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WolfJack
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17. Jan 2004, 12:20
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WELT OHNE WINDOWS (Long Vehicle-Article.. Danger!)


Immer wieder wird danach gefragt, was denn am Mac eigentlich besser sei als an Windows. "Ich finde in erster Linie das Design von Interface und Hardware beim Mac viel funktionaler und schöner" antworte ich dann. Aber es gibt wichtigere Gründe warum ich niemandem Windows emfehlen würde: Windows ist das unsicherste Betriebssystem das es zur Zeit gibt und Microsoft versucht nicht nur den Markt zu beherrschen sondern sogar direkt den Kunden und ist deshalb nicht vertrauenswürdig. Aber ich will ehrlich sein: Keines der heute erhältlichen Computersysteme ist perfekt und auch der Macintosh hat seine Schwächen.

WAS IST DAS MAC OS X?
Das Mac OS (Macintosh Operating System) war immer schon einfacher zu bedienen als Windows, aber seine technische Weiterentwicklung war eingeschränkt so dass Windows zumindest in diesem Bereich bald die Oberhand gewann. Windows NT und Windows ab Version 95 beherrschten preemptives Multitasking, das heisst mehrere Programme benutzten den Prozessor zur gleichen Zeit. Windows NT konnte zudem auch mehrere Prozessoren benutzen. Gewaltige Vorteile gegenüber dem alten MacOS das nur ein cooperatives Multitasking kannte in dem die Prozesse immer stückweise nebeneinander abgearbeitet wurden (mit Ruckelbewegungen und Unterbrechungen) und das ohne Multiprocessing auskommen musste. Für Office-Anwendungen war das zwar nicht von Belang (Briefeschreiben und gleichzeitig ausdrucken oder surfen ging auch mit cooperativem Multitasking sehr gut) wohl aber bei Servern und Grosssystemen und war deshalb ein guter Grund für Grossfirmen alles auf Windows aufzubauen.

Mac OS X, das neue System von Apple, räumt mit diesen Nachteilen auf. Es baut auf einem Unix-Kern auf. Unix ist das leistungsfähigste Computersystem und beherrscht Multitasking und Multiprocessing seit seiner Entstehung, im Gegensatz zu Windows NT und 95 die diese Fähigkeiten erst im Nachhinein aufgeflickt bekamen und bei denen es deshalb nicht immer ganz reibungslos läuft. Der grosse Nachteil von Unix ist aber seine Kompliziertheit. Ernsthaft einsetzen kann man es nur mit Hilfe von Spezialisten. Das Non-Plus-Ultra wäre also ein Computer der so einfach zu bedienen ist wie ein Macintosh und so leistungsfähig wie Unix. Und genau das bietet Mac OSX.

WAS IST DER MACINTOSH?
"Macintosh" nennen sich die Computer der Firma Apple. Das Typische an ihnen ist dass der komplette Computer, also Hardware inklusive Betriebssystem (Mac OS X), von Apple hergestellt und aufeinander abgestimmt wird. Das ist der Hauptgrund weshalb diese Computer einfacher zu bedienen sind. Aber auch weil Apple sich bemüht seine Software nicht mit unnötigen Funktionen zu überladen, stattdessen aber innovativ zu sein mit Funktionen die wirklich etwas bringen. Und mit Liebe zum Detail.

WINDOWS PROZESSOREN HABEN DOCH VIEL HÖHERE TAKTRATEN
Die Prozessoren die der Macintosh verwendet sind anders konstruiert als Windows-Pentium Prozessoren. Mac Prozessoren benötigen viel weniger MHz um auf die gleiche Leistung zu kommen wie ein Pentium. So entsprechen 2 GHz beim Mac (G5 Prozessor) etwa einem 3 GHz Pentium. Der Mac hat zudem den Vorteil dass seine Prozessoren weniger Strom verbrauchen und weniger warm werden. Manche Mac Computer benötigen deshalb nicht einmal einen Lüfter (G4 Cube, G3 iBook, G3 Power Book). Apples G5 Mac ist zudem der erste 64 Bit PC der Welt.

