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Proofpapier Uncoated FOGRA52

Frieda1234
Beiträge gesamt: 9

19. Dez 2016, 13:25
Beitrag # 1 von 6
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Hallo,

wir haben hier ein Proofpapier, das für den Standard V3, also FOGRA 52, erstellt wurde. Jetzt ist es aber so, dass wir unsere Produktion nicht auf V3 umgestellt haben und es auch erstmal nicht möchten. Ist es sinnvoll IsoUncoated V2 auf diesem Papier (M0 Lab: 96/2/-7) zu simulieren? Also wenn ich das nämlich ganz normal mit Papiersimulation ausgebe, dann ist das Ergebnis viel zu gelblich. Messtechnisch ok aber Aussehen negativ. Unsere Auflagenpapiere sind aber größtenteils dem Proofpapier ähnlich. Ich würde jetzt so vorgehen und den Weißpunkt editieren? Aber wie weit? Ich hatte daran gedacht, nur soweit dass der Proof dann noch messtechnisch ok ist und er visuell auch noch recht gut ist. Habt ihr dazu eine Empfehlung?

Herzliche Grüße,
F
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Proofpapier Uncoated FOGRA52

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5996

20. Dez 2016, 14:21
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #554581
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Hallo,

mach einfach mal einen Proof nach FOGRA52 und vergleiche den mit eurem Auflagendruck.
Das wird wahrscheinlich, obwohl ihr den Offsetdruck noch nicht angepasst habt schon recht gut passen.
Jedenfalls wesentlich besser, als wenn du jetzt mit irgendeinem Tool, das nur Murks macht, den Weisspunkt von ISOuncoated editierst.

Frage: warum wollt ihr denn euren Offsetdruck (gerade für uncoated) noch nicht umstellen? Ihr werdet auf euren blauen Papieren mit Sicherheit viel einfacher die Zielwerte erreichen und der Proof wird auch besser passen (wenn ihr neues Normlicht habt).


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#554574]

Proofpapier Uncoated FOGRA52

Frieda1234
Beiträge gesamt: 9

22. Dez 2016, 08:01
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #554601
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Vielen Dank für die Rückmeldung!

Leider habe ich es noch nicht geschafft das Proof nach FOGRA52 rauszulassen aber den Tipp werde ich auf jeden Fall befolgen. Nur stellt sich für mich die Frage, in wie weit das dann ok ist wenn wir weiterhin nach V2 produzieren??
Normalerweise müssten wir dann doch alle Uncoated Aufträge mit dem neuen Profil rippen?! Dafür verwende ich dann erstmal das DLP?

Ich bin erst seit kurzem in dem Unternehmen und kann noch nicht soviel zu der evtl Umstellung nach dem neuen Standard sagen. Ich weiß aber, dass die Lampen im Drucksaal schon mal gewechselt aber im Nachhinein wieder rückgängig gemacht wurden, "weil teilweise zu blau"...

Viele Grüße,
Frieda


als Antwort auf: [#554581]

Proofpapier Uncoated FOGRA52

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5996

22. Dez 2016, 14:35
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #554605
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Antwort auf: Normalerweise müssten wir dann doch alle Uncoated Aufträge mit dem neuen Profil rippen?!


Nach der reinen Lehre ja. Allerdings sollte ein FOGRA52-Proof auch mit FOGRA47 Daten bereits besser zum Druck passen, auch wenn der noch krampfhaft versucht FOGRA47 zu erreichen (was er eh nie schafft, wenn das Papier blau ist). Voraussetzung ist immer, dass das Normlicht auch passt.

Antwort auf: Ich weiß aber, dass die Lampen im Drucksaal schon mal gewechselt aber im Nachhinein wieder rückgängig gemacht wurden, "weil teilweise zu blau"...


Logisch, wenn man dann einen FOGRA47 Proof benutzt...

Mach nen FOGRA52 Proof, installiere neue Röhren (pass aber auf, dass eure Scheibe kein UV-Filter ist) und vergleiche ihn zu einem Druck.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#554601]

Proofpapier Uncoated FOGRA52

Frieda1234
Beiträge gesamt: 9

27. Dez 2016, 11:07
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #554648
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Hallo,

so ich habe jetzt folgendes auf das oben erwähnte Substrat geprooft:

1. Fogra47 Daten nach Fogra47 geprooft mit Papiersimulation
2. Fogra47 Daten nach Fogra47 geprooft ohne Papiersimulation
3. Fogra47 Daten nach Fogra52 geprooft mit Papiersimulation

Nach Abgleich mit gedrucktem Produkt unter "altem Normlicht" (ich weiß, dass es nicht korrekt ist) kam ich zu folgendem Ergebnis:
Der Punkt 1 ist logischerweise zu gelb, Punkt 3 ist zu blau und Punkt 2 hat hier das beste Ergebnis geliefert. Zwar auch nicht 100%ig aber es war dem Druck am nächsten...
Messtechnisch war Punkt 3 komischerweise nicht in Ordnung, obwohl ich nach ISO 12647-2_2013 und mit M1 gemessen hatte. Der Bedruckstoff z.B. hat ein DeltaE von 10. Aber letzteres hätte doch dann passen müssen oder??
Jetzt hatte ich noch überlegt nach Fogra52 zu proofen aber OHNE Papiersimulation. Aber dann ist das Problem ja, dass mein Proof rechtlich nicht mehr gilt oder?

Und zu dem Abmustern unter dem alten Normlich: Ich dachte, dass es eine repräsentative Aussage ergibt, weil Proof und Druckprodukt, egal unter welchem Licht, annähernd gleich aussehen müssten, oder wäre das nur bei dem neuen Licht möglich?

Ich hoffe, ich habe mich nicht zu verwirrend ausgedrückt :(
Grüße


als Antwort auf: [#554605]

Proofpapier Uncoated FOGRA52

printphil
Beiträge gesamt: 11

6. Jan 2017, 22:41
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #554761
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Hallo,

bei einem DeltaE von 10 im Bedruckstoff passt da irgendwas nicht. Wenn du nach Fogra52 proofst, was für einen LAB_Wert (M1) hat dein Bedruckstoff und was für ein Substrat benutzt du?

Grüße


als Antwort auf: [#554648]
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26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

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Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

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