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Totaly ColorManagement

Schoschi
Beiträge gesamt: 173

23. Sep 2004, 09:19
Beitrag # 1 von 5
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Hallo liebes Forum

In unserer Druckerei (inkl. Druckvorstufe) streben wir ein CMS über alle Stationen an, welche uns Messen und die Profile für die entsprechenden Geräte ständig aktualisieren lässt.

Systemvoraussetzungen:
Scanner iQsmart2, Monitore Miro/Radius, Proof Canon BJC-8500, Formplott Epson 9000, Plattenbelichter Trendsetter, Druckmaschinen Heidelberg.

Aktuell:
arbeiten wir mit ICC-Profilen welche den CMYK/Grau-Bildern mitgespeichert werden. Wir haben den Proofer dem Druckergebnis recht nahe bekommen. Kalibrieren die Bildschirme 4mal pro Jahr.

Ziel:
Wir möchten eine zentrale Controllstelle im Haus einrichten (wenn nötig) und laufend die Testdrucke, -plotts und -proofs ausmessen und profilanpassungen vornehmen. Die Farbräume sollten sich in Standards bewegen (Ugra, Fogra).

Demnächst möchten wir einen PDF-Workflow anschaffen und die Proof- bzw. die Plottgeräte ersetzen. Hat jemand Erfahrung auf diesem Gebiet und könnte mir die Umsetzung beschreiben?

mfg
Schoschi
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Totaly ColorManagement

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19052

23. Sep 2004, 10:58
Beitrag # 2 von 5
Beitrag ID: #110553
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Hallo Schoschi,

> In unserer Druckerei (inkl. Druckvorstufe) streben wir ein CMS
> über alle Stationen an, welche uns Messen und die Profile für die
> entsprechenden Geräte ständig aktualisieren lässt.

Für Monitore, Proofer und Scanner ok, aber die Druckmaschinen sollte man nicht profilieren sondern umgekehrt auf die std. Profile trimmen.

Habt ihr die BVDM PSO (Prozessstadard Offsetdruck) und Altona Testsuite Pakete?

http://www.point-online.de/...p?NMKz=N&LVKz=BY
http://www.bvdm-online.de/p2004/0402_3.html

> Ziel:
> Wir möchten eine zentrale Controllstelle im Haus einrichten (wenn
> nötig) und laufend die Testdrucke, -plotts und -proofs ausmessen
> und profilanpassungen vornehmen. Die Farbräume sollten sich in
> Standards bewegen (Ugra, Fogra).

Wenn ihr den Medienkeil habt, ist das zumindestens das Mittel der Wahl um die laufende Proof und Auflagen Qualität zu prüfen.
Habt Ihr Spektralphotometer an den Druckmaschinen?
Zum einen ist das eigentlich unabdingbar, wenn man nach ISO Profilen und dem obigen Szenario drucken will, und der drucker hat beim einrichten die möglichkeit, mal eben den Proof zu checken. Dabei bei hausinternen Proofs weniger ob die Fogravorgaben optimal eingehlten werden, sondern eher, ob er so aussieht wie er immer aussieht bzw. aussehen soll.


> Demnächst möchten wir einen PDF-Workflow anschaffen und die Proof- > bzw. die Plottgeräte ersetzen. Hat jemand Erfahrung auf diesem
> Gebiet und könnte mir die Umsetzung beschreiben?

Was die Hardware im Proofbereich angeht:
Gestern war Digitalproof-Forum in der HDM in Stuttgart. Es waren eigentlich alle da, die in der Liga spielen, und auf jedem Stand stand mindestens ein Epson 4000 oder 7600. Oft heißen sie zwar anders, sind aber immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Tipp: zu der Veranstaltung wurde ein Workshop angeboten... der letzte ist morgen ;-)

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#110522]

Totaly ColorManagement

Schoschi
Beiträge gesamt: 173

24. Sep 2004, 13:35
Beitrag # 3 von 5
Beitrag ID: #110935
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Hallo Thomas

Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort. Hier sind ein paar Ergänzungen von meiner Seite.

Ich will die Monitore, Scanner und Proofer den Druckerzeugnissen anpassen, das ist so. Mit «Druckmaschinen sollte man nicht profilieren sondern umgekehrt auf die std. Profile trimmen» meinst du, man sollte die Standardwerte der Maschine so festlegen, dass sie den Altona-Testsuite-Vorlagen entspricht? Sehe ich das richtig? Wir haben das Paket noch nicht.
Wir haben aber Spektralfotometer an den Druckmaschinen, und auch um Proof-Charts auszumessen.

Leider habe ich jetzt das Digitalproofforum verpasst... aber vielen Dank für die Links, ich habe mal nachgeschaut und interessanten Lesestoff gefunden.

Bei der ganzen Messgeschichte der Farbkeile gehts mir auch darum, nachweisen zu können, dass wir in der Toleranz liegen und demzufolge «richtig» produzieren. Der Gummibegriff Toleranz ist nur nicht ganz so einfach. Was ist drin und was nicht...