WINTEL MASCHINEN SIND SCHNELLER
Auch wenn der PowerPC Prozessor trotz niedrigerer Taktrate so schnell ist wie ein doppelt so hoch getakteter Pentium, so zählt am Ende für das Arbeitstempo die Maschine als Ganzes. Schlecht angepasste Software und vor allem das noch immer zu langsame Mac OS X selbst ist verantwortlich dafür dass die leistungsstärksten jeweils erhältlichen Wintel Computer (Intel Prozessor mit Windows betrieben) im direkten Vergleich mit dem jeweils leistungsstärksten Mac meistens die Nase vorne haben. Man könnte natürlich die Software für den Mac besser anpassen (hallo Adobe!) aber soll man darauf warten? Doch bleiben wir auf dem Boden der Realität: Ein 400 MHz G4 Mac genügt vollkommen selbst für professionelle Layout und Retouche-Arbeiten. Selbst bei Grossprojekten wie den StarWars Filmen wird die Previsualisierung auf dem Mac geschnitten. Ich selber benutze einen 800 MHz iMac für 3D-Rendering, Videoschnitt, Illustrationen, Bildbearbeitung und Layouts und meine Kunden sagen dass ich schnell bin. Wer im Büro oder Zuhause mit Word, Excel, FileMaker und Internet-Programmen arbeitet oder die Nächte mit Games verbringt ist mit Minimum Konfigurationen heutzutage bereits mehr als genug gerüstet. Ob Sie Ihre Arbeit schnell genug machen hängt in erster Linie davon ab wie Sie sich organisieren und wie gut Sie Ihre Programme beherrschen, nicht nur von der Geschwindigkeit Ihres Computers und dabei hilft Ihnen der Mac besser als eine Wintel Maschine.

Der 3. schnellste Computer der Welt ist übrigens der "Big Mac" der technischen Universität von Virginia. Er besteht aus 1100 G5 Macintosh Computern die in einem Cluster zusammengeschaltet unter Mac OS X arbeiten. Die Universität hatte nur wenig Geld zur Verfügung um einen Supercomputer zu bauen und fand dank Apple Macintosh zu einer Lösung die nur 7 Millionen Dollar kostet. Andere Supercomputer dieser Leistungskategorie kosten um 200 bis 300 Millionen Dollar.

ES GIBT DOCH SICHER MEHR SOFTWARE FÜR WINDOWS ALS FÜR DEN MAC
Das war einmal. Mit Mac OS X hat man nun, nebst all den klassischen Macintosh Programmen, Zugang zu der praktisch unendlichen Vielfalt von Programmen der Unix und Linux-Welt. Und man darf nicht vergessen dass Programme wie Illustrator, Photoshop, FreeHand, Flash, Word, FileMaker, Excel, XPress, PageMaker etc. alle ursprünglich ausschliesslich für den Macintosh geschrieben wurden. Hinzu kommen Programme wie iMovie, iDVD, FinalCut* – in allen Testberichten als die besten Tools für Video Editing und Producing gelobt – die es für Windows nicht gibt.
* FinalCut erhielt einen Emmy von der Academy of Television Arts & Sciences.

ABER ICH BENÖTIGE MICROSOFT OFFICE
Microsoft Word, Excel und PowerPoint im Office Paket sind Standard in jedem Büro. Das Paket gibt es auch für Mac OS X zu kaufen (schliesslich waren Word und Excel 1984 ausschliesslich für den Mac erfunden worden.) Allerdings ist Office für fast 700 Euro eine happig teure Software wenn man bedenkt dass die Bürosoftware AppleWorks ebenfalls alles bietet was ein Mensch jemals im Büro braucht, viel einfacher zu bedienen ist als Microsoft Office, mit weniger RAM und Harddisc auskommt und nur 100 Euro kostet – falls es Ihrem Mac nicht schon beiliegt. AppleWorks kann zudem nicht allzu komplex aufgebaute Word und Excel Dokumente öffnen und speichern.

ABER WINDOWS COMPUTER SIND BILLIGER
Wenn Sie in einem Schaufenster einen Mac sehen für 1300 Euro und daneben einen Windows PC für 990 Euro so kann man natürlich auf den ersten Blick sagen dass der PC billiger ist als der Mac, aber sehen Sie sich die Modelle genauer an bevor Sie die Preise vergleichen. Ein billiger PC wird weder Firewire noch Ethernet- Anschluss haben. Und die Qualität der Video und Sound-Karte zu beurteilen ist beim PC ziemlich knifflig, selbst für einigermassen erfahrene Anwender.
Der Mac kommt komplett. Alle Macs haben Ethernet, USB, Firewire, Soundanschlüsse und professionelle moderne Videokarten eingebaut die mit allen Mac Programmen kompatibel sind, ohne Ausnahme. Während Windowsbenutzer sich den Kopf zerbrechen über die Kompatibilität ihrer Video und Soundkarten und Probleme haben bei der Installation von passenden Treibern beim Update von System und Software braucht sich der Mac-Benutzer darüber keine Gedanken zu machen.

