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Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

waldprinzessin
Beiträge gesamt: 72

15. Sep 2016, 13:25
Beitrag # 1 von 9
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Hallo,

vor Ewigkeiten habe ich mal gelernt, dass man S+W-Fotos vierfarbig drucken sollte, wenn man eine besonders gute Qualität haben möchte. Seither hat sich technologisch sehr viel verändert und ich habe mich gefragt, ob das heute noch gilt. Mir fehlt da zugegebenermaßen einfach das Hintergrundwissen. (Die Vorzüge des Duplexdruckes sind hier nicht die Frage.)

Habe schon im Internet und auch hier gesucht, bin aber nicht fündig geworden.

Danke
Petra
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Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 17815

15. Sep 2016, 13:54
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #552656
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Schwarzweiss in CMYK zu drucken kann Qualitativ mehr (allein schon der höhere Kontrast eines 4-farbigen Schwarz im Vergleich zum reinen 100K), er macht das ganze aber auch deutlich anspruchsvoller in der Produktion (Absolut exakte Kontrolle im Druck über eine ausgewogene Graubalance über alle Seiten/Bögen hinweg).

Gerechterweise sollte man das als Auftraggeber zu spüren bekommen, und muss dann abwägen, ob da Aufwand und Wirkung in einem vertretbaren Rahmen bleiben.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#552652]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2122

15. Sep 2016, 15:57
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #552661
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Antwort auf [ Thomas Richard ] ...macht das ganze aber auch deutlich anspruchsvoller in der Produktion (Absolut exakte Kontrolle im Druck über eine ausgewogene Graubalance über alle Seiten/Bögen hinweg).


Hinsichtlich dieser Problematik wäre da eine CMYK-Separation hilfreich, die auf einem stärkeren GCR basiert als beim klassischen ISOcoatedv2, z.B.: http://www.colormanagement.org/..._FOGRA39_GCR_bas.zip


Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#552656]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 17815

15. Sep 2016, 16:22
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #552662
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Antwort auf [ Ulrich Lüder ] Hinsichtlich dieser Problematik wäre da eine CMYK-Separation hilfreich, die auf einem stärkeren GCR basiert als beim klassischen ISOcoatedv2, z.B.: http://www.colormanagement.org/..._FOGRA39_GCR_bas.zip

Aber auch sowas macht einen nicht gefeit davor, dass auf dem Bogen dann plötzlich flächig mit nahezu Volltönen bedruckte Kapiteleinstiegsseiten das ganze ad absurdum führen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#552661]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2122

15. Sep 2016, 16:27
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #552663
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ich kann Dir nicht folgen, was meinst Du damit?

Ulrich


als Antwort auf: [#552662]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 17815

15. Sep 2016, 16:47
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #552665
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Wenn auf der Form Vollflächen über oder unter solcherart separierten SW-Bildern stehen, ist man auch mit dem Profil aufgeschmissen.


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#552663]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2122

15. Sep 2016, 17:04
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #552667
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jetzt verstehe ich, glaube ich.

Du willst darauf hinaus, daß darüber oder darunter liegende Volltonflächen die Graubalance in Bildern innerhalb derselben Druckzone(n) verunmöglichen, weil diese Volltöne tendenziell eine Überfärbung evozieren?

Dann muss man eben 4-seiter auf A3 kalkulieren oder darf nicht so holzhammermässig layouten... ;-)

Ich wollte das aber auch nicht als Allheilmittel einbringen, sondern als "unterstützende Maßnahme" für solche Begebenheiten, wo es tatsächlich mehr Stabilität einbringt, als die üblichen Verdächtigen, schädlich ist es jedenfalls nicht!

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#552665]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 15. Sep 2016, 17:13 geändert)

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

waldprinzessin
Beiträge gesamt: 72

15. Sep 2016, 17:59
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #552668
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Hallo Thomas, hallo Ulrich,

danke für Eure Hilfe! Das Risiko von Farbstichen ist mir bewusst. Welchen Input bräuchte man für die CMYK-Separation? Müsste das Augangsmaterial (hier: Fotos) schwarzweiß aber noch im RGB-Modus sein oder kann man auch Graustufendateien sozusagen in CMYK separieren? Sollte das eine sehr dumme Frage sein, bitte ich das zu entschuldigen. Das ist mehr oder weniger unbekanntes Terrain für mich.

