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Workflow so korrekt?

Thomas K.
Beiträge gesamt: 7

17. Jul 2004, 18:33
Beitrag # 1 von 13
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Hallo folks,
Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir kurz sagen könntet, ob mein Workflow so in Ordnung ist:
Ich habe die Zielsetzung Files vom Scanner (NikonSupercoolscan 4000ED) sowie von der dSLR (Canon EOS 10D) möglichst ohne Verluste zu bearbeiten (Photoshop CS) und dann farbverbindlich auf einem dLab2 (bzw einem Canon 9000) oder für's Internet auszugeben. Dazu habe ich meinen Monitor hardwarefarbkalibriert und das dabei entstandene ICC-Profil als Standard Windows Farbprofil aktiviert, sodass die Darstellung in allen Anwendungen darauf basiert.
Für das dLab2 habe ich ebenfalls ein ICC-Profil. Soweit die Ausgangssituation.

Mein Workflow sieht nun so aus, dass ich die dSLR Files per PS8 RAW Import als 16 Bit Adobe RGB 1998 Files importiere (gleicher Arbeitsfarbraum RGB in Photoshop), bearbeite und dann über "image-mode-convert to profile" in das ICC CMYK Profil des Agfa dLab2 Digitalbelichters konvertiere und als *.tiff oder *.jpg für den Versand zur Druckerei speichere.
Ähnlich, wenn ich Bilder mit dem Filmscanner scanne:
Die Bilder enthalten ein Scannerprofil, welches ich beim Import in Photoshop in Adobe RGB 1998 also meinen PS RGB Arbeitsfarbraum konvertiere, bearbeite und wieder in das dLab2 Profil konvertiere, wenn alles erledigt ist.

Wenn ich Bilder für's Web erstellen möchte, konvertiere ich statt in das dLab2 Profil in Monitor RGB und speichere ganz normal als *.jpg

Diese Arbeitsweise scheint mir am Sinnvollsten, da ich lange Zeit im großen Adobe RGB 1998 Farbraum arbeite und erst ganz zuletzt konvertiere in die jeweiligen Gerätefarbräume (Internet, dLab2).
Soweit korrekt oder schon Katastrophe? ;)

___

Doch lese ich ganz häufig von der Softproof Funktion, in Photoshop unter "view-proof" zu finden. Viele Quellen sagen, sie sei sehr wichtig, um zu beurteilen wie mein Bildchen ausbelichtet aussieht...eigentlich ja recht logisch - eine Simulation quasi. Wenn ich mein Adobe RGB 1998 Bild in PS bearbeite und als Proof das ICC Profil des dLab Belichters aktiviere, verändern sich die Farben massiv (ansich logisch) - doch ich konvertiere doch am Ende der Postpro sowieso in das ICC Profil des Belichters, und dabei hält Photoshop die Farben doch so gleich wie möglich - auf dem Monitor sehe ich dann jedenfalls keinen Unterschied -> wozu benötige ich den Softproof denn dann?

Es wäre sehr cool wenn ihr mir einige Antworten geben könntet, ich beschäftige mich seit 2 Tagen mit der Problematik und komme einfach nicht weiter.

Vielen Dank im Voraus
Thomas
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Workflow so korrekt?

Thomas K.
Beiträge gesamt: 7

17. Jul 2004, 22:58
Beitrag # 2 von 13
Beitrag ID: #97850
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Hm mittlerweile arbeite ich so, dass ich mein AdobeRGB1998 Bild in Photoshop lade (RGB Arbeitsfarbraum ebenfalls AdobeRGB1998) und dann sofort den Softproof für entweder MonitorRGB (Internetverwendung) oder das dLab2-icc-Profil (Print) aktiviere und anhand dieser Simulation alle meine Farb und Tonwertanpassungen vornehme...

Wenn ich damit fertig bin, speichere ich das Bild einfach und es wird von z.B. ACDSee genau so dargestellt wie mit meinem Softproof am Monitor, ohne dass ich am Ende irgendwie in den anderen Farbraum konvertiert habe, oder ein Profil zugewiesen habe (mit dLab2-Profil noch nicht getestet).
Daraus ergibt sich für mich die weitere Frage: Wann muss ich überhaupt "image-mode-assign to profile" oder "image-mode-convert to profile" benutzen?