An dieser Stelle sei nochmals die Virginia Tech University erwähnt, die sich nach einem Preisvergleich aller verfügbaren Systeme für den Mac entschieden hat.

DER MAC IST AUF LANGE SICHT GÜNSTIGER
Ganz eindeutig günstiger kommt der Mac wenn man Betriebskosten, Betriebsdauer und Ertrag der verschiedenen Systeme vergleicht. Hier sind einige nachgewiesene Zahlen aus der Marktanalyse der Firma Gistics bei der über 30'000 Media Unternehmer und Kreative befragt wurden:

* Macintosh Benutzer machen durchschnittlich $26'000 mehr Jahresumsatz und $14'000 mehr Gewinn als Windows Benutzer mit vergleichbaren Fähigkeiten.
* Windows NT basierte Firmen benötigen durchschnittlich 12 Monate um Investitionen für neue Computer wieder hereinzuholen, Macintosh basierte Firmen nur 4 Monate.
* Von den oberen 10% der Bestverdienenden sind 63% Macintosh Benutzer, 20% Windows und 17% Unix oder OS2 Benutzer.
* Windows NT Benutzer generieren in 3 Jahren durchschnittlich 2 mal Return of Invest, während Macintosh Benutzer 7 mal Return of Invest erreichen.
* Innerhalb von 36 Monaten spart ein Macintosh Besitzer $2211 mehr an Unterhaltskosten als ein Windows-PC Besitzer.

DER EINZIGE ECHTE MULTIMEDIA COMPUTER
Nicht genug dass alle Macs mit Firewire Anschlüssen ausgestattet sind, sie kommen auch gleich mit der passenden Software. iMovie ist bei jedem Mac dabei. Sie schliessen Ihre digitale Videokamera an den Mac an und können mit Hilfe von iMovie Ihre Videos bearbeiten, schneiden, vertonen, mit Effekten versehen und wieder auf Band ausspielen. Wer einen Mac mit DVD brenner hat erstellt mit seinen Filmen aus iMovie gleich seine eigenen DVDs. Sie denken das ist sicher alles schwierig? Keineswegs, iMovie ist so einfach zu bedienen dass Sie nicht einmal ein Handbuch brauchen um damit umgehen zu können. Wie schon die NewYork Times dazu schrieb: "Sicher kann man auch unter Windows Filme schneiden und vertonen, aber wird das jemals so einfach sein wie heute schon mit dem Macintosh? Wahrscheinlich nicht."

SICHERHEIT
Tagtäglich hören wir in der Presse von Computerviren und Computer Hackern. Immer in Zusammenhang mit Windows Computern. Eigentlich ist es heutzutage unverantwortlich ein Firmennetzwerk oder auch nur eine Website einem Windows-Computer zu überlassen. Das klassische Mac OS war hingegen so sicher dass es selbst ohne Firewall in monatelangen öffentlichen Tests nicht durchbrochen werden konnte. Kein Wunder also dass auch die US Army ihre Web-Sicherheit lieber einem Mac anvertraut. Viren die das Mac OS X System befallen könnten sind bisher keine aufgetaucht, lediglich wenn Sie Microsoft Software verwenden wie z.B. Outlook Express und Office könnten unter Umständen Makroviren innerhalb dieser Programme aktiv werden.
David Zeiler schreibt in der Baltimore Sun: "Als die neusten Virus Infektionen sich über das Internet verbreiteten und tausende von PCs in Heim und Büro unbrauchbar machten, machten Macintosh Benutzer was sie immer machen während solcher Virus Attacken – sie arbeiten weiter. Das ist weil solche "Blaster worms" auch bekannt als LovSan und MSBlast, den Mac nicht angreifen können. Stets haben Mac User es viel leichter als Windows User wenn es um Sicherheit geht. Das Fehlen von Viren und die wenigen existierenden Bedrohungen lassen selbst Mac User die jegliche Sicherheitsmassnahmen ignorieren nie Probleme haben deswegen."
Bei Unix und Mac OS X hängt die Sicherheit sehr davon ab wie das System vom Administrator eingerichtet wird. Mac OS X out of the box, also frisch installiert ist recht sicher. Auch wenn bisher keine Zwischenfälle bekannt geworden sind und keine Viren für OSX existieren, OS X zu hacken ist theoretisch möglich. Für Sicherheitslecks die entdeckt werden liefert Apple aber innert kurzer Zeit Updates – schneller als Microsoft die oft lange braucht um nur schon die Existenz des Lecks zuzugeben.

