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Simulation der Papierfarbe

matmax
Beiträge gesamt: 612

3. Jul 2017, 11:38
Beitrag # 1 von 6
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Hallo!

Ich habe eine Broschüre auf normalem, mattem, 135g Bilderdruck-Papier gedruckt (Umschlag 300g). Ich habe meinem Bildschirm kalibriert und einen farbverbindlichen Proof erstellt. Der Proof sah sehr gut aus und glich dem am Bildschirm recht exakt (Softproof mit dem Druckprofild ISO Coated Fogra v2 (ECI)). Mir ist aufgefallen, dass das Ergebnis in der fertigen Broschüre doch anders war, obwohl die Druckerei den Proof beim Andruck als Referenz vorliegen hatte. ich denke, das liegt aber v.a. an der Papierfarbe die doch gelblicher ist, als die Ansicht am Bildschirm. Sie Simulation der Papierfarbe scheint mir nur auf die Helligkeit einzugehen, nicht aber auf die Färbung des Papiers?

Ist ein Softproof und (farbverbindlier )Proof möglich, der die Papierfärbung simuliert? Wenn ja wie? Das Fogra v2 ist ja genau das Bilderdruck-Profil …

Danke!
Beste Grüße! matmax

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Simulation der Papierfarbe

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5996

3. Jul 2017, 18:44
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #558391
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Hallo,

Antwort auf: Ist ein Softproof und (farbverbindlier )Proof möglich, der die Papierfärbung simuliert? Wenn ja wie? Das Fogra v2 ist ja genau das Bilderdruck-Profil …


Das ist genau das, was einen farbverbindlichen Proof ausmacht. Er simuliert die komplette farbliche Erscheinung inklusive Papierfärbung.
Allerdings nimmst du da ja gerade ein Profil als Referenz, das nicht genau deinen Druck beschreibt.
1) Es ist entstanden zu einer Zeit, als Papiere typischerweise weniger optische Aufheller hatten.
2) Es ist zur Zeit der alten Normlichtnorm entstanden
3) Es war schon damals nur ein typischer Mittelwert. Es ist absolut denkbar, dass dein konkretes Papier ein anderes Papierweiss hat und nicht dazu passt.

Ergo Fragen:

Beurteilst du das ganze unter Normlicht?
Falls nein, vergiss insbesondere die visuelle Beurteilung von Papierweiss und neutralgrau komplett.

Falls ja: Welche Norm erfüllt es?

Antwort auf: ich denke, das liegt aber v.a. an der Papierfarbe die doch gelblicher ist, als die Ansicht am Bildschirm.


Die Farbe des Auflagendrucks?
Gelblicher? S.o. Frage nach Normlicht.

Welches Papier ist es denn genau?

Info: ISO Coated v2 ist durch PSO Coated v3 abgelöst, welches die heutigen Bilderdruckpapiere viel besser beschreibt, aber natürlich wieder ein Mittelwert ist.
Die reine Lehre wäre ein Profil, das auf deinem genutzten Papier erstellt wurde (meist viel zu viel Aufwand).


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#558383]

Simulation der Papierfarbe

matmax
Beiträge gesamt: 612

3. Jul 2017, 19:18
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #558393
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Hallo loethelm,

vielen Dank für die informative Antwort!

Antwort auf: Das ist genau das, was einen farbverbindlichen Proof ausmacht. Er simuliert die komplette farbliche Erscheinung inklusive Papierfärbung.

das heißt, wenn es ein Farbprofil eines gelblichen Papiers ist, dann druckt der Proofdrucker etwas gelb mit drüber?

Antwort auf: Allerdings nimmst du da ja gerade ein Profil als Referenz, das nicht genau deinen Druck beschreibt.
1) Es ist entstanden zu einer Zeit, als Papiere typischerweise weniger optische Aufheller hatten.
2) Es ist zur Zeit der alten Normlichtnorm entstanden
3) Es war schon damals nur ein typischer Mittelwert. Es ist absolut denkbar, dass dein konkretes Papier ein anderes Papierweiss hat und nicht dazu passt.

das ist sehr interessant. Allerdings ist dass das Farbprofil in dass ich das PDF, laut Druckerei, wandeln sollte. Ich habe also für den farbverbindl. Proof das PDF genau in diesem Profil in den Proof-Druck gegeben. Das war doch korrekt?

Antwort auf: Beurteilst du das ganze unter Normlicht?

Schluck … nein. Aber bei Tageslicht. Zwei Fragen hierzu:
1. Kann Tageslicht die Normlampe ersetzen? Wenn ja, zu welcher Tageszeit ist das am idealsten? Bewölkung oder ohne? (auch für den Kunden, der ja den Proof beurteilt, als kleine Handlungsanweisung. Aber ich weiß, er muss eigentlich in die Druckerei in den Normlichtkasten dafür … :-)
2. Falls Tageslicht nichts ist, kann diese Lampe helfen? http://www.grafipress.de/grafilite.html Oder zu klein? Oder nicht genormt genug?

Antwort auf:
Antwort auf: ich denke, das liegt aber v.a. an der Papierfarbe die doch gelblicher ist, als die Ansicht am Bildschirm.

Die Farbe des Auflagendrucks?
Gelblicher? S.o. Frage nach Normlicht.

Ja, die Papierfarbe der fertigen Broschüre. Einfach auch mal mit meinem normalen Druckerpapier verglichen. Die Farben in der fertigen Broschüre wirken wärmer, gelblicher als am Monitor

Antwort auf: Welches Papier ist es denn genau?

