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TZW Kurve wie oft Neu

UK
Beiträge gesamt: 471

3. Sep 2010, 16:16
Beitrag # 1 von 9
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Hallo,

wir Drucken nach PSO. Haben also für diverse Raster eine Tonzuwachskurve erstellt.
Nun würde mich interessieren wie oft Ihr an TZW Kurven Korrekturen vornehmt.
z.B. Einmal im Jahr, oder öfter. Im Sommer oder Winter?


und tschüss
HARRY
X

TZW Kurve wie oft Neu

Meister Propper
Beiträge gesamt: 1313

3. Sep 2010, 16:53
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #450529
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in meinem gebiet (siebdruck & digital) erstelle ich obligatorisch jeden tag eine neue korrekturkurve je digitaldruckmaschine. damit stelle ich den status fest, da er tinten-, temperatur-, materialbedingt schwanken kann. im siebdruck jährlich zur kontrolle, da die paramter sich dort bitte nicht allzuoft ändern sollten (siebspannung, farbe, rakeldruck, …) desweiteren sind diese faktoren viel zu variable um sie noch genauer zu fixieren.


als Antwort auf: [#450524]

TZW Kurve wie oft Neu

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2261

3. Sep 2010, 17:12
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #450531
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Hallo,

sagen wir mal so: Immer dann, wenn sich im Prozess ein oder mehrere Parameter merklich verändern oder die Drucke den angepeilten Tonwertzunahmen nicht mehr entsprechen...

Wenn die eingetaktete Belichtung inclusive Tonwertkorrekturkurven hinsichtlich höchstmöglichster Nähe zu Druckergebnissen gemäß PSO- und Medienstandard-Soll-Werten (A-, B-, C-Kurven usw) einmal funktioniert, dann sollte das so lange reproduzierbar sein, bis sich ein Parameter ändert.

Also entweder eine neue Sorte Gummitücher wird eingekauft, weil die billiger oder besser sind, eine neue Druckplatte wird eingesetzt, der Farbenhersteller/Lieferant wird gewechselt, die Maschine bekommt einen neuen Walzenstuhl etc...

Diese Toleranzgründe sollten durch sorgfältige Bedachtsamkeit beim Korrekturkurvenermittlungsvorgang zum Beispiel durch Verwendung eines möglichst idealen Papiers (Papierweiss möglichst nahe am Soll-LAB-Wert) also möglichst nahe am ideal-Wert landen um dann noch entsprechend "Spielraum" zu haben für die tägliche, praktische Anforderung:

Unabhängig von der "Tagesform" des oder der Drucker, Klimatechnik oder nicht im Drucksaal, morgens, mittags, abends nach einer, sechs oder 12 Stunden Farbe kochen im Walzenstuhl und je nach Ausstattung betreffend "automatisierter" Messtechnik kann natürlich auch mal ein Druck derselben Dateiwerte auf einer anderen Papiersorte schon deutlich wo anders landen als erwartet, manche Papiere haben auf Sieb- und Schöpfseite sogar einen anderen Strich, der sich durchaus auch in der Tonwertzunahme bemerkbar machen kann...

Bei uns hat sich ein anfängliches "immer wieder an den Kurven rumfummeln" bis die Kontraktproofs möglichst mühelos erreicht werden können in der Häufigkeit deutlich verlagert hin zu Massnahmen im Drucksaal, zum Beispiel durch Testdruck einer Feuchtmitteltestform von der FOGRA (sehr zu empfehlen zur Stabilitätskontrolle).

Im allgemeinen - von Farb- Gummi- und Plattenfabrikatswechseln also einmal abgesehen - möchte ich sagen, dass unsere grössten Probleme den einmal erreichten Standard auch zu halten darin bestehen, das ideale Feucht-Wasserverhältnis zu finden...

In der Vorstufe habe ich das letzte mal vor ca 2-2,5 Jahren an den Kurven nachgearbeitet...