Viele Dank
Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19166

17. Jul 2004, 23:35
Beitrag # 3 von 13
Beitrag ID: #97857
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Hallo und herzlich Willkommen Thomas,

> Soweit die Ausgangssituation.

Schon mal nicht schlecht.

Womit scanst du denn? Die Nikon software lässt ja nicht so recht zu, das man die Teile selber profiliert und die mitgelieferten... na ja...
Silverfast ist da wohl wesentlich toleranter und kooperativer.


> Mein Workflow sieht nun so aus, dass ich die dSLR Files per PS8
> RAW Import als 16 Bit Adobe RGB 1998 Files importiere (gleicher
> Arbeitsfarbraum RGB in Photoshop), bearbeite und dann über "image-
> mode-convert to profile" in das ICC CMYK Profil des Agfa dLab2
> Digitalbelichters konvertiere und als *.tiff oder *.jpg für den
> Versand zur Druckerei speichere.

Soweit ok, du solltest, wie du aber in deinem 2. Posting hja auch schreibst die Proofansicht benutzen, da ja gerade Adobe RGB doch einiges mehr ist, als dein Monitor zu zeigen in der Lage ist.

> Ähnlich, wenn ich Bilder mit dem Filmscanner scanne:
> Die Bilder enthalten ein Scannerprofil, welches ich beim Import in
> Photoshop in Adobe RGB 1998 also meinen PS RGB Arbeitsfarbraum
> konvertiere, bearbeite und wieder in das dLab2 Profil konvertiere,
> wenn alles erledigt ist.

Das kannst du dir aber auch sparen (Scannerprofil-> AdobeRGB) bzw. auch gleich in der Scansoftware dieses Auswählen.
So hast du nur eine Konvertierung mehr als nötig.


> Wenn ich Bilder für's Web erstellen möchte, konvertiere ich statt
> in das dLab2 Profil in Monitor RGB und speichere ganz normal als
> *.jpg

Da ist dann wieder wichtig, womit im Web gearbeitet wird. Der einzige mir aktuell bekannte Browser der komplett CM unterstützt ist Safari, da gehen sogar CMYK Bilder die mittels CM farbrichtig auf dem Monitor erscheinen.
Ansonsten wäre da sRGB das Mittel der Wahl, da dies dem 0815 Monitor am ehesten nahekommt, bzw. in diversen Browsern (IE?) als Default verwendet wird.


> Diese Arbeitsweise scheint mir am Sinnvollsten, da ich lange Zeit
> im großen Adobe RGB 1998 Farbraum arbeite und erst ganz zuletzt
> konvertiere in die jeweiligen Gerätefarbräume (Internet, dLab2).
> Soweit korrekt oder schon Katastrophe? ;)

Nein, kommt gut ;-)


> Doch lese ich ganz häufig von der Softproof Funktion, in Photoshop
> unter "view-proof" zu finden. Viele Quellen sagen, sie sei sehr
> wichtig, um zu beurteilen wie mein Bildchen ausbelichtet
> aussieht...eigentlich ja recht logisch - eine Simulation quasi.
> Wenn ich mein Adobe RGB 1998 Bild in PS bearbeite und als Proof
> das ICC Profil des dLab Belichters aktiviere, verändern sich die
> Farben massiv (ansich logisch) -

Der erste Schritt sollte mal sein, in der Proofansicht das Monitorprofil (so es den halbwegs verbindlich und nicht mitgeliefert oder per Adobe Gamma entstanden ist), austuwählen und dann im Menuepunkt darunter, in Deutsch 'Farbumfang-Warnung' zu aktivieren, um abschätzen zu können, wieviel deiner Adobe-RGB Daten nicht zu sehen sind.

> doch ich konvertiere doch am Ende der Postpro sowieso in das ICC
> Profil des Belichters, und dabei hält Photoshop die Farben doch so
> gleich wie möglich - auf dem Monitor sehe ich dann jedenfalls
> keinen Unterschied -> wozu benötige ich den Softproof denn dann?

Um dich nicht zu verkünsteln an Details die eh verschütt gehen, bzw. zu wissen, was eh nicht stimmt.


> Es wäre sehr cool wenn ihr mir einige Antworten geben könntet, ich
> beschäftige mich seit 2 Tagen mit der Problematik und komme
> einfach nicht weiter.

