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Richtig recherchieren und informieren

caviglia
Beiträge gesamt: 92

3. Sep 2006, 08:26
Beitrag # 1 von 1
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Wenn Sie einen Informationstext verfassen wollen, bei dem Sie nicht ausschliesslich auf eigenes, breites Fachwissen zurückgreifen können, müssen Sie die fehlenden Informationen ermitteln. Wie Sie effizient recherchieren und die ermittelten Informationen aufbereiten, zeigen Ihnen diese Tipps.

Tipp 1: Richtige Rechercheart auswählen

Sie haben grob eingeteilt drei Möglichkeiten der Recherche. Erstens die Befragung eines Experten. Diese Rechercheart führt zu Fachaussagen übers Thema, deren Auswahl, Gliederung und Vermittlung Sie vornehmen. Die Expertenauskunft ist idealerweise als Zitate im Text sichtbar.

Die zweite Möglichkeit ist die Internetrecherche, heute eine der häufigsten Recherchearten. Eine wichtige Informationsquelle ist die Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Auch die Suche nach Stichworten beispielsweise per Google ist sehr ergiebig. Wichtig ist, die gefundenen Informationen einschätzen zu lernen. Beachten Sie, in welchem Umfeld die Fachinformation online ist. Finden Sie auf der Website stark meinungsbezogene oder gar extreme oder beleidigende Texte, lassen Sie die Finger davon. Unbedenklich sind hingegen Informationen von amtlicher Seite, sofern Sie berücksichtigen, welche Ziele und Absichten die Verfasser verfolgen könnten (Wahlkampf).

Die dritte und zeitintensivste Recherche ist die klassische Recherche in Archiven, Bibliotheken und Publikationen. Durch die Verschnellung und die wachsende Informationsbreite im Internet ist diese Rechercheart beinahe ausgestorben.

Tipp 2: Sich nicht auf eine Quelle beschränken

Haben Sie die Informationen gefunden, die Sie suchten? Gratuliere! Nun müssen Sie die gesammelten Informationen einordnen. Versuchen Sie als Erstes, jeweils entgegengesetzte oder sich stark unterscheidende Aussagen zu finden und einander gegenüberzustellen. Sie finden keine Gegensätze? Dann war Ihre Recherche einseitig. Suchen Sie nochmals und gezielt nach entgegengesetzten Aussagen. Es gibt kein Thema, zu dem sich nicht widersprüchliche Aussagen finden lassen und wenn Sie drei Experten zum selben Themenbereich befragen, haben Sie nachher ebenso viele Meinungen darüber.

Beispiel: In Deutschland läuft momentan eine Werbekampagne des Verbands forschender Arzneimittelhersteller. Googeln (Uups, das darf man ja jetzt nicht mehr schreiben) Sie nach medizinischer Forschung, finden Sie zuerst die Webpräsenzen von forschenden Instituten. Klar, dass deren Informationen für die Forschung sprechen. Wenn Sie Ihren Text nur auf Grund deren Aussagen verfassen, werden Sie (bewusst oder unbewusst) zum Kämpfer für die medizinische Forschung. Die Mehrquellenrecherche mit gezielter Suche nach gegensätzlichen Aussagen dient also in erster Linie Ihrer Neutralität und Ihrem Schutz.

Tipp 3: Informationen gewichten ...

Das Resultat Ihrer Recherche sind eine mehr oder weniger grosse Anzahl von Informations-Teilstücken. Meistens findet man mehr Informationen als man braucht, so dass man eine Auswahl treffen muss. Auswahlkriterien sind beispielsweise Bedeutsamkeit oder Aktualität. Hüten Sie sich, nach (vermeintlicher) Richtigkeit zu gewichten. Selbst eine breit abgestützte Studie kann sehr einseitige Ergebnisse liefern. Beispielsweise weil bereits die Studienobjekte gezielt ausgesucht wurden oder die Resultate der umfangreichen Studie nur auszugsweise publiziert werden.

