[GastForen PrePress allgemein PDF in der Druckvorstufe Stufen im Verlauf

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Stufen im Verlauf

daben
Beiträge gesamt: 353

19. Jun 2006, 15:02
Beitrag # 1 von 9
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Hallo,

ich habe von einem Kunden eine PDF Datei bekommen, darin liegt ein orange Verlauf. Die Datei wurde in PM 6.5 erstellt und über Distiller 6 unter Windows XP zu PDF generiert. Im Druck tauchen sporadische cyanfarbene Streifen auf. Eine Überprüfung der PDF Datei mit PitStop ergab, daß eben in diesen Streifen 0,4% Cyan liegen.
Wo kommen diese Streifen her?
Und noch wichtiger; warum drucken diese 0,4 Prozent (mit UV Offset auf Folie)?

Für Tipps bin ich sehr dankbar.

Gruß Hans
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Stufen im Verlauf

Polylux
Beiträge gesamt: 1777

19. Jun 2006, 16:00
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #235156
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Hallo Hans,

ich würde die 0,4% Cyan mal auf RGB-Daten im Pagemaker schieben.

Wenn bspw. ein RGB weiß vorliegt, welches "schlampig" angelegt wurde ;o), hat es die Werte 254 für RGB. Wenn diese umgewandelt werden, entstehen 0,4 Prozent der entsprechenden CMYK-Werte. Das 0,4 Prozent mitgedruckt werden, ist technisch bei CTP kein Problem mehr, da ja keine Streuverluste bei der Kopie Film/Platte auftreten.

Viele Grüße


als Antwort auf: [#235140]

Stufen im Verlauf

daben
Beiträge gesamt: 353

19. Jun 2006, 16:18
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #235158
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Hallo Thomas,

vielen Dank für dein Feedback.
0,4 % dürften mit Zuwachs laut PSO ca. 0,5% im Druck ergeben. Was ich sehe sind allerdings mindestens gedruckte 5%.
Denkst Du man würde 0,5% in einem Ton mit ca,. 40% Y und 5% M wirklich sehen?
Was genau bedeutet RGB weiß "schlampig" anlegen?

Gruß Hans


als Antwort auf: [#235156]

Stufen im Verlauf

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19368

19. Jun 2006, 16:26
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #235159
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Hallo Daben,
erster Anlaufpunkt sollte die Ausgabevorschau in Acrobat sein.

Wenn du dort hinter 'Anzeigen: nicht DeviceCMYK' einstellst, bekommst du den Verlauf dann zu sehen?

Dann hast du RGB oder Lab oder wer weiss was im PDF und bei einer anschliessenden Transformation werden aus jetzt 0,4% Magenta eben 5%Magenta.

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#235140]

Stufen im Verlauf

daben
Beiträge gesamt: 353

19. Jun 2006, 16:34
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #235160
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Hallo Thomas R,

Der Verlauf ist CMYK, mit der Ausgabevorschau kann ich ihn weder sehen noch messen. Das gelingt nur mit Pitstop.
Bleibt also die Frage, wieso drucken die 0,4% so voll?

Gruß Hans


als Antwort auf: [#235159]

Stufen im Verlauf

Polylux
Beiträge gesamt: 1777

19. Jun 2006, 16:42
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #235162
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Hallo Hans,

im RGB-Farbraum ist der dunkelste Wert (schwarz) 0 bei allen drei Farbkanälen und der hellste Wert ist 255 (weiß) in allen Kanälen. Wenn nun das RGB-weiß nur aus 254 besteht, dann ist dass in meinen Augen "schlampig angelegt. Entweder es soll eine nicht sichtbare Fläche sein, dann 255, oder es soll gedruckt werden, dann eindeutig weniger (z.B. 245)

Aber zur ganzen Umrechnungsgeschichte kann Thomas Richard garantiert wesentlich besser Auskunft geben als ich.

Vieler Grüße aus dem warmen Berlin


als Antwort auf: [#235159]

Stufen im Verlauf

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19368

19. Jun 2006, 16:54
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #235165
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Hallo Daben,

oben in meinem letzten Satz meinte ich natürlich 5% Cyan.

Was das verbindliche Messen von Farben in PDFs angeht, ist das ja nicht ganz Trivial.

