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Deloh
Beiträge: 1
17. Aug 2013, 15:56
Beitrag #1 von 3
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Workflow & Sichern


Hallo Community,

Ich beschäftige mich schon seit langem mit der Fotografie. Aber bisher war ich immer gegen eine Nachbearbeitung. Jetzt hat sich in der letzten Zeit so einiges geändert. Erst habe ich mir Photoshop geleistet da ich beruflich und Privat immer mehr gefallen daran gefunden habe.

Durch Youtube habe ich den Kanal von "Serge Ramelli" gefunden. Er arbeitet mit Lightroom und Photoshop. diesen Workflow finde ich sehr interessant. Deshalb habe ich mir jetzt mal die Testversion von Lighroom heruntergeladen. Jetzt scheitere ich aber bisschen an der Verwaltung meiner Bilder.

Bis jetzt bin ich immer so vorgegangen:

Die Bilder vom Shooting alle auf den Computer laden, dann sichten und extrem unbrauchbare Bilder sofort löschen. Dann die Bilder auf den Desktop in den Ordner "Bilder", in den Unterordner des Jahres "2013" und dann das Datum des Tages + Name des Models.
Um das auch noch gleich zu sichern speichere ich es mir in der gleichen Struktur auf meine externe Festplatte.

So und wie gehe ich jetzt am geschicktesten vor?

Soll ich für jedes Shooting ein neuen Katalog anlegen in Lighroom den ich dann auch in den Ordner des Shootings speichere ? Und wie kann ich das ganze dann auf meiner externen Fesplatte speichern ?

Bzw. wie kann ich es speichern wenn ich von Lightroom aus in Photoshop gehe ? Wie und was kann ich dann speichern sodass ich immer wieder damit arbeiten kann ?


Ich weiß es ist ziemlich viel aber ich bedanke mich jetzt schon einmal für eure Hilfe.

P.s. Da es um Lighroom und Ps geht wusste ich nicht wo genau ich das Thema eröffnen sollte.


Gruß Deloh
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moviemaster
Beiträge: 7
17. Aug 2013, 22:05
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #516415
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Workflow & Sichern


Die Bilder strukturiert auf der Festplatte zu sichern ist schon mal eine gute Idee. Ebenso ein Backup auf einer ext. Platte.

Lightroom ist für große Bildmengen ausgelegt. Für jedes Shooting einen eigenen Katalog anlegen ist aus dieser Sicht also nicht notwendig.
Des Weiteren hat ein gemeinsamer Katalog den Vorteil, dass Du mit Schlagworten, Metadaten, etc. über alle Bilder hinweg suchen kannst. Das geht natürlich nicht wenn du viele Einzelkataloge hast.

Mein Katalog umfasst ca. 30.000 Bilder und ist in keiner Weise langsam. OK, das mag für einige nicht viel sein, aber dann kann man ja ggf. Kataloge thematisch trennen oder alle Bilder älter als 5 Jahre, usw.
Da ich nicht weiß wieviele Bildern Du bei einem Shooting anfertigst, könntest Du vielleicht einen Extra-Katalog nur zum Sichten und Bewerten verwenden. Das macht meiner Meinung nach aber nur Sinn wenn es richtig viele Bilder sind.

Bei der Sicherung der Katalogdatei kannst du dann die Preview-Dateien weglassen. Falls dieses Dateien verschwinden legt LR sie neu an wenn sie wieder gebraucht werden.
Nutze am besten ein Tool zum synchronisieren von Ordnern, bei dem Du die Preview-Dateien rausfiltern kannst.

Bei der Bearbeitung von RAW-Dateien werden die Informationen zwischen LR und PS ausgetauscht. Hier kannst du also mit beiden Programmen arbeiten.
Bei JPG nehme ich immer die erste Bearbeitung in LR vor, anschließend nur noch in PS. LR dient dann nur noch der Verwaltung und Verschlagwortung.
Bei Composings oder Retuschen entsteht ja so oder so eine weitere PSD-Datei, die man wieder eigenständig in LR verwalten kann.

So, ich hoffe das hilft fürs Erste.

Gruß Ole
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Adelberger
Beiträge: 1257
20. Aug 2013, 15:13
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #516478
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Workflow & Sichern


Arbeite nur mit einem einzigen Katalog. Vergiss jedoch nicht, die Bilder zu verschlagworten, dann kannst Du später die Bilder nach diesen suchen.
Wenn Du Bilder fotografierst, bewahre immer die Rawbilder auf, allerdings kannst Du diese auch in das verlustfreie DNG konvertieren. Das hat den Vorteil, dass Veränderungen in der Rohdatei auch in den Datei hineingeschrieben werden und nicht in einer Datenbank oder in einem Sidecar-XMP-File landen, wo sie wieder verloren gehen können. Die Raw-Dateien sind deshalb aufzubewahren, weil sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass das selbe Bild in einer neueren Version des CameraRaw-Moduls besser entwickelt werden konnte als in einer Vorversion. JPG können zudem nur 8bit Farbtiefe unterstützen, Raw-Daten hingegen 32bit (in der Vorversion 16bit).
Wenn Du Bilder in Photoshop bearbeitest, dann ist PSD das einzige Dateiformat, das alle Feature und alle Farbtiefen, die möglich sind, unterstützt.
Ich selbst habe mir angewöhnt meine Bildbibliotheken auf einer externen RAID1 zu speichern, dadurch habe ich immer eine Sicherung. Nur aktuelle Bilder oder Bilder, die ich gerade bearbeite, landen auf der internen Festplatte, die sonst viel zu voll ist. Etwa alle 2 bis 3 Jahre ersetze ich die externe Festplatte durch eine neue und auch größere. Das liegt daran, dass Festplatten auch mal sterben und dass auch die Datenmenge wächst. Dabei will ich meine Daten nicht auf mehrere Festplatten verteilt haben, zudem kommen mit neuen Festplatten neue und schnellere Anschlüsse hinzu, die, wenn man einen neuen Computer kauft, dann auch nutzen kann.
Den Namen des Modells würde ich NICHT in den Dateinamen stecken, schreibe diesen in die Metadaten rein, dort ist der Platz für alle Informationen, die Du brauchst, auch für Copyright und alles andere.
Damit Änderungen und Metadaten nicht nur in der Lr-Datenbank landen, sollte man von Zeit zu Zeit oder immer nach Änderungen, die Bilder in der Bibliotheksansicht in Lr auswählen und die Taste Strg/Cmd+S klicken, dadurch werden diese Informationen in die Bilder hineingeschrieben. Wenn nämlich die Datenbank von Lr abschmieren würde, würden diese Daten verloren gehen.
Mit Photoshop hast Du auch Bridge installiert. Mit diesem kannst Du auch in den Bildbibliotheken durchwühlen und Bilder öffnen und Metadaten schreiben. Es ist keine Bilddatenbank, hat aber einige interessante Automatisierungsfunktionen für Photoshop. Dabei ist es wichtig, dass immer eine Version mit dem gleichen Camera-Plugin verwendet werden, um die Kompatibilität zwischen Bridge, Lightroom und Photoshop herzustellen. Aktuell ist für PS CS6, PS CC, Br CS6, Br CC und Lr 5 das CR-Plugin 8.x, wobei in CS6 nur die Kompatibilität gewährleistet ist, aber nicht der Zugriff auf neue Funktionen.
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