Gruss,

Ulrich


PS:

ich war auch schon einmal fast verzweifelt bis endlich jemand feststellte, dass lediglich die Linse der Einlesestation der Kontrollstreifen am Druckpult verdreckt war, da ständig falsche Dichten ermittelt wurden nach denen dann natürlich entsprechend "schief" gedruckt worden wäre, wenn sich der Drucker auf die entsprechend ermittelten Standarddichten verlassen hätte...

Also erst abwägen wo was schief laufen kann, bevor Du alle zwei Monate anders belichtest, das macht´s auf Dauer bei Periodika nämlich auch nicht leichter...


als Antwort auf: [#450524]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 3. Sep 2010, 17:22 geändert)

TZW Kurve wie oft Neu

macbookmatthes
Beiträge gesamt: 304

3. Sep 2010, 23:07
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #450557
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Lieber Kollege,

wie Ulrich schon gesagt hat: In den Kurven steckt nicht nur ein bisschen Mathematik und der Belichter hängt hinten dran... ;-)

Sondern eben eine Mischung aus ganz vielen Faktoren. Die sollte man versuchen im Auge zu haben und abzuklären b-e-v-o-r man über Messwerte und Kurven diskutiert.

Machen wir es mal kurz:

Ich persönlich lasse eine Testform mit der (einmal korrekten) Kurve immer etwa alle 6 Monate laufen, oder:
-bei anderer Gummituchsorte
-anderer Farbsorte im Einkauf
-Maschinenreparaturen, die über Schraubenwechsel hinaus gehen
-umfangreichere Walzenwechsel
-Belichterreparaturen, Chemieveränderungen

usw.

Das dauert meist nicht länger als 1 Stunden mit belichten und lässt mich ruhiger schlafen ;-)

Ansonsten: Per Plattenmeßgerät die Plattenchargen kontrollieren und den Wust an unterschiedlichen Papiersorten reduziren. Denn: 3 Sorten "matt gestrichen" bringen in der Regel NICHT das gleiche Ergebnis. Das kann ich mit "ist gerade billiger eingekauft" nicht wettmachen.

Dafür isses natürlich wichtig: k-o-m-m-u-n-i-z-i-e-r-e-n
Und zwar auch jenseits der eigenen Abteilung. Sonst isses für die Katz' – und genau hier tun sich die meisten Betriebe sehr sehr schwer.

Beste Grüße
m


als Antwort auf: [#450524]

TZW Kurve wie oft Neu

erna
Beiträge gesamt: 31

6. Sep 2010, 08:46
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #450594
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Guten Morgen,

wir versuchen noch zusätzlich (also ausser bei Materialwechsel oder ähnlichem) auf dem ein oder Anderen Auftrag den Graycon L mit draufzustellen. Auch wenn das Papier z.B. nicht 100% der Norm oder dem Papier der Zertifizierung entspricht kann man doch zumindest abschätzen ob Handlungs- / Kontrollbedarf besteht oder nicht.

Grüße,

erna


als Antwort auf: [#450557]

TZW Kurve wie oft Neu

UK
Beiträge gesamt: 471

6. Sep 2010, 21:31
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #450695
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Hallo,

vielen Dank für euer feed back.

Bei uns wird öfters im Jahr an den Kurven gedreht.

Und es wird natürlich der Fehler bei uns gesucht. Was definitive nicht so ist.

Die liniariesierung der Platte ist top. Ich glaub seit 3 Jahren wurde daran nichts gestellt.
Und die Platten wurden auch öfters, jetzt jede Woche gemessen. Alles im grünen Bereich!!!

