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Unterschiedliches Schwarz im Laserdruck, wenn Graustufen oder CMYK-Tiefschwarz geschickt wird?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2295

10. Feb 2020, 12:22
Beitrag # 1 von 5
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hallo

ich habe die Frage zwar bereits bei der Druckerei platziert, wo ein dazugehöriger Auftrag gedruckt werden soll, würde es aber parallel gerne hier versuchen, mir etwas Klarheit zu verschaffen:

Geplant ist ein Buch mit schwarzweiss-Fotos, das digital produziert werden soll, vermutlich auf einer Xerox:

Daher diese Frage in erster Linie an die Digitaldrucker, die hier mitlesen, aber auch andere Erfahrungen sind willkommen:


Frage 1:

Ist (im Prinzip wie im Offsetdruck) mit unterschiedlich dunklem Schwarz zu rechnen, wenn einmal Graustufen (Vollton 100 K) und ein anderes Mal ein (aus dem Graustufenbild in ISOcoatedv2 konvertiertes Gesamtfarbauftragstiefschwarz mit dann ca CMYK 85-75-44-94) durch den Laserdrucker geschickt wird?

Wenn nicht, liegt es daran, das die eingebrannten schwarzen - opaken - Tonerpartikel bereits so dunkel sind, daß das nicht mehr zu toppen ist, oder wird da einfach entsprechend geRIPt, daß es eh auf dasselbe hinausläuft bei CMYK-Daten - also nur noch zu 100% Schwarz fehlende 6% bunt dazu gedruckt werden?

Ich weiß bereits, daß ein Unterschied in den Klickkosten vorliegt, daher vermute ich mal, daß dann tatsächlich bei einem Graustufenjob nur schwarze Farbe gedruckt wird bei Laser, was ja bei Tinte eher nicht der Fall ist. Aber genau dann ist ein eventueller Unterschied ja doch nicht irrelevant, wenn möglichst dunkles Schwarz das Ziel ist.



Und noch eine Frage 2:

Ist wahrscheinlich bei Laserdruck nicht weniger schwierig mit CMYK-Grau ein Neutralgrau hinzukriegen, vielleicht gar eher noch schwieriger, als im Offset?



und daran anknüpfend Frage 3, je nach vorherigen Antworten eventuell überflüssig:

Könnte man mit einem GCR-Profil der Gefahr instabiler Neutralität im Grau entgegenwirken oder mixt sich das RIP eh nach gut Dünken ein drei oder vierfarbig aufgebautes Grau zurecht?


Vielen Dank vorab für Euren Input


Gruß

Ulrich

(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 10. Feb 2020, 12:36 geändert)
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Unterschiedliches Schwarz im Laserdruck, wenn Graustufen oder CMYK-Tiefschwarz geschickt wird?

Polylux
Beiträge gesamt: 1766

10. Feb 2020, 13:22
Beitrag # 2 von 5
Beitrag ID: #574002
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Hallo Ulrich,

vom Prinzip her hängt das davon ab, was die Druckerei selbst macht. Bei einer Xerox-Druckmaschine kann es sich ja um professionelle Maschinen, als auch um "Bürodrucker" handeln.

Wir haben es früher immer so gehandhabt: Alles was einfarbig bestellt wird, wird im Prepress auf 1-farbig getrimmt, so dass beispeilsweise durch farbige Schnittzeichen auch keine mehrfarbigen Klickkosten entstehen.
Alles was farbig kam, lief durch den Colorserver, um den ProzessStandard Digitaldruck zu erreichen.

Mittlerweile habe ich so einige Druckereien gesehen und würde sagen, dass es bei Einigen auch von Tagesform und Operator abhängen kann, was am Ende rauskommt ;o).

Ich würde versuchen einen Andruck in der von Dir ausgewählten Druckerei zu machen. Beim Digitaldruck dürften sich die Kosten ja im überschaubaren Rahmen halten. Bzw. lässt sich das vielleicht mit Erteilung des großen Auftrags verrechnen.

Viele Grüße rüber zu Dir.

Thomas Nagel


als Antwort auf: [#573999]

Unterschiedliches Schwarz im Laserdruck, wenn Graustufen oder CMYK-Tiefschwarz geschickt wird?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2295

10. Feb 2020, 14:27
Beitrag # 3 von 5
Beitrag ID: #574006
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Hallo Thomas

Danke schön für Deine Antwort


Ein einzelnes Vorab-Exemplar ist schon geplant und da die Klickkosten das Angebot ja beeinflussen, ist die Entscheidung für Graustufen im Prinzip ja schon gefallen.

Dennoch übrig bleiben meine Fragen 1, 2 und 3 (s.o.) und sei es wieder mal eher theoretischer Natur.

Hast Du mal verglichen an einem Gerät (gehen wir mal von etwas professionellerem aus als von einem Bürodrucker) 100%K Graustufen mit Schwärze eines 4c-Tiefschwarz TAC 300-330% auf Laser?

Wenn ja, wie hast Du den Zugewinn an Schwärze bewertet? Mehrkosten rechtfertigend weil markant oder marginal wegen Tonertechnologie anstatt lasierender Offsetfarben?


