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erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

greena
Beiträge gesamt: 73

19. Jul 2012, 10:33
Beitrag # 1 von 13
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an jemanden, der sich gut mit der Plattenbelichtung auskennt.

Folgendes: Ein Druck-PDF wird mit einer Stanzkontur in Sonderfarbe und nicht auf überdrucken sondern auf aussparen angelegt. (Es ist klar, dass sie auf überdrucken hätte angelegt werden müssen)

Kann in einer Druckerei durch eines dieser CTP-Prüfprogramme (ich glaube creo ist z.B. so eines)
dieser Fehler vor der Plattenbelichtung erkannt werden?

(Man würde es natürlich)auch in der Separationsvorschau sehen.
Inwieweit ist es üblich, dass in Druckereien solche Sachen noch einmal geprüft werden?

Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Das wäre toll.
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erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Patsch
Beiträge gesamt: 81

19. Jul 2012, 10:53
Beitrag # 2 von 13
Beitrag ID: #498289
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Hallo,

da die "Stanze" in den seltesten Fällen in den Kundendaten auch wirklich so heißt, prüfen wir das immer visuell in Artpro und ändern auch dort den Separationsnamen für unserern Workflow in "Stanze" um.
Es kommt auch vor das uns das durch die Lappen geht, die erneute Plattenbelichtung nehmen wir aber dann auf unsere Kappe.

Hoffe die Antwort kann dir helfen.

Gruß


als Antwort auf: [#498285]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

greena
Beiträge gesamt: 73

19. Jul 2012, 11:04
Beitrag # 3 von 13
Beitrag ID: #498291
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Hallo Patsch,

stimmt, Artpro ist so ein Programm zum Prüfen.

Ja, Deine Antwort hilft mir sehr. Dankeschön.

In unserem Fall hiess die Stanze bereits Stanze, war allerdings dummerweise auf aussparen angelegt.

48 Druckplatten werden uns nun berechnet.

Der Fehler ist bei uns in der Reinzeichnung passiert - ich frage mich nur ob eine Druckerei nicht auch so etwas wie eine Sorgfaltspflicht hat und zumindestens diese ganz „groben“ Einstellungen prüft.


als Antwort auf: [#498289]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 18794

19. Jul 2012, 11:31
Beitrag # 4 von 13
Beitrag ID: #498292
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Acrobat lässt sich per Prüfprofil dazu bringen, sowas als Fehler auszuwerfen.

Ich denke schon, dass es in die Sorgfaltspflicht einer Druckerei gehört, mal in der Voransicht bei mehr als 4 Auszügen die weiteren Kanäle auszublenden, aber auf jeden Fall gehört es in die des Datenerzeugers.
Aber einen wirklichen Vorwurf wenns übersehen wird, kann man der Druckerei nicht machen.

Den Fehler habt ihr reingebaut, also badet ihr ihn auch wieder aus.


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
http://www.hilfdirselbst.ch/info/


als Antwort auf: [#498291]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Patsch
Beiträge gesamt: 81

19. Jul 2012, 11:37
Beitrag # 5 von 13
Beitrag ID: #498293
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Hallo greena,

was war denn vereinbart? Wir haben Kunden bei denen wir die PDFs nur durchschleusen. Diese arbeiten nach unseren Vorgaben und wenn da etwas nicht stimmt, dann wird das auch berechnet.
Ansonsten sehen wir uns in der Pflicht die Daten auf technische Machbarkeit hin zu prüfen und da gehört meines Erachtens auch das Thema Stanze dazu.
Deswegen, wie gesagt, nehmen wir in diesen Fällen auch eventuelle Fehlbelichtungen auf unsere Kappe.

Gruß Patsch


als Antwort auf: [#498291]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

greena
Beiträge gesamt: 73

19. Jul 2012, 11:56
Beitrag # 6 von 13
Beitrag ID: #498297
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danke für Eure Antworten. Patsch, Vereinbarungen gab es keine.

Hallo Thomas, das sehe ich auch so wie Du.

Nur, ich würde ganz klar mit einer Druckerei, die in einem solchen Fall völlig unkooperativ reagiert, nicht weiter zusammenarbeiten.


als Antwort auf: [#498293]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 18794

19. Jul 2012, 12:27
Beitrag # 7 von 13
Beitrag ID: #498301
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Antwort auf [ greena ] Nur, ich würde ganz klar mit einer Druckerei, die in einem solchen Fall völlig unkooperativ reagiert, nicht weiter zusammenarbeiten.