Viele Grüße
Petra


als Antwort auf: [#552667]

Schwarz-Weiß-Bilder in CMYK drucken?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2122

16. Sep 2016, 10:20
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #552678
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Antwort auf [ waldprinzessin ] Müsste das Augangsmaterial (hier: Fotos) schwarzweiß aber noch im RGB-Modus sein...


Die so bewertete "höhere" Qualität einer 4c-separierten Wiedergabe einer Graustufen/schwarzweissen Fotovorlage begründet sich eigentlich darin, daß so ein höherer Kontrast aerzeugt wird in der Wiedergabe: Die dunkelsten Stellen
sind mit cmyk 73-64-62-98 (Lab 11-0-0) tatsächlich sichtbar dunkler als als nur mit 100 K (Lab 16-0-0) gedruckt, aber natürlich auch nicht dunkler als in einer RGB-Quelle (Lab 0-0-0).

In der Folge werden bei einer Konvertierung von RGB in CMYK diese dunkelsten Stellen vom Helligkeits-/Farbwert (Lab) her nicht ganz so weit heruntergedrückt und die Mitteltöne auch nicht so weit verschoben, als wie das bei Wandlung in Graustufen passiert.


Antwort auf [ waldprinzessin ] ...oder kann man auch Graustufendateien sozusagen in CMYK separieren?



Das kann man schon und dann wird auch mehr Kontrast entstehen als bei reiner Graustufen (100K) Wiedergabe, allerdings hast Du so die kontrastreichere RGB-Quelle mit ihrem Potential verschenkt, in der Graustufenquelle für eine finale 4c-Umwandlung ist der "Farb"-Umfang bereits zusammengestaucht worden und daraus dann wieder zu "expandieren" führt nicht zum selben Ergebnis wie eine RGB-4c-Konvertierung. So wärst Du allerdings relativ sicher, daß wirklich von einer im Grau perfekt ausbalancierten Quelle ausgehst und umgehst eventuelle Farbstiche bereits in einer RGB-Quelle vorliegend...


Hängt schon auch von der Art der Vorlagen/Motiven ab, ob 4c-Wiedergabe wirklich geeignet ist, kleine feinste Details z.B. gehen vor tiefdunklem Hintergrund dann eventuell eher verloren, wenn´s im Druck dann zulaufen kann ab ca 95% K und dann dort auch noch die anderen drei Farben gut vertreten sind.

Und Deine Überlegungen machen übrigens nur für gestrichenes Papier so richtig Sinn, bei ungestrichenem Papier ist auch ein 4c-Schwarz merklich heller als bei gestrichenen Papier, der "Zugewinn" verglichen mit reinen Graustufen (100K) zwar sichtbar, aber auch nicht so groß, daß man die Nachteile (Farbstichgefahr, "Zusuppen") unbedacht dafür in Kauf nehmen sollte.

Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#552668]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 16. Sep 2016, 10:21 geändert)
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Veranstaltungen

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen. pdf-icon Hier eine kleine Anleitung.

Veranstaltungen
26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

Nein

Organisator: IDUG Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailchristoph.steffens AT gmail DOT com

https://idug47.eventbrite.de

Veranstaltungen
27.09.2018

Screen IT, Uster
Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

Infoveranstaltung

Das Angebot an Publishing-Software ist gross. Deshalb empfiehlt sich eine externe Beratung durch unabhängige Software-Experten aus der jeweiligen Branche. Nicht immer muss es eine teure Mietlösung sein, die nach Beendigung der Mietdauer einem nicht einmal gehört. Es gibt sehr gute und auch in der Qualität ausreichende Alternativen, ja sogar kostenlose Freeware. Lassen Sie sich an diesem Abend einmal vor Augen führen, was diese Programme können und wie viel sie kosten.

Ja

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Kontaktinformation: Peter Jäger, E-Mailinfo AT pre2media DOT ch

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