Das weiß ich nicht … aber die Frage danach impliziert, dass die günstigen 08/15 Bilderdruckpapiere (kein anderes ist es :-) durchaus recht unterschiedlich sein können?

Antwort auf: Info: ISO Coated v2 ist durch PSO Coated v3 abgelöst, welches die heutigen Bilderdruckpapiere viel besser beschreibt, aber natürlich wieder ein Mittelwert ist.

Aber das muss die Druckerei dann auch nutzen können, wenn ich mein PDF in v3 wandele?!
Beste Grüße! matmax

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als Antwort auf: [#558391]

Simulation der Papierfarbe

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5996

4. Jul 2017, 07:56
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #558397
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Antwort auf: das heißt, wenn es ein Farbprofil eines gelblichen Papiers ist, dann druckt der Proofdrucker etwas gelb mit drüber?


Ja.

Antwort auf: das ist sehr interessant. Allerdings ist dass das Farbprofil in dass ich das PDF, laut Druckerei, wandeln sollte. Ich habe also für den farbverbindl. Proof das PDF genau in diesem Profil in den Proof-Druck gegeben. Das war doch korrekt?


Ja, war es. Leider wollen viele Drucker die Vorteile von PSO Coated v3 noch nicht verstehen.

Antwort auf: Schluck … nein. Aber bei Tageslicht. Zwei Fragen hierzu:
1. Kann Tageslicht die Normlampe ersetzen? Wenn ja, zu welcher Tageszeit ist das am idealsten? Bewölkung oder ohne?


Ersetzen nein (da variabel über den Tag). Aber viel besser als irgendein Bürolicht. Mittags mit Bewölkung entspricht häufig sogar nahezu D50.

Antwort auf: 2. Falls Tageslicht nichts ist, kann diese Lampe helfen? http://www.grafipress.de/grafilite.html Oder zu klein? Oder nicht genormt genug?


Spielzeug.

Mit sowas https://www.just-normlicht.de/...&name=colorFrame fängt Normlicht an.

Antwort auf: Ja, die Papierfarbe der fertigen Broschüre. Einfach auch mal mit meinem normalen Druckerpapier verglichen. Die Farben in der fertigen Broschüre wirken wärmer, gelblicher als am Monitor


Wie sieht es unter Tageslicht im Vergleich zum Proof aus? Immer noch gelb?

Antwort auf: Das weiß ich nicht … aber die Frage danach impliziert, dass die günstigen 08/15 Bilderdruckpapiere (kein anderes ist es :-) durchaus recht unterschiedlich sein können?


Ja, können sie und sind sie auch.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#558393]

Simulation der Papierfarbe

matmax
Beiträge gesamt: 612

4. Jul 2017, 11:44
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #558406
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Antwort auf: Wie sieht es unter Tageslicht im Vergleich zum Proof aus? Immer noch gelb?

Leider hat der Kunde jetzt den Proof. Aber heute sieht die Welt schon besser aus. Es ist wirklich verrückt, wie unterschiedlich die Farben wirken, wenn man ins Detail geht. Wie sehr eine Lampe, trotz Tageslichteinfall die Situation verändern kann. Das hat meinen Blick jetzt mal geschärft.

Loethelm, vielen Dank für die Antworten, das hat mich wieder ein Stück weitergebracht!! Mittagslicht bei Bewölkung ist ein guter Tipp für den Kunden, der keine Möglichkeit für Normlicht hat. Und ab jetzt der Druckerei noch ein bisschen auf den Zahn fühlen, was Papierart und Profile angeht. Erstaunlich wie nachlässig auch niedergelassene Druckereien dabei sind … Die scheinen immer etwas verwundert, wenn ich nach dem Farbprofil frage …
Beste Grüße! matmax

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als Antwort auf: [#558397]

Simulation der Papierfarbe

loethelm
  
Beiträge gesamt: 5996

4. Jul 2017, 14:23
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #558418
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Antwort auf: Erstaunlich wie nachlässig auch niedergelassene Druckereien dabei sind … Die scheinen immer etwas verwundert, wenn ich nach dem Farbprofil frage …


Das muss keine Nachlässigkeit sein. Viele haben sich einfach daran gewöhnt, dass kaum noch Leute da sind, die professionelle Druckdaten mit allem was dazu gehört erzeugen können.


Viele Grüße

Loethelm

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als Antwort auf: [#558406]
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Veranstaltungen

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen. pdf-icon Hier eine kleine Anleitung.

Veranstaltungen
26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

Nein

Organisator: IDUG Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailchristoph.steffens AT gmail DOT com

https://idug47.eventbrite.de

Veranstaltungen
27.09.2018

Screen IT, Uster
Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

Infoveranstaltung

Das Angebot an Publishing-Software ist gross. Deshalb empfiehlt sich eine externe Beratung durch unabhängige Software-Experten aus der jeweiligen Branche. Nicht immer muss es eine teure Mietlösung sein, die nach Beendigung der Mietdauer einem nicht einmal gehört. Es gibt sehr gute und auch in der Qualität ausreichende Alternativen, ja sogar kostenlose Freeware. Lassen Sie sich an diesem Abend einmal vor Augen führen, was diese Programme können und wie viel sie kosten.

Ja

Organisator: Screen IT und pre2media

Kontaktinformation: Peter Jäger, E-Mailinfo AT pre2media DOT ch

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