Wirklich verbindlich ist wohl nur Heidelbergs Prinect Colortool, das auch korrekt durch Transparenzen und Überdruckende Objekte hindurch misst.
DIe Ausgabevorschau ist in Sachen messen auch nicht so das gelbe vom Ei, da immer in die oben vorgegebenen Simulationsprofile umgerechnet wird. Eine Aussage, ob und wieviel Cyan in einem Orangeverlauf drin ist, kann man dann nur treffen, wenn man sich absolut sicher ist, das dieser Verlauf in CMYK vorliegt und nicht noch durch igendetwas darunterliegendes tangiert wird, oder durch ein angehängtes Profil modifiziert wird. Immerhin kommt es mit Transparenzen zurecht.
Pitstop hat in der Hinsicht leider die Rote Laterne. Ob sich das mit der Version 7 geändert hat, kann bestimmt Robert Zacherl sagen, der mir gleich sicher eh eins auf den Deckel gibt, wenn irgendwas von dem oben geschriebenen nicht 100%ig stimmt ;-)


als Antwort auf: [#235160]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 19. Jun 2006, 16:56 geändert)

Stufen im Verlauf

Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

20. Jun 2006, 09:33
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #235269
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Antwort auf [ Thomas Richard ] Wirklich verbindlich ist wohl nur Heidelbergs Prinect Colortool, das auch korrekt durch Transparenzen und Überdruckende Objekte hindurch misst.


Hallo Herr Richard,

haben Sie eine neuere Version als ich? Auch ein Prinect Color Editor misst "nur" das Vordergrundobjekt, genauso wie es Enfocus PitStop Professional und dessen Pipette tut. Das einzige Werkzeug, welches wirklich verläßlich durch alle Objektschichten misst, ist die Separations/Ausgabevorschau von Adobe Acrobat 6 und 7 (wobei die ersten 6er-Versionen einen ziemlich heftigen Fehler beim Messen von Sonderfarben aufwiesen).

Das was das Acrobat-eigene Densitometer-Werkzeug leider funktional etwas beschneidet ist die Tatsache, dass es nur ganzzahlige Prozentwerte misst und somit, aufgrund der intern stattfindenden Rundung einen 0,4% Tonwert als 0% anzeigt.

Zitat DIe Ausgabevorschau ist in Sachen messen auch nicht so das gelbe vom Ei, da immer in die oben vorgegebenen Simulationsprofile umgerechnet wird. Eine Aussage, ob und wieviel Cyan in einem Orangeverlauf drin ist, kann man dann nur treffen, wenn man sich absolut sicher ist, das dieser Verlauf in CMYK vorliegt und nicht noch durch igendetwas darunterliegendes tangiert wird, oder durch ein angehängtes Profil modifiziert wird. Immerhin kommt es mit Transparenzen zurecht.


Das ist korrekt. Aber um durch alle Objektschichten hindurch messen zu können muss man sich nunmal auch auf ein gemeinsames Farbmodell einigen, zumal es ein Überdrucken ja auch nur zwischen CMYK und Sonderfarben gibt und es für RGB oder kalibrierte Farben nicht definiert ist. Unkalibrierte Farben im PDF bleiben von dieser Simulation ja unangetatstet, solange der gewählte Grundfarbraum zumindest zu den unkalibrierten Dokumentfarben passt).

Zitat Pitstop hat in der Hinsicht leider die Rote Laterne. Ob sich das mit der Version 7 geändert hat, kann bestimmt Robert Zacherl sagen, der mir gleich sicher eh eins auf den Deckel gibt, wenn irgendwas von dem oben geschriebenen nicht 100%ig stimmt ;-)


Wie oben schon geschreiben verhält sich Enfocus PitStop Professional (egal welche Version) nicht anders als jedes andere Plug-In, welches nur das jeweilige Objekt misst und nicht intern eine verflachte Bitmap der PDF-Seite generiert und deren Farbkanäle ausmisst (so wie es Adobe tut).


als Antwort auf: [#235165]

Stufen im Verlauf

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19368

20. Jun 2006, 11:50
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #235309
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Hallo Herr Zacherl,


auf den Mann ist Verlass ;-)

dann hab ich da wohl was verdreht. Ich meine mich aber erinnern zu können, das mein Uralt, pre Prinect Colortool, bei dieser Geschichte mit der einen anderen Silbermünze, als einziges korrekte Werte lieferte (Wobei 'korrekt' nicht ganz richtig ist, eher 'plausible', aber das war ja auch kein Tranparenz sondern ein Gray/Black Problem.

Danke für die Richtigstellung.


als Antwort auf: [#235269]
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