Achtung, eine Warnung: Wenn Sie nicht wollen dass Microsoft Ihren Computer kontrolliert, benutzen sie kein Windows System! In den Lizenzvereinbarungen zu Windows steht eine Klausel die es Microsoft erlaubt jederzeit via Internet auf Ihren Rechner zuzugreifen um "Digital Rights Management" zu betreiben.

Pressebericht: «Als Chef der Microsoft-kritischen Organisation ProComp hat Mike Pettit die Vorabversion des XP-Servicepakets untersucht und festgestellt, dass sich Microsofts eigene Hilfsprogramme immer wieder von selbst melden, auch wenn der PC anders eingestellt ist. «Man hat Windows so konstruiert, dass es sich über die Entscheidungen des Kunden hinwegsetzt», sagt Pettit der SonntagsZeitung. «Microsoft will sich als reformierter Monopolist zeigen, unternimmt aber nur kleinste Schritte.» Die negativen Reaktionen zeugen vom Misstrauen, das Microsoft derzeit in der PC-Industrie entgegenschlägt. Nach einem Bericht der Yankee Group ist die Unzufriedenheit von US-Firmen über die Geschäftspraktiken von Microsoft «so hoch wie noch nie». Insbesondere rügt man die neuen Lizenzabonnemente für Firmensoftware, das monopolistische Gebaren und Mängel bei der Datensicherheit. Erst diesen Donnerstag musste Microsoft der US-Handelsaufsicht formell versprechen, bei seinem Web-Identifikationsdienst Passport stärker auf Datenschutz zu achten.

Auch der bekannte Mac-Journalist und Buchautor David Pogue, Herausgeber der beliebten "Missing Manual"-Serie bei O'Reilly, hat sich angesichts der aktuellen Windows-Wurm-Welle zum Thema Mac OS X und Sicherheit geäußert. In seiner aktuellen New York Times-Kolumne schreibt Pogue, dass die Virenfreiheit von Mac OS X und Linux aufgrund deren geringerer Verbreitung "ein Mythos" sei. Anschließend zitiert er Leser-Meinungen, die ihn davon überzeugt hätten: So komme Windows XP mit mindestens fünf offenen Ports, während Mac OS X komplett "dicht" sei. Außerdem verlange der Mac bei Installationen (häufig) das Passwort, während unter Windows Anwendungen beim Setup generell schalten und walten dürften, wie sie wollten. Auch der Administrator-Account bei Windows sei unsicherer, da er die Manipulation aller Dateien ermögliche - bei Mac OS X kann auch dieser nicht an tieferliegende Systemeigenschaften heran (außer, man benutzt "sudo" oder schaltet den root-Account frei). Pogues Fazit: "Linux und Mac OS X sind nicht nur deshalb sicherer, weil weniger Leute sie einsetzen. Sie sind grundsätzlich härter zu knacken."

ABER ES GIBT DOCH WINDOWS XP
Wiedereinmal hat es Windows dem Macintosh nachgemacht und ein neues System in völlig überarbeitetem Design herausgebracht. Apples Idee mit einem neuen System die Beschränkungen des 17 Jahre alten Mac OS hinter sich zu lassen "inspirierte" Microsoft ebenfalls alte Bürden abzulegen (DOS). Die Kompatibilitätsprobleme mit Sound- und Videokarten sind Windows aber treu geblieben und die Fachwelt ist sich einig: Mac OS X ist das beste System (siehe den Artikel von cnet). Und meine persönliche Meinung vom Standpunkt eines Designers: Windows ist hässlich und bei Windows XP ist die Hässlichkeit nur einfach etwas farbiger.

WAS SAGEN DIE PROFIS?
Wer sich dafür interessiert was Programmierer über die Unterschiede zwischen Windows und Macintosh denken, findet einen guten Kommentar auf der Seite von http://www.omnigroup.com den Leuten die den besten Web-Browser programmiert haben.

CNN erkürt Mac OS X als das beste technologie Produkt 2003. Brian Clark schreibt dass er zuerst den iMac Flatpanel als das beste Produkt küren wollte, überlegte sich dann aber dass es vor allem das Mac OS X ist das den iMac so gut macht.
Auch für Edward Baig von USA Today ist der iMac Flatpanel das Computerprodukt des Jahres.

Mike Wendland, bekannt vom NBC News Channel Report, schrieb in der Detroit Free Press dass er als langjähriger PC benutzer seinen 5 monate alten Dell PC zur Seite gestellt hat seit er einen G4 Mac hat. "Der Mac ist nicht so schnell wie der PC, aber das macht er mit Eleganz wett. Der Mac fühlt sich nicht an wie eine Maschine, er ist rein, knusprig und gefühlvoll. Ich liebe den Mac".