Für 2 Tage ist das aber schon allerhand, das heit bei mir viel länger gedauert ;-)
MfG

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas Richard
  
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17. Jul 2004, 23:39
Beitrag # 4 von 13
Beitrag ID: #97858
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Nachtrag:


Ist das korrekt?:

> in das ICC CMYK Profil des Agfa dLab2 Digitalbelichters
> konvertiere und als *.tiff oder *.jpg für den Versand zur
> Druckerei speichere.

Der Filmbelichter als RGB Gerät besitzt nur ein CMYK Profil?
Da wird ja dann wohl zwangsläufig nochmal zurückkonvertiert.

Wird das getan um mit dem Gerät Drucktaugliche Prints zu erstellen?
Oder warum die Reduzierung auf CMYK?

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas K.
Beiträge gesamt: 7

18. Jul 2004, 00:36
Beitrag # 5 von 13
Beitrag ID: #97864
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Hallo Thomas,
du bist echt klasse, ich habe das Forum hier heute entdeckt und in einigen Threads rumgelesen und immer ellenlange Antworten von dir - das ist echt sauber und erinnert mich an meine eigene Zeit als Moderator (damals tutorials.de) :) - aber Achtung, man verschleißt sich schnell...

Back2Topic:

Nach langem heutigen hin und hergewurschtel bin ich mir selbst nicht mehr so ganz sicher, was ich glauben soll. Anscheinend gibt es zwei Ansätze an die Sache ranzugehen:

1.) Softproof sofort aktivieren und auf seiner Basis das Bild bearbeiten und danach ohne jegliches Profil speichern.

2.) Im der normalen Arbeitsumgebung arbeiten (Adobe RGB 1998 im Normalfall) und am Ende der Bearbeitung in die Zielformate KONVERTIEREN. Dabei fehlt einem, so scheint mir jedenfalls, die Möglichkeit der Farbumfangswarnung wie es ja scheinbar in den deutschen Versionen heißt, man kann nur anhand eines Previews visuell beurteilen, ob sich groß etwas ändert.

Mein Problem ist nun eindeutig, dass ich nicht für jedes unterschíedliche Ausgabemedium mein Quell-RAW-Bild oder Quell-Scan-Bild unterschiedlich bearbeiten kann, da die Bearbeitung besonders bei größeren Compositings arg Zeit in Anspruch nehmen kann. Vielmehr wäre gut, wenn ich eine Masterdatei erzeugen könnte, die für mich in Photoshop ideal aussieht also für mich das fertige Produkt darstellt und diese Datei dann duplizieren und in die jeweiligen Farbräume/ICC-Profile konvertieren könnte. Allerdings fehlt mir bei dieser Variante 2 die Farbumfangswarnung, da ich nicht mit Softproofing arbeite. Das ist also nur die halbe Wahrheit :/

Ich bin mir sicher, dass ich irgendwo noch einen Denkfehler habe. Super wäre es, wenn du mir eine Mini-Step-by-Step-Anleitung geben könntest, wie mein Workflow auszusehen hat. Also mal von den 10D RAW Files ausgehend bis zur Konvertierung in das dLab2-Profil oder in die Konvertierung für's Internet. Wenn du mir nur die Eckpunkte erläuterst dürfte das in 2 Sätzen zu schaffen sein oder? So nach dem Motto: "Bild importieren, Softproof mit Einstellung xyz an, Bildbearbeiten, Bild konvertieren nach xyz mit den Einstellungen xyz und fertig." Das wäre echt super klasse, denn was mich so sehr irritiert ist, dass die Bilder ja beim konvertieren praktisch identisch aussehen (klar, versucht Photoshop ja auch), während der Proof ja meines bescheidenen Wissens nach nur simuliert, wie die Datei mit dem Farbraum XYZ auf einem Anzeigegerät mit dem spezifischen Farbraum ABC aussieht.
Ebenfalls noch nicht verstanden habe ich den Unterschied zwischen Convert to Profile und Assign Profile. Assign Profile scheint ähnlich zu arbeiten wie der Proof - in meinem konkreten Fall werden die Farben von Adobe RGB 1998 ausgehend mit Proof auf meinen Monitor-Farbraum sehr blass. Das gleiche passiert, wenn ich Assign to Profile mache und als Zielfarbraum mein Monitorprofil nehme. Im Gegensatz dazu bleiben die Farben beim Konvertieren aber visuell gleich...Aber vielleicht muss ich das auch nicht alles verstehen, ich muss ja zunächst nicht die ausgetretenen Pfade verlassen und kann mich erstmal auf das begrenzen, was ich wirklich brauche nämlich wie bereits gesagt einen Workflow bei dem ich eine Masterversion meines Bildchens anfertige und diese dann für die jeweiligen Geräte aufarbeite...