Bedeutsamkeit hingegen entsteht durch die Art oder Zahl der Menschen, die hinter einer Aussage stehen. So ist die Ansicht einer nationalen Partei gewichtiger als diejenige einer kleinen Interessensgruppe, die eines Verbands bedeutsamer als die eines einzelnen Unternehmers. Auch Aktualität ist ein sehr gutes Auswahlkriterium, da sich beispielsweise bei der medizinischen Forschung Erkenntnisse fast im Wochentakt gegenseitig wieder aufheben. Scheuen Sie sich dagegen nicht, kontroverse Aussagen einander gegenüberzustellen. Ihre Leserinnen und Leser sind klug und mündig genug, um selber zu entscheiden, welcher Aussage sie mehr Glauben schenken wollen.

Tipp 4: ... und gliedern

Wenn Sie entschieden haben, welche Informationen Sie für Ihren Text verwenden wollen, müssen Sie eine Art Charts erstellen. Legen Sie fest, welche Informationen Sie am Anfang Ihres Textes verwenden wollen und welche später. Je wichtiger, je bedeutsamer oder unglaublicher eine Aussage ist, um so weiter oben im Text sollte sie stehen. Sie können auch Informationspakete schnüren, die zueinander gehörende oder einander ergänzende Aussagen enthalten. Sind Ihre Informationen sinnvoll und nach absteigender Wichtigkeit gegliedert, ist die folgende Textarbeit im Prinzip nicht mehr als ein zweckmässiges Verknüpfen der verschiedenen Informationsstränge miteinander.

Tipp 5: Quellen und Zitate

Sie haben für Ihren Text sauber recherchiert, haben viel Zeit investiert, um ausgewogen schreiben zu können. Verstecken Sie Ihre Arbeit nicht. Zeigen Sie, wie seriös die Grundlage Ihrer Textarbeit ist. Wenn Sie Experten befragt haben, zitieren Sie deren Aussagen so oft wie möglich. Damit der Text nicht eintönig wird, können Sie zwischen direkter Rede in Anführungs- und Schlusszeichen, indirekter Rede und Redebericht (Beschreibung, was gesagt wurde) abwechseln. Auch aus Studien, Fachartikeln oder amtlichen Dokumenten können Sie zitieren. Damit Sie keine Urheberrechte verletzen, sollten Sie jedoch nicht mehr als einen, höchstens zwei Sätze zitieren und klar auf die Quelle verweisen.

Generell gehört zu jeder Information, die Sie verwenden, eine Quellenangabe. In Webtexten können Sie auch die Links zum Originaldokument einfügen, das ist eine sehr angenehme und geschätzte Zusatzdienstleistung für die Lesenden. Quellenangaben zeigen nicht nur die seriöse Basis Ihrer Arbeit, sondern ermöglichen es der Leserschaft ausserdem, die einzelnen Informationen besser einzuschätzen und sich bei Bedarf tiefer mit dem Thema zu befassen. Am besten setzen Sie die Quellenangaben direkt in den Text hinein, beispielsweise als in den Textfluss eingegliederten Hinweis («... wie der Verband forschender Arzneimittelhersteller in einer aktuellen Studie veröffentlichte»). Längere Quellenangaben, wie beispielsweise die Bezugsquelle der Studie, können Sie am Ende des Textes anführen.

Tipp 6: Überprüfen

Kaum jemand kann auf Anhieb einen perfekten Text erstellen. Auch Textprofis drucken Ihre Texte aus, lesen sie durch, überprüfen, korrigieren, kürzen und straffen sie, bis sie damit zufrieden sind. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Texte vor der Veröffentlichung zu überprüfen. Ein nützliches Hilfsmittel dazu ist der Test für Informationstexte, der für kurze Zeit kostenlos im Web mit PEP bezogen werden kann. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Text jemandem zu lesen zu geben, der sich mit dem Thema noch nicht befasst hat. So erfahren Sie, ob Sie keine Informationslücken übersehen und den Sachverhalt ausreichend verständlich dargelegt haben. Überlegen Sie sich prinzipiell, ob Sie Ihre Texte vor der Veröffentlichung nicht auch noch einem professionellen Korrektorat anvertrauen möchten.

Quelle: http://www.praesenz-effizienz.ch/.../106001/design1.html
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