Wenn wir vom Kunden Farbmuster und -vorlagen erhalten kriegen wir das Ergebnis meist auch hin, schlussendlich ist wie du richtig sagst der Kunde der sagt was richtig ist und falsch.
Aber ohne Vorlagen und Anhaltspunkte gelieferte Daten drucken und sagen wir drucken richtig, ohne beweisen zu können dass wir in der Toleranz sind mit unseren Standardwerten...

Mir gehts darum in solchen Fällen sagen zu können wir sind in der Toleranz, ohne Vorlage drucken wir so richtig wie möglich.

Habe ich wieder etwas mehr Informationen geliefert?

Schoschi


als Antwort auf: [#110522]

Totaly ColorManagement

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19052

26. Sep 2004, 15:32
Beitrag # 4 von 5
Beitrag ID: #111248
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Hallo Schoschi,

> Habe ich wieder etwas mehr Informationen geliefert?

Ja.

Aber von vorne...

Das mit der Altonatestsuite hast du genau richtig verstanden. Es geht darum, alle Druckmaschinen auf eine 'std-Ausgabe' zu trimmen. Wie immer bei solchen Standards kann das nicht das maximum sein, sonst würden alle Druckereien bzw. Druckmaschinen die 'State of the Art Topmodelle' sind durchs Raster fallen. Es ist also ein Kompromiss im oberen Segment, der einfach gewährleisten soll, das gleiche oder ähnliche Drucksachen, zu unterschiedlichen Zeiten bei unterschiedlichen Druckereien produziert, ein möglichst identisches Aussehen haben.

Das mit den Spektralphotomotern ist schon mal der erste Schritt. Jetzt brauchst du noch ein Profilierungsprogramm (Profilemaker, basiccolor, Print/View open,...) und den Druckern klar machen, das sie in Zukunft als Kriterium zur Normerfüllung _keine_ Dichtewerte sondern Farbwerte abzugleichen haben. Ist die Norm mit Spektralwerten erreicht, kann die Fortdruck Steuerung gerne weiter per Dichte gesteuert werden. Aber niemand akzeptiert mehr eine Dichte von 1.x als Kriterium zur Normeinhaltung.

> Bei der ganzen Messgeschichte der Farbkeile gehts mir auch darum,
> nachweisen zu können, dass wir in der Toleranz liegen und demzufolge
> «richtig» produzieren. Der Gummibegriff Toleranz ist nur nicht ganz
> so einfach. Was ist drin und was nicht...

Das alleine wird aber nicht reichen, aber ihr habt zumindestens bei Problemen schon mal die Gewissheit, das bei euch nicht irgendwas völlig schief gelaufen ist. Es ist eher ein Werkzeug der laufendenb Produktion, als eine Art Prüfsiegel. Nur weil man 1x etwas innerhalb der Toleranz gedruckt hat, heißt das noch lange nicht , das jetzt alles 'von alleine' gut ist.

Gerade beim Medienkeil ist die Dehnbarkeit, dessen was drin ist nur 2. Rangig. Denn selbst mit einem MK der komplett innerhalb der Toleranz liegt, kann das Ergebnis suboptimal sein. Dafür sind es einfach zu wenig Werte, als das da auch nur annähernd alle Kurvenausreisser und Unlinearitäten auszumerzen wären. So sind im MK ja auch vier Spitzlicht Kontrollfelder enthalten, die werden aber von keiner Software ausgewertet.

Ein guter Proof ist ja auch nicht zwangsläufig _eine_ Anmutung. Er repräsentiert eine der harmonischen, von den Eckwerten her stimmigen Anmutung, die vor allem ohne Klimmzüge an der Druckmaschine zu erreichen sein sollte.

> Aber ohne Vorlagen und Anhaltspunkte gelieferte Daten drucken und
> sagen wir drucken richtig, ohne beweisen zu können dass wir in der
> Toleranz sind mit unseren Standardwerten...

Völlig korrekt. Wenn ihr nichts verbindliches angeliefert bekommt, ist dass das einzige, auf das ihr euch, ausser bestem Wissen und Gewissen, berufen könnt.

> Mir gehts darum in solchen Fällen sagen zu können wir sind in der
> Toleranz, ohne Vorlage drucken wir so richtig wie möglich.

Eben! Solange mir mein 'Beifahrer' (bei Bedarf durch 'Kunde' ersetzen), der allein den Weg kennt, nicht 'links', 'rechts' oder 'Stop' sagt, fahr ich geradeaus oder der Straße nach.

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#110522]

Totaly ColorManagement

Schoschi
Beiträge gesamt: 173

27. Sep 2004, 13:11
Beitrag # 5 von 5
Beitrag ID: #111438
Bewertung:
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Hallo Thomas

Vielen Dank erstmals. Dann pack' ich die Sache mal an. Ich werde mich melden sobald elementare Probleme auftauchen.

Du hast mir sehr geholfen im Geschäft entsprechend zu argumentieren.

mfg
Schoschi


als Antwort auf: [#110522]
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