[GastForen PrePress allgemein PDF in der Druckvorstufe Textkorrektur im PDF

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Textkorrektur im PDF

georg1000
Beiträge gesamt: 4

31. Okt 2004, 13:51
Beitrag # 1 von 9
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Hallo Fachleute,

bisher war ich immer der Meinung, das ein PDF mit komplett eingebetteten Schriften ohne Probleme auf Rechnern ohne Diese installiert zu haben, textlich mit Acrobat geändert werden können.
Das war wohl ein Irrtum - wenn ich das Forum richtig verstanden habe.
Hab's auch ausprobiert und es ist wirklich so, nach dem deaktivieren der Schrift ist eine Textkorrektur nicht mehr möglich.

Die Meldung >...soll die Schrift jetzt extrahiert werden< habe ich bestätigt. Danach werden die Änderungen wieder zugelassen aber nur mit einen simulierten Schrift. Nach dem speichern steht bei der Schrifteninformation statt >eingebettet< nun >AbobeSans MM<. Wenn die Schrift wieder im System aktiviert ist, bleibt >AbobeSans MM< .

Mein Problem ist, das mein Kunde gerne kleine Textkorrekturen im PDF mit Acrobat selber ausführen möchte. Er verwendet einen PC ich einen MAC.

War das mit den Schriften im Acrobat schon immer so?

Ist die einzige Möglichkeit auf beiden Plattformen die selbe Schrift zu installieren oder direkt auf PC umzusteigen?

Herzliche Grüße
Georg Ostertag
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Textkorrektur im PDF

Christoph Steffens
Beiträge gesamt: 4869

31. Okt 2004, 14:24
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #120104
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Sicherlich kann Herr Zacherl den technischen Zusammenhang besser erklären als ich, aber Fakt ist, dass es schlicht keine gute Idee ist, und noch nie war, im PDF Textänderungen vorzunehmen.

Wenn dein Kunde das gerne möchte, dann mußt Du ihm beibringen, dass Ihr euch einen anderen Workflow einfallen lassen müßt.

Grüßle
Christoph Steffens
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als Antwort auf: [#120102]

Textkorrektur im PDF

Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

31. Okt 2004, 14:49
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #120109
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Hallo Herr Ostertag, hallo Herr Steffens,

ich denke, hier muss ganz klar zwischen
- Sinnhaftigkeit
- technologischer Machbarkeit
- und rechtlichen Aspekten
unterschieden werden.

Ob es Sinn macht in einer PDF-Datei, die für den Prepress-Anwender so etwas wie der Filmersatz aus früheren Tagen sein sollte, Korrekturen durchzuführen, hängt vom Workflow und der Art und Umfang des Eingriffs ab. Wenn ein Dienstleister nichts anderes als eine PDF-Datei vom Kunden erhält und nur kleine Korrekturen notwendig sind, halte ich es für durchaus legitim. Wenn allerdings die Alternative gegeben ist, eine Korrektur im Originaldokument durchzuführen, würde ich dem immer den Vorzug geben.

Aus technologischer Sicht ist eine --> zeilenweise <-- Texteditierung mit vertretbarem Aufwand implementierbar. Es kommen natürlich schon einige Herausforderungen auf den Entwickler zu. So z.B. Doppelbyte Fonts deren Glyphen-Codes nicht direkt über die Tastatur eingebbar sind. Oder Untergruppen-Fonts die nur einen Zugriff auf vorhandene Glyphen zulassen, usw.

Die eigentliche Hürde ist jedoch die rechtliche Seite. Adobe läßt in Acrobat (zumindest seit Version 3) keine Textkorrekturen zu, solange der Anwender nicht durch das Vorhandensein eines gleichnamigen, installierten Fonts belegt, dass er berechtigt ist, mit dem zur Formatierung verwendeten Font arbeiten zu dürfen.
Die Denkweise ist einfach: Nur weil der Ersteller des Originaldokuments (hoffentlich) offiziell ein Schriftpaket erworben und in seiner aus dem Layoutprogramm heraus generierten PDF-Datei eingebettet hat, ist der PDF-Empfänger noch lange nicht automatisch berechtigt mit den eingebetteten Fonts so zu arbeiten, als ob er ebenfalls das Schriftpaket erworben hätte. Deshalb erwartet Adobe erst eine Legitimation in Form eines installierten, gleichnamigen Fonts. Selbst dann, verwendet Acrobat nicht den eingebetteten Font, sondern den lokalen Font zur Editierung.

Auch Enfocus unterwirft sich seit Version 6 von PitStop Professional dieser Adobe Denkweise, so wie es auch jeder andere Plug-In Entwickler tun muss, da ihm ansonsten die Lizenz durch Acrobat Plug-in Entwicklung von Adobe entzogen werden würden.
Allerdings verwendet PitStop tatsächlich den eingebetteten Font. Es geht hier also rein darum zu belegen, dass man aus rechtlicher Sicht mit dem Font arbeiten darf.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#120102]

Textkorrektur im PDF

Anonym
Beiträge gesamt: 22827

31. Okt 2004, 19:39
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #120168
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Vielen Dank für die Antworten.

