, dürften in aller Regel mit deutlich weniger Arbeitsspeicher bestückt sein, als RIP-Workstations.

Nicht zuletzt: Bei Broschüren oder Buchproduktion werden Druckformen mit 4, 8 oder 16-Seiten belichtet. Da nutzt es gar nichts zu wissen das 168-seitige Dokument darf insgesamt so und so viel Pfadpunkte enthalten, auch nicht "pro Seite sind höchstens so und so viel erlaubt", bestenfalls pro Druckform, weil von insgesamt 560.000 auf Seite 150 schon einmal 200.600 vorhanden sind und dieser (vorletzte) 8-Seiter-Bogen jetzt aber zu zwei Nutzen ausgeschossen wurde...

Für eine so sorgfältige Vorbereitung, wie Du sie anstrebst, sehe ich nur zwei Möglichkeiten:

Wenn ihr schon wisst, wie bei wem produziert wird: Einfach Testen...

oder

Frag doch einmal direkt beim PitStop-Support an, wie die auf die Zahl 8000 gekommen sind, ich vermute, dass ist auch nur mehr oder weniger willkürlich auf der "sicheren Seite" angesiedelt.


Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#478306]

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

myshkin
Beiträge gesamt: 5

17. Aug 2011, 16:48
Beitrag # 5 von 8
Beitrag ID: #478360
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Hallo Ulrich,

Danke für Deine anschaulichen Überlegungen!
Stimmt... wie hoch die Speicherkapazitäten der Plotter oder RIPs oder gar die Druckbogen aussehen werden, auf dem die Abbildungen letztendlich landen könnten, lässt sich überhaupt nicht abschätzen.

Der Urheber weiß allerdings exakt, mit wie vielen hunderttausend Datenpunkte er seine Modellierungssoftware füttert. Er kann ggf. diese Anzahl vorab dezimieren und damit parallel eine "druckerfreundliche" geringer aufgelöste Version generieren. Das erzeugte EPS oder PDF selbst ist übrigens < 1MB leicht.

Noch eine Vermutung/ Frage in diesem Zusammenhang:
Behandelt ein RIP/ PostScript Interpreter ein Polygon eigentlich anders, wenn dasselbe Polygon einmal als **gefüllten Fläche ohne Konturfarbe** und im anderen Fall als z.B. **schwarze Konturlinie** vorliegt - d.h. werden große Ankerpunktzahlen als gefüllte Fläche ohne Kontur mit geringerem Speicherbedarf verarbeitet als mit Kontur?

Interessant: Offenbar lässt sich ein (ungefüllter) Kontur-Pfad mit einer sehr hohen Anzahl von Ankerpunkten auch besser verarbeiten, wenn dieser in Illustrator in mehrere Abschnitte zerschnitten wird? - das schlägt Adobe AI help vor, um ein AI file zu optimieren "Create efficient Illustrator files".

Gruß,
myshkin


als Antwort auf: [#478319]
(Dieser Beitrag wurde von myshkin am 17. Aug 2011, 16:50 geändert)

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2298

17. Aug 2011, 17:27
Beitrag # 6 von 8
Beitrag ID: #478369
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Antwort auf [ myshkin ] Der Urheber weiß allerdings exakt, mit wie vielen hunderttausend Datenpunkte er seine Modellierungssoftware füttert. Er kann ggf. diese Anzahl vorab dezimieren und damit parallel eine "druckerfreundliche" geringer aufgelöste Version generieren. Das erzeugte EPS oder PDF selbst ist übrigens < 1MB leicht.

das hört sich jetzt aber nicht mehr nach Illustrator an, "modellieren" klingt auch "plastischer" als 2D-Grafik: Wenn damit jetzt Mandelbrodt-Fraktale oder mathematische Modelle visualisiert werden sollen, die irgendwie so aussehen wie mit Cinema-3D erzeugte Desoxiribonukleinsäure/Doppelhelix-Modelle bei denen Guanin und Cytisin (?) mit Mulden und Beulen als dreidimensionale Körper in einander greifen, dann reicht auch ein ZIP-komprimiertes 350 dpi-Pixelbild für höchstqualitativen Druck ;-)

Sollte es tatsächlich um so etwas gehen und möglicherweise mit CAD-ähnlicher software nur EPSe erstellt werden können, so könnten diese anschliessend sogar via Photoshop in Pixel gerechnet werden, um Belichtungsprobleme auszuschliessen.