Also keine Frage, die Bedingungen im Drucksall haben sich geändert! Aber das will keiner hören. Mich nervt es nur immer wieder an den Kurven zu drehen.


und tschüss
HARRY


als Antwort auf: [#450594]

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macbookmatthes
Beiträge gesamt: 304

6. Sep 2010, 22:22
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #450697
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Mooooooooment Kollege,


mach es dir nicht zu einfach. ;-)

Nur weil sich der Prozentwert nicht zwingend verändert, heisst das nicht, dass automatisch alles in Butter ist...

Auch wenn es nervt (siehe Posting weiter oben): JEDE Nachfrage ist wichtig, selbst wenn man sie beim 100sten Mal gleich beantwortet.

Sonst geht umgekehrt bald auch nix mehr.

Beste Grüße
m


als Antwort auf: [#450695]

TZW Kurve wie oft Neu

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2261

7. Sep 2010, 11:34
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #450730
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Ich kann´s mir auch nicht verkneifen hier noch einen hinterherzuschieben:

Macbookmathes insistiert meiner Meinung nach absolut zu recht mit der Einforderung (und Aufrechterhaltung) von Kommunikation zwischen den Abteilungen:

Ohne "Gesprächspartner" aus Vorstufe UND Druck, die sich Ihrer Verantwortung stellen (also wenigstens Abteilungs- oder Schichtleitung) und die an einem Mindestmass an Kommunikationskultur interessiert sind und Standardisierung als gemeinsames Ziel begreifen, scheitert jedes Bemühen um eine solche zwangsläufig...

Mitunter sind es doch so simple Sachen, dass z.B. in einem Farbwerk entweder aus Versehen oder aus guten Gründen ein anderes Aufzugspapier (? = bin kein Drucker...) unter dem Schwarz-Werk-Gummi liegt und das dann bei Schichtübergabe nicht kommuniziert wurde. Wie soll der nachfolgend druckende Kollege darauf kommen, wenn´s ihm nicht gesagt wurde?...

Jeder Auftrag hat natürlich mitunter andere Prioritäten und der Drucker muss diesen nach agieren (z.B. ist manchmal in bestimmten vollflächigen Partien mehr Dichte vonnöten, womit sich natürlich in anderen Bereichen auch der Tonwert erhöht, nackte Messergebnisse müssen also immer auch "relativ" beurteilt werden...)

Lediglich hinterher zu "Kalibrieren" (also zusätzlich zur linearen Belichtung dienliche Kalibration noch Tonwertkorrekturkurven zu "Pflegen") bringt alleine deshalb nichts, weil ihr so den eigentlichen Problemen lediglich hinterherlauft.

Wenn sich also ein Parameter (anderer Farbhersteller, Alkohol-Wasserverhältnis, simple "Abnutzung" des Walzenstuhls, und und und...) ändert und das einfach stillschweigend behandelt wird, habt ihr eigentlich keine Chance auf Dauer, so erlebt jeder Beteiligte Standardisierung als Frust und Qual und verkennt und verschenkt die tatsächlichen Möglichkeiten bestehend in schnellerem Einrichten sowie Produktionsicherheit im Allgemeinen.

Dieses Bewusstsein zur Notwendigkeit abteilungsübergreifender Kommunikation ist unabdingbar und muss zuallererst geschaffen werden.

Wenn ich das letzte Mal vor ca 2 Jahren an den Tonwertkorrekturkurven nachkalibriert habe, so ist das schlicht dem Umstand geschuldet, daß ich weder von Kunden noch intern aus dem Drucksaal eine Problemmeldung erhielt, bezüglich Erreichbarkeit der Kontraktproofs. Wenn ich jetzt eine Testform drucke, messe ich aber mit Sicherheit nicht die identischen Werte wie damals beim Einrichten der Strecke auf dem Druckbogen, allein bei der Belichtung habe ich partiell mindestens 1% Unterschied, akzeptiere bei wenigen Feldern bis zu 2 % Unterschied...