Michael Gantenberg schreibt in der Computerworld: "Die meisten IT Abteilungen bedauern die fehlende Auswahl an Computersystemen. Aber die Wahrheit ist, es gibt Auswahl! IT Abteilungen die ihre traditionellen Vorurteile gegenüber Apple abbauen könnten würden entdecken dass ihre Zukunft ein PowerBook oder ein G5 ist, und wenn sie es einmal tun würden sie nie zurückgehen zu Windows."

Das Wired Magazin kürt Apples Mac OS X Entwickler Team mit dem disjährigen Rave Award für das beste Software Produkt.

Die Berliner Tageszeitung taz bringt einen Artikel über einen möglichen US-Boykott wegen des Irak Krieges mit folgenden Worten auf den Punkt: "... ohne Coca-Cola könnte ich ja ganz gut leben, aber ohne Apple-Macintosh?"

Der Schweizer Tages Anzeiger schreibt in einem Artikel über die Zukunftsaussichten der Computer-Industrie: "Zum Glück gibt es noch den Mac – Auch wenn es vielen nicht gefällt, der Macintosh spielte und spielt eine wichtige Rolle. Das Piratenschiff mit Captain Jobs überrascht die schwerfälligen Schlachtschiffe der Konkurrenz immer wieder mit raffinierten Angriffsmanövern. Der Werbebranche würde ohne Mac ein wichtiger inspirativer Farbtupfer und der ganzen IT Branche ein grosser Innovator fehlen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, und es bleibt zu hoffen, dass Apple noch lange für Betrieb sorgt. Denn gemessen am Mensch-Maschinen-Interface ist und bleibt der Mac der bessere Computer."

Und schliesslich ist der Mac einfach immer der coolere Computer, wie es der Wired Artikel über Apple als Amerikas coolste Marke auf den Punkt bringt: "Es wird stets eine direkte Verbindung geben zwischen der Coolness eines Produktes und seiner Nischenmarkt-Beteiligung. In seiner Definition bedeutet "Cool sein" das Gegenteil von Mainstream (Massenware) und solange eine Marke ein cooles Produkt hat wird seine Verbreitung gering bleiben."

Das sind nur ein paar wenige Beispiele von unzähligen Artikeln die zeigen dass tatsächlich jeder richtige Computer-Profi den Mac bevorzugt, auch wenn er gerne daneben noch mit Linux herumprobiert. Aber Windows ist definitiv vom Tisch und kommt höchstens noch zum Einsatz "weil die Kiste halt im Büro steht" oder "weil es ein Programm leider nur für Windows gibt".

KEINERLEI KRITIK AN APPLE?
Doch, auch der Mac ist nicht perfekt. Gottseidank ist OS X mit der Version Panther wieder ein Stück schneller geworden, doch es könnte besser sein.
Auch wenn der Mac sicher die konsequenteste Benutzerschnittstelle bietet von allen Systemen (ausser ev. BeOS), das alte Mac OS war konsequenter als das neue Mac OS X und hatte eine Human Interface Guideline die straffer und logischer war. Zum Beispiel sehe ich nicht ein weshalb in OS X ein Klick auf ein Mailfenster oder des Browsers nicht auch gleich alle anderen Fenster des Programms nach vorne holt, oder weshalb man mitten im Schreibfluss unterbrochen wird wenn eine Fehlermeldung auftaucht und man plötzlich ins Leere schreibt, zudem noch begleitet von einem hässlichen "Piep" für jeden Buchstaben den man getippt hat. Ärgerlich dass das auch in Version 10.3 noch nicht behoben wurde. Besonders hässlich ist generell die Implementation der Druckfunktionen. Öffnet sich nach dem Befehl zum Drucken das Dialogfenster muss man die wichtigsten Funktionen die – speziell bei Farb-Tintenstrahl-Drucker – Papierformat, Papierqualität oder Druckqualiät betreffen erst mal in Unterhierarchien suchen oder gar in anderen Dialogfenstern. Auch die Konfiguration des Druckers, Druck-Monitor und Warteschlange sind derart kompliziert verschachtelt untergebracht und die Handhabung für die Druck-Unterbrechung so verwirrend dass selbst Benutzer mit etwas Erfahrung sich die Haare raufen.

Ich persönlich bin unzufrieden mit iMovie 3, weil es selbst nach 3 Nachbesserungen immer noch Probleme macht mit der Audio Synchronisation und hässliche schwarze Flicker hineinrechnet wenn man Szenen überblenden will. Ich arbeite deshalb immer noch mit iMovie 2 das generell zuverlässiger ist – jedenfalls auf meinen 3 Macs.

