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Separationstypen

Renate
Beiträge gesamt: 179

23. Mai 2003, 11:30
Beitrag # 1 von 9
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Hallo, ich habe eine ganz allgemeine (Anfänger)frage zu den versch. Separationsarten. Es ist schon mehrfach gesagt worden, dass "on host Separation" eine PS Level 1 Technologie ist. Empfohlen wird die In-RIP Separation (Postscript 3). Was aber passiert im "composite workflow"? wird da nicht auch im RIP separiert? was ist dann der Vorteil der In-Rip-Separation? - Ich kann inhouse nur "Separationen" und "composite" drucken, In-RIP funktioniert nur beim Drucken über den Distiller. - Ich habe einige Male Separationen ausgedruckt, um evtl. Fehler der Datei zu erkennen. Macht das dann überhaupt Sinn, wenn doch nur Level 1 beschrieben wird, ich aber evtl. mit Transparenzen arbeite?

Grüße, Renate
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Separationstypen

Michel Mayerle
Beiträge gesamt: 1047

23. Mai 2003, 16:06
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #36667
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Hallo Renate

In der Tat, eine OnHost-Separation kann nur dann korrekt erfolgen, wenn auf PostScript-Level1-Basis gearbeitet wird. Ist das nicht der Fall, dann kann es sein, dass bei der OnHost-Separation plötzlich Kanäle zu zeichnen beginnen, die eigentlich leer sein müssten. Dadurch wird eine OnHost-Separation nutzlos.

Eine In-RIP-Separation kann nur dann eingesetzt werden, wenn das eingesetzte RIP über diese Technologie verfügt.

Die Verwendung von Composite-PDF-Daten muss noch lange nicht heissen, dass bei der Ausgabe auch wirklich eine In-RIP-Separation zum Tragen kommt! In der heutigen Zeit sollte eine In-RIP-Separation aber in jeden Composite-Workflow eingesetzt werden. Als Alternative könnte zum Beispiel auch eine Technologie basierend auf Drittherstellertools eingesetzt werden. So ist ermöglicht das PlugIn Crackerjack von Lantana übrigens eine Separation direkt aus Acrobat. Zur näheren Information zitiere ich hier die Produktbeschreibung aus der Website von Impressed (http://www.impressed.de):

Crackerjack ist ein professionelles Adobe Acrobat Plug-In für die Druck-Ausgabe von PDF-Dokumenten auf beliebigen PostScript-Ausgabegeräten oder als PostScript-Datei. Damit eignet sich Crackerjack für die Ansteuerung von Druckern, Kopierern, Proofern, Film- und Plattenbelichtern und digitale Druckmaschinen, um diese optimal anzusteuern und professionelle Farbdrucke oder Farbseparationen zu erzeugen. Die aktuelle Version ist mit Acrobat 5.0 kompatibel (Acrobat 4.0 wird weiterhin unterstützt):

Vorseparierte Ausgabe auf beliebige Ausgabegeräte
Crackerjack unterstützt neben einer schnellen In-RIP Separation auf modernen PostScript Level 2- und PostScript 3-Ausgabegeräten auch die vorseparierte Ausgabe auf PostScript-Ausgabegeräte (Level 2 oder PostScript 3) bzw. als PostScript-Datei. Dadurch können Sie das Ergebnis der Farbzerlegung auch auf normalen Desktop-Druckern oder mit Hilfe des Distillers auch am Bildschirm überprüfen.

Wenn du Transparenzen verwendest, dann empfehle ich, dass diese von einer Applikation wie InDesign 2 oder Acrobat 6 korrekt verflacht und dann ausgegeben werden. Da du keine In-RIP-Separation verwenden kannst, empfehle ich das PlugIn Quite Revealing, mit dem sich direkt in Acrobat Separationenbetrachten lassen können, auch dann, wenn die Datei Composite vorliegt.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
http://www.ulrich-media.ch

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als Antwort auf: [#36592]

Separationstypen

Renate
Beiträge gesamt: 179

23. Mai 2003, 18:59
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #36683
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Dankeschön für die ausführliche Info!

Eine Frage noch: Wenn ich mich recht erinnere, werden in Acrobat 6 (professional) zumindest ein Teil der Crackerjack Funktionen übernommen. Stimmt das? Lohnt sich dann die Anschaffung noch, wenn man überlegt, in absehbarer Zeit auf Acrobat 6 zu wechseln?

Grüße, Renate


als Antwort auf: [#36592]

Separationstypen

Renate
Beiträge gesamt: 179

23. Mai 2003, 19:08
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #36685
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Michel, ich habe dazu doch noch eine Frage.Du schreibst, heute sollte eine In-Rip-Separation in jedem composite workflow eingesetzt werden. Was ist dann der Vorteil, wenn ich In-Rip-Separation direkt anwählen kann? ich sehe zwar, dass dann (in Indesign) die Einstellungen der Druckfarben freigegeben wird, so dass sich Rasterweite und -winkel verändern lassen. Laienfrage: Wann bzw. für was braucht man das?

