Antwort auf: ... kleiner Nachtrag
»• Fehlende Spezifikationen zu den Rendering Intents und den CMMs führt zu z.T. gravierenden Farbabweichungen in der späteren Wandlung.«
Den RI kann ich in ID dem Bild manuell zuweisen.
Auch hier hast du mich missverstanden.
Es fehlen die Spezifikationen was genau perzeptiv ist, und was relativ Farbmetrisch ist.
Eigentlich klar aber wenn man sich z.B. mal die Adobe'schen ISO Profile ansieht, merkt man das deren perzeptiver RI teilweise relativ farbmetrisches Verhalten aufweist und umgekehrt.
Und solange das nicht geklärt ist, bzw, einem RGB mitgegeben werden kann wie das _genau_ vonstatten gehen soll, hilft nur das CMYK Zielprofil wie es bei einem PDF/x ja der Fall ist, wo das schon fest drin verdahtet ist.
Aber auch dann stehen Weiterverarbeiter vor dem Problem wegen ihres Workflows bei OIs die auf identischen Charakterieiserungsdaten beruhen, evtl. abweichende Profile verwenden zu wollen/müssen. Was dann erst in den OI und dann per DL in den Hausfarbraum, der ja eigentlich identisch dem OI ist, nur eben einen anderen Schwarzaufbau oder leicht andere Grauachse besitzt?
Mit der medienneutralen Produktion wird wiedermal Verantwortung nach hinten durchgereicht.
In dem Zusammenhang mit dem aktuellen Fakt, dass keine wirklichen Druckvorstufen mehr bestehen, m.E. fatal.
Sprich, vorne (Kreation, Redaktion, Layout) sitzt wer, der sich um die Farbe nicht kümmern will, weil er es nicht kann, hinterm Tisch sitzt wer, der eigentlich nur möglichst schnell in die Maschine will, weil alles davor nur Zeit und Geld kostet aber aus seinen Augen nichts (ein)bringt.
Wenn einem an den Farben liegt, kann man sich die Druckvorstufe nicht sparen. Wo die nun sitzt und wie die ihre Daten in einem eingespielten Workflow hin und her bugsiert, ist letztendlich 2.-rangig.