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Weiß unterdrucken auf transparenter Folie

t_ludwig@gmx.de
Beiträge gesamt: 34

14. Jul 2017, 16:05
Beitrag # 1 von 3
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Hallo zusammen,
ich erstelle grade Kunststoffbeutel, die aus transparenter Folie produziert werden. Der gesamte bedruckte Bereich soll mit einer weißen Fläche unterdruckt werden. Abgebildet werden Farbflächen (2 Sonderfarben), weiße Flächen mit Text , .ai-Logos und ein Bildmotiv.
Wenn ich die weiße Fläche aus unterste Ebene als Sonderfarbe mit 0/0/0/0 anlege, erscheint die Sonderfarbe in Acrobat in den Farbauszügen, jedoch überall mit 0%. Wenn ich jetzt versuche alle anderen Elemente auf überdrucken zu stellen, scheitert es daran, dass ich das Bild nicht auf überdrucken stellen kann.
Mein 2. Ansatz war, die weiße Fläche als oberste Ebene auf multiplizieren zu stellen. Dies wird in den Farbauszügen auch ordentlich ausgegeben, jedoch werden die Farben des Bildes dadurch massiv verändert (sehr viel dunkler).
Ich habe mir jetzt beholfen, dass ich die zu unterdruckende Fläche als etxra Datei gemacht habe. Hat jemand eine Idee, wie man das sauber in einer Datei machen könnte?
Viele Grüße
Tim
X

Weiß unterdrucken auf transparenter Folie

olaflist
Beiträge gesamt: 1326

14. Jul 2017, 16:44
Beitrag # 2 von 3
Beitrag ID: #558646
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Eine "unterdruckende" Fläche sollte innerhalb einer Druckvorlage (egal ob InDesign, XPress, PDF, ...) als oberstes Element angelegt / positioniert werden. Es sollte sich um eine Sonderfarbe (mit 100% Tonwert) handeln, die nur hierfür verwendet wird. Diese Sonderfarbe muss auf Überdruckend gestellt sein. Name und Aussehen dieser Sonderfarbe sind im Prinzip egal (es wird ja zum Unterdrucken dann im Druckprozess die richtige Farbe genommen werden, in der Regel deckendes weiss; in der Regel wird es sinnvoll sein, diese Sonderfarbe sinnvoll zu benennen - also z.B. "Weiss" - oder sie so zu benennen, wie es für das betr. Drucksystem passt).

Mit einer derart eingerichteten Sonderfarbe läuft man während der Arbeit im Programm bzw. auch beim Anschauen / Proofen in das Problem, dass man

- entweder diese Farbe sieht - aber sie verändert das Aussehen der Darstellung in ungünstiger Weise; es wird oft eine magenta-artige Färbung verwendet, damit man sieht, ob die Farbe dort auftaucht wo man sie erwartet; dadurch werden aber die darunter liegenden Elemente (wg. der Überdruckeneinstellung) magenta-farbig eingefärbt (was im Druck dann nicht so sein wird, da die Farbe ja als weisse Farbe unter das gesamte Sujet gedruckt wird, und nicht obendrauf)

- oder die Farbe nicht sieht (dann wird immerhin die Darstellung der Seite nicht beeinträchtigt.

Um nun nicht beide Tode auf einmal sterben zu müssen, müsste man für eine Proof-Ansicht die Sonderfarbe abschalten (als solche, oder eine Ebene, auf der sie liegt) und nur für eine Kontroll-Ansicht (z.B.: sitzt die Sonderfarbe richtig?) diese Sonderfarbe einschalten.

Transparenzmodus "multiplizieren" würde im Prinzip auch funktionieren, ändert aber nicht wirklich etwas an der Verfälschung der Seitendarstellung.

Olaf
--
Olaf Druemmer | Geschäftsführer
callas software gmbh | www.callassoftware.com
axaio software GmbH | www.axaio.com


als Antwort auf: [#558645]
(Dieser Beitrag wurde von olaflist am 14. Jul 2017, 17:00 geändert)

Weiß unterdrucken auf transparenter Folie

t_ludwig@gmx.de
Beiträge gesamt: 34

14. Jul 2017, 17:20
Beitrag # 3 von 3
Beitrag ID: #558648
Bewertung:
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Hallo Olaf,

danke für deine Infos. Manchmal steht man einfach etwas auf dem Schlauch und da hift es sehr, wenn jemand einen da kurz runter schubst ;-)
Ich hätte einfach anstatt auf überdrucken und multipiziern nur auf überdrucken stellen müssen und im Überduckenmodus arbeiten müssen (oder die Ebene ausblenden). Dass man "weiß" dann nicht wirklich sieht stört mich nicht. Mit multiplizieren und überdrucken wurde das Bild tatsächlich verfälscht.

Viele Grüße
Tim


als Antwort auf: [#558646]

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26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

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Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

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Ja

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