Das bleibt dir überlassen. Ich könnte aber auch eine Druckerei verstehen, die mit Vergleichsangeboten auf Preise runtergehandelt wurde, die solche Kulanz nicht zulassen, dass sie es umgekehrt genauso sehen.

Allerdings sollte es möglich sein, einen solchen Posten nicht zu den regulären Kosten berechnet zu bekommen, sondern zu Selbstkosten, oder eben ein Entgegenkommen in irgendeiner anderen Form auszuhandeln (wenn die Druckerei die Plattenbelichtung z.B. extern zukauft, kann sie da auch nicht viel dran drehen).


MfG

Thomas


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als Antwort auf: [#498297]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2282

19. Jul 2012, 12:39
Beitrag # 8 von 13
Beitrag ID: #498302
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hallo

Antwort auf [ greena ] In unserem Fall hiess die Stanze bereits Stanze, war allerdings dummerweise auf aussparen angelegt.

48 Druckplatten werden uns nun berechnet.


Das hätten wir uns nie getraut in Rechnung zu stellen, wenn jetzt ALLES was Stanze in der Datei heisst in den Druckformen sich dann "weiss" abzeichnet.

Wenn es aber jetzt nur eine oder zwei von vielen Linien, die zusammen die Stanzform ergeben und sowohl beim Datencheck, als auch bei der RIP-Vorschau übersehen werden können betrifft, ist´s noch fieser: Die Druckerei verliert dann immer, entweder den Kunden oder den "Gewinn" dieses und anderer Aufträge um die entstehenden Kosten auszugleichen.


Antwort auf: Der Fehler ist bei uns in der Reinzeichnung passiert - ich frage mich nur ob eine Druckerei nicht auch so etwas wie eine Sorgfaltspflicht hat und zumindestens diese ganz „groben“ Einstellungen prüft.


Wenn Sie daran interessiert ist, die Kundschaft zu pflegen ergibt sich diese Pflicht aus denselben existentiellen Gründen, wie wirtschaftliche Abwägungen darüber für fremdverschuldete Fehler zu "haften".

Das traf in Deinem Fall jetzt wohl nicht zu, aber:

Heutzutage gibt es vollautomatisierte (!) workflows bei denen bestenfalls Maschinen mit Verbrauchsmaterial von Hand gefüttert werden oder ein "Sachbearbeiter" schon während der Kalkulation ausschiesst und dann nach Datenübertragung via ftp-Server das fertige Produkt gleich verpackt im LKW verladen wird, ohne daß zwischendurch jemand draufguckt. Zum "Fehler" aufspüren gibt es dann automatisierte Preflights ...

Gruß,

Ulrich

Edit:

Eigentlich wollte ich nur anregen, über folgende Arbeitsweise nachzudenken:

Stanze (überdruckend) auf einer Extra-Ebene anlegen und dann Stanze getrennt von der Druckdatei zu exportieren (gerne auch zusätzlich ein 5-kanaliges composite für den plott mit Stanzform). Wenn ihr dann die "extrahierte" Druckdatei betrachtet, seht ihr selbst auch sofort, ob da was schief läuft.

Als Druck-Dienstleister muss ich oft auch erst die Stanze erst wieder extrahieren, um sie einem Fremd-Dienstleister zu überspielen: Es wird nicht immer auch in der Druckerei gestanzt...


als Antwort auf: [#498291]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 19. Jul 2012, 12:47 geändert)

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

greena
Beiträge gesamt: 73

19. Jul 2012, 12:47
Beitrag # 9 von 13
Beitrag ID: #498304
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Hallo Thomas,

in beiden Punkten sehe ich das wie Du.
(Es ist ein lukrativer Job).

Die Entscheidung in Bezug auf ein Entgegenkommen der Druckerei steht noch aus. Ich bin gespannt.

Ich danke Euch für Euer Engagement und die Antworten.

Das Forum hier finde ich ganz klasse und sehr hilfreich.


als Antwort auf: [#498301]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

greena
Beiträge gesamt: 73

19. Jul 2012, 12:54
Beitrag # 10 von 13
Beitrag ID: #498305
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Hallo Ulrich,

die Stanze war in Indesign in Sonderfarbe auf separater Ebene,
die „Registerstanze“ heisst, angelegt.
Nur leider stand sie auf aussparen.