Ginge es aber tatsächlich um "zweidimensionale" Abbildungen, bei denen Krümmungen und Linien unterschiedlichster Stärken mit aus unterschiedlichsten Verläufen bestehenden Konturlinien wirklich wichtig sind als Vektoren abgebildet zu werden, dann sagt 1MB Dateigrösse belichtungstechnisch nicht viel aus, auch daran könnte sich ein RIP "verschlucken", je nach Komplexität der Objekt-Konstellationen mit und ohne Transparenzen versehen etc.

Dann würde ich, wie schon gesagt einfach mal testen lassen. Schon möglich, mit Illustarator etwas zu fabrizieren, das RIPs reihenweise in die Knie zwingt.

Deine anderen Fragen könnte ich höchstens mit vermutendem Geschwafel bedienen, daher muss ich hier dann leider passen.

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#478360]

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

myshkin
Beiträge gesamt: 5

17. Aug 2011, 18:27
Beitrag # 7 von 8
Beitrag ID: #478378
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es geht in diesem Fall zunächst tatsächlich nur um auf den ersten Blick vermeintlich "völlig harmlose" 2D-Linien, alles als gleichförmige schwarze Linien auf weiß, als EPS, von der Optik so ähnlich z.B.
http://upload.wikimedia.org/...enz_attractor_yb.svg
Der Knackpunkt ist dabei offenbar ausschließlich die hohe Knotenanzahl.

Es gibt bei dieser Abbildungsserie keinerlei Schattierungen, Transparenzen o.ä., denn das kommt erst in einem anderen Buch-Kapitel und wir haben für diese Sachen dann bitmaps ausgegeben, so wie Du es beschrieben hattest.

ok, ich werde es mal testen lassen und den PitStop Support fragen.

Gruß und nochmals Danke,

myshkin


als Antwort auf: [#478369]

Polygon, erlaubte Anzahl 8000 Ankerpunkte?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2298

17. Aug 2011, 19:03
Beitrag # 8 von 8
Beitrag ID: #478379
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Antwort auf [ myshkin ] Der Knackpunkt ist dabei offenbar ausschließlich die hohe Knotenanzahl.


...aus drucktechnischer Sicht wäre das für mich eher die Linienstärke. Bei reinen 100K-gefüllten Vektoren auf weissem Papier auf dem ersten Blick unproblematisch, aber da wo ein sehr feines Gitter gebildet wird, wird´s eventuell spannend, ähnlich wie beim Siemensstern Richtung Zentrum.

Ulrich

PS: für farbige Sachen wie in der Beispielabbildung würde ich Feinstraster (100er) oder besser gleich FM, bzw Hybrid-Raster empfehlen. Farbige Linien auf "Schwarz" ist auch nicht ganz ohne, nicht einmal bei reinem 100K-Schwarz, ob da eine 0,05 mm dünne Kurve bestehend aus 100 % Yellow und 50% Magenta wirklich genau reinpasst, wird bei einem A1 Bogen auch eher unwahrscheinlich. Bei Pixeln lassen sich hier dann auch keine Überfüller mehr reinzaubern. Schwarz mehrfarbig aufzubauen ist aber wohl auch keine geeignete Lösung.

ERGO: Vektoren testen!!! (8 representative A4-Seiten auf einer Druckform rippen lassen)

Ulrich


als Antwort auf: [#478378]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 17. Aug 2011, 19:12 geändert)
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