Sorry, das hätte wohl besser ins InDesign Forum gehört ...

Grüße, Renate


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Separationstypen

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 17814

25. Mai 2003, 17:05
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #36836
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Hallo Renate,

ich nehme mich mal deiner letzten Frage an,

Bei der INRIP Separation handelt es sich ja um eine Art fernsteuerung, hier wird gedruckt, dort separiert. Das hat den Vorteil, das am RIP entschieden wird, wie separiert wird.

Für den Fall der inhaouse Produktion, spricht aber nichts dagegen, gleich in Indesign die Konfiguration des Ausgabegerätes vorzunehmen, und nicht am RIP des Belichters den Job abzufangen und evtl. in eine Andere Queue mit andere Parametrierung umzuleiten, oder gar die RIP Parameter abzuändern. Mit dieser Option ist es also möglich den Belichter vom Arbeitsplatz aus fernzusteuern.
Dinge wie Schichtseite, Negativ/positiv, Rasterweite, Punktform,... ssind so bequem zu beeinflussen. Sinn macht das aber nur, wenn man auch weiss, was am Ausgabegerät parametrierbar ist und was für den weiteren Produktionsprozess nötig und sinnvoll ist. Gibt man die Druckdatei extern weiter, wären solche Einstellungen gefährlich oder kontraproduktiv.
Ähnlich ist dies dem Verwenden von PPD Dateien. So macht es beim Weg über PDF keinen Sinn, einen anderen als die Distiller PPD zu verwenden, da ja die Belichter PPD erst zum tragen kommt, wenn das PDF gedruckt wird. Die PDF sollte bis dahin Ausgabeneutral gehalten werden.

MfG

Thomas


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Renate
Beiträge gesamt: 179

25. Mai 2003, 18:44
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #36847
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Hallo Thomas,

dankeschön für Deine Antwort! Das bringt Licht in die Sache ... :-)

Herzlichen Gruß,

Renate


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Separationstypen

Michel Mayerle
Beiträge gesamt: 1047

26. Mai 2003, 08:42
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #36897
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Hallo zusammen

In der Tat ist der Einsatz von Crackerjack mit Acrobat 6 nicht mehr von Nöten. Ich habe Crackerjack jedoch erwähnt, weil zum heutigen Zeitpunkt wohl noch lange nicht alle Betriebe in der Lage sind, auf Acrobat 6 zu updaten, namentlich alle Macintosh-User werden hier noch einiges an Vorarbeit haben. Da Acrobat 6 ja nur unter OS X läuft, dürfte dies in den meisten Druckvorstufenbetrieben, die auf Macintosh arbeiten, auch gleichzeitig mit einem Wechsel auf OS X verbunden sein. Daher dürfte vielleicht der eine oder andere Anwender froh sein zu wissen, dass sich mittels des PlugIns Crackerjack auch mit Acrobat 5 eine Separationbewerkstelligen lässt. Meiner Meinung nach ist es jedoch so, dass Crackerjack mit Acrobat 6 wirklich nicht mehr gebraucht wird. Acrobat 6 bietet die Möglichkeit einer OnHost oder In-RIP-Separation. Auflösung, Rasterwinkel sowie die Möglichkeit, Sonderfarben bei der Ausgabe in Prozessfarben umzuwandeln machen Acrobat6 Professional zu einem mächtigen Werkzeug! Es tut mir leid, dass ich diesem Umstand in meinem letzten Beitrag keine Rechnung getragen habe (es war halt bald Wochenende :-)

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
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Renate
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26. Mai 2003, 11:53
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #36932
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Hallo Michel, dank' dir auch für die Antwort!

Herzlichen Gruß,
Renate


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Uwe Laubender
Beiträge gesamt: 4157

5. Jun 2003, 13:33
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #38373
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@Michel Mayerle: Kleine Ergänzung noch Betriebssystem-Voraussetzung, was Acrobat 6 angeht.
Der "Adobe Reader 6" (früher Acrobat Reader) kann erst ab Win98SE installiert werden. "Acrobat Professional 6" ab Win 2000. Also, liebe Win98-User, verabschiedet Euch so langsam mal von WIN98.

Grüße,

Uwe Laubender


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Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen. pdf-icon Hier eine kleine Anleitung.

Veranstaltungen
26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

Nein

Organisator: IDUG Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailchristoph.steffens AT gmail DOT com

https://idug47.eventbrite.de

Veranstaltungen
27.09.2018

Screen IT, Uster
Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

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Das Angebot an Publishing-Software ist gross. Deshalb empfiehlt sich eine externe Beratung durch unabhängige Software-Experten aus der jeweiligen Branche. Nicht immer muss es eine teure Mietlösung sein, die nach Beendigung der Mietdauer einem nicht einmal gehört. Es gibt sehr gute und auch in der Qualität ausreichende Alternativen, ja sogar kostenlose Freeware. Lassen Sie sich an diesem Abend einmal vor Augen führen, was diese Programme können und wie viel sie kosten.

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Kontaktinformation: Peter Jäger, E-Mailinfo AT pre2media DOT ch

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