Wer sehen will was auch am Mac alles schiefgehen kann bzw. welche Probleme Benutzer unter Umständen haben, soll einmal auf http://www.apple.com unter "Support" in die "Discussion"-Foren hereinlesen.

APPLE SCHREIBT COMPUTER- GESCHICHTE
Informatik-Spezialisten sagen, hätte Apple nicht die grafische Oberfläche herausgebracht, würden wir noch heute mit DOS arbeiten. Das hat schon einen Funken Wahrheit. Denn als Steve Jobs, der Gründer von Apple, im Xerox Parc die Idee mit der grafischen Oberfläche (GUI - Graphic User Interface) auffiel, war er sofort davon begeistert und brachte bald den Computer Lisa auf den Markt – den ersten Computer mit Mausbedienung und Grafischer Benutzeroberfläche. Die anderen Grössen der Computerindustrie, allen voran Bill Gates (Boss von Microsoft), belächelten die Maus und die grafische Benutzeroberfläche als Kinderspielzeug. Erst als sich Steves Idee als erfolgreich erwies, war auch Bill Gates davon überzeugt dass der grafischen Benutzeroberfläche die Zukunft gehört. Mit enormem Gerichts- und Werbeaufwand wurde Windows herausgebracht, das man behelfsmässig auf das DOS-Betriebssystem drauflegen konnte.

Bill Gates, der als Gründer von Microsoft oft fälschlicherweise als Visionär dargestellt wird, ist nichts weiter als ein schlechter Kopierer. Die Lorbeeren gebühren Steve Jobs, denn er ist der wahre Visionär. Seine Idee war in erster Linie einen benutzerfreundlichen Computer herzustellen. Bill Gates hingegen wollte vor allem einen Markt schaffen der von ihm abhängig wird (was er mit Windows ja auch fast geschafft hat).

Die Idee des GUI wurde von Microsoft schamlos kopiert. Als Apple anfing die idealen Werkzeuge für Desktop Publishing anzubieten versuchte auch Microsoft in diesen Markt zu dringen. Als der Mac sich zum Ideal für Musikstudios und Videobearbeitung entwickelte folgte auch Windows diesem Vorbild. Als Apple die ersten Notebooks entwickelte fand sich bald selbiges in der Intel-Windows-Welt. Als Apple sich entschloss Hardwaremässig auf RISC-Technologie umzuschwenken, merkte auch die Intel-Windows-Gemeinde dass dort der Weg weiterführt. Apple hatte mit dem Newton schon viele Jahre einen kleinen Hand-Computer mit Schrifterkennung auf dem Markt dessen Nachahmer Palm später ein durchschlagender Erfolg wurde und natürlich kam auch hier Microsoft und versuchte eine abgespeckte Windows Version als Betriebssystem für Handhelds durchzusetzen. Als Apple Mac OS X entwickelte fand auch Microsoft dass sie ein neues System benötigt (Windows XP) und kopierte sogar die Idee des X im Namen. Auf Apples QuickTime folgte sogleich der (etwas weniger leistungsfähige) Windows Media Player, auf Apples Erfindung des benutzerfreundlichen gratis Digital Video Editing mit iMovie folgte Microsoft mit dem (weniger benutzerfreundlichen) MovieMaker und seit Apple bunte, transparente Computer produziert, findet man solche Designs auch in der Windows-Welt. Fast alles von Apple findet sich also etwas später, mehr schlecht als recht kopiert, in Windows wieder.


FAZIT
Es erstaunt mich dass so viele Computer-Käufer freiwillig ein schlechteres Produkt kaufen. Sie haben eine wurmstichige Birne und einen saftigen reifen Apfel vor sich liegen, haben die freie Wahl und nehmen die Birne. Das muss wohl daran liegen, dass man das Wurmstichige an der Birne von aussen nicht erkennt, und dass niemand darauf hinweist. Aber jetzt bin ich ja da, und ich hab's Ihnen gesagt!

Wer jetzt noch immer das Gefühl hat das sei alles Mist was ich hier geschrieben habe und meint dass Windows oder Linux sowieso besser seien als jeder Mac, der soll einmal sorgfältig diesen Artikel von Scot Hacker lesen.


Thomas Thü Hürlimann
ART DIRECTOR

THOMAS THÜ HÜRLIMANN
Art Director Ecliptic Multimedia
Computerworld Schweiz
Macworld Schweiz

«Macintosh-Computer sind
leichter zu bedienen, bieten einen schnelleren Workflow
und sind auf Dauer gesehen
günstiger als Intel-Computer
mit Windows.»