Habs mal ausprobiert eine Schrift „Helvetica Bold“ im Fontographer für MAC und PC mit gleichen Namen zu erstellen. Diese auf PC und MAC installiert . Die Änderungen sind auf beiden Seiten jetzt machbar. Leider wird das geänderte PDF nur mit Untergruppen gespeichert (kann diese im Acrobat ohne Pitstop komplett wieder einbetten?), was eine erneute Korrektur verhindert.
So würde es zwar gehen, aber eine tolle Lösung ist es nicht .... abgesehn davon, das man eine Schrift bestimmt nicht einfach umspeichern darf.
Angenommen man wolle den Weg gehen - legal, ist es damit getan eine Schrift z.B. „Helvetica“ vom Hersteller für PC und MAC zu kaufen oder werden diese trotzdem auf den verschiedenen Plattformen anders heißen und dadurch nicht erkannt?

Der Tipp mit den „OpenType“ (Doppelbyte Fonts) ist eine tolle Sache. Mit der Walbaum (http://www.steffmann.de/) - auf beiden Systemen installiert - war es kein Problem. Aber was ich nicht verstehe, auf dem MAC ging es nur mit dem PitStop und beim PC hat der Acrobat gereicht. Sogar die geänderte Datei - jetzt mit Untergruppen - lies sich auch ohne erneutes einbinden der Schrift wieder und wieder ändern.

Hat das ganze noch einen Pferdefuß den ich jetzt noch nicht erkenne?


Grüße Georg Ostertag


als Antwort auf: [#120102]

Textkorrektur im PDF

Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

31. Okt 2004, 20:20
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #120175
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Hallo Herr Ostertag,

wie der Font, den Sie zur Editierung verwendeten, in das PDF-Dokument eingebettet wird können Sie beim TouchUp-Werkzeug doch durch die Text-Attribute steuern.
Bei Acrobat 4 und 5 gab es dazu eine extra Werkzeug-Palette die die Ankreuzfelder "Einbetten" und "Untergruppe" beinhaltete. In Acrobat 6 gelangen Sie über das Kontextmenü->Eigenschaften und den Tabreiter "Text" dorthin. Wenn Sie "Untergruppe" abwählen un neu speichern, sollte der Font komplett eingebettet sein.

Allerdings verstehe ich nicht ganz den Sinn und Zweck des ganzen, denn wie ich ja bereits schrieb, verwendet ein Acrobat TouchUp Textwerkzeug nie den eingebetteten Font, sondern greift auf den gleichnamigen lokalen Font zu. Somit ist es vollkommen irrelavant, ob der Font im PDF komplett oder nur als Untergruppe eingbettet ist.

> Aber was ich nicht verstehe, auf dem MAC ging es nur mit dem PitStop und beim PC hat der Acrobat gereicht.

Das deutet ja eindeutig darauf hin, dass das Acrobat auf dem Mac die OpenType Schrift nicht "sieht". Wenn Sie bei gedrückter ALT-Taste mit dem TouchUp-Textwerkzeug in eine PDF-Seite klicken (um neuen Text hinzuzufügen), dann erscheint eine Palette die u.a. die Auswahl des Schriftschnitts erlaubt. Tauchte darin die "Walbaum" auf?
Welche Version von Acrobat setzen Sie eigentlich genau ein?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Textkorrektur im PDF

georg1000
Beiträge gesamt: 4

31. Okt 2004, 22:16
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #120191
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Hallo Herr Zacherl,

ich verwende Acrobat 5.0.5 auf einem MAC mit OS 9.2.2. Das TouchUp-Fenster habe ich gefunden und das einbinden nach der Änderrung funktioniert jetzt auch.

Die „Walbaum“ erscheint nicht in der Auswahlliste.
Kann das sein, das daran ligt, ich die Schrift nur in den Ordner >Zeichensätze< gelegt habe. Wäre eine Verwaltung der „OpenType“ besser üner ATM. Ich verwende zur Schriftenverwaltung Suitcase 8 - leider hat Suitcase die Schrift aber nicht erkannt.

Mit Grüßen
Georg Ostertag


als Antwort auf: [#120102]

Textkorrektur im PDF

georg1000
Beiträge gesamt: 4

1. Nov 2004, 11:46
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #120304
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Hallo Herr Zacherl,

über Nacht sind mir diese Sätze von Ihnen nochmal durch den Kopf gegangen:
„Allerdings verstehe ich nicht ganz den Sinn und Zweck des ganzen, denn wie ich ja bereits schrieb, verwendet ein Acrobat TouchUp Textwerkzeug nie den eingebetteten Font, sondern greift auf den gleichnamigen lokalen Font zu. Somit ist es vollkommen irrelavant, ob der Font im PDF komplett oder nur als Untergruppe eingbettet ist.“

??? Warum heißt es denn, das man immer den kompletten Font einbinden soll - für wenn hat das einen Vorteil ??


Grüße aus Koblenz
Georg Ostertag


als Antwort auf: [#120102]

Textkorrektur im PDF

Robert Zacherl
Beiträge gesamt: 4153

1. Nov 2004, 12:17
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #120308
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Hallo Herr Ostertag,

weil es auch Anwender gibt, die nicht das Risiken eingehen wollen, die ein Acrobat-eigenes Textwerkzeug in sich birgt, und deshlab auf Alternativen wie z.B. Enfocus PitStop Professional zurückgreifen, welches, wie ja bereits geschreiben, die im PDF eingebetteten Fonts verwertet.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#120102]
(Dieser Beitrag wurde von Robert Zacherl am 1. Nov 2004, 12:21 geändert)

Textkorrektur im PDF

georg1000
Beiträge gesamt: 4

1. Nov 2004, 13:39
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #120331
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Hallo Herr Zacherl,

nochmal vielen Dank für die Hilfe.


Mit frendlichen Grüßen
Georg Ostertag


als Antwort auf: [#120102]
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