Ohne entscheidenden Parameterwechsel weiss ich sehr wohl aus eigener Erfahrung, daß bei sorgfältiger Druckausführung sich nur sehr wenig ändern kann, also absolut tolerable Ergebnisse reproduzierbar sein können. "Testen", also akribisch nachmessen tuen wir öfter als im zweijahresrhythmus...

Bei deutlich merkbaren Verschiebungen in der Färbung helfen Protokolle: in der Vorstufe Messergebnisse festhalten und somit Konstanz belegen; im Druck umfassend nachforschen, welche Parameter sich geändert haben könnten, entsprechende Kommunikations-Übergaben installieren...


Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#450697]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 7. Sep 2010, 11:37 geändert)

TZW Kurve wie oft Neu

UK
Beiträge gesamt: 471

7. Sep 2010, 22:25
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #450804
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Hallo,

was soll ich sagen, die Komunikation unter den Kollegen Drucker/Vorstufe ist gut.
Aber die Vorgesetzten haben leider eine andere Meinung und sind Argumenten nicht zugänglich. Deshalb bin ich auch so genervt!!! Ich weis das es besser geht, aber .....

Antwort auf: Ohne "Gesprächspartner" aus Vorstufe UND Druck, die sich Ihrer Verantwortung stellen (also wenigstens Abteilungs- oder Schichtleitung) und die an einem Mindestmass an Kommunikationskultur interessiert sind und Standardisierung als gemeinsames Ziel begreifen, scheitert jedes Bemühen um eine solche zwangsläufig..

GENAU!!!


und tschüss
HARRY


als Antwort auf: [#450730]
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Aktuell

Veranstaltungskalender

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch wie z.B. Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, PDF, Pitstop, Affinity, Marketing, SEO, Büro- und Rechtsthemen etc. haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen.

pdf-icon Hier eine kleine Anleitung hinsichtlich Bedeutung der auszufüllenden Formularfelder.

Veranstaltungen
21.01.2021 - 22.01.2021

Digicomp Academy AG, Bern oder Basel
Donnerstag, 21. Jan. 2021, 08.30 Uhr - Freitag, 22. Jan. 2021, 17.00 Uhr

Kurs

Dieser Basic-Kurs ist der perfekte Einstieg in die Welt von InDesign, dem vielseitigen Layout-Programm. Sie lernen, wie InDesign aufgebaut ist, wie saubere Dokumente erstellt werden und wie man korrekt mit gelieferten InDesign-Projekten umgeht.

Dauer: 2 Tage
Preis: CHF 1'400.–

Ja

Organisator: Digicomp Academy AG

Kontaktinformation: Kundenberater-Team, E-Mailkundenberatung AT digicomp DOT ch

digicomp.ch/d/INDEM1

Veranstaltungen
21.01.2021

Illustrator - das unbekannte Wesen

Online
Donnerstag, 21. Jan. 2021, 19.00 Uhr

Vortrag

Millionen Funktionen, und immer kommen neue dazu! Monika Gause ist jeden Januar aufs Neue ein gern gesehener Gast bei der IDUG Stuttgart. - Sie bringt alle Neuerungen mit, die 2020 dazukamen und jede Menge Tipps und Tricks. - Zudem wird sie uns informieren, was wir in Illustrator beachten müssen, wenn wir Daten fürs Web erstellen bzw. aufbereiten. - Wichtig zu wissen: "Dos and Don'ts" in Illustrator. Welche Fehler sollte man dringend vermeiden und was muss man unbedingt tun, damit es Spaß macht mit Illustrator zu arbeiten. - Dieses Jahr hast Du zusätzlich die Möglichkeit Monika im Voraus Fragen zu stellen. Fülle dieses Formular mit deinen Fragen; auch Beispieldateien sind anfügbar: https://forms.gle/fJmF8C6MjbDoEhED8

Nein

Organisator: InDesign Usergroup Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailidug AT satzkiste DOT de

https://idugs67.eventbrite.de/

IDUGS #67 Illustrator mit Monika Gause

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