Zwei Gründe weshalb Windows so verbreitet ist

Der erste Grund ist dass fast alle Firmen von Informatik-Spezialisten abhängen. Für diese Programmierer, Techniker, Berater und Servicefirmen stellen Benutzer-Unfreundlichkeit und Wartungsintensität von Windows kein Problem dar denn sie sind entsprechend ausgebildet. Sie profitieren sogar davon weil ihnen das Arbeit garantiert. Sie alle werden jederzeit jeder Firma Windows empfehlen. In Wahrheit aber sind sie nicht kompetent solche Ratschläge zu geben denn sie haben den Fokus für die wesentliche Frage verloren: Was ist bedienerfreundlicher für den normalen Anwender. Dem Spezialisten fällt es leicht mit Windows zu arbeiten, aber dem Anwender wäre mit einem Computer wie dem Macintosh viel besser gedient weil er damit weniger auf Spezialisten angewiesen ist.

Der zweite Grund ist dass in Firmen die Meinung vorherrscht "Weil beim Macintosh die Systemsoftware und auch die Hardware von Apple kommen wären wir völlig von Apple abhängig". Sicher stimmt es dass man mit der Hardware von Intel PCs flexibler ist aber dann setzen die meisten Firmen auf Windows und hängen von Microsoft ab – eine Abängigkeit die wirklich problematisch ist, davon kann jeder Software-Entwickler ein langes Lied singen. Firmenchefs die so denken vergessen dass die Vorteile von "System und Hardware aus gleichem Haus" eigentlich mehr wiegen als die theoretische Angst um eventuelle zukünftige Probleme einer Abhängigkeit von Apple. Die Abhängigkeit von Microsoft jedoch ist real und täglich spürbar.
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Apple und die Medien
Die meisten Redaktoren schreiben bei US-Blättern ab weil sie selber keine Ahnung haben von Computern. Und Microsoft ist einer der TOP- Inserenten bei der US-Presse. Das hat natürlich
Einfluss auf das was geschrieben wird. Das Resultat ist dass wenig Negatives
über Microsofterscheint. Dazu ein Artikel eines Redaktors. Die tollen Innovationen von Apple werden totgeschwiegen, aber wenn später Microsoft mit den gleichen Erfindungen herauskommt, schreiben die Medien grosse Schlagzeilen. In den
Prozessen gegen Microsoft konnte nachgewiesen werden wie Microsoft die Medien manipuliert um positive Presse zu erhalten wohingegen Negatives über Apple gefördert wird.

Presseagenturen zeigen unsachliche Schadenfreude
Auch bei Reuters, Depeschenagentur und Associated Press ergeht es Apple nicht besser. Hat Apple Gewinn erzielt oder stellt neue Produkte vor die neue Massstäbe setzen gibt es eine oder zwei kleine Meldungen. Erleidet Apple einen Verlust, und sei er vergleichsweise noch so gering, hagelt es massenhaft Schlagzeilen, so wie jetzt anfang 2003. Der gesteigerte Umsatz wird dabei nur am Rande erwähnt und auch dass der Verlust nur deshalb zustande kam weil Apple viel in Innovationen investiert. Die Nachrichten der Presseagenturen sind unsachlich wenn sie mit einem Titel wie "Apple mit Quartalsverlust" den unwesentlichsten Aspekt der Meldung hervorstreichen, denn im Vergleich zu anderen Firmen hält sich Apple in diesen schweren Zeiten sehr gut. Der angemessene Titel wäre deshalb "Apple steigert Umsatz trotz Branchenflaute".
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Wollen Sie Herr bleiben über Ihren Rechner? Dann benutzen Sie keine Systeme von Microsoft. Laut einer Klausel in den Benutzer-Lizenzen von Windows, darf Microsoft jederzeit via Internet auf Ihrem Rechner "Digital Rights Management" betreiben.

Beim Mac sieht man schon dem Design des Gehäuses an dass es sich um einen Computer handelt bei dem alles zusammenpasst und bei dem auch die Details stimmen. Hardware und Betriebssystem bilden eine Einheit und sind aufeinander abgestimmt. Über Kompatibilität von Video und Sound-Karte braucht man sich keine Gedanken zu machen und der Computer wird auch in 7 Jahren noch mit der dann neusten System Software laufen.

