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Print/Bildbearbeitung - Photos, Layout, Design
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Umstieg von pagemaker zu indesign

martina45
Beiträge gesamt: 2

30. Mai 2008, 20:40
Beitrag # 1 von 9
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Hallo miteinander,
wir wollen unsere Druckvorlagen jetzt mit Indesign erstellen und stehen jetzt vor ein paar Problemen, obwohl jeder sagte der Umstieg wäre ganz easy.
Frage 1. Ich habe im Forum schon einen Beitrag gefunden, dass es doch möglich ist Formatmarken einzulesen, wie in pagemaker. Leider hat der Teilnehmer nicht dazugeschrieben wie. Kann mir da jemand helfen?
2. Frage. Bei pagemaker konnte man die Logos etc, die man stets zur Verfügung haben möchte auf die Montagefläche ziehen und sie standen dann auf jeder Seite zur Verfügung. Gibt es das auch bei Indesign? Die Dinge auf der Monatgefläche stehen immer nur auf der Seite zur Verfügung, auf der ich sie positioniere.
3. Frage: Wir setzen unser Programmheft in 3 Spalten. Wenn wir nun den Text plazieren läuft er nicht über die zur Verfügung stehenden Spalten weiter, sondern bleibt immer unten stehen und ich muss ihn über das + in die nächste Spalte bringen. Gibt es einen Option "weiterfließen"?
Gruß
Martina
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Umstieg von pagemaker zu indesign

Sacha Heck
Beiträge gesamt: 3281

30. Mai 2008, 21:45
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #352407
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Hallo Martina,

Zu 1 kann ich nichts sagen da ich Formatmarken aus Pagemaker nicht
kenne. Wie sehen diese aus? Kann man sie vergleichen mit Tags
im Stile von XML-Tags?

Zu 2:
Das geht auch in InDesign nur ein bisschen anders. Die Objekte auf der
Montagefläche werden nicht mitgedruckt und stehen auf der Seite
zur Verfügung wo man sie hinstellt, außer du stellst sie schon auf die
Musterseite. Aber dann sind sie auf den Layoutseiten gesperrt und du
musst sie erst entsperren. Es gibt aber m.E. 2 viel bessere Möglichkeiten in
InDesign: Die Bibliothek die als eigene Palette fungiert und alle mögliche
Elemente enthalten kann die man per Drag&Drop auf die Seite platzieren kann
und Snippets. Das sind kleine Schnipsel die man einfach exportieren
oder per Drag&Drop in einen Ordner ziehen kann. Die Snippets bestehen
aus XML-Anweisungen wie das/die Objekte aussehen sollen. Vorteil
hier ist dass man diese Snippets z.B. mit Adobe Bridge gut betrachten,
auswählen und platzieren kann. Werden sie über InDesign's Platzieren-
Menü ins Layout platziert, landen sie sogar an genau der Stelle an der
sie ursprünglich standen.

Zu 3:
Das geht ganz einfach indem man mit geladenem Cursor in die erste
Textspalte klickt und dabei Shift gedrückt hält. InDesign füllt alle Spalten
aus und fügt notfalls Seiten hinzu. Dazu muß natürlich erst der Satzspiegel
korrekt eingerichtet werden punkto Spalten u.s.w.

Gruß,
Sacha


als Antwort auf: [#352391]

Umstieg von pagemaker zu indesign

martina45
Beiträge gesamt: 2

30. Mai 2008, 22:18
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #352410
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Hallo Sascha,
danke für die Antworten, das hilft mir schon toll weiter.
Zu Frage 1:
leider kenne ich mich mit XML nicht genau aus. Wir hinterlegen am Absatzanfang Spitzklammern Bsp. <T1> und wollen dann, dass Indesign den Absätzen das entsprechende Format zuweißt. Das erledigte Pagemaker über Formatmarken lesen. Diese waren natürlich in Pagemaker hinterlegt. Bei einem Beitrag vom Februar 2005 gab ein Kollege auf diese Frage folgende Antwort:

Antwort: ja, kann man. Es ist allerdings ein wenig komplizierter als in PageMaker. Die verwendeten Absatzformate müssen am Anfang des Textes einmal deklariert werden (um Tippfehlern vorzubeugen) und die Syntax der Markeneingabe ist etwas aufwendiger. Aber das Prinzip funktioniert genau wie in PageMaker. Sie müssen die gelieferten Texte nur leicht überarbeiten.

Jetzt weiß ich nur nicht wie man diese am Anfang des Textes deklariert.

Gruß
Martina


als Antwort auf: [#352407]

Umstieg von pagemaker zu indesign

Sacha Heck
Beiträge gesamt: 3281

30. Mai 2008, 22:35
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #352412
Bewertung:
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Hi Martina,

Also wie ich das sehe sollte das möglich sein mit InDesign wenn auch
über ein paar Umwege. Du könntest z.B. versuchen aus deinem textdokument
ein XML-Dokument zu machen. In einem XML-Dokument können eigene
Tags definiert werden, z.B. eben auch dein <T1>, kann aber auch anders
heißen. Man kann das XML in InDesign importieren und automatisch den
Tags ein bestimmtes Format zuweisen. Das würde deinem Workflow dann
ziemlich nahe kommen.

Eine andere Idee wäre die über GREP. Das ist eine in InDesign CS3
eingebaute Suchfunktion die es z.B. ermöglicht den Text der zwischen
dem Tag <T1> und </T1> steht in einem bestimmten Absatzformat
auszuzeichnen und danach z.B. mit einem weiteren Suchlauf die Tags
selbst zu löschen. Allerdings habe ich selber noch nicht viel Erfahrung
damit sammeln können aber wenn es soweit ist, dann kannst du auf
jeden Fall hier im Forum auf Hilfe zählen. Hier gibt es einige GREP
und Skriptkundige.

Soweit mal zu meinen Ideen. Vielleicht hat noch jemand eine andere
Idee dazu ...

Gruß,
Sacha


als Antwort auf: [#352410]

Umstieg von pagemaker zu indesign

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 12714

31. Mai 2008, 07:07
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #352427
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Hallo Martina,

Zitat Frage 1. Ich habe im Forum schon einen Beitrag gefunden, dass es doch möglich ist Formatmarken einzulesen, wie in pagemaker. Leider hat der Teilnehmer nicht dazugeschrieben wie. Kann mir da jemand helfen?


Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass Du damit Tagged Text als Importformat für PageMaker meinst: Eine Textdatei, in der Angaben für die Formatierung in Form von Steuercodes <xxx:yy> eingearbeitet sind.
So etwas gibt es auch in InDesign.
Im Anhang ein Beispiel.

Zu Tagged Text siehe auch http://help.adobe.com/...001ea8cb3f-6f41.html.
Das Benutzerhandbuch zu Tagged-Text: http://help.adobe.com/.../5.0/tagged_text.pdf


Zitat 2. Frage. Bei pagemaker konnte man die Logos etc, die man stets zur Verfügung haben möchte auf die Montagefläche ziehen und sie standen dann auf jeder Seite zur Verfügung.


Diese "universale" Montagefläche neben allen Seiten gibt es in InDesign nicht mehr. In InDesign hat jeder Druckbogen seine eigene Montagefläche.
Von Dave Saunders gibt es ein Skript "universal pasteboard", mit dem er das Verhalten der PageMaker-Montagefläche nachzubilden versucht: Nach Start des Skripts werden alle Objekte, die auf den Montageflächen der einzelnen Druckbogen verstreut liegen, auf die im Fenster aktive Montagefläche verschoben. Und zwar mit ihren ursprünglichen Koordinaten.
Dieses Skript ist in seinem Blog über die Suche nach 'pasteboard' zu finden:
http://jsid.blogspot.com/search?q=pasteboard

Code
//DESCRIPTION: Moves all Pasteboard Items to Pasteboard of Current Spread 

if (app.documents.length == 0) { exit() }
movePBitems(app.documents[0]);

function movePBitems(myDoc) {
if (app.activeWindow.constructor.name == "StoryWindow") { return }
var uO = myDoc.viewPreferences.rulerOrigin;
var uZP = myDoc.zeroPoint;
myDoc.viewPreferences.rulerOrigin = RulerOrigin.spreadOrigin;
myDoc.zeroPoint = [0,0];
myObjs = myDoc.pageItems;
var moveables = new Array();
for (var j = myObjs.length - 1; j >= 0; j--) {
if (myObjs[j].parent.constructor.name == "Page") { continue }
moveables.push(myDoc.pageItems[j].id);
}
var mySpread = app.activeWindow.activeSpread;
var targSpreadWidth = getSpreadWidth(mySpread);
for (var j = moveables.length - 1; j >= 0; j--) {
var myObj = myDoc.pageItems.itemByID(moveables[j]);
var sourceSpread = myObj.parent;
if (sourceSpread == mySpread) { continue }
var sourceWidth = getSpreadWidth(sourceSpread);
var Shift = 0;
if (myObj.geometricBounds[3] > 0) {
Shift = targSpreadWidth - sourceWidth;
}
var myBounds = myObj.geometricBounds;
if (myObj.locked) { continue }
try {
myObj.move(mySpread);
}
catch(e) { continue } // myObj must be on locked layer
myObj.move([myBounds[1] + Shift, myBounds[0]]);
}
myDoc.viewPreferences.rulerOrigin = uO;
myDoc.zeroPoint = uZP;

} // end function movePBitems

function getSpreadWidth(spread) {
var my1stBounds = spread.pages[0].bounds;
var myLastBounds = spread.pages[-1].bounds;
return myLastBounds[3] - my1stBounds[1];
}


Ich hatte mir seinerzeit noch eine Alternative überlegt und ein Skript geschrieben, das die Objekte, die auf den einzelnen Montageflächen verstreut liegen, in eine temporäre Bibliothek sammelt und von dort aus greifbar macht. Man sieht den Objekten in der Bibliothek allerdings nicht immer sofort an, was hinter ihnen steckt.

Code
// storePasteboardItems2TempLibrary.jsx 

//DESCRIPTION: Stores all Pasteboard Items into a temporary library
// Pay attention: the temorary library is saved in "TempLibrary.indl" in the user's documents folder.
// Every time the script is executed, the library is cleared (means: the old assets (contents) of the library are removed)

if (app.documents.length > 0) {
var myLib = getLib("~/Documents", "TempLibrary.indl");
clearLib(myLib);
store2Lib(app.documents[0], myLib);
}

// remove every asset of the library
function clearLib(theLib) {
if (theLib.assets.length > 0)
theLib.assets.everyItem().remove();
}

// stores pasteboard items to the library
function store2Lib(myDoc) {
if (app.activeWindow.constructor.name != "StoryWindow") {
myObjs = myDoc.pageItems.everyItem().parent;
for (var j = myObjs.length - 1; j >= 0; j--) {
if (myObjs[j].constructor.name != "Page")
myLib.store(myDoc.pageItems[j]);
}
}
}

function getLib(myPathName, myLibName) {
try {
// add (and reset existing library) if it's not open
var myLib = app.libraries.add(File(myPathName + "/" + myLibName));
}
catch (e) {
// get opened library
var myLib = app.libraries.item(myLibName);
}
return myLib;
}

(https://www.blogger.com/...D=116827672178077111)


als Antwort auf: [#352391]
(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 31. Mai 2008, 07:34 geändert)

Anhang:
taggedText.txt (54.7 KB)

Umstieg von pagemaker zu indesign

Kai Rübsamen
  
Beiträge gesamt: 4679

31. Mai 2008, 09:59
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #352430
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Antwort auf: Bei pagemaker konnte man die Logos etc, die man stets zur Verfügung haben möchte auf die Montagefläche ziehen und sie standen dann auf jeder Seite zur Verfügung. Gibt es das auch bei Indesign? Die Dinge auf der Monatgefläche stehen immer nur auf der Seite zur Verfügung


In Indesign wird das gelöst indem du eine Bibliothek anlegst. Dort kannst du alles ablegen was du öfters brauchst und dann bei Bedarf entweder standgenau oder variabel platzieren. Das ist dann "etwas ordentlicher", als wenn wahrlos Elemente auf der Montagefläche rumfliegen.


als Antwort auf: [#352427]

Umstieg von pagemaker zu indesign

Gerald Singelmann
  
Beiträge gesamt: 6268

31. Mai 2008, 10:03
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #352431
Bewertung:
(4325 mal gelesen)
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Martin, ich glaube für einen gerade-erst-von-PageMaker-umgestiegen Anwender sind Scripte eine Komplexitätsstufe zu hoch, oder? Zumal das Script von Dave ja nichts anderes macht, als Objekte zu kopieren: wenn ich danach auf Druckbogen 2 ein Objekt lösche, ist es auf den anderen Druckbogen immer noch da etc.

InDesign ist nun mal nicht PageMaker. Der Umstieg ist nicht schwer, aber ein paar Angewohnheiten muss man ablegen. Die Monstermontagefläche ist eine davon. Das schöne ist ja, dass die Welt der Bibliotheken und Snippets schön ist und leicht zu entdecken :)

Zu Punkt 1: Ja, PageMaker-Marken entsprechen ziemliche genau dem TaggedText in InDesign. Die Syntax ist etwas komplizierter, aber nicht viel.

Was es braucht: die Datei muss mit einer Zeile anfangen, die deutlich macht, dass dies eine TaggedText Datei ist. Wie diese Zeile lautet, bekommt man am besten raus, indem man einen TaggedText aus InDesign exportiert und in einem Editor anschaut. Z.B.:

Zitat <ASCII-MAC>
<Version:5><FeatureSet:InDesign-Roman><ColorTable:=<Black:COLOR:CMYK:Process:0,0,0,1>>


Den folgenden Block, in dem die Formate deklariert werden, kann man zumindest seit CS3 auch weglassen. Dann gibt es halt eine Fehlermeldung, falls das Format nicht im Dokument vorhanden ist. :

Zitat <DefineParaStyle:betrifft=<Nextstyle:betrifft><cTypeface:Bold><pSpaceBefore:14.173228>>
<DefineParaStyle:nachricht=<Nextstyle:nachricht><pLeftIndent:14.173228><pRightIndent:14.173228>>


Die Absätze selbst haben Marken von dieser Syntax: "<ParaStyle:T2>".
Warum so kompliziert? Weil PageMaker keine Zeichenformate hatte und auch sonst nicht sooo viel.
Zeichenformate sehen dann so aus: "normal <CharStyle:fett>dick <CharStyle:> normal"


als Antwort auf: [#352427]

Umstieg von pagemaker zu indesign

Martin Fischer
  
Beiträge gesamt: 12714

31. Mai 2008, 10:27
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #352432
Bewertung:
(4307 mal gelesen)
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Gerald,

Zitat Martin, ich glaube für einen gerade-erst-von-PageMaker-umgestiegen Anwender sind Scripte eine Komplexitätsstufe zu hoch, oder?


Das würde ich so nicht behaupten.
Wer in PageMaker mit Tagged Text gearbeitet hat, zeigt damit, dass er erweiterte Funktionalität zu nutzen gewusst hat. Von Skripten war zwar nicht die Rede, aber zur erweiterten Funktionalität von PageMaker rechne ich auch dessen eigenbrödlerische Skriptfunktion.

Andererseits braucht man von Skripten nicht viel zu verstehen, um sie nutzen/anwenden zu können. Skripte zu installieren und aufzurufen halte ich nicht für so anspruchsvoll, als dass ich dies einem PageMaker-User nicht zumuten würde. Ich war selbst über Jahrzehnte PageMaker-Anwender und ich habe beim Umstieg nach InDesign ziemlich schnell gelernt, Skripte zu installieren und anzuwenden. ;-)

Zitat Zumal das Script von Dave ja nichts anderes macht, als Objekte zu kopieren: wenn ich danach auf Druckbogen 2 ein Objekt lösche, ist es auf den anderen Druckbogen immer noch da etc.

Nein, ohne es jetzt nochmal ausprobiert zu haben, erinnere ich mich daran, dass es die Absicht des Autoren war (und so interpretiere ich auch heute noch den Code), per Skript alle Objekte auf allen Montageflächen auf die aktive Montagefläche (aktiver Druckbogen) zu verschieben. Nach Ablauf des Skripts gibt's auf den anderen Montageflächen keine Objekte mehr.


als Antwort auf: [#352431]
(Dieser Beitrag wurde von Martin Fischer am 31. Mai 2008, 10:30 geändert)

Umstieg von pagemaker zu indesign

Gerald Singelmann
  
Beiträge gesamt: 6268

31. Mai 2008, 11:15
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #352434
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Das Gute ist ja, dass Martina ganz selbst entscheiden kann, welchen Lösungsweg sie attraktiv findet :)


als Antwort auf: [#352432]
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