_______________

<Ist das korrekt?:
<
<> in das ICC CMYK Profil des Agfa dLab2 Digitalbelichters
<> konvertiere und als *.tiff oder *.jpg für den Versand zur
<> Druckerei speichere.
<
<Der Filmbelichter als RGB Gerät besitzt nur ein CMYK Profil?
<Da wird ja dann wohl zwangsläufig nochmal zurückkonvertiert.
<
<Wird das getan um mit dem Gerät Drucktaugliche Prints zu erstellen?
<Oder warum die Reduzierung auf CMYK? Ist das korrekt?:

Sorry, es kann auch ein RGB Profil sein, so genau habe ich es mir noch nicht angeschaut. Momentan läuft es ja alles noch sehr theoretisch und für alle Tests muss Zweck Zeit und Ort (s.u.) die Konvertierung in den Internetfarbraum herhalten ;)

_________________

<Womit scanst du denn? Die Nikon software lässt ja nicht so recht zu, <das man die Teile selber profiliert und die mitgelieferten... na <ja...
<Silverfast ist da wohl wesentlich toleranter und kooperativer.

Ich scanne mit Silverfast Ai 6.x - welche Version das genau ist und welche Profile da aktiv sind kann ich momentan nicht sagen, da ich tausende ;) Kilometer von meiner Hütte entfernt in Schweden sitze und zudem über eine 4,5kb/s Modem Leitung ins Internet muss, die ausgiebige Recherche effektiv erschwert :(


__________________

<> Wenn ich Bilder für's Web erstellen möchte, konvertiere ich statt
<> in das dLab2 Profil in Monitor RGB und speichere ganz normal als
<> *.jpg
<
<Da ist dann wieder wichtig, womit im Web gearbeitet wird. Der <einzige mir aktuell bekannte Browser der komplett CM unterstützt ist <Safari, da gehen sogar CMYK Bilder die mittels CM farbrichtig auf <dem Monitor erscheinen.
<Ansonsten wäre da sRGB das Mittel der Wahl, da dies dem 0815 Monitor <am ehesten nahekommt, bzw. in diversen Browsern (IE?) als Default <verwendet wird.

Genau! ein weiterer Punkt, bei dem ich total im Dunkeln tappse: Eigentlich, so habe ich jedenfalls gelesen, ist der quasi Standard, wie du ja auch sagst, sRGB im Desktop/Internet Bereich. Wenn ich aber bspw einen Proof von einem unbearbeiteten Adobe RGB 1998 Bild mache sieht er mit dem Monitor RGB Profil genau so aus, wie eben dieses Bild auch wirklich von z.B. ACDSee angezeigt wird (blass etc), der sRGB Proof sieht definitiv anders aus als das Bild in der Realität dann angezeigt wird - seltsam...

Now playing: Metallica - Sad but true ;)


______________

<(so es den halbwegs verbindlich und nicht mitgeliefert oder per <Adobe Gamma entstanden ist)

Ist mit Pantone Colorvision Spyder und Optical entstanden, zwar nicht so ein Highend Gerät aber immerhin etwas. Für das letzte Quäntchen Detailtreue habe ich ja auch nicht den richtigen Hauptmonitor (Samsung Syncmaster 191t), aber eben das allerletze Quäntchen brauche ich auch nicht, da ich mich nicht im Prepress Bereich für eine kostenintensive Buch Offsetdruckproduktion o.ä. bewege, sondern nur im privaten Raum.

Vielen Dank dir also nochmals - wenn du mir wie bereits gesagt eine minikleine Grundanleitung geben könntest, wäre ich überblücklich :)

In hoffnungsvoller Vorfreude dankt
Thomas

:)


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas Richard
  
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18. Jul 2004, 03:28
Beitrag # 6 von 13
Beitrag ID: #97868
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Hallo Thomas,

danke für die Blumen ;-)

> 1.) Softproof sofort aktivieren und auf seiner Basis das Bild
> bearbeiten und danach ohne jegliches Profil speichern.