PCs werden aus Standard Komponenten zusammengebaut, das System muss zuerst entsprechend konfiguriert werden. PCs sind sehr flexibel ausbaubar mit schier unendlichen Möglichkeiten an Hardware Komponenten. Aber genauso unendlich sind die Anzahl Probleme die auftauchen wenn etwas nicht ganz kompatibel ist oder die neue Windows Version mit den aktuellsten Treibern der Komponenten nicht funktioniert. Auf dem Markt finden sich zudem viele Komponenten von ungenügender Qualität die nicht zu halten vermögen was sie versprechen. Streicht man diese Produkte aus der Angebotsliste bleiben nicht mehr viel mehr als die die es auch für den Mac gibt.

DETAILS GEFÄLLIG?
Trotzdem dass Windows für Dateinamen 255 Buchstaben erlaubt sieht man ständig Folder voller Dokumente mit Namen wie 3654_dig.dat oder Wpxerror.log von denen man keine Ahnung hat für was sie da sind. Oft findet man in einem Programm-Ordner unter all diesem Wirrwarr gerade mal mit etwas Glück das Programm das man zum Starten anklicken muss. Weshalb können Dateien nicht so angeschrieben sein dass man gleich erkennt wofür sie da sind, wieso können Programm-Ordner nicht übersichtlich organisiert daherkommen mit Ikonen die auf den ersten Blick erkennen lassen was was ist, wie beim Mac. Wenn der PC nicht starten will weil die Systemsoftware defekt ist oder gar die Festplatte den Geist aufgegeben hat, wieso kann man dann nicht einfach von der CD-ROM booten wie beim Mac OS? Und unzählige Male hat man unter Windows mit Reinstallation oder Update von Treibersoftware für Maus, Keyboard oder Soundkarte zu kämpfen, etwas über das man beim Mac nicht einmal nachdenken muss. Und dann das Problem des Supports bei einer Wintel Maschine, weil man Komponenten vom einen Hersteller hat, Assembliert von einem Anderen, das alles mit Software und System läuft von verschiedenen Herstellern; Wenn dann ein Problem auftaucht fühlt sich niemand dafür zuständig und jeder verweist auf den Anderen.

"Macintosh ist cool. Ein Mac sieht super aus, aussen wie innen, und ist leicht zu bedienen. Er ist ein Symbol für das Moderne und Innovative. Das ist wohl auch der Grund warum man in Filmen immer irgendwo einen Mac herumstehen sieht. Mit einem WinPC steht man doof da, wie ein Bauerntrampel von vorgestern. WinPC's
sind out."

Computer Freak

"Als ich nur Windows
kannte konnte ich mir
nicht vorstellen warum
jemand zu einem
Computer so fanatisch
sein kann.
Jetzt wo ich selber einen
Mac benutze verstehe
ich die Mac-Fans."

Sekretärin

"Ich lass mich doch nicht von einer Firma manipulieren die es nur auf die Kontrolle und Macht des Marktes abgesehen hat. Lieber gebe ich mein hart verdientes Geld Apple, dort ist man vor allem darauf bedacht etwas zu produzieren das auch im Detail stimmig ist und dem Kunden Spass macht."

Geschäftsmann

WELT OHNE WINDOWS
Zugegeben, wir Macintosh-Freunde klingen oft überheblich gegenüber Windows-Benutzern wenn wir von unserem Mac schwärmen. Man benimmt sich automatisch so wenn man als Minderheit für etwas mit Überzeugung einsteht. Soll das nun bedeuten dass ich mir eine Welt ohne Windows wünsche? Wie würde diese Welt aussehen mit 95% Apple Marktanteil? Nun, Apple würde sich genauso monopolistisch und arrogant verhalten wie das Microsoft jetzt tut (gleiches hatten wir schon mal als es Apple zu gut ging). Nein, was wir Macintosh-Freunde gerne hätten wäre einfach ein grösserer Anteil am Markt. Keines der beiden Systeme wäre ohne Konkurrenzkampf was es heute ist. Aber Microsoft blockiert wo es nur kann solange es soviel Macht hat und dreht damit vielen Innovationen und Standards den Hahn zu.

Links mit Infos über Mac OS X

http://mac.vanus.de

http://www.mac-oase.de.vu/

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Quelle dieses Textes: Village: http://www.ecliptic.ch/thu/Mac.html

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(Dieser Beitrag wurde von WolfJack am 17. Jan 2004, 12:25 geändert)
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Rudolf-51
Beiträge: 103
17. Jan 2004, 13:02
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #66179
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Langer Rede, kurzer Sinn: Das Wasser fliesst immer noch abwärts....
als Antwort auf: [#66175] Top
 
r a c
Beiträge: 955
17. Jan 2004, 16:17
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #66198
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Da fehlt noch der Millenium-Bug. Gut es ist schon 4 Jahre her, aber diese Bill Gates Erfindung hat die Welt Milliarden gekostet.
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