Danke Dir auch für Deine Antwort.


als Antwort auf: [#498304]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Patsch
Beiträge gesamt: 81

19. Jul 2012, 13:12
Beitrag # 11 von 13
Beitrag ID: #498306
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Antwort auf: Heutzutage gibt es vollautomatisierte (!) workflows bei denen bestenfalls Maschinen mit Verbrauchsmaterial von Hand gefüttert werden oder ein "Sachbearbeiter" schon während der Kalkulation ausschiesst und dann nach Datenübertragung via ftp-Server das fertige Produkt gleich verpackt im LKW verladen wird, ohne daß zwischendurch jemand draufguckt. Zum "Fehler" aufspüren gibt es dann automatisierte Preflights ...


Wir wissen hier nicht um welches Produkt es sich handelt.
Bei uns als Verpackungsdrucker ist in 99% der Daten eine "Stanze" drin, die leider selten so heißt.
Mal ist sie auch im Schwarz, mal heißt sie Cut, mal in einer x-Beliebigen Sonderfarbe. Manchmal sind 3 Separationen für Schneid, Rille und Perfo im Dokument mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen. Das lässt sich leider nicht mit einem allgemeinen Preflight korrigieren, oder über den Workflow steuern.
Insofern, wie schon gesagt, ändern wir für unsere Workflow dann in ArtPro die diversen Separationen in "STANZE" ab.


als Antwort auf: [#498304]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

Color_Michael
Beiträge gesamt: 4

20. Jul 2012, 22:05
Beitrag # 12 von 13
Beitrag ID: #498415
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Hallole,

auf der Blaupause oder dem Plott müßte man doch so etwas sehen, also wer hier prüft und abzeichnet haftet eigentlich.

Ihr könnt eigentlich froh sein wenn die Druckerei nur die Platten berechnet, denn normalerweise merkt man es beim Drucken und dann ist Maschine und alles hergerichtet. Die Kosten sind offensichtlich noch gar nicht berücksichtigt worden.


als Antwort auf: [#498306]

erkennt ein ctp-Prüfprogramm aussparende Stanze?

bavella
Beiträge gesamt: 132

29. Jul 2012, 19:57
Beitrag # 13 von 13
Beitrag ID: #498696
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Als Druckvorstufenspezialist einer Offsetdruckerei ist es für mich nicht nur eine Selbstverständlichkeit, Kundendaten u.a. auf ihre separationsrichtige Tauglichkeit zu prüfen u. ggf. zu korrigieren, sondern wir kommunizieren dies auch auf breiter Ebene nach Aussen. Auch wenn der Fehler hier wohl beim Datenersteller liegt: ich sehe mich in der Rolle des qualifizierten Dienstleisters, der seinen Vorstufen-Workflow so im Griff hat, dass alle Unstimmigkeiten erkannt und korrigiert werden.
Je nach Auftragslage setzen wir dafür umfangreiche PitStop-Aktionslisten, selbst programmierte JavaScripte und Preflight-Funktionen ein, die alles automatisch abfangen, was nicht zur gewünschten Farbseparierung bzw. Plattenbelichtung führt. Denn man kann nicht davon ausgehen, dass der Kunde/Grafiker alle druckrelevanten Parameter für die Druckausgabe kennt und in seinen Daten berücksichtigt hat.
Schon gar nicht, wenn ein und die selben Daten evtl. für mehrere Ausgabekanäle vorgesehen sind (Thema Medienneutralität lässt grüßen).
Die Sache mit den überdruckenden Kennzeichnungen für Schneid-, Rill- und Perforationslinien sowie für Prägung und partieller Lackierung ist allerdings schon so grundlegend, dass alle namhaften Workflowhersteller in ihren Preflightsystemen entsprechende Einstellmöglichkeiten dafür vorgesehen haben.

Antwort auf [ Ulrich Lüder ]
Antwort auf [ greena ] 48 Druckplatten werden uns nun berechnet.

Das hätten wir uns nie getraut in Rechnung zu stellen, ..

Da kann ich Ulrich nur beipflichten: denn deutlicher kann man seine Inkompetenz kaum noch zur Schau tragen. Da trennt sich eben die Spreu vom Weizen....

York Simon


als Antwort auf: [#498302]
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Organisator: Digicomp Academy AG

Kontaktinformation: Kundenberater-Team, E-Mailkundenberater AT digicomp DOT ch