Sobald man colorgemanaged arbeitet, sollte keine Datei mehr ohne Profil landen, außer man kann sicher sein, das man mit einem Profil für alle CMYKs oder RGBs auskommt, dann kann man bei allen folgenden Arbeitsschritten diese einfach voraussetzen. Aber sonst gehört das Profil immer mit rein.


> 2.) Im der normalen Arbeitsumgebung arbeiten (Adobe RGB 1998 im
> Normalfall) und am Ende der Bearbeitung in die Zielformate
> KONVERTIEREN. Dabei fehlt einem, so scheint mir jedenfalls, die
> Möglichkeit der Farbumfangswarnung wie es ja scheinbar in den
> deutschen Versionen heißt, man kann nur anhand eines Previews
> visuell beurteilen, ob sich groß etwas ändert.

Klar, wenn du konvertierst, ist Schluss mit vergleichen, denn dann ist ja alles bereits eingedampft.
Die Warnung funktioniert nur solange, wie es auch noch ein Möglichkeit gibt, zu reagieren. Danach ist es nicht nur nicht mehr Möglich sondern auch Quatsch.

Das howto liefere ich nach, das bekomm ich jetzt nicht mehr gebacken. [gähn]


MfG

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas K.
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18. Jul 2004, 14:55
Beitrag # 7 von 13
Beitrag ID: #97890
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hehe, ich hoffe du hast gut geschlafen...


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas K.
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19. Jul 2004, 12:10
Beitrag # 8 von 13
Beitrag ID: #97996
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Ich glaube ich habe den Grund meiner Probleme gefunden: Ich habe beim Proof Setup bisher nur die vorgefertigten Profile geladen (konkret: WindowsRGB, MonitorRGB) und bei diesen Profile scheint immer "preserve color numbers" aktiviert zu sein...wenn es an ist, so habe ich mir mittlerweile zusammengedichet, zeigt der Proof wie das Bild ohne Konvertierung auf einem Anzeigegerät mit z.B sRGB aussehen würde. Wenn ich das Häkchen aus mache, zeigt er mir an, wie es nach der Konvertierung aussieht. Das macht das Ganze logisch klar und deutlich -jedenfalls den ausgetretenen Pfad- es war nur dieses kleine Flag, was mich an allem gehindert hat.

Mein Workflow ist nun so:

Ich importiere die RAW 16 Bit Adobe RGB 1998 Files in Photoshop (RGB Arbeitsfarbaum ebenfalls Adobe RGB 1998), bearbeite sie so wie es mir gefällt und speichere eine Masterversion. Diese dupliziere ich der Sicherheit halber und stelle in der Kopie das Proof Setup entweder auf mein dlab2 Profil wenn ich für den Print arbeite, oder auf sRGB, wenn die Bilder im Web oder auf dem Desktop angezeigt werden sollen. Dann aktiviere ich Farbumfangswarnung und sehe, welche Farben im Zielfarbraum Probleme bereiten. Anhand dieser Warnung und dem visuellen Eindruck kann ich meine Master Version für die unterschiedlichen Verwendungszwecke dann noch minimal verändern und dann, wenn alles sauber ist, konvertieren in das Zielsystem.

Dabei bleiben mir nur noch wenige Fragen:
1.)
Sollen die Files, die ich speichere -sei es nun die Masterversion oder die Versionen für die unterschiedlichen Verwendungszwecke- ein Profil in sich tragen? Ich denk ja oder? Dann muss ich einfach nur im Speichern Dialog das Häkchen bei: "ICC Profil mit speichern" oder wie das heißt setzen und der jeweilige Bildfarbraum wird mit gespeichert. Wenn ich das nicht tue, wird ohne jegliches Profil, ohne jeglichen Arbeitsfarbraum quasi plainRGB gespeichert?

2.) Eigentlich ist das richtige Proof und Konvertierungsprofil für Desktop/Internet Applications doch sRGB...wenn ich aber einen sRGB Proof oder eine sRGB Konvertierung vornehme, so sieht das Ergebnis anders aus, als die *.jpg oder *.tiff schließlich in ACDSee oder im IE6.0 dargestellt wird. Wohingegen Monitor RGB das Richtige anzeigt...Aber es kann doch nicht richtig sein in einem Farbraum für meinen Monitor zu speichern, wenn es auch auf tausenden anderen Rechnern angezeigt werden soll oder? Woher kommt denn dann díe Diskrepanz zwischen dem sRGB Proof und dem wirklichen von ACDSee geöffneten Bild?