Besten Gruß rüber zurück ;-)


Ulrich


als Antwort auf: [#574002]

Unterschiedliches Schwarz im Laserdruck, wenn Graustufen oder CMYK-Tiefschwarz geschickt wird?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2295

11. Feb 2020, 13:41
Beitrag # 4 von 5
Beitrag ID: #574024
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Für alle zukünftig interessierten hinsichtlich Digitaldruck Laser (Xerox, welche genau weiß ich nicht...):

Die Druckerei hat mich mittlerweile beauskunftet:

4c-Schwarz wird sich abhebend davon dunkler als 1c-Schwarz, verursacht aber höhere Kosten wegen der Klickpreisbindung/Auswahl 4c oder 1c.

Man empfahl mir auch in lichten Bereichen am Bildrand mindestens 5% Tonwert zu platzieren um Ausreißern entgegenzuwirken, damit z.B. das Papierweiß nicht einfach ins Bild hineinragt an den Kanten. (von 3% Punkten würde man gerade so ein paar durch den Fadenzähler entdecken aber als Zeichnung sind die noch zu schwach)

Und dann gilt noch:
Ein neutrales Grau ist in 1c sicherer als farbig zusammengesetzt, gleichmäßige Fondflächen (gar ganzseitig Schwarz) sind technisch hinsichtlich Gleichmäßigkeit hingegen problematischer mit nur 1c-Schwarz, da wäre 4c sicherer...


Ulrich


als Antwort auf: [#574006]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 11. Feb 2020, 13:46 geändert)

Unterschiedliches Schwarz im Laserdruck, wenn Graustufen oder CMYK-Tiefschwarz geschickt wird?

Polylux
Beiträge gesamt: 1766

11. Feb 2020, 16:31
Beitrag # 5 von 5
Beitrag ID: #574030
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Hallo Ulrich,

ich habe ja mit dem Toner-Digitaldruck nicht mehr ganz so viel zu tun.

Antwort auf: Frage 1:

Ist (im Prinzip wie im Offsetdruck) mit unterschiedlich dunklem Schwarz zu rechnen, wenn einmal Graustufen (Vollton 100 K) und ein anderes Mal ein (aus dem Graustufenbild in ISOcoatedv2 konvertiertes Gesamtfarbauftragstiefschwarz mit dann ca CMYK 85-75-44-94) durch den Laserdrucker geschickt wird?

Habe mir mal unsere alte Blackbox mit Mustern herausgesucht. Da sind 100K und CMYK 50/20/20/100 gegenübergestellt.
Und Ja das Tiefschwarz ist dunkler als reines schwarz.

Antwort auf: Und noch eine Frage 2:

Ist wahrscheinlich bei Laserdruck nicht weniger schwierig mit CMYK-Grau ein Neutralgrau hinzukriegen, vielleicht gar eher noch schwieriger, als im Offset?

Und ja, wir haben immer wieder gesagt, homogene Flächen vermeiden. Also eine Holzstruktur ist kein Problem. Im Zweifelsfall bekommst Du die eben auch auf eine glatte Fläche mitgedruckt, obwohl nicht so geplant. ;o)
Aber auch im Digitaldruck gilt, kleinste Farbabweichungen gibt es und die fallen bei entsprechend neutralen Tönen sehr schnell auf.


Antwort auf: und daran anknüpfend Frage 3, je nach vorherigen Antworten eventuell überflüssig:

Könnte man mit einem GCR-Profil der Gefahr instabiler Neutralität im Grau entgegenwirken oder mixt sich das RIP eh nach gut Dünken ein drei oder vierfarbig aufgebautes Grau zurecht?

Und hier würde ich sagen, dass gut separierte Daten im Zweifelsfall besser sind. Wenn Du nicht weißt, was die in der Druckerei machen, dann machst Du es eben bestmöglich.
Die probieren ja meist auch nur den Offset zu simulieren.
Also entweder verändern sie nichts an den Farben oder sie managen sie richtig. Bei beidem hast Du dann gewonnen.
Nur wenn sie irgendwas einstellen, dann ... ja ... dann it es die falsche Druckerei.


Weshalb ich mich da etwas zurückhalte: Ich bin seit fast 10 Jahren aus dem professionellen Toner-Digitaldruck raus. Da gibt es sicher auch ein bisschen Weiterentwicklung.

Und letzten Endes glaube ich auch, dass der Digitaldruck deutlich weniger standardisiert ist. Es gibt zwar den PSD, aber dadurch, dass Du mit dem kleinesten Drucker Dich ja schon als Digitaldrucker hinstellen kannst, ohne großes KnowHow - wurschtelt da eben doch jeder wie er will.

Ich würde sogar behaupten, dass bei den Digitaldruckern bestimmt 50% aus rein schwarzer Schrift im Druckauftrag farbige machen. Einfach aus Unwissenheit - und weil kein Druckmaschinenoperator zum Vorstufler rennt und sagt, er könne das nicht einpassen. Und viele Kunden sehen das auch nicht.

Ich fände es ja auch mal interessant, wenn sowas wie die Cleverprinting-Experimente für verschiedene Digitaldruck-Varianten herauskämen.
Quasi eine Testseite auf den diversen Drucksystemen produziert...
Flüssigtoner, Trockentoner, Memjet, Highspeedinkjet (wenn das nicht das gleiche ist), Bürodrucker, Fotobelichtung...
Es gibt heute einfach so viele Möglichkeiten der Produktion


Gruß

Ulrich

Thomas Nagel


als Antwort auf: [#573999]
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