3.) "Assign to Profile" brauche ich überhaupt nicht oder?

4.) ACDSee scheint das in der Datei hinterlegte Profil vollkommen zu ignorieren. Gibt es Bildbetrachter, die die ICC Daten auslesen?

Vielen Dank
Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas Richard
  
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19. Jul 2004, 21:11
Beitrag # 9 von 13
Beitrag ID: #98108
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Hallo Thomas,

> ...bei diesen Profile scheint immer "preserve color numbers" aktiviert zu sein...

genau, die Option simuliert Ausgabe ohne Colormanagment

-> wie sähe es aus, würde ich die bestehenden Farbwerte auf dem gewählten Zielgerät ausgeben. Es wird also as is gedruckt.

Dies ist die 'Kopf in den Sand Steck' Methode - CM ist eh Stuss, ich druck CMYK! (Schöne AHA Effekte in den Gesprächen it Druckern, die ISO coated Daten bekommen haben, aber drucken wie seit: Urzeiten:

D: Das sieht alles krank aus!
TR: Öffnen sie es mal in Photoshop und sorgen sie dafür, das die Profile erhalten bleiben.
D: Hm, jetzt sieht's am Monitor in etwa aus wie auf dem Proof.
TR: und wenn sie jetzt auf 'Ansicht - Proof einrichten - Profil: Ihr std. Profil' gehen und Farbwerte erhalten anklicken, sieht es dann so aus, wie ihr Druck?
D: Ja, leider.
...

Ohne das Häckchen wird mir angezeigt wie nahe ich _mit_ Colormanagement an meine aktuellen Farbraum herankomme, also die Differenz zwischen mit und ohne Proof-Voransicht ist das, was einfach nicht zu retten ist.

zu 1.)

Plain RGB wird eigentlich immer gespeichert.
Wie die RGB Daten zu ihrer Referenz kommen kann in 3erlei Weise geschehen.
a) ohne Profil: Das ist aber nur praktikabel wenn du immer in den selben RGB und CMYK Farbräumen arbeitest und das Zeug sonst auch nicht aus der Hand gibst. Das ist eigentlich die Arbeitsweise der Lithofirmen ohne CM, sie haben ihren kalibrierten Workflow, können von daher auf die Profiliererei verzichten.

b) Du sicherst kein Profil mit, schreibst es aber mit in den Namen.
Das spart bei entsprechenden CMYK-Datenbeständen einige GB an redundanten Profilinformationen, gibt aber keine Gewähr das sie berücksichtigt werden. Aber immerhin ist eine Referenz vorhanden und der Empfänger der Bilddaten kann, sofern er denn über das Profil verfügt, den gewollten Bildeindruck wiederherstellen.

c) Die sichere Methode: Profil mit einbetten. Dann steckt in einer Datei, alles was für die farbverbindliche Weiterverabeitung benötigt wird.

zu 2.)
Da kann ich nur vermuten: Weder IE6 noch ACDSee berücksichtigen das Profil und zeigen es, wie du es nennst 'Plain' (AKA Geräteabhängig) mit deinem Monitorprofil an.

zu 3.)
Wenn das der Menueeintrag oberhalb von 'Bild - Modus - in Profil konvertieren' ist, so brauchst du den nur, wenn du beim öffnen nicht oder ein falsches Profil zugewiesen hast, falls das geöffnete Bild über kein oder ein anderes als dein Arbeitsfarbraum Profil verfügte.

zu 4.)
Ja, am Mac z.B: den GraphicConverter oder Safari ;-)
am PC ...?
Die Digitalkameratools, die mit mehreren Farbräumen der Kameras (z.B: neben sRGB noch Adobe-RGB) zulassen, müssen zwangsläufig damit umgehen können, sonst würde man dort keinerlei Unterschied feststellen können (trau ich denen aber auch zu ;-) ).
Ich glaube Irfanview ist auch recht CM-tauglich,


MfG

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas K.
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19. Jul 2004, 23:18
Beitrag # 10 von 13
Beitrag ID: #98135
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Hallo Thomas, danke für die Antwort.

Mein Workflow scheint also soweit korrekt zu sein. Die Masterversion, die ich als *.psd speichere hat das Farbprofil als ICC angehängt (Adobe RGB 1998), die beiden anderen Versionen, die ich ja in ihre jeweiligen Gerätefarbräume konvertiert habe, brauchen Profile doch aber nicht, da weder IE6.0 für Internet, noch ein dLab2 ICC Profile auslesen. Dabei wäre ein recht interessanter Punkt noch folgendes: Wenn ich die Files konvertiert und ohne Profil gespeichert habe, sehen die Bilder z.B. in ACDSee genauso als, als ob ich sie konvertiert und danach das jeweilige Profil angehängt hätte - logisch, da ja ACDSee und Konsorten keine Profile auslesen. Doch wie verhält es sich mit Programmen, die Profile auslesen? Bei ihnen müsste die konvertierte Datei mit dem zusätzlich angehängen Profil falsch angezeigt werden, weil die Farbinformationen quasi doppelt vorliegen oder? Die plain -as is- RGB Datei, die auf dem Zielsystem schon so aussieht wie sie soll, wird durch das zusätzliche Profil farblich wieder verdreht (z.B. blasser oder gesättigter) richtig?

Konvertierte Dateien haben nach dem Konvertieren überhaupt keine Farbprofile mehr in sich oder?

sRGB ist also definitiv der richtige Desktop/Internet Farbbereich? Obwohl sich da Proof und (meine) wirklichkeit unterscheiden?


als Antwort auf: [#97834]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas K. am 19. Jul 2004, 23:20 geändert)

Workflow so korrekt?

Thomas Richard
  
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20. Jul 2004, 00:10
Beitrag # 11 von 13
Beitrag ID: #98143
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N'abend Thomas,

jetzt wird's philosophisch... aber genau sowas brauch ich auch immer um's wirklich zu raffen ;-)

> Doch wie verhält es sich mit Programmen, die Profile auslesen? Bei
> ihnen müsste die konvertierte Datei mit dem zusätzlich angehängen > Profil falsch angezeigt werden, weil die Farbinformationen quasi
> doppelt vorliegen oder?

Ja, denn in dem Moment wo du sie konvertierst, ist ja das alte Profil nicht mehr das richtige, sondern das in dessen Farbraum du wandelst, oder meintest du das Zielprofil?

Die plain -as is- RGB Datei, die auf dem Zielsystem schon so aussieht wie sie soll, wird durch das zusätzliche Profil farblich wieder verdreht (z.B. blasser oder gesättigter) richtig?

Richtig, du gehst ja von falschen Voraussetzungen aus. Dein Bild ist ja nicht mehr Adobe-RGB. Mit was falschem kann man alles Beweisen ;-)

> Konvertierte Dateien haben nach dem Konvertieren überhaupt keine
> Farbprofile mehr in sich oder?

Doch, ab da gehört das Profil des Farbraums dran, in den du konvertiert hast. Immer dran denken, das mitgegebene Profil ist nur eine Referenz, wie das Bild zu verstehen ist/auszusehen hat, also immer den Farbraum in dem es gerade vorliegt.

sRGB ist einfach dadurch der beste Kompromiss, weil es vom Farbraum in etwa _dem_ Monitor und den gemeinhin verbreiteten Phosphoren entspricht. Darüber hinaus, kann es in gefarbmanagementen Programmen verbindlich dargestellt werden.
In nicht CM-fähigen Programmen wird es als einfaches RGB mit den Monitorfarben dargestellt, und das ist auch wieder am ehesten sRGB.

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Thomas K.
Beiträge gesamt: 7

23. Jul 2004, 13:35
Beitrag # 12 von 13
Beitrag ID: #99071
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Ok, ich glaube ich habe alles verstanden. Vielen vielen dank dir und noch frohes ColorManagement ;)

Thomas


als Antwort auf: [#97834]

Workflow so korrekt?

Horst-Hubert
Beiträge gesamt: 3

20. Jan 2005, 14:42
Beitrag # 13 von 13
Beitrag ID: #138110
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Hallo,

diese Berichte sind zwar schon etwas älter, aber für mich sind sie die besten die ich bis jetzt gelesen habe.

Den Ablauf hatte ich auch so erarbeitet, bin Amateur, aber ich war mir über die Richtigkeit nicht sicher.

Die Sache mit der Farbwarnung hatte ich bis jetzt noch nicht geschnallt und werde sie sofort nachvollziehen.

Nochmals vielen, vielen Dank

Horst-Hubert


als